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heule (wehflage); aber meine Hülfe eft ferne! Mein Gott, des Tages rufe ich, und des Nachts schweige ich auch nicht; aber du bist (dennoch) heilig (ehrwürdig). Unsere Våter (ichon) bofften auf dich, und da sie beffren, balfest du ihnen aus. Du bast (auch mich aus meiner Mutter Leibe gezogen; du warst meine Zuversicht, da ich noch an meiner Mutter Brüsten war. Sey nicht ferne von mir; denn Angst ist nahe, und es ist hier (font) kein Helfer! 30 bin ausgeldüttet wie Wasser. (Es ift 'aus mit mir); mein Herz ist in meinem Leibe iyie zerschmolzenes Wachs (all mein Muth ist dabin)! Aber du, Herr, rey nicht ferne; meine Stårke, elle, mir zu helfen! Ich will coafur) deinen Namen predigen (rühmend verkündigen) meinen Brüdern; ich will dich in der Gemeine rühmen, (laut will id rufen): Rühmet den Herrn, die ihr ihn fürchtet; denn er hat nicht verachtet noch verschmåhet das Elend des Urmen, und sein Untlik vor ihm nicht verborgen; und da er zu ihm schrie, hörete er! Dich will id preisen in der großen Gemeine ; id wil meine Gelübde bezahlen vor denen, die sich fürchten. Es werde gedacht aller Welt Ende, daß sie sich zum Herrn befehren, und vor ihm anbeten alle Geschlechter!

77. Beruhigung in Gottes Vorsehung. (Pl. 23.)

Der Herr ist mein Hirte; mir wird nichts mangeln! Er wei. det mich auf einer grünen Hue, und führet mich zum frischen Wass ser. Er erquidet meine Seele; er führet mich auf rechter Straße. Und ob ich schon wanderte im finstern Thal (von Gefahr und Noth umgeben bin), fürchte ich (do ch) kein Unglück; denn du bist bei mir; dein Stecken und Stab (må dtiger Schut) tróften mich. Du bereitest vor mir einen Tisch gegen meine Feins de ; du salbest mein Şaupt mit Del, uno schenkest mit voll ein. (Du erzeigest mir viel Gutes). (a) Gutes und Barms berzigkeit werden mir folgen mein Lebenlang.

78. Gott der beste Sout. (Pl. 27.) Der Herr ist mein Lidt (Führer) und mein Hell (Helfer)! Vor wem rollte ich mich fürchten? Der Herr ist meines Lebens Kraft (Beschůber)! Vor wem sollte mie grauen? Darum, ro die Bösen, meine Widersacher und Feinde, an mich wolien, můs. sen fie anlaufen und fallen. Herr, höre meine Stimme, wenn ich rufe; sey mir gnådig, und erhóre mich! Mein Herz hålt dir vor

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Dein Wort: Jhr fodt mein Antlik suchen (3 uflucht zu mit nehmen)! Darum suche ich auch, Herr, dein Untlik. Ver. birg dein Untlik nicht vor mir, und verstoße nicht deinen Knecht; denn du bist meine Hülfe! Laß mich nicht, und thue nicht von mir die Hand ab, Gott, mein Hell! Denn mein Vater und meine Mutter verlassen mich (w o hl); aber der Herr nimmt mich auf. Herr, Weffe mir (nur) deinen Weg, und leite mich auf richtiger Bahn! Ich glaube (Dann), daß Ich fehen tolerde das Gute (mich freuen werde der Gúte) des Herrn (noch) im Lande der Lebendigen. (Darum, o Berz,) sey getrost und un. verzagt, und barre des Herrn! 79. Şebet um Rettung von gottvergeßnen Feinden. (Ps. 28.)

Wenn ich rufe zu dir, Kerr, mein Kort: ro fchweige mir nicht! Höre die Stimme meines Flehens, wenn ich zu dir schreie, wenn ich meine Hände aufhebe zu dir! Seuch mich nicht hin (jur Strafe) unter den Gottlosen und unter den Uebelthätern, die freundlich reden mit ihrem Nächsten, und haben Böses im Herzen! Gib ihnen nach ihrer That und nach ihrem bösen Wesen; vergile : ihnen, was sie verdienet haben! Denn sie wollen nicht achten auf das Thun des Herrn, noch auf die Werke feiner Hånde; darum wird er fie zerbrechen (vertilgen), und nicht bauen. Gelobet rey der 'Herr; denn er hat erhöret die Stimme meines Flehens! Der Herr ist meine Stårke und mein Schild; auf ihn hoffet mein Herz, und mir ist geholfen; und mein Herz ift fröhlich, und ich wil ihm danken mit meinem Liede. Hilf deinem Bolfe, und regne dein Erbe, und weide fie, und erhobe ste emiglich!

80. Soffnung auf Gottes Scuk. (Pr. 31.)

Herr, auf dich traue ich! Laß mich nimmermehr zu Ochanden *. muerden; errette mich durch deine Gerechtigkeit ! Neige deine Oh.

ren zu mir, eilend hilf mir! Denn du bist mein Fels und meine Burg; und um deines Namens willen wolleft du mich leiten und führen. In deine Hände (dub) befehle ich meinen Geist (Les ben); du hast mich schon so gut als) erlöset, Herr, du treuer Gott! Ich freue mich (schon in voraus), und bin fröhlich über deine Güte, daß du mein Elend ansiehest, und, erkénnest (trofteft) meine Seele in der Moth. Es gehet mir (jest zwar) übel; ich aber, Herr; hoffe (doch) auf dich, und fpreche: Du bist mein Gott! Laß. leuchten dein Antlik über deiner Knecht

(Blide huldvoll auf deinen Verehrer herab); hilf mir durch deine Gåte! Wie groß ist deine Güte, die du erzeigest der nen, die auf dich trauen (Datum) liebet den Herrn, alle feine Heiligen (Verehrer)! Seyd getroft und unverzagt alle, die ihr des Herrn harret! 81, Wider die Undankbaren und Verleumder. (PP. 35.)

Herr, hadere mit meinen Haderern; streite wider meine Bes ftreiter! Ergreife Schild und Waffen, und mache dich auf, mir zu helfen; schůke mich wider meine Verfolger ; [prich zu meiner Seele: Ich bin deine Hülfe! Es müssen sich schämen, zurücke Fehren und zu Schanden werden, die mir übel wollen; denn sie haben mir ohne Ursache gestellet ihre Nebe, (mich) zu verderben. Uber meine Seele müsse fich freuen des Herrn, und fröhlich seyn auf seine Hülfe. Es treten frevele Zeugen auf, die zeiben (bes schuldigen) mich, deß ich nicht schuldig bin. Sie thun mir Arges um Gutes, mid in Herzeleid zu bringen. Ich aber, wenn sie frank waren: that (es) mir wehe (trauerte ich), und betete von Hers zen; ich (vers) hielt mich, als wäre es mein Freund und Bru. der; und ging traurig, wie einer, der Leid trågt über seine Mut. ter. Sie aber freuen sich über meinen Schaden, und rotten fich (wider' mich zusammen). Herr, wie lange willst du zusehen? Errette doch meine Seele aus ihrem Getümmel; denn sie trachten, Schaben zu thun, und suchen falsche Sachen wider die Stillen (Friesliebenden) im Lande! Herr, du siehest es ; fchweige nicht; Herr, fey nicht ferne von mir! Kerr, mein Gott, ridote mich nach deiner Gerechtigkeit, daß sie sich über mich nicht freuen! Rühmen und freuen müssen sich (aber), die mir gönnen, daß ich Recht behalte, und immer sagen: Der Herr müsse hochgelobet seyn, der seinem Knechte (Verehrer) wohl wil! Und (auch) meine Zunge fod reden von deiner Gerechtigkeit, und dich tåglich preffen. ge. Des frommen Trost in großer Noth. (PP. 44. u. 43.)

Wie der Hirsch schreiet (ich machtet) nach frischem Wasser, so schreiet meine Seele, Gott, zu dir ! Meine Seele dürftet (verlanget) nach Gott, nach dem lebendigen (wa hren) Gott. Wann werde ich dahin kommen, daß ich Gottes Angesidit schaue? Meine Thränen sind meine Speise Tag und Nacht, weil man tåg. lich zu mir saget: Wo ift nun dein Gott? Wenn ich denn deß

innen werde: fa schůtte ich mein Herz heraus bei mir selbst (m ó dhe te ich vor Hérjeleid vergeben). (Doch) was betrůbest du dich, meine Seele, und bist so unruhig in mir? Harre auf Gott; denn ich werde ihm noch danken, daß er mir hilft mit seinem Ans gesicht! Mein Gott, betrübt ist meine Seele in mir; darum gos denke id an dich! Ich sage zu Gott, meinem Fels: Warum bast du meiner vergessen? Barum muß ich ro traurig geben? Es ist als ein Mord (der beftigste Schmera) in meinen Gebeinen, wenn sie täglich zu mir sagen: Wo ist nun dein Gott? Richte mich, Gott, und führe meine Sache wider das unheilige Voll, und errette mich von den falschen und bösen Leuten! Denn du bist der Gott meiner Stårke; warum verstoßeft du mich? Sende dein Licht und deine Wahrheit, daß sie mich leiten; daß ich hineingehe zum Altare Gottes, zu dem Gott, der meine Freude und Wonne ift, und dir danke, mein Gott! Was betrůbest du dich (allo), meine Seele, und bist so unruhig in mir ? Harre auf Gott; denn i id werde ihm aoch danken, daß er meine Hülfe und mein Gott ist!

83. Stilles Koffen auf Gott. (Pl. 62) Meine Seele ift ftide zu (ruhig in) Gott, der mir hilft! Denn er ist mein Hort, meine Hülfe, mein Schuß, daß mich kein Fall (Unglück) stürzen wird, wie groß er ift. Meine Seele bars ret nur auf Gott; denn er ist meine Hoffnung. Er ist mein Hort, meine Hülfe und mein Schuß, daß ich nicht fallen werde. Bei Gott ist mein Sell, meine Ehre, der Felt meiner Starke; meine Zuversicht ist auf Gott.“ Hoffet auf ihn allezeit, lieben Leute! Schüttet euer Herz vor thm aus! Gott ist unsere Zuversicht ! Aber Menschen find nichts; große Leute fehlen auch; fte wagen weniger denn nichts, so viel ihrer ift. Verlasset euch nicht auf Unrecht und Frevel; haltet euch nicht zu solchem, das nichts ist; fádt euch Reichthum zu: so hånget das Herz nicht daran! Gott allein eft machtig. Und du, Herr, bift gnädig, und bezahleft (vergiltst auch) einem jeglichen, wie er es verdienet. Herre thue wohl den guten und frommen Herzen! 84. Ergebung und ZuverAct in Trůbfal. (Pl.77, 138,3 7.8.)

Ich schreie mit meiner Stimme zu Gott, und er erhöret mich! In der Zeit meiner Noth suche ich den Herrn; denn meine Seele will sich nicht trösten lassen. Wenn ich betrübt bin: ro denke ich an Gott; ich denke der alten Zeit, der vorigen Jahre. Wird

denn der Berr ewiglich verstoßen, und keine Grade mehr erzeigen? Ist es denn ganz und gar aus mit seiner Güte, und hat die Vere beißung ein Ende? Uber doch sprach ich (Doch ich den fe): Ich muß leiden; (aber) die rechte Hand (Mact) des Höchften kann alles åndern! Darum gedenke ich an die Tbaten des Herrn; ja ich gedenke an deine vorigen Wunder, und rede. von allen deis nen Werfen, und sage' von deinem Thun. Gott, dein Weg Deine Fügung) ift bellig! Wo ist so ein måchtiger Gott, als du bist? Du bist der Gort, der Wunder thut; du haft deine Mache bewiesen unter den Vóstern! (Daruni) wenn ich dich ans tufe: ro erhöre midy, und gib meiner Seele große Kraft! Benn ich mitten in der Angst wandele : ro erquickest du mich, und hilff mir mit deiner Rechten. Der Herr wird es ein Ende machen. Herr, delne Güte ist ewig! Das Werk deiner Bånde wolleft du nicht lassen!

85. Froher Aufblid zu Gott. (Ps. 121.) Ich hebe meine Augen auf zu dem, von welchem mir Hülfe kommt. Meine Hülfe komint vom Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat. Er wird deinen Fuß nicht gleiten lassen, und der did, behütet, schläft nicht. Der Herr bebåtet didy, der Herr ist dein Schatten (Schirm) über Cou) deiner rechten Hand. Der Herr behüte dich vor allem Uebel, er behüte deine Seele (o ein Leben)! Der Herr behüte deinen Ausgang und Eingang (Dein ganzes Dareyn) von nun an bis in Ewigkeit!

86. Gott allein vertraut! (Ps. 146.) Lobe den Herrn, meine Seele! Ich will den Herrn loben, so lange ich lebe, und meinem Gott lobsingen, weil ich hier bin. Berlasset euch nicht auf Fürsten! Sie sind Menschen; die können ja nicht helfen; denn des Menschen Geist muß davon, und er muß wieder zu Erde werden; alsdann sind verloren alle seine Un. slåge. Wohl dem, den Hülfe Gott ist, deß Hoffnung auf den Herrn, seinen Gott, ftehet, der Himmel, Erde, Meer und alles, was darinnen ist, gemacht hat, der Glauben hålt ewiglich, der Recht schaffet denen, so Gewalt leiden, der die Hungrigen speiset! Der Herr richtet auf, die niedergeschlagen sind; der Herr liebet die Gerechten (Tugendhaften); der Herr behütet die Fremds linge und Waisen, und erhålt die Wittwen, und kehrét zurück den Weg (vereiteltote Unternehmungen der Gottlosen. Der

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