Ҿ˹˹ѧ
PDF
ePub
[ocr errors][ocr errors]
[ocr errors]
[ocr errors]

innen werde: la schůtte ich mein Herz heraus bei mir selbst (módys teich vor Hérjeleid vergeben). (Doch) was betrůbest du dich, meine Seele, und bist so unruhig in mir? Harte auf Gott; denn ich werde ihm noch danken, daß er mir hilft mit seinem Ans gesicht! Mein Gott, betrübt ist meine Seele in mir; darum Sog denke id an dich! Ich sage zu Gott, meinem Fels: Warum hast du meiner vergessen? Warum muß ich ro traurig geben? Es ist als ein Mord (der beftigste Schmerz) in meinen Gebeinen, wenn sie tåglich zu mir sagen: Wo ist nun dein Gott? Richte mich, Gott, und führe meine Sache wider das unheilige Bolf, und errette mich von den falschen und bösen Leuten! Denn du bist der Gott meiner Stårke; warum verstoßeft du mich? Sende dein Licht und deine Wahrheit, daß sie mich léiten; daß ich hineingehe zum Altare Gottes, zu dem Gott, der meine Freude und Wonne ist, und dir danke, mein Gott! Was betrůbest du dich (also), meine Seele, und bist so unruhig in mir? Harre auf Gott; denn / id, werde ihm noch danken, daß er meine Hülfe und mein Gott ift!

83. Stilles Hoffen auf Gott. (Pl. 62) Meine Seele ist stille zu (ruhig in) Gott, der mir hilft! Denn er ist mein Hort, meine Hülfe, mein Schuß, daß mich kein Fal (unglåd) stürzen wird, wie groß er ift. Meine Seele bars ret nur auf Gott; denn er ist meine Hoffnung. Er ist mein Hort, meine Hülfe und mein Schuk, daß ich nicht fallen werde. Bei Gott ist mein Hell, meine Ehre, der Felt meiner Starke; meine Zuversicht ist auf Gott. Hoffet auf ihn allezeit, lieben Leute ! Schüttet euer Herz vor ihm aus! Gott ift unsere Zuversicht ! Aber Menschen find nichts; große Leute fehlen auch; fie wagen weniger denn nichts, so viel ihrer ist. Verlasset euch nicht auf Unrecht und Frevel; haltet euch nicht zu folchem, das nichts ist; fådt euch Reichthum zu: ro bånget das Herz nicht daran! Gott allein ift machtig. Und du, Herr, bist gnädig, und bezahleft (vergiltst auch) einem jeglichen, wie er es verdienet. Herre thue wohl den guten und frommen Herzen ! 84. Ergebung und Zuvericht in Trůbsal. (Pl.77, 138,3. 7.8.)

Ich schrele mit meiner Stimme zu Gott, und er erhöret mich! In der Zeit meiner Noth suche ich den Herrn; denn meine Seele will fidh nicht trösten lassen. Wenn ich betrübt bin: so denke ich an Gott; ich denke der alten Zeit, der vorigen Jahre. Bird

2

denn der Herr emiglich verstoßen, und keine Grade mehr erzeigen? Ist es denn ganz und gar aus mit seiner Güte, und hat die Ver. beißung ein Ende? Aber doch sprach ich (Doch ich denke): Ich muß leiden; (aber) die rechte Sand (Macht) des Höchsten kann alles åndern! Darum gedenke'ich an die Thaten des Herrn; ja ich gedenke an deine vorigen Wunder, und rede. von allen deis nen Werfen, und fage von deinem Thun. Gott, dein Weg Deine Fügung) ift hellig! Wo ist so ein måchtiger Gott, als du bist? Du bist der Gort, der Wunder thut; du haft deine Mache bewiesen unter den Vólfern! (Darum) wenn ich dich an. tufe: ro erhöre mich, und gib meiner Seele große Kraft! Wenn ich mitten in der Angst wandele : ro erquickest du mich, und hilfft mir mit deiner Rechten. Der Herr wird es ein Ende machen. Herr, deine Güte ist ewig! Das Werk deiner Sånde wolleft du nicht lassen!

85. Frober Aufblid zu Sott. (Pl. 121.) Ich hebe meine Augen auf zu dem, von welchem mir Hülfe kommt. Meine Hülfe komint vom Herrn, der Rimmel und Erde gemacht hat. Er wird deinen Fuß nicht gleiten lassen, und der dich behútet, schlåft nicht. Der Herr bebåtet dich, der Herr ist dein Schatten (Schirm) über (zu) deiner rechter Hand. Der Bere bebåte dich vor allem Hebel, er bebåte deine Seele (ein Leben)! Der Herr behüte deinen Ausgang und Eingang (ein ganzes Daleyn) von nun an bis in Ewigkeit!

86. Gott allein vertraut! (Ps. 146.) Lobe den Herrn, meine Seele! Id will den Herrn loben, so lange ich lebe, und meinem Gott lobsingen, weil ich hier bin. Berlasset euch nicht auf Fürsten! Sie sind Menschen; die können ja nicht helfen; denn des Menschen Geist muß davon, und er muß wieder zu Erde werden; alsdann sind verloren alle seine Ans (dolåge. Wohl dem, deb Hülfe Gott ist, deß Hoffnung auf den Herrn, feinen Gott, ftehet, der Himmel, Erde, Meer und alles, was darinnen ist, gemacht hat, der Glauben hålt eriglich, der Recht schaffet denen, fo Gewalt leiden, der die Hungrigen speiset! Der Herr richtet auf, die niedergeschlagen sind; der Herr liebet die Gerechten (Tugendhaften); der Herr behütet die Fremds linge und Waifen, und erhålt die Wittwen, und kehrét zurück den Weg (vereitelt die Unternehmungen) der Gottlosen. Der

[ocr errors]
[ocr errors]
[ocr errors]

Herr ift König ewiglich, dein Gott für und får! Hallelujah! (Ges lobt rey Gott!)

87. Ermuthigung in Gott. (Jes. 51.) Höret mir zu, die ihr der Gerechtigkeit nachjaget (Religion nach ft eebet), die ihr den Herrn suchet! Hebet eure Augen auf

ste gen Himmel, und schauer unten auf die Erde! Der Himmel wird

' wie ein Rauch vergeben, und die Erde wie ein Kleid veralten, und die darauf wohnen, werden dahin sterben wie Das (Mů den); aber mein Hell bleibet ewiglich, und meine Gerechtigkeit wird nicht verzagen. Höret mir zu, die ihr die Gerechtigkeit kennet, du Vole, in welches Herzen mein Gefeß ist! Fürdytet euch nicht, wenn euch die Beute schmåhen, und entseget euch nicht, wenn sie euch verzagt machen (wollen)! Wohlauf, woblauf, zeudo Macht an, du Arm des Herrn! Wohlauf, wie vor Zeiten, von Alters her! (Du selbst sprichst ja): Ich, ich bin euer Tros fter! Wer bist du denn (also, o Mensd), daß du dich vor Menschen fürchtest, die doch sterben, und vor Menschenkindern, die als (no te) Heu verzehret werden, und vergisseft des Herrn, der dich gemacht hat, der den Himmel ausbreitet, und die Erde gründet ? Ich bin der Herr, dein Gott; ich lege mein Wort (meinen Rathschluß) in deinen Mund, und bedece dich unter dem Schatten meiner Hånde (mit meinem Schuße)! Wache auf, ftebe auf, der du von der Hand des Herrn den Relch seines Grims mes getrunken (harte Prüfung erfahren) bast! Darum höre dies, Elender, uno (denn) so spricht dein Herrscher (der Regierer deiner S didale), der Herr und dein Gott: Oleh, ich nehme den Saumelfeld (as oid bet å ubende Strafgericht), von deiner Hand;. du rolst ihn nicht mehr trinken!

88. Gottesfurcht der beste Trost in leiden. (Sir. 2.)

Mein Kind, toilft ou Gottes Diener (wahrer Verehrer) seyn: so schicke (bereite) dich zur Anfechtung (auf Leiden vor). Balte feft, und leite dich, und wanke nicht, wenn man sich da. von locket. (Regiere dein Herz, und waffne dich mit Muth, damit du dich bei ihrem Eintritt nicht übers eilest.) Halte dich an Gott, und weiche nicht, auf daß du im. · mer stårker werdest! (so wirst du in der Folge immer glück.

lich seyn.) Alles, was dir widerfåhret, das lelde (nimm an),

[ocr errors]
[ocr errors]

und sey geduldig in allerlei Trůbfal. Denn gleid wie das Gold durch das Feuer, also werden die, To Gott gefallen, durch das Feuer der Trůbsal bewähret. Vertraue Gott: so wird er dir aus. belfen; richte deine Wege (geh den geraden Weg), und hoffe auf ihn! Die, so ihr den Herrn fürchtet, vertrauer ihm; denn es wird euch nicht fehlen (tretet nid)t aus dem Gleise, daß ihr nicht fallet). Die, so ihr den Herrn fürchtet, hoffet das Beste von ihm: so wird euch Gnade und Troft allezeit widerfabs ren. Die, so ihr den Herrn fürchtet, barret seiner Gnade (eis nes bessern Geschic& $), auf daß ihr nicht zu Grunde gebet (auf ewige Freude und Belohnung). Sebet an die Erems pel der Alten (die vergangenen Zeiten), und merket sie (rebet): Wer ist jemals zu Schanden geworden, der auf ihn gehoffet hat? Wer ist jemals verlassen, der in der Furcht Gottes geblieben ist? Oder wer ist jemals von ihm verschmåhet, der ihn angerufen hat? Denn der Herr ist gnådig und barmherzig, und vergibt Sünde, und hilft in der Noth. Wehe denen, so an Gott verzagen, und nicht fest halten (Wehe den furchtsamen Here zen und åssigen Hånden), und dem Gottlosen Der, hin und her wanket! Wehe den Verzagten; denn sie glauben nicht, dars um werden sie auch nicht beschirmet! Wehe denen, so nicht behar. ren (in Gedulo)! Wie wil es ihnen geben, wenn sie der Herr heimsuchen wird? Die den Herrn fürchten, glauben seinem Worte, und die ihn lieb haben, halten seine Gebote. Die den Herrn fürchten, thun, ipas ihm wohl gefått, und die ihn lieb haben, halten das Gesek recht. Die den Herrn fürchten, schicken Crůsten) ihr Herz, und demüthigen sich vor ihm, und sprechen: Wir wollen lieber in die Hände des Herrn fallen, als in die Hände der Menschen; denn seine Barmherzigkeit ist ja so groß, als er selber ist ! VI. Herzenserhebungen bei besondern Gegenstånden und

Fällen. 89. Sürze und Hinfädigkeit des menschlichen Lebens. Beim

Jahreswechsel. (P. 90.) Gott, du bist unsere Zuflucht für und für! Ehe denn die Ber ge worden, und die Erde, und die Welt geschaffen wordeni, bist du, Gott, von Ewigkeit zu. Ewigkeit, der du die Menschen låneft sterben, und spricht: Kommt wieder, Menschenfinder!

[ocr errors]
[ocr errors]
[ocr errors]
[ocr errors]
[ocr errors]

Tausend Jahre sind vor dir wie der Tag, der gestern vergangen fft, und wie eine Nachtwache. Du låfrest fie dahin fahren, wie einen Strom, und find wie ein Odilaf, (fie entschlummern und sind gleich wie ein Gras, das da frühe blühet, und bald welf wird, und des Abends abgehauen wird, und verdorret. Es fahren (eilen) alle unsere Tage dahin; wir bringen unsere Jahre zu wie ein Geschwåk. Unser Leben währet flebenzig Jahre, und wenn es hoch kommt: so sind es achtzig Jahre, und wenn es tóft. lidh gewesen ist: ro ift es Múbe und Arbeit (Kummer) gewesen; denn es fähret schnell dahin, als flogen wir davon. Wer glaubet es aber, und wer fürchtet dich? Lehre uns bedenken, daß wir fterben müssen (ehre uns unsere Tage záblen), auf daß wir klug werden (weise und gut leben)! Und der Herr, unser Gott, sey uns freundlich, und fördere das Wert unserer Hånde (unsern lebensberuf bei uns; ja, das Werk unserer Hånde wolle er fördern!

90. Frobe Erntehoffnung, (PP. 65.). Gott, man-lobet dich in der Stille, und dir bezahlet man Geo lůbde! Du erhörest Gebet; darum kommt alles Fleisch zu dir, Unsere Mifjethat drückt uns hart! Du wolleft unsere Sünde vers geben! Erhöre uns nach deiner wunderbaren Gerechtigkeit (Güte).. Gott, unser Heil, der du bist Zuversicht aller auf Erden, und fern am Meere; der die Berge fest rebt in seiner Kraft, und gerüstet ist mit Macht; der du stilft das Brausen des Meeres, das Braus sen seiner Wellen, und das Toben der Völker, daß sich entseken (it a unen), die an denselben Enden (åberall auf der Erde) wohnen, vor deinen Zeichen (Wunderthaten)! Du machst fróblich, was da webet (lebet), beide des Morgens und des Abends (im Morgen und Abend). Du suchest das Land heim, und wåsserst es, und machst es sehr reich. Gottes Brünnlein bat Wassers die Fåde. Du låsseft thr Getreide wohl gerathen; denn also bauest du das Land. Du tranfest feine Furchen, und feuchtest sein Gepflügtes, mit Regen mad)st du es weich (locker), und legnet seine Gewächse. Du króneff das Jahr mit deinem Gute, und deine Fußstapfen triefen von Fett (ueberfluß). Die Hügel sind umher luftig, die Anger von Schafe, und die Auen stehen dick mit Korn, daß man jauchzet und Finget.

91. In der Ernte. (Pr. 67.) Gott, fev uns grådig, und segne uns; er lasse uns sein Antlitz

[ocr errors]
[ocr errors]
[ocr errors]
[ocr errors]
« ͹˹Թõ
 »