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Die Bibel enthält Gottes Wort zu unsrer

Es ift noch nie eine Weisfagung (höhere Belebgung) aus menschlichem Wilen hervorgebracht; sondern die heiligen Menschen Gottes haben geredet getrieben von dem heiligen Geist. (2. Petr. 1, 21.) Weil du von Kind (Jugend) auf die heilige Schrift weißt, fann dich dieselbige unterweisen zur Seligkeit, (besonders) durch Den Glauben an Christus Jesus. Denn alle Schrift, von Gott eingegeben, ist núße zur Lehre, zur Strafe (Zurecht weisung), zur Besserung, zur Züchtigung in der Gerechtigkeit (zur Tu. gendbildung), daß ein Mensch Gottes (der religiós Geo bildete) rey vollkommen, zu allem guten Werk geschict. (2 Tim. 3, 15. 17.) (96r) suchet (forschet) in der Schrift; denn ihr meinet (glaubet), ihr habt das ewige Leben (Anweisung zur w abren Glů deligkeit) darinnen. (Joh. 5, 39.) So ihr folches (ibren Inhalt aber) wisset, selig seyb ihr, so ifrs thut! (Joh. 13, 17.) Ja, felig sind, die Gottes Wort hören und bewahren (ju Herzen nehmen und darnach leben)! (Luk. 11, 28.)

A. Was lehrt die Bibel, das ich wissen und glau.

ben fou?

I. Bibellezre von Gott. I. Es ist ein Gott! Von seinem Dafeyn zeugen mir Natur und Leben,

Bernunft und Herg, am deutlichten die h. Schrift. Auf diesem Glauben nur ruht meines Dalepns Werth und Glúd!

A. E. Rede mit der (betrachte die Erde; Ofe wird dids lehren! Wer weiß nicht, daß solches alles der Herr gemacht hat? Chlob 12, 8. 9.) Die Thoren (Bösewichter daher nur) sprechen in ihrem Herzen : Es ist kein Gott! (2ber) der Herr schauet vom Himmel auf die Menschentinder, daß er sebe, ob Jemand klug rey, und nach Gott frage. (pp. 14, 1. 2.) Die Kimmel erzählen die Ehre Gottes, und die Veste verkündiget seiner Hande ailmacht) Werk. (Pl. 19, 2) Bebet eure Augen auf,

und sehet, wer hat folche Dinge geschaffen ? (el

. 40, 96.) - ES find jedoc) alle Menschen natürlid eitel, fo von Gott nichts wiss fen, und an den sichtbarlichen Gütern den, der es ist, nicht kens nen, und sehen an den Werfen nicht, wer der Meister ift, fons dern halten entweder das Feuer oder den Wind oder die Sterne oder mächtiges Wasser (d as Weltmeer), oder die Lichter am Himmel, die die Welt regieren (Sonne und Mond) für Göts ter. Go fie aber an derseibigen schönen Gestalt Gefallen hatten, und sie also für Gócter hielten, sollten sie bidig gewußt haben, wie gar viel besser der rey, der über solche der Herr ist; denn der aller Schöne Melfter ift, bat solches alles geschaffen. Und so fle fico der Macht und Kraft verwunderten, sollten sie sich billig an den. felbigen gemerkt haben, wie viel måchtiger der rey, der solches alles zubereitet hat; denn es fann an der großen Schöne und Sus fchäfte (Wirkung) derselbigen Sdópfer, als im Bilde, erkannt werden, Baben sie aber) so viel mögen erkennen, daß sie die Sreatur hoch achten, warum haben sie nicht viel eher den Seern derselbigen gefunden? (8. O. Weish, 13, 1–5.9.) Dich aber fengen, (o Gott), tft eine vollkommene Gerechtigkeit (Relie gion), und deine Macht wissen, ist eine Wurzel des ewigen Les bens (Der Grund wahrer Stúdreligkeit). (B. O. Weish. 16.3.) (Des Gottesleugners) Gedanken find (Dagegen) wie Asche, und seine Hoffnung ist geringer, denn Erde, und sein Leben verächtlicher, denn Thon, weil er den nicht kennet, der ihn gemacht und ihm die Seele, die in thm wirket, eingegossen (gegeben hat. Sie halten (aber auch das menschliche Lee ben für einen Scherz (etwas unbedeutendes), und mensch. lidhen Wandel für einen Jahrmarkt, und geben vor, man müsse alenthalben (nur) Sewinnst suchen, auch (logar) durch böse Stúde. (B.O. Weish. 15, 10 -12.)

N. 2.' Gott hat sich selbft nicht unbezeugt gelaffen; er hat uns viel Gutes gethan, und vom Himmel Regen und fruchtbare Zeiten gegeben, und unsre Herzen erfüdet mit Speise und Freude. (Ap. Cesdh. 14, 17). Gott ist nicht ferne von einem Jeglichen unter uns; denn in ihm leben, weben (wirken) und find wir. (Up. Gesch. 17, 27. 48.) Daß man weiß, daß Gott sey, ist ihi nen (aud reibst den beiden) offenbar damit (oaduro), daß Gottes unsichtbares Weren, das ist, Teine ewige Kraft und Gotthelt, wird ersehen, so man deb wahrnimmt an den erfen, nämlich an der Schöpfung der Welt, also, daß fie coie Men.

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roen) Peine Entschuldigung haben. (Rom 1, 19. 20.) Ein jeg lides Haus wird von Jemand bereitet; der aber alles bereitet (hat), das ift Gott. (Hebr. 3.4) er zu Gott kommen will, der muß (zuvorderf) glauben, daß er rey, und denen, die ihn suchen (verebren), ein Vergelter seyn werde. (Hebr. 11, 6.) (Bib. Gesch. 41, 65.171. 348. Bibl. Begelft. 3. 7. 13. 15. 20. 28.)

2. Nur Ein Gott ift! Der Hddle muß ein Einzger feyn. Von Eis

nem nur die Einheit und Vollkommenheit der Zwecke und der Mit: tel in der Welt. Von Einem al mein Wohl, får Elnen al' mein Sinn!

2. T. Ich bin der Herr dein Gott! Du souft keine andern Götter haben neben mir. (2 Mol. 20, 8.3.) Der Herr unser Sott ist ein einiger Here. (5. Mol. 6, 4.) Herr, es ist deines gleichen nicht, und ist kein Gott, denn du! (1. Chron, 18, 20.) Gerr, es ist dir keiner gleich, und ist Niemand, der hun kann, wie du, der du so groß bist, und Wunder thun kannst, und allein Gott bist! (Pl. 86, 8. 10.) Unser Gott ist im Himmel; er kann ichaf fen, was er will. Sener (Der Heiden) Soken aber sind von Menschenhånden gemacht. (Pr. 115, 3.4.) So spricht der Herr : Jd bin der Erste, und Ich bin der Lebte, und außer mir ist bela Gott! (Sel. 44, 6.) Ich bin der Berr, und sonst keiner mehr; kein Gott ist ohne mich. (Def. 45, 5.) Ich bin Sott, und keiner mehr, ein Gott, desgleichen nirgends ift. (Sel. 46, 9) Saben wir nicht alle Einen Vater? Dat uns nicht Ein Gott geschaffen? (Mal, 2, 1o.) – Ja, es ist außer dir kein Gott, der du forge für Alle. (B. O. Weish. 12, 13.)

N. E. Es ift Ein Gott, und Ift fein andrer außer ihm. (Marf, 12, 32.) Das ift das ewige Leben (Daher kommt die w abre Glů de religkeit), daß sie dich, der du allein wahrer Gott 61, und den du gefandt hart, Jesus Chriftus, erkennen. (Joh. 17, 3.) - Wiewohl find, die Götter genannt wera Den im (am) Himmel oder auf Erden: so haben wir doch nur Einen Gott, den Vater, von welchem alle Dinge find, und wir in ihm. (1. Kor. 8,5. 6.) (Es ist) Ein Gott und Vater der, der da ist über euch alle (herrschend), und durch euch alle (wito fend), und in euch allen (wohnend). (Ephes. 4, 6.) Du glaus best, daß ein einiger Gott ist; du thust wohl daran; aber die Teus fel glauben es aud, uno (aber) alttern. (Naf, 4, 19.) (Bibl. Begeift. 17.)

3. Der Christ verehret Gott als Vater, Sohn und Geist. (Kirolio:

Dreieinigkeit.) Dazu verpflichtet mich des Meisters Bort. Jo nehm' eš glaubend auf ins fromme Herz. Dreifaches Heil aus dem geheimnißvollen Quell!

M. T. Gehet hin (sprach Jefus zu seinen Jüngern), und lehret alle Völker, und taufet sie (nehmt sie zu meiner Religion auf) im Namen (auf das Bekenntniß) des Baters und des Sohnes und des heiligen Geiftes. (Matth. 28, 19.) (Der Anfangs, 20 chiedss und Segen s. wundy Des postel Paulus u. a. lautet also:) Die Gnade des Herrn Jesus Christus, und die Liebe Gottes, und die Ge. meinschaft des heiligen Geistes rey mit euch allen! (2. Kor. 13, 13.) 4. Gott ist ber höchste Seift. Begre!fo ich auch sein ganzes Wesen

niat, Vollkommneres, als Ihn, nach Tiefe der Vernunft, und nach des willens Güte dent' ich mir nichts. Welch Glück, als' Geist tann ich ihm nahn!

4. E. Herr, wer ist dir gleich, der so machtig, heilig, schrecks llich (majest å tisch), löblich und wunderthårig sey? (2. Mos. 15, 11.) Herr, mein Gott, groß sind deine Wunder und deine Ge. danken! Dir ist nichts gleich! (P1.40, 6.) Wer ist, wie der Herr, unser Gott, der sich so hoch geseket hat, und auf das Niedrige sieht im Himmel und auf Erden? (Ps. 113, 5.) Der Herr ist groß und sehr tóblich, und seine Große ist unaussprechlich. (Pl. 145, 3.) Fürwahr, du bist ein verborgener (unerforschlicher) Gott! (Sef. 45, 16.) - Wer kann Gottes große Wunder begrei. . fen? (Sir, 18, 2.) Wenn wir gleich alles hoch rühmen, was da ist: so ist er dennoch viel höher, als alle seine Werke. Er ist "unaussprechlich groß, und seine Macht ist wunderbarlich. Lobet und preiset, so hoch ihr vermöget, er ist doch noch höher; denn wer kann ihn so hoch preisen, als er ist? Wir sehen seiner Xerke das wenigste; denn viel größere find uns noch verborgen. (Sir. 43. 30-36.)

N. E. Niemand ift (vollkommen) gut, denn der einige Gott. (Matth. 19, 17.) Gott ist ein Gelst, und die ihn anbeten, muss sen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten (durch Sinn und That verehren). (906.4, 24.) - Niemand weiß, was in Gott ist, ohne der Geist Gottes. (1. Kor. 2, 11.). Gott, der allein Unsterblichkeit hat, wohnt in einem Lichte (befindet sich in dem berrlichsten 3 u stande), da Niemand zukommen'(ers

for den fann, welchen Fein Mensch gesehen hat, noch sehen kann. (1. Tim. 6, 16.) (Bibl. Gesch. 47, Bibl. Begeist. 32.) 5. Gott ist unabhängig und allgenugsam. Durch und in sich selbst ist

alles Er; zum Groß- und Seligseyn bedarf er Niemands. Wenn ich ihm diene, dien' ich nur mir selbst!

4. T. Sündigest du, was fannst du mit ihm machen (damit wider ibn ausrichten)? Und ob deiner Missethat viel ist, was fannst du ihm (Damit für Schaden) thun? Und ob du gerecht (tugenhaft) reyst, was kannst du ihm coadu'r c) ge. ben? Oder was wird (kann) er von deinen Sånden nehmen? (Glob 35, 6. 7.) Bei Gott ist Freude die Fülle, und liebliches Wesen (Die religie Bonne) zu deiner Rechten immer und ewiglich. (Ps, 16, 11.) - Man kann Gott weder größer noch ges ringer machen, und er bedarf keines Raths. (Sir. 43, 22.)

N. T. Gott, ein Herr Himmels und der Erden, wohnt nicht in Tempeln, mit Hånden gemacht; sein wird auch nicht von Menschenhånden gepfleget, als der Jemandes bedürfte, so er selo ber Jedermann Leben und Odem allenthalben gibt. (Ap. Gesch. 17, 94. 45.) Gott ist der Selige und allein Sewaltige, der König' aller Könige, und der Herr aller Herren. (1. Tim. 6, 15.) 6. Gott ist ewig und unveränderlich. Nie entstand Er, nie wird er

vergehn. Er bleibt stets fich gleich in Wesen, Zustand, Sinn und Chun. Wie sicher kann ich auf ihn baun!

2. T. Gott ist groß und unbekannt; feiner Jahre Zahl kann Niemand erforschen, (Hiob 36, 26.) Gott, du bist unsre Zuflucht für und für! Ehe die Welt geschaffen worden, bist du, Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit! Tausend Jahre sind vor dir wie der Tag, der gestern vergangen ist, und wie eine Nachtiache. (Pr. 90, 2-4.) Du haft vorhin die Erde gegründet, und die Himmel find deiner Hånde (Ullmacht) Werk. Sie werden vergeben; aber du bleibest. Sie werden alle veralten, wie ein Gewand, fie werden verwandelt, wie ein Kleid, wenn du fie verwandeln wirft; du aber bleibest, wie du bist, und deine Jahre nehmen kein Ende. (Ps. 102, 26-28.) Dein Reich ist ein ewiges Reid, und deine Herrschaft währet får und für. (Pr. 145, 13.) Wer ruft alle Menschen nach einander von Anfang her? Jd bins, der Herr, beide der Erfte und der Leste! (Sel. 41, 4.)

N. 1. Vor dem Herrn tft Ein Tag wie tausend Jahre, und tausend Jahre sind wie Ein Tag. (*. Petr. 3, 8.) Du, Serr,

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