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61. Ich fod leben und Gesundheit schonen, so lang als möglich zu er:

halten suchen, nur auf den Ruf der Pflicht fie wagen, nicht aus Verzweiflung selbst den Tod mir geben oder auch nur wünschen. Mein Leib und Leben sind der Gottheit Sabe, inir und der Welt zu Nuß und Glüđ! Verantwortlich bin ich für den Sebrauch!

2. T. Alles, was ein Mensch bat, läßt er für rein Leben. (Blob 2, 4.) Einen Tollen erwürget wohl der Zorn, und den Albernen todet der Eifer, (Hiob 5. 2.) Mein Leben hat abges nommen vor Betrübniß, und meine Zeit vor Seufzen; meine Kraft ist verfallen vor meiner Missethat, und meine Gebeine sind verschmachtet. (Pl.31, 11.) Mein Gott, nimm mich nicht weg In der Hälfte meiner Tage! (Ps. 102, 25.) Die Furcht des Herrn (ein frommer lebenswandel) mehret die Tage; aber die Jahre der Gottlosen werden verkürzt. (Spr. Sal. 10, 27.) Wer flug ist, liebet fein Leben, und der Verständige findet Gutes. (pr. Sal. 19, 8.) Wer ihm felbft Schaden thut, den heißet man bidig einen Erzbösewicht. (Spr. Gal. 24, 8.)

étrebet nicht so nach dem Tode mit eurem Irrthume, und ringet nicht so nach dem Verderben durch eurer Hånde Werk; denn Gott hat den Tod nicht gemacht, und hat nicht Lust am Verderben der Leben. digen. (B. 0. Weish. 1, 12. 13.) Ber fich gern in Gefahr gibt, der verdirbt darinnen, und einem vermessenen Menschen geht es endlich übel aus. Ein vermessener Mensch machet ihm selbst viel Unglüds, und richtet einen Jammer nach dem andern an. (Sir. 3, 27-29.) Die rich an Huren hången, werden wild (vers wildern), und frigén Motten und Würmer zu Lohn, und vers dorren, den andern zum merklichen (warnenden) Erempel. (Sir. 19, 3.) Es ist besser, einer rev arm, und dabei frisch und gefund, denn reich und ungefund. Gesund und frisch seyn ist bef ser, denn Gold, und ein gesunder Leib ist besser, denn großes Gut. Es ist kein Reichthum zu vergleichen einem gesunden Leibe, und feine Freude des Herzens Freude gleich. Der Tod (aber aud) ist besser, denn ein fieches Leben oder ftete Krankheit, Traurig. keit rödet viel Leute, und dienet doch nirgends zu. Eifer und Zorn verkürzen das Leben, und Soroa machet alt vor der Zeit. (fr. 30, 14—17. 25. 26.) Nimm dir etwas vor zu arbeiten: so widerfährt dir keine Krankheit. (Gir.:32, 27.) Ehre den Arzt mit gebührlicher Verehrung, daß du ihn babeft zu der Noth: denn der Herr hat ihn geschaffen, und die Arzenei kommt von dem Höch, ften, und selbst) Kónige ehren ihn. Die Kunst des Arztes ers bobet ihn, und macht ihn groß bei Fürsten und Herren. Der

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Herr låsset die Arzenei aus der Erde wachsen, und ein Verndaf tiger verachtet sie nicht. Und er hat solche Kunst den Menschen gegeben, daß er gepriesen wurde in seinen Wunderthaten. Damit heilet er, und vertreibet die Schmerzen; und der Apotheker machet Argenel daraus. Laß (aber zugleich auch den Arzt zu dir; denn der Herr hat ihn geschaffen, und laß ihn nicht von dir, weil du seiner noch bedarfst. Wer jedoch) vor (a n) seinem Schöpfer fåndiget, der muß dem Arzt (gewoonlid am meisten) in die Bånde kommen. (U uch) vom Trauern kommt (öfters) der Tod, und des Herzens Traurigkeit schwachet die Kräfte. (Bir.38, 1–7. 12. 15. 19.)

N. E. Siehe zu, du bist gesund geworden; fúndige (oa her) hinfort nicht mehr, daß dir nicht etwas ergeres widerfahre! (30. 5, 14.) Niemand hat größere Liebe, denn die, daß er sein Leben låsset für seine Freunde. (Joh. 15, 13.) - (Paulus (prad): Christus rod hoch gepriesen werden an meinem Leibe, es ren durch Leben oder durch Cob; denn (in) Christus ist mein Leben und Sterben ist mein Gewinn; fintemal aber im Fletsche leben dlenet, mehr Frucht zu schaffen: so welß ich nicht, welches ich erwählen sollt; denn es liegt mir beides hart an. Ich habe (wob1) Luft abzuscheiden, und bei Christus zu seyn;, aber es ist nöthiger im Fleische bleiben, um euret willen. Und in guter Zuversicht weiß ich, daß ich bleiben und bei euch allen seyn werde, euch zur Fördes rung und zur Freude des Glaubens. (Phil. 2, 20- 25.) Trinke nicht mehr (bloßes) Wasser, sondern brauche ein wenig Wein, um deines Magens widen, und daß (weil) du oft frank bist.

(1. Tim. 5, 23.) Wir rollen (jedoch im Notfall) auch das * Leben für die Brüder lassen. (1. Joh. 3, 16.) (Siehe auch Nr. 53 u. 63.) (Bibl. Gesch. 108. 119. 308.) 62. So foll durd Fleiß und Chitigkeit im Berufe mir unb Andern

nůßen. Dazu die Kraft von Gott! Darin der Welt mein Dank! Daraus mein eignes Glud! Verloren geh' fein Augenblid! Im Guteswirken liegt die höchste Lust!

4. I. Im Schweiß deines Angesichts sollst du dein Brod essen, (1, Mor. 3, 19.) Wohl dem, der den Herrn fürchtet, und auf seinen Wegen gehet! Du wirst dich nåhren deiner Kånde Arbeit. Wohl dir, du hast es gut. (Pl. 128, 1. 2.) Gehe his zur Amelse, du Fauler; fieb thre Welse an, und lerne! Ob fie wohl keinen Fürsten noch Herrn bat, bereitet sie doch ihr Brod im Sommer, und fammelt ihre Speffe in der Ernte: Wie lange

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Hegest du, Fauler? Wenn willst du aufstehen von deinem Schlas fe? Ja, schlafe noch ein wenig, schlummere ein wenig, fohlage die Sånde in einander ein wenig, daß du schlafest: so wird did die Armuth übereilen, wie ein Fußgånger (På ufer), und der Mangel, wie ein gewappneter Mann. (Spr. Sal. 6, 6 - 11.) Låsige Sand machet arm; aber der Fleißigen Band machet reich. Wer im Sommer sammelt, der tft flug; wer aber in der Ernte fchläft, wird zu Schanden. Wie der Elig den Zähnen, und der Rauch den Augen thut, so thut der Faule denen, die ihn senden. (Spr. Sal. 10, 4. 6. 26.) Wer seinen Acer bauet, der wird Brodes die Fåde haben; wer aber unnöthigen Sachen nachgebet, der ist ein Narr. Fleißige Hand wird herrschen; die aber låffig ift, wird müssen zinsen. Einem Låffigen geråth sein Handel nicht; aber ein fleißiger Mensch wird reid. (Spr. Gal. 19, 11. 04.87.). Der Faule begehret es, und kriget es doch nicht, aber die Fleißt. gen Erigen genug. (@pr. Sal. 13, 4.) Wo man arbeitet, da iff genug, wo man aber (610s) mit Worten umgehet, da ift Man. gel. (Spr. Sal. 14, 23.) Wer laß in seiner Arbeit ist, der ist ein Bruder deß, der das Seine umbringet. (pr. Sal. 18. 9.) Faulheit bringet Schlafen (macht immer tråget), und eine låffige Seele (ein tråger Mensch wird Hunger leiden. (Spr. Sal. 19, 15.) Um der Kålte willen wid der Faule nicht pflügen: so muß er in der Ernte betteln, und nichts frigen. Liebe den Schlaf nicht (zu sehr), daß du nicht arm werdeft; laß deine Aus gen wacker reyn: so wirst du Brodes genug haben. (Spr. Sal. 20, 4.13.) Der Faule stirbt über seinen Wünschen; denn seine Håns de wollen nichts thun. (@pr. Sal. 81, 25.) Ich ging vor dem Udec des Faulen, und vor dem Weinberge des Narren (vorbe). und siehe, da waren eitel Nesseln darauf, und er stand vol Dis steln, und die Mauer war eingefallen. Da ich das fah, nahm ich es zu Herzen, und lernte daran. (Spr. Sal, 2430-32) Em Fauler wendet sich im Bette, wie die Thüre in der Angel. Det Faule verbirget seine Hand in den Topfen, und wird ihm sauer, daß er fie zum Munde bringe. (Spr. Sal. 46, 14. 15.) Wer seinen Acker bauet, wird Brod genug haben; wer aber Müßig. gang. nachgebet, wird Armuth genug haben. Ein treuer Mann wird viel gesegnet; wer ader ellet (zu ångstlid trebt), reid, zu werden, wird nicht (leiche) unschuldig bleiben. (Spr. Sal. 28, 19. 20.) Wer arbeitet; dein ist der Schlaf füße, er habe wenig oder viel gegeben; aber die Fülle des Reichen låsset ihn nicht schlas

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fen. (Pred. Gal. 5, 11.) Alles, was die vorhanden tommt, zu thun, das thue frisch; denn in der Hölle (dem rabe), da du hinfahrest, ist weder Werf, Runst, Vernunft, noch Weisheit. (Pred. Sal. 9, 10.) Durch Faulhelt finten die Balfen, und durch inlåstige Hånde wird das Haus triefeno (vom Regen durch Drungen). (Preb. Sal. 10, 18.) Frúbe fåe deinen Sao men, und laß deine Hand (a uch) des Abends nicht ab; denn du weißt nicht, o8 oles oder das gerathen mird; und ob es beides ges rieche: fo wåre es desto besser. (Pred. Sal. 11, 6.). Verflucht fev (unglů d treffe den), der des Herrn Werk (reinen Bes ruf) låsrig thuţ! (Jer. 48, 10.) Fürchte dich nicht, und laß deine Hände nicht laß (můde) werden; denn der Herr, dein Gott, ift bei dir ein starker Heiland; er wird sich über dich freuen, und dir freundlich reyn. (Zephan. 3, 16. 17.) Gute Arbeit gibt berrlichen Lohn, und die Wurzel des Verstandes verfault nicht (was man mit Einsicht betreibt, mißlingt nicht). (B. D. Weish. 3, 15.) Ob dirs sauer wird mit deiner Nahrung úno Ackerwerk, das laß dich nicht verdrießen; denn Gott hat es fo geschaffen. (Sir.7, 16.) Es ist besser, daß einer seines Thuns warte, dabei er gebelhet, denn sich viel vermesse (zu unternehs men wage), und dabei ein Bettler bleibe. In Widerwårtigkeit fey'getrost, und troke (verlaß dich) auf Dein Amt; denn wer an feinem Umte verzaget, wer wil dem helfen? Und wer wil den bei Ehren erhalten, der sein Umt selbst unehret? (Sir. 10,30-3c.) Müssiggang lehret viel Böses. (Sir. 33, 29.) Gib (leg e) did nicht auf das Betteln ; es ist besser sterben, denn betteln. Wer fich auf eines Undern Tisch verläßt, der gedenket sich nicht mit Eh. ren zu nähren; denn er muß sich versündigeu um fremder Speise willen. Aber davor hútet sich ein vernünftiger, weiser Mann. Bettelel schmeckt wohl dem unverschämten Maule; aber er wird zuleßt ein bóses Fleber davon krigen. (Sir. 40, 29-32.)

N. T. Was stehet ihr den ganzen Tag můßig? (Matth. 10, 6.) Ich muß wirken die Werke deß, der mich gesandt hat, so lange es Tag. (Leben und Gelegenheit daju da) ist; denn es fommt die Nacht (des Todes), da Niemand wirken fann, (306. 9, 4.) - Hat Semand ein Amt: so warte er des Amtes. (Róm. 19, 7.) Ein jeglicher bleibe in dem Berufe, darinnen er berufen ist. (1. Kor. 7, 20.) Wer gestohlen hat, der stehle nicht mehr, sondern arbeite und schaffe mit den Sånden etwas Gutes, auf daß er auch noch) habe zu geben dem Dürftigen. (Eph. 4,

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28.) elebe auf das Amt (Den Beruf, das du etnpfangen
haft in (von dem Herrn, daß du dasselbe ausrichteft. (Kol. 4,
17.) Ringet darnach, daß ihr stille reyd (håuslich eingezog
gén lebt), und das Eute schaffet, und arbeitet mit euern eiges
nen Hånden, auf daß ihr ehrbarlich wandelt, und keines (Frems
den) bedürfet. (1. Theff. 4, 11. 12.) (Paulus konnte von
fich rů8 men): Wir find nicht unordentlich unter euch gewesen;
baben auch nicht umsonst das Brod genommen von Jemand; fone
dern mit Arbeit und Mühe Tag und Nacht haben wir gewirket
(gearbeitet), daß wir nicht Şemand unter euch beschwerlich
wåren. Und da wir bei euch waren, geboten wir euch solches,
daß, ro Jemand nicht wid arbeiten, der soll auch nicht essen;
denn wir hören, daß etliche unter euch wandeln unordentlich, und
arbeiten nicht, sondern trelben Borwit (unn úße Dinge).
Solchen aber gebieten wir, und ermahnen sie, daß fle mit stillem
Besen arbeiten, und ihr eigenes Brod ellen. Ihr aber, lieben
Brüder, werbet nicht verbroffen, Gutes zu thun. (9. Thell. 3,
7.8. 10-13.) Bleibe in dem, das du gelernet haft, und die
vertrauet ift. (8. Tim. 3, 14.) So Semand ein Amt hat, daß
er .es thụe, als aus (nach dem Vermögen, das Gott darreidt,
auf daß in allen Dingen Gott gepriesen werde. (.. Petr. 4, 11.)
(Bibl. Gelds. 282. 352.)
63. 3d fod Eigenthum fcißen, suchen, erhalten. So manger Reig
des Lebens rubt in ihm. Bei Fleiß, Ordnung, Sparsamkeit wobnt
Gottes Segen gern, und Gottesfurcht und Milde heilgen ihn.
Nur unrecht Gut gedeihet nicht! Derfowendung soöpft den tief.
sten Brunnen aus I
2. E. Wer gering ist, und wartet des Beinen, der ift beso

denn der groß seyn will, und dem (am Ende) das Brod mangelt. (Spr. Sal. 12, 9.) Reichthum wird wenig, wo man es vergeudet; was man aber zusammen hålt, das wird groß. (Spr. Sal. 13, 11.) Jm Hause des Welsen ist (immer) eln fieblicher Schab; aber ein Narr verschlemmet es. (@pr. Sal. 91, 20.) Durch Weisheit wird ein Haus gebauet, und durch Vers stand erhalten. Durd ordentliches Haushalten werden die kam, mern vol aler foftlicher lieblicher Reichthümer. (@pr. Bal. 24, 3. 4.) Armuth und Reichthum gib mir nidt; las mich aber mein bescheiden Thell Speise dahin nehmen. Ich möchte fonft, wo ich ju satt würde, verleugnen und sagen: Wer ist der Herr Doer wo ich zu arm würde, möchte ich stehlen, und mich an dem Namen

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