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felig ist, und lasset ihm genügen; denn wir haben nichts in die Welt gebracht, darum offenbar ist, wir werden auch nichts hinaus bringen. Wenn wir aber Nahrung und Kleider haben: so lasset uns begnügen; denn die da reid werden wollen, die fallen in Versuchung und Stricke, und viel thörichte und schädliche Lüste, welche versenker die Menschen in das Verderben und Verdamm. ats; denn Geiz ift eltic Wurzel alles Ilebels; welches hat etliche gelüftet, und sind vom Glauben irre gegangen, und machen ihnen felbst viele Schmerzen. Aber du, Gottesmensch, fliehe solches, jage aber nach der Gerechtigkeit, der Gottseligkeit, dem Glauben, der Liebe, der Geduld, der Sanftmuth! (1. Tim. 6, 6-11.) (Bibl. Gesch. 55. 59. 221. 268. Bibl. Begelft. 9. 14.) 66. Id roll des Lebens Uebel mit Gebald ertragen. Prüfung ist Ses

gen auch; drum unterwerf ich ihr mich fill, und nůße weislich sie! Hab' ich des Guten doch weit mehr, und stets so viel, als wahrhaft núkt! Doo stammt die Rube nicht von Leichtsinn' oder Trug; nur Glaub' und Hoffnung find ihr Felsengrund !

N. T. Ich bin nackend von meiner Mutter Lelbe gekommen, nackend werde ich wieder dahin fahren. Der Herr hat es gegeben, der Herr hat es genommen! Der Name des Herrn fey gelobet! (Hiob 1, 21.) Haben wir Gutes empfangen'von Gott, und solls ten das Böse nicht auch annehmen? (Hiob 8, 10.) Bleibe (nur) fromm, und halte dich recht; denn solchen wird es zulcbt (ends lid doch nod) wohl geben. (Pf. 37, 87.) Was betrůbest du dich, meine Seele, und bist so unruhig in mir? Harre auf Cott; benn ich werde ihm noch danken, daß er meines Angesichts Külfe, und mein Gott ist. (Pl. 49, 19.) Die mit Thránen fåen, wers den mit Freuden ernten. Sie gehen hin, und weinen, und tras gen edlen Samen, und kommen mit Freuden, und bringen ihre Garben. (Weinend geht der Samentråger fort, aber jau ch jend führt er seine Garben ein.) (Ps. 126, 5.6.) Benn mein Geist in lengsten ist, nimmst du (Gott) dich meiner an. Herr, zu dir schrele ich, und sage: Du bist meine Zuver. ficht, mein Theil (Sahidfalsienter) im Lande der Lebendigen.

(Ps. 149, 4. 6.) Die Hoffnung, die sich verziehet, ångstet (W0 61) das Herz ; wenn es aber kommt, das man begehret, das ist ein Baum des Lebens (Erquicung). (Spr. Sal. 13, 12.) Ein Ungeduldiger thut nårrisch; aber ein Bedådhtiger haslet es. Ber geduldig ist, der ift wetfe ; wer aber 'ungeduldig ist, der of fenbaret fetae borgeit. Der Gottlose befeber nicht to feinem UNE

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glúde; aber der Gerechte ist auch in seinem Tode getrost. (@pr. Sal. 14, 17. 29. 32.) Ein Geduldiger ist besser, denn ein Star. ker; und der seines (u n,) Muths Herr ist, denn der Ståbte ge. winnet. (Spr. Sal. 16, 32.) Der ist nicht stark, der in der Noth nicht feste ist. (Spr. Sal. 24, 10.) Ein geduldiger Seift ist besser, denn ein hoher Selft. (Pred. Sal. 7.9.) Es ist ein foftliches Ding, geduldig regn, und auf die Hülfe des Herrn hofs fen. (Klagl. Jer. 3, 26.) Alles, was dir widerfåret, das leide (nimm an), und key geduldig in allerlei Trůbfal. Denn gleichmie das Gold durch das Feuer, also werden die, To Gott ge. fallen, durch das Feuer der Trůbsal bewåhret. (Gir. 2, 4. 6.)

N. T. Fasset eure Seelen mit Geduld! (Cuk. 21, 19.) Euer Herz erschrecke nicht, und fürchte sich nicht! (Joh. 14, 27.) Wer will uns scheiden von der Elbe Gottes ? Trůbsal, oder Angst, oder Berfolgung, oder Hunger, oder Bloße, oder Fährlichkeit, oder Schwert? aber in dem allen überwinden wir welt, um debwilen, der uns geliebet hat. (Rom. 8, 35. 37.) Seyo froh. lich in Boffnung, geduldig in Erůbfal; baltet an am Gebet! (Róm. 12, 12.) Gleichwie wir des Leidens viel haben, also wers den wir auch reichlich getröstet durch Christus. (2. Kor. 1, 5.) Laß dir an meiner Gnade genügen; denn meine Kraft ist in dem Odmachen mådhtig. Darum bin ich gutes Muther in Schwacy. heiten, in Schmach, in Nöthen, in Verfolgungen, in lengsten, um Christus willen; denn wenn ich schwach bin: so bin ich (durd die Religion) ftare. (2. Kor. 12, 9. 10.) Shr Lieben, lasset euch die Hike (Feuerprobe der Trůbsal), so euch begegnet, nicht befremden, die euch (ja nur) widerfåhret, daß ihr versuchet (geprüft) werdet, als widerführe euch etwas seltsames, sondern freuet euch, daß ihr mit Chriftus leidet, auf daß ihr auch zur Zeit der Offenbarung seiner Herrlichkeit, Freude und enne has ben möget! Selig reyd ihr, wenn ibr. geschmåhet werdet über den Namen Christus (wegen der Religion); denn der Geift, der ein Geist der Herrlichkeit Gottes ist, ruhet auf euch. Bei ihnen ist er verlåstert, aber bei euch ist er gepriesen. Niemand aber uns ter euch leide als ein Mórder, oder Dieb, oder Utebelthåter, oder der in ein fremdes Umt greifet. Leldet er aber als ein Chrift: so scheme er sich nicht; er ehre aber Gott (auch) in solchem Falle. Und so der Gerechte kaum erhalten (gerettet) wird, wo will der Gottlose und Sünder erscheinen? (1. Petr. 4, 11-16. 18.) Der Gott aber aller Gnade, der uns berufen bat zu seiner exigen

Herrlichkeit in Christus Jesus, derselbige wird (wolle) euch, die Į ihr eine kleine Zeit leidet, poubereiten (vervollkommnen),

starken, fråftigen, gründen (im Suten befestigen). (1. Petr. 5. 10.) Geduld ist euch noch, auf daß ihr den Willen Gottes thut, und die Verheißung empfanget. (Hebr. 10, 36.) So reyd nun geduldig!' Siebe, ein Uckermann wartet auf die fóstliche Frucht der Erde, und ist geduldig darüber, bis er empfange den Morgenregen und Abendregen. Send ihr auch (eben so geduls dig, und ståtfet eure Herzen. Nehmet zum Erempel des Leidens und der Geduld die Propheten, die zu euch geredet haben in dein Namen des Herrn. Siebe, wir preisen felig, die erduldet haben! Die Geduld Blobs habt ihr gehöret, und auch das Ende des Herrn (wie der Herr feinen Leiden ein Ende machte) habt ihr gesehen; denn der Herr ist ein Erbarmer. (Jat. 6. 7. 8. 19. 11.) (P. N. 48. vom Vertrauen auf Gott.) (Bibl. Gesch. Hiob 167–179. Jesus 300-320.) (Bibl. Begeift. 76-89.) 67. 3d fol aud im Lobe noch Muth und Standhaftigkeit beweisen.

Sout' ich durch Furcht und Angst erschweren mir den lekten Kampf?
Ist denn Einsdhlummern, ist Heimkehr in das Vaterhaus fo Tower ?
In frieb' und Freud' fahr' id dahin

2. T. Du bift (dem Leibe mad aus) Erde (entftans den), und souft (mußt daber auch wieder) zu Erde werden. (1. Mol. 3, 19.) Der Gerechte (Tugendhafte) ist auch in seio nem Tode getrost. (Spr. Sal. 14, 32.) - fürchte den Tod niat, (fondern) gedenke, daß es also vom Herrn geordnet ist über als les Fleisch, beides, derer, die vor dir gewesen sind, und nach dir kommen werden, Und was wegerst (ft rå ubeft) du dich wider Gottes Willen? (Gir. 41, 5. 6.)

N. T. Ich elender Mensch, wer wird mich erloren von dem Leibe dieses Todes? (Róm. 724.) Leben wir: fo leben wir dem Herrn; sterben wir: lo sterben wir dem Serra. Dorum wir leben oder sterben: so sind wir des Herrn. (Rom. 14. 8.) Der Stachel des Todes (das, was.den Tod bitter macht) ist die ünde; die Kraft aber der Sünde ist das Seres. (1. Kor. 15 56.) Christus ist mein (Heil im Leben, und Sterben ist mein Ges winn; denn es liegt mir beides hart an. Ich habe (rogar) Lust abzuscheiden und bei Christus, zu seyn. (Phil. 1, 31. 23.) (S. N. 39-42.) (Bibl. Gesch. 320. 336.) (Bibl. Begeist. 9o.)

IV. Pflichten gegen Mitmenschen und Mits

geschópfe, oder: Was ich in Beziehung auf Andere

thun oder lassen foll. 68. Ich Toll alle Menschen als Wesen höherer Art achten, und als Kinder Eines Vaters lieben. Gleid sind wir nach Natur, Beruf und Hoffnung! Der Kleinste fey mir wichtig, werth! In Aler Wohl ruht auch mein eigenes ! * 4. T. Du folft deinen Bruder nicht hassen in deinem Hers jen. (3. Mol. 19, 17.) Haben wir nicht alle Einen Vater ? Hat uns nicht Ein Gott geschaffen? Barum verachten wir denin Einer den Andern? (Mat. 2, 10.) - Die Menschen haben alle einers lei Eingang in das Leben, und gleichen Ausgang. (B. 0. Beish. 7,6.) Was du nicht tidft, daß man diri thue, bas thue einem andern auch nicht. (Tob. 4, 16.) Du fouft Niemand rühmen um seines großen Anfebens willen, noch jemand verachten um feines geringen Ansehens willen. (Sir. 11, 2.) Nimms bei (an) dir selbst ab, was dein Náchster gern oder ungern hat, und halte dich (gegen alle) vernünftig in allen Stúden. (Sir. 31, 18.)

N... Alles, was ihr wollet, daß euch die Leute thun follen, das thut ihr ihnen auch. (Matth.7. 12.) Du sollst deinen Nächs sten lieben, als did felbst. (Matth. 29, 39.) (Jesus (prac): Ein neu Gebot gebe ich euch, daß ihr euch unter einander liebet, wie Id euch geliebet habe. Dabei Caran) wirt Sedermann ets kennen, daß ihr meine Jünger (důler und Nachfolger) seyd, so ihr Liebe unter einander habet. (Joh. 13, 34. 35.) Die brüderliche Liebe unter einander rey herzlich. Einer komme dem Undern mit Ehrerbietung zuvor. (Rom, 12, 10.) Send Nies mand nichts schuldig, denn das ihr euch unter einander liebet; denn wer den andern liebet, der hat das Seres erfüllet. Die Liebe thut dem Mächsten nichts Böses. So ist nun die Liebe des Gefeßes Erfüllung. (Róm, 13, 8.10.) Wenn ich mit Menschens und mit Engelzungen redete, und hätte der Liebe nicht: ro wäre ich ein tonend Erz oder eine klingende Schelle (ein Prahler mit leeren Worten). Und wenn ich weissagen könnte, und wußte alle Geheimnisse und alle Erkenntniß, und hätte allen Glauben, also, daß ich celb ft) Berge versekte (Das Außerordentlichte Teistete), und håtte der Liebe nicht: so wäre ich nichts. Und wenn ich alle meine Sabe den Armen gåbe, und ließe meinen Leib brennen Create mich den größten Dualen aus), and

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Gåtte der Liebe nicht: so wäre mirs nichts nüße. Die Liebe ift langmüthig und freundlich; die Liebe eifert (neidet) nicht; die Liebe treibet nicht Muthwillen (Prahlerei); sie blåhet sich nicht (aup; fie ftellet sich nicht ungeberdig (verstoßt nicht gegen den Wohlftand); sie sucht nicht selbst süchtig blos) das Shre; sie låßt sich nicht erbittern; sie trachtet nicht nach Schaden; fie freuet sich nicht der lingerechtigkeit (des Unrechts); sie freuet sich aber der Wahrheit (es Rechts); fie vertråget alles; fie glaubet alles; fie hofft alles; sie duldet alles. Die Liebe Föret nimmer auf (ihren Werth und wohlthåtigen Einfluß

zu behaupten). Nun aber bleibet Glaube, Hoffnung, Liebe, : diese drei; aber die Liebe ist die großeste unter ihnen. (1. Kor. 13,

1-8.13.) @trebet (also vorzüglich) nach der Liebe! (1. Kor. 14, 1.) Ade eure Dinge (Handlungen) laßt in der Liebe geschehen. (1. Kor. 16, 14.) Ein jeglicher Tebe nicht (blos) auf das Seine, sondern (a uch) auf das, das des Andern ist. (Phil. 2,4.) Ueber alles (vor allem) ziehet an (macht euch eigen) die Liebe, die das Band der (fur) Vollkommenbelt ist. (Kol. 3, 14.) Eud, vermehre (bereichere) der Herr, und lasse (befons ders) die Liebe vódig werden unter einander und gegen Jeders mann, daß eure Herzen gestårket (und) unstråflich seyen in der Helligkeit vor Gott und unserm Vater, auf die Zukunft unsers Herrn Jesus Christus, sammt allen seinen Heiligen (Verehrern). (1. Thess. 3, 12, 13.) Machet keusch (rein) eure Seelen im Geborfam der Wahrheit (gegen die Religion) durch den Geift zu ungefårbter (unverstellter) Bruderliebe, und habt euch unter einander brünstig lieb aus reinem Herzen. (1. Petr. 1, 29.) Leget ab alle Bosheit und allen Betrug und Seuchelei und Meld und alles Afterreden (Verleumdungssucht). (1. Petr. 2, 1.) Send allesamt gleich gesinnt, mitleidig, brúderlich, barmherzig, freundlich. (1. Petr. 3, 8.) Lasset uns nicht lieben mit Worten, noch (blos) mit der Zunge, sondern mit der That und mit der Wahrheit. (1. Joh. 3, 18.) Lasset uns unter einander lieb haben; denn die Liebe ist von Gott, und wer lieb hat, der ist von Gott geboren, und kennet Gott. Wer (aber nicht lieb Bat, der kens net Gott nicht; denn Gott ist die Liebe. So Jemand spricht: Ich liebe Gott, und hafset (Doch) seinen Bruder, der ist ein Lågs ner; denn wer seinen Bruder nicht liebet, den er siehet, wie kann er Gott lieben, den er nicht siehet? (1. Joh. 4. 7. 8. 20.) Bleis bet fefe in der brüderlichen Liebel (Hebr, 131.) Lieben Brüder,

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