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70. Io foll Andrer Ehre und guten Namen achten, iconen, lågen.

nie Verleumder, Listerer, Klåtscher seyn. Verdiensten Lob, and gált's dem Feinde auch! Den Mängeln Nadlicht und Entschuld digung! Dem Angefeinoeten ein Schild! Ein Freund dem Feb, lenden, und nur des Fehlers Feind!

2. T. Du sollst tein falsch Zeugniß reden wider deinen Nådh ften. (8. Mol. 20, 16.) Du sollst kein Verleumder reyn. (3. Mol. 19, 16.) Bie kommen, daß sie schauen (ausfpå hen), und meis nen es doch nicht von Herzen, sondern suchen (nur) etwas, das fie låstern mögen, gehen (oann) hin, und tragens aus. (P1.44, 7.) Deine Zunge trachtet nach Schaden, und schneidet mit lů, gen, wie ein scharf Scheermesser; du rebeft Iteber Bóses, denn Sus tes, und falsch, denn recht; du redest gern alles, was zum Vers derben dlenet, mit falscher Zunge; darum wird dich Gott auch ganz und gar zerstören und ausrotten. (Pf. 52, 4-7) Thue von dir den verkehrten Mund, und laß das Låstermaul fera von i dir reyn! (Spr. Sal. 4, 24.) Falsche Mäuler decken (verbeto gen den) Haß, und wer verleumdet, ift ein Narr (B ósewicht). (Spr. Gal. 10, 18.) Wer seinen Nächsten schåndet, ist ein Narr; aber ein verständiger Mann stillet es (schweigt lieber). Ein Verleumder verråth, was er heimlich weiß; aber wer eines getreuen Herzens ist, verbirgt dasselbe. (Spr. Sal. 11, 12. 13.) Ein loser (ichlechter) Mensch gråbt (strebt) nach Unglück, und in seinem Maul brennet Feuer. Ein verkehrter Mensch (Wort verdreber) richtet Hader (Streit) an, und ein Verleumder macht Fürsten (Vertraute) uneins. (Spr. Gal. 16, 67. 28.) Ein Böser achtet auf boje Mäuler, und ein Falscher gebordet gera schåoliden Zungen. Wer Sünde zudecket, machet Freundschaft; wer aber die Sache eifert (Der Zweiachsler), macht Fårsten (Die besten Freunde) uneins. (Spr. Sat, 17, 4.9) Sep unverworren (habe nichts zu thun) mit dem, der Heimlichkeit offenbaret, und mit dem Verleumder und falschen Maul. (pr. Sal. 20, 19.) Handle deine (Streito) Sache mit deinem Nách. sten, und offenbare (aber dabei) nicht eines Andern Heimlidis keit, auf daß dirs nicht übel spreche, der es höret, und dein boses Gerücht nimmer ablafie (ftets fortdauere). Wer wider seinen Nådiften falsch Zeugniß redet, der tft (wie) ein Spies, Schwert und scharfer Pfeil. (Spr. Sal. 25. 9. 10. 18.) Die Worte des Verleumders sind wie Sdılåge (eigentlich: wie angenehme Speisen), und geben durchs (leicht ins Herz. (Spr. Sal. 26, 22.) - Sey nicht ein Ohrenblåser, und verleumde nicht mit

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1 deiner Zunge. Ein Dieb ist ein schåndlich Ding; aber ein Ver.

leumder ift viel fchåndlicher. (Sir. 5. 16. 17.) laß dich nicht flug dúnken, Jedermann zu tadeln. Wer (aber) alles zum Bes ften ausleget, der machet ihm viel Freunde; und wer das Beste zur Sache redet, von dem redet man wiederum das Beste. (Sir. 6, 1.5.) Hórest du was Böses, das fage nicht nach; denn dwels gen schadet dir nicht. Du sollst es weder Freund noch Feind sagen, und offenbare es nicht, wo du es ohne böses Gewissen (auf did zu laden) thun fannst; denn man höret dir wohl (gern) zu

und merket darauf; aber man basset dich gleicwohl. Saft du į (da her) etwas gehöret: To laß es (lieber) mit dir sterben: Yo 1 bast du ein ruhig Gewissen; denn du wirft nicht davon berften,

@prich (a u d) deinen Freund von dem du beleidigt zu feya vermeinest) darum an; denn man lügt gern auf die Leute; darum glaube nicht alles, was du hörest. (Cir. 19, 610, 15) Die Ohrenblåser thun ihnen selbst Schaden, und es hat fie Nies mand gern um rich. (Sir, 21,31.) Wer Heimlichkeit offenbaret, der verliert den Glauben, und wird nimmermehr einen treuen Freund krigen. (Sir. 47, 17.) Der Ohrenblåser und falscher bose Mäuler sind verflucht; denn sie verwirren (entzweien) viele, die guten Frieden haben, (in Eintracht und Ruhe leben). Die Geißel machet Striemen; aber ein bófes Maul zerschmettert die Gebeine und alles. Viele sind gefallen durch die Schårfe des Schiverts, aber nirgend so viele als durch böse Mäuler. Wobl dem, der vor bösem Maul bewahret ist, und von ihm ungeplagt bleibt! Du verjåunest deine Säter mit Dornen, warum machest du nicht vielmehr deinem Munde Thůr und Riegel? Du wageft dein Gold und Silber; warum rågest du nicht deine Worte auf der Goldwage? (Sir. 28, 15.01. - 23. 28. 29.)

N. T. Was richtest du deinen Bruder ? Oder du anderer, was verachtest du deinen Bruder? Wir werden alle vor dem Richt. stuhl Christus dargestellt werden. (Rom. 14, 10.) Gebet nicht Raum (Gebor) dem Låfterer. (Eph. 4,27.) Vor allen Din. gen habet unter einander eine brünstige Liebe; denn die Liebe Decket (entfduldiget) auch der Sünden Menge. (1. Petr. 4, 8.). Afterredet (rchmåbt euch) nicht unter einander. Es ift ein einziger Gelebgeber (und Richter); det kann felig machen (lossprechen) und verdammen. Wer (aber) bist du, der du einen andern (ver) urthelleft? (Jak. 4, 11. 12.) (Bibl. Gesch. 119. 216. 289, 268, 272.331. 336. 356. 357.)

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71. Id roll Andrer leben, Gesundheit und Kraft fchonen und zu er:

halten suchen, ihnen durch Gewaltthat, Verführung und Vernados lássigung daran nicht schaden. Der Brüder Tage zu verfürzen, ja zu verkümmern nur, o welche Sculd! Zur Selbsterrettung nur ift Nothwehr mir erlaubt.

2. E. Wer Menschenblut vergießt, deß Blut fod wieder durch Menschen vergossen werden; denn Gott hat den Menschen zu seinem Bilde gemacht. (1. Mol. 9, 6.) Du sollst nicht toden. (2. Mol. 20, 13.) Wer einen Menschen schlågt, daß er stirbt, der fod (a uch) des Todes sterben. Hat er ihm aber nicht nacoges {tellet, sondern Gott hat ihn lassen ohngefähr in seine Hand fallen: so will ich einen Ore (eine freift åtte 1. 4. Mor. 35, 6. 14. 5. Mol. 4, 41. 19, 9.) bestimmen, dahin er (vor dem Blut råder) fliehen fod. (2. Mos. 21, 12, 13.). Wenn du ein neues Haus bauest: so mache eine Lehne (Gelander) daruin auf deis nem (platten) Dache, auf daß du nicht Blut auf dein Haus las dest, wenn Jemand herab fiele. (5. Mol. 22, 8.) Die Frucht der Gerechtigkeit (tbåtigen Menschenliebe) ist ein Baum des Lebens; und ein Beifer (Tugendhafter) nimmt sich der Leute berzlich an. (Spr. Sal. 11, 30.) Errette dle, so man toden wil, und entzeuch dich nicht von denen, die man würgen wid. (Opr. Sal. 24, 11.) - Sey nicht ein Löwe (grausam) in deinem Hause, und nicht ein Wücherich gegen dein Gesinde. (Sir. 14,35.)

N. T. Ihr habt gehöret, daß zu den Alten gesagt ist: Du follst nicht toden; wer aber tódet, der Tod des Gerichts schuldig seyn. Io (Jesus) aber fage euch: Wer mit seinem Bruder (ungerechter weise auch nur) zůrnet, der fol des Gerichts schuldig seyn. (Matth. 5, 21. 22.) So Jemand die Bets nen, sonderlich seine Kausgenossen (Blutsverwandten), nicht versorget, der hat den Glauben verleugnet, und ist árger, denn ein Heide. (1. Tim. 5. 8.) Wer seinen Bruder hasset, der ist (ro fchlimm als ein Todtschlåger ; und ihr wisset, daß ein Todtschlåger nicht hat das ewige Leben bei ihm bleibend. (1. Joh. 3, 15.) Wir foden (im Notfalle) auch das Les ben für die Brüder lassen. (1. Joh. 3, 16.) (Bibl. Gesch. 4. 24. 68. 75. 78. 111, 1346 235. Sefus verschiedene Beilungen 338. 339. 36. 2c.)

72. Jó roll Andrer Eigenthum nicht an mich reißen oder fahmdlern,

sondern es durch Rath und Ebat erhalten und vermehren helfen. Hinweg mit jeder Art von Naub und Trug! Gewissenhaft in Ur. beit, Sandel, Zahlung! Schaden treu erlebt! Unrechtes Out gedeihet niot!

4. T. Du folft nicht stehlen. Lab'ch nicht gelüften deines Nächsten Hauses, noch alles, das dein Nachfter hat. (2. Mol. 20, 15. 17.) Bo Jemand eine Grube aufthut oder gråbet, und dedet fie nicht zu, und fällt darüber ein Ochs oder Esel hinein: fo fou es der Herr der Grube mit Geld dem andern wieder bezahlen; das Las aber soll sein seyn. Wenn Jemands Ochse eines Ändern ochi fen fößet, daß er ftirbt: so sollen sie den lebendigen Dchsen ver. kaufen, und das Geld und das das auch thellen. Ifts aber fund gewesen, daß der Ochse ftoßig vorhin (fchon vorber) gewesen ift, und sein Herr hat ihn nicht verwahret : so soll er einen Dosen um den andern vergelten, und das Las haben. (2. Mol. e1, 33-36.) Wenn Semand einen Ochsen oder Schaf ftiehlt, und schlachtet oder verkauft es, der fol fünf Odsen wiedergeben, oder vier Schafe. Wenn ein Dieb ergriffen wird, daß er einbricht, und wird darob geschlagen, daß er stirbt: so soll man feln Bluts gericht über jenen lassen (et) gehen; ist aber die Sonne über ihm aufgegangen: fo rod man das Blutgericht gehen lassen. Es fod aber ein Dieb (das Geraubte) wiedererstatten. Hat er nichts: so verkaufe man ihn (jum flaven) um seinen Diebstahl. Fins det man aber bei ihm den Diebstahl lebendig: so fod er es zweifål. tig wiedergeben. Wenin Jemand einen der oder Weinberg be. fchåolgety, daß er sein Vieh låsset Schaden thun, der fod von dem Besten auf seinem der und Weinberge wiedererstatten. Wenn ein Feuer auskommt und ergreifet die Dornen, und verbrennet die Garben oder Getreide, das noch stebet: so soll der es wiedererftat. ten, der das Feuer angezündet hat. Wenn Semand seinem Nach ften Geld oder Geråthe zu behalten thut (verwahren gibt), und es wird demselben aus seinem Hause geftohlen, und findet man den Dieb: fo foll er es zweifaltig wiedergeben; findet man aber den Dieb nicht: so soll man den Hauswirth vor die Götter (Obrigo teit) bringen, ob er nicht feine Hand habe an seines Nächsten Babe geleget. Wo Einer den Undern schuldiget (verklaget) um einigerlef Unrecht oder allerlei, das verloren ift, der fol es zweis fåltig seinem Nächsten wiedergeben. Osean Jemand seinem Nåd. ften irgend ein Vieh zu behalten thut, und es stirbt ihm, oder wird beschädiget, oder wird ihm weggetrieben, daß es niemand

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fieht: ro fol man es unter ihnen auf einen Eid bei dem Herrn (a n.) kommen lassen, ob er nicht seine Hand an seines Nadsten Habe geleget, und des Gutes Herr roll es annehmen (lich gefallen lassen), daß jener nicht bezahlen müsse. Stiehlt es ihm aber ein Dieb (gewaltsam in seinem Beifeyn): so soll er es feinem Herrn bezahlen. Wenn es jemand von seinem Nadsten entlehs niet, und es wird beschadiget, oder stirbt, daß sein Herr nicht da. bei ist: so soll er es bezahlen; ist aber fein Herr dabei: ro roll er es nicht bezahlen, so ers um Geld gedinget hat, (2. Mol. 22, 1-15.) Du sollst deinem Nächsten nicht Unrecht thun, noch ihn berauben. Es foll (rogar) des Taglöhners Lohn nicht bei dir bleiben bis an den Morgen (ohne feinen Willen nicht bis zum andern Tage vorenthalten werden. (3. Mol. 19, 13.) Du sollst deines Nächsten Grenze nicht zurücktreiben, die die vorigen (Vorfahren) gelebt haben in Deinem Erbtheil. (5. Mol. 19, 14.) So übervortheile nun Keiner seinen Nächsten, fondern fürchte dich vor deinem Gott. (3. Mol. 25, 17.) Wenn du deines Bruders Bleb Riebest irre gehen: so souft du es wieder zu deinem Bruder führen; wenn aber dein Bruder dir nicht nahe ift, und du kennft ihn nicht: fo follst du es in dein Haus nehmen, bis es dein Bruder suchet, und du es ihm wiedergebeft. Also folft du auch thun mit allem Berlornen. (5. Mol. 28, 1-3.) Jn deinem Hause soll nicht zweierlei Scheffel, groß und klein, feyn; du foaft Ca uch) ein völlig und recht Gewicht haben. (5. Mos. 25, 14. 15.) Berflucht fey, wer seines Nächsten Grenze engerti Berflucht rey, wer das Recht des Fremdlings, des Waisen und der Wittde beuget (verdrehet)! (5. Mol. 27, 17. 19.) Wer sein Geld nicht auf Wucher gibt, und nimmt nicht Geschenke über den Unschuldigen, der wird wohl bleiben. (Pr. 15, 5.) Das Benige, das ein Gerechter bat, ist besser, denn das große Gut vieler Gott lofen. Der Gortlose borget, und bezahlet nicht; der Gerechte aber ift barmherzig und milde. (pr. 37, 16, 21.) Unredyt Gut hilft nicht. (Spr. Sal. 10, 2.) Falsche Wage tft dem Herrn ein Gråuel; aber ein völlig Gewicht ist sein Wohlgefallen. (Spr. Sal. 11, 1.) : Wer Korn inhålt, dem fluchen die Leute; aber Segen kommt über den, fo es verkaufet. (Spr. Sal 11, 26.) Treibe nicht zurück die vorigem Grenzen die deine Båter gemacht haben. (@pr. Sal. 22, 28.) Gehe nicht Crå i beirtsch aus) auf der Waisen 2efen; denn ihr Erlöser (Befd åßer) ift mådytig, und wiod ihre Sache tider sich ausführen. (Spr. Bal. 23, 10. 11.)

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