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haltet nicht dafür, daß der Glaube an Jesus Chriftus, unfern Herrn der Herrlichkeit, Ansehn der Person leide! So ihr das königliche Gefeß vollendet nach der Schrift: Liebe deinen Nächsten als oich felbft : fo thut ihr wohl. So ihr aber (abet) die Per. son ansehet, thut ihr Sünde, und werdet gestraft vom Geseß, als die Hebertreter. (Jaf. 2, 1. 8. 9.) 69. Ich soll zuvorderst

das geistige Wohl meiner Mitmenschen durd Wort, that und Beispiel fördern. Belehren, warnen, bessern. stårken, tròsten sen mir Lust! Weh mir, veranlaßt und verführte ich auch Einen nur zu Thorheit oder Sündenthat!

4. T. Ich habe mir vorgelebt, ich will mid Jäten, daß ich nicht fündige (auch nur) mit meiner Zunge. (PP. 39, s.) ferne vorher felbst, ehe du andre lebrest. Strafe (tadle) did vorher selbst, ehe du andre (ver) urtheileft: Po wirst du Snade finden, wenn andre gestraft werden. (Cir. 18, 19. 21.)

N. E. Lasset euer Licht (gutes Belspiel) leuchten vor den Leuten, daß fie eure guten Berke sehen, und euren Vater im Himmel (Durch åbnliche) prelsen. (Matth. 6, 16.) Wer årgert (zur Sånde berleitet) der Geringsten (einer Mitmens Tchen) einen, dem wåre besser, daß ein Mühlstein an seinen Hals gehånget, und er erfäufet würde im Meer, da es am tiefsten ist. Webe der Welt der ergerniß halber! Gündigt (aber) dela Bruder an dir: so gehe hin und strafe ihn (halte es ihm vor) zwischen dir und ihm alleine. Köret er dich: To Hast du deinen Bruder gewonnen. (Matth. 18, 6.,7. 15.) Mag auch ein Blias der (unwillender) einem Blinden den Weg weisen? Werden sie nicht alle beide in die Grube (ins Unglüd) fallen? (luf. 6, 39.) - Den Schwachen im Glauben nehmet auf, und verwirs ret die Gewissen micht (ohne Streit über Meinungen). Lasset uns nicht einer den andern richten (verurtbeilen). fons dern das richtet (oarauf reht), daß Niemand seinem Bruder Anstoß oder ergerniß darstelle. Lasset uns dem nachstreben, das zum Frieden und zur Besserung unter einander dienet. (Rom. 14. 1. 13. 19.) Es stelle Rich ein jeglicher unter uns also, daß er sets nem Nächsten gefalle zum Guten, zur Besserung. (Rom. 15, e.) Behet zu, daß eure Freiheit nicht geratbe zu einem Anstoß der Schwachen! (1. Kor. 8, 9.) Ich habe es zwar alles Macht; aber es frommet und bessert nicht alles. Niemand suche (Daber b105) was rein ist, sondern (vielmehr) was des Undern (Nuken) ift. Send Calfo) nicht årgerlich (anBoblg), gleichwie ich auch Pedero

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mann zu (mit) allerlei (liebesdienst)' mich gefällig mache, und suche nicht, was mir, sondern was vielen frommet, daß fie relig werden. (1. Kor. 10, 23. 24. 32. 33.) Seyd (daher) meine Nachfolger, gleich wie ich der von), Christus. (1. Kor. 11, 1.) Bóre Geschmäße verderben gute Sitten. (1. Kor. 15, 33.) 3c weiß (kenne) euern guten Willen, und euer Erempel hat viele. (zum Guten) gereizet. (2. Kor. 9, 2.) So ein Mensch etwa von einem Fehler übereilet würde: so helfet ihm wieder zurecht mit fanftmuthigem Geist, die ihr gelftlich (religiós) rend; und siehe auf dich felbft, daß du nicht auch versucht werdeft 1 (Gal. 6, 1.) Lasset kein faul (schlechtes) Geschwåß aus eurem Munde gehen, sondern was núblich zur Besserung ist, da (so wie es wohl thut, und daß es holdselig rey zu hören. (Eph. 4, 29.) Ermahnet euch unter einander, und bauet (bersert) einer den andern; vermah, net die Ungezogenen (Pflidtvergessenen), tröstet die Klein, müthigen, traget die Schmachen, reyd geduldig (lang mithig) gegen Jedermann. (1. Thess. 6, 11, 14.) Betet, daß das Wort des Herrn laufe (ware Religiositat fit verbreite) und gepriesen (verherrlichet) werde, wie bei euch und daß wir ers loset werden von den unartigen und argen (irreleitenden) Menschen; denn der (reine) Glaube ist nicht Jedermans Ding. (2. Chell. 3, 1, 2.) Lasset uns unter einander selbst wahrnehmen (beobachten) mit Reizen zur Liebe und zu guten Werken! (Hebr. 10, 24.) So Jemand unter euch frren wurde von der Wahrheit, und Jemand bekehrete ihn, der soll wissen, daß wer den Sünder befehret hat von dem Jrrthume seines Weges (einem Srrwege), der hat einer Seele vom Tode (Verderben) geholfen, und wird bedecken (sch úßen gegen) der Sünden Menge. (Jak.5, 19. 20.) Erbauet (ft å set) euch auf euren allerheiligsten Glauben durch den belligen Geist, und betet, und behaltet (erhaltet) euch in der Liebe Gottes, und wartet auf die Barmherzigkeit unsers Herrn Sesus Chriftus zum ewigen Leben; und haltet (auf diesen Unter. soyled, daß ihr euch etlicher von den Berirrten) erbarmet (lie mild behandelt), etliche aber mit Furcht (trenge) felig machet (su retten suchet), und rückt (reißt) fie aus dem Feuer (Verderben), und basset (meidet aber auch felbft) den befleckten Roc des fletsches (iedes later). (Sud. 20--23.) (Bibl. Gesch, 17, 118. Belspiel Jesus, Johannes und d. a. apos stel.)

70. Io foll Andrer Ehre und guten Namen achten, iconen, lågen.

nie Verleumder, Listerer, Klåtscher seyn. Verdiensten Lob, and gált's dem Feinde auch! Den Mängeln Nadlicht und Entschuld digung! Dem Angefeinoeten ein Schild! Ein Freund dem Feb, lenden, und nur des Fehlers Feind!

2. T. Du sollst tein falsch Zeugniß reden wider deinen Nådh ften. (8. Mol. 20, 16.) Du sollst kein Verleumder reyn. (3. Mol. 19, 16.) Bie kommen, daß sie schauen (ausfpå hen), und meis nen es doch nicht von Herzen, sondern suchen (nur) etwas, das fie låstern mögen, gehen (oann) hin, und tragens aus. (P1.44, 7.) Deine Zunge trachtet nach Schaden, und schneidet mit lů, gen, wie ein scharf Scheermesser; du rebeft Iteber Bóses, denn Sus tes, und falsch, denn recht; du redest gern alles, was zum Vers derben dlenet, mit falscher Zunge; darum wird dich Gott auch ganz und gar zerstören und ausrotten. (Pf. 52, 4-7) Thue von dir den verkehrten Mund, und laß das Låstermaul fera von i dir reyn! (Spr. Sal. 4, 24.) Falsche Mäuler decken (verbeto gen den) Haß, und wer verleumdet, ift ein Narr (B ósewicht). (Spr. Gal. 10, 18.) Wer seinen Nächsten schåndet, ist ein Narr; aber ein verständiger Mann stillet es (schweigt lieber). Ein Verleumder verråth, was er heimlich weiß; aber wer eines getreuen Herzens ist, verbirgt dasselbe. (Spr. Sal. 11, 12. 13.) Ein loser (ichlechter) Mensch gråbt (strebt) nach Unglück, und in seinem Maul brennet Feuer. Ein verkehrter Mensch (Wort verdreber) richtet Hader (Streit) an, und ein Verleumder macht Fürsten (Vertraute) uneins. (Spr. Gal. 16, 67. 28.) Ein Böser achtet auf boje Mäuler, und ein Falscher gebordet gera schåoliden Zungen. Wer Sünde zudecket, machet Freundschaft; wer aber die Sache eifert (Der Zweiachsler), macht Fårsten (Die besten Freunde) uneins. (Spr. Sat, 17, 4.9) Sep unverworren (habe nichts zu thun) mit dem, der Heimlichkeit offenbaret, und mit dem Verleumder und falschen Maul. (pr. Sal. 20, 19.) Handle deine (Streito) Sache mit deinem Nách. sten, und offenbare (aber dabei) nicht eines Andern Heimlidis keit, auf daß dirs nicht übel spreche, der es höret, und dein boses Gerücht nimmer ablafie (ftets fortdauere). Wer wider seinen Nådiften falsch Zeugniß redet, der tft (wie) ein Spies, Schwert und scharfer Pfeil. (Spr. Sal. 25. 9. 10. 18.) Die Worte des Verleumders sind wie Sdılåge (eigentlich: wie angenehme Speisen), und geben durchs (leicht ins Herz. (Spr. Sal. 26, 22.) - Sey nicht ein Ohrenblåser, und verleumde nicht mit

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1 deiner Zunge. Ein Dieb ist ein schåndlich Ding; aber ein Ver.

leumder ift viel fchåndlicher. (Sir. 5. 16. 17.) laß dich nicht flug dúnken, Jedermann zu tadeln. Wer (aber) alles zum Bes ften ausleget, der machet ihm viel Freunde; und wer das Beste zur Sache redet, von dem redet man wiederum das Beste. (Sir. 6, 1.5.) Hórest du was Böses, das fage nicht nach; denn dwels gen schadet dir nicht. Du sollst es weder Freund noch Feind sagen, und offenbare es nicht, wo du es ohne böses Gewissen (auf did zu laden) thun fannst; denn man höret dir wohl (gern) zu

und merket darauf; aber man basset dich gleicwohl. Saft du į (da her) etwas gehöret: To laß es (lieber) mit dir sterben: Yo 1 bast du ein ruhig Gewissen; denn du wirft nicht davon berften,

@prich (a u d) deinen Freund von dem du beleidigt zu feya vermeinest) darum an; denn man lügt gern auf die Leute; darum glaube nicht alles, was du hörest. (Cir. 19, 610, 15) Die Ohrenblåser thun ihnen selbst Schaden, und es hat fie Nies mand gern um rich. (Sir, 21,31.) Wer Heimlichkeit offenbaret, der verliert den Glauben, und wird nimmermehr einen treuen Freund krigen. (Sir. 47, 17.) Der Ohrenblåser und falscher bose Mäuler sind verflucht; denn sie verwirren (entzweien) viele, die guten Frieden haben, (in Eintracht und Ruhe leben). Die Geißel machet Striemen; aber ein bófes Maul zerschmettert die Gebeine und alles. Viele sind gefallen durch die Schårfe des Schiverts, aber nirgend so viele als durch böse Mäuler. Wobl dem, der vor bösem Maul bewahret ist, und von ihm ungeplagt bleibt! Du verjåunest deine Säter mit Dornen, warum machest du nicht vielmehr deinem Munde Thůr und Riegel? Du wageft dein Gold und Silber; warum rågest du nicht deine Worte auf der Goldwage? (Sir. 28, 15.01. - 23. 28. 29.)

N. T. Was richtest du deinen Bruder ? Oder du anderer, was verachtest du deinen Bruder? Wir werden alle vor dem Richt. stuhl Christus dargestellt werden. (Rom. 14, 10.) Gebet nicht Raum (Gebor) dem Låfterer. (Eph. 4,27.) Vor allen Din. gen habet unter einander eine brünstige Liebe; denn die Liebe Decket (entfduldiget) auch der Sünden Menge. (1. Petr. 4, 8.). Afterredet (rchmåbt euch) nicht unter einander. Es ift ein einziger Gelebgeber (und Richter); det kann felig machen (lossprechen) und verdammen. Wer (aber) bist du, der du einen andern (ver) urthelleft? (Jak. 4, 11. 12.) (Bibl. Gesch. 119. 216. 289, 268, 272.331. 336. 356. 357.)

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71. Id roll Andrer leben, Gesundheit und Kraft fchonen und zu er:

halten suchen, ihnen durch Gewaltthat, Verführung und Vernados lássigung daran nicht schaden. Der Brüder Tage zu verfürzen, ja zu verkümmern nur, o welche Sculd! Zur Selbsterrettung nur ift Nothwehr mir erlaubt.

2. E. Wer Menschenblut vergießt, deß Blut fod wieder durch Menschen vergossen werden; denn Gott hat den Menschen zu seinem Bilde gemacht. (1. Mol. 9, 6.) Du sollst nicht toden. (2. Mol. 20, 13.) Wer einen Menschen schlågt, daß er stirbt, der fod (a uch) des Todes sterben. Hat er ihm aber nicht nacoges {tellet, sondern Gott hat ihn lassen ohngefähr in seine Hand fallen: so will ich einen Ore (eine freift åtte 1. 4. Mor. 35, 6. 14. 5. Mol. 4, 41. 19, 9.) bestimmen, dahin er (vor dem Blut råder) fliehen fod. (2. Mos. 21, 12, 13.). Wenn du ein neues Haus bauest: so mache eine Lehne (Gelander) daruin auf deis nem (platten) Dache, auf daß du nicht Blut auf dein Haus las dest, wenn Jemand herab fiele. (5. Mol. 22, 8.) Die Frucht der Gerechtigkeit (tbåtigen Menschenliebe) ist ein Baum des Lebens; und ein Beifer (Tugendhafter) nimmt sich der Leute berzlich an. (Spr. Sal. 11, 30.) Errette dle, so man toden wil, und entzeuch dich nicht von denen, die man würgen wid. (Opr. Sal. 24, 11.) - Sey nicht ein Löwe (grausam) in deinem Hause, und nicht ein Wücherich gegen dein Gesinde. (Sir. 14,35.)

N. T. Ihr habt gehöret, daß zu den Alten gesagt ist: Du follst nicht toden; wer aber tódet, der Tod des Gerichts schuldig seyn. Io (Jesus) aber fage euch: Wer mit seinem Bruder (ungerechter weise auch nur) zůrnet, der fol des Gerichts schuldig seyn. (Matth. 5, 21. 22.) So Jemand die Bets nen, sonderlich seine Kausgenossen (Blutsverwandten), nicht versorget, der hat den Glauben verleugnet, und ist árger, denn ein Heide. (1. Tim. 5. 8.) Wer seinen Bruder hasset, der ist (ro fchlimm als ein Todtschlåger ; und ihr wisset, daß ein Todtschlåger nicht hat das ewige Leben bei ihm bleibend. (1. Joh. 3, 15.) Wir foden (im Notfalle) auch das Les ben für die Brüder lassen. (1. Joh. 3, 16.) (Bibl. Gesch. 4. 24. 68. 75. 78. 111, 1346 235. Sefus verschiedene Beilungen 338. 339. 36. 2c.)

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