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72. Jó roll Andrer Eigenthum nicht an mich reißen oder fahmdlern,

sondern es durch Rath und Ebat erhalten und vermehren helfen. Hinweg mit jeder Art von Naub und Trug! Gewissenhaft in Ur. beit, Sandel, Zahlung! Schaden treu erlebt! Unrechtes Out gedeihet niot!

4. T. Du folft nicht stehlen. Lab'ch nicht gelüften deines Nächsten Hauses, noch alles, das dein Nachfter hat. (2. Mol. 20, 15. 17.) Bo Jemand eine Grube aufthut oder gråbet, und dedet fie nicht zu, und fällt darüber ein Ochs oder Esel hinein: fo fou es der Herr der Grube mit Geld dem andern wieder bezahlen; das Las aber soll sein seyn. Wenn Jemands Ochse eines Ändern ochi fen fößet, daß er ftirbt: so sollen sie den lebendigen Dchsen ver. kaufen, und das Geld und das das auch thellen. Ifts aber fund gewesen, daß der Ochse ftoßig vorhin (fchon vorber) gewesen ift, und sein Herr hat ihn nicht verwahret : so soll er einen Dosen um den andern vergelten, und das Las haben. (2. Mol. e1, 33-36.) Wenn Semand einen Ochsen oder Schaf ftiehlt, und schlachtet oder verkauft es, der fol fünf Odsen wiedergeben, oder vier Schafe. Wenn ein Dieb ergriffen wird, daß er einbricht, und wird darob geschlagen, daß er stirbt: so soll man feln Bluts gericht über jenen lassen (et) gehen; ist aber die Sonne über ihm aufgegangen: fo rod man das Blutgericht gehen lassen. Es fod aber ein Dieb (das Geraubte) wiedererstatten. Hat er nichts: so verkaufe man ihn (jum flaven) um seinen Diebstahl. Fins det man aber bei ihm den Diebstahl lebendig: so fod er es zweifål. tig wiedergeben. Wenin Jemand einen der oder Weinberg be. fchåolgety, daß er sein Vieh låsset Schaden thun, der fod von dem Besten auf seinem der und Weinberge wiedererstatten. Wenn ein Feuer auskommt und ergreifet die Dornen, und verbrennet die Garben oder Getreide, das noch stebet: so soll der es wiedererftat. ten, der das Feuer angezündet hat. Wenn Semand seinem Nach ften Geld oder Geråthe zu behalten thut (verwahren gibt), und es wird demselben aus seinem Hause geftohlen, und findet man den Dieb: fo foll er es zweifaltig wiedergeben; findet man aber den Dieb nicht: so soll man den Hauswirth vor die Götter (Obrigo teit) bringen, ob er nicht feine Hand habe an seines Nächsten Babe geleget. Wo Einer den Undern schuldiget (verklaget) um einigerlef Unrecht oder allerlei, das verloren ift, der fol es zweis fåltig seinem Nächsten wiedergeben. Osean Jemand seinem Nåd. ften irgend ein Vieh zu behalten thut, und es stirbt ihm, oder wird beschädiget, oder wird ihm weggetrieben, daß es niemand

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fieht: ro fol man es unter ihnen auf einen Eid bei dem Herrn (a n.) kommen lassen, ob er nicht seine Hand an seines Nadsten Habe geleget, und des Gutes Herr roll es annehmen (lich gefallen lassen), daß jener nicht bezahlen müsse. Stiehlt es ihm aber ein Dieb (gewaltsam in seinem Beifeyn): so soll er es feinem Herrn bezahlen. Wenn es jemand von seinem Nadsten entlehs niet, und es wird beschadiget, oder stirbt, daß sein Herr nicht da. bei ist: so soll er es bezahlen; ist aber fein Herr dabei: ro roll er es nicht bezahlen, so ers um Geld gedinget hat, (2. Mol. 22, 1-15.) Du sollst deinem Nächsten nicht Unrecht thun, noch ihn berauben. Es foll (rogar) des Taglöhners Lohn nicht bei dir bleiben bis an den Morgen (ohne feinen Willen nicht bis zum andern Tage vorenthalten werden. (3. Mol. 19, 13.) Du sollst deines Nächsten Grenze nicht zurücktreiben, die die vorigen (Vorfahren) gelebt haben in Deinem Erbtheil. (5. Mol. 19, 14.) So übervortheile nun Keiner seinen Nächsten, fondern fürchte dich vor deinem Gott. (3. Mol. 25, 17.) Wenn du deines Bruders Bleb Riebest irre gehen: so souft du es wieder zu deinem Bruder führen; wenn aber dein Bruder dir nicht nahe ift, und du kennft ihn nicht: fo follst du es in dein Haus nehmen, bis es dein Bruder suchet, und du es ihm wiedergebeft. Also folft du auch thun mit allem Berlornen. (5. Mol. 28, 1-3.) Jn deinem Hause soll nicht zweierlei Scheffel, groß und klein, feyn; du foaft Ca uch) ein völlig und recht Gewicht haben. (5. Mos. 25, 14. 15.) Berflucht fey, wer seines Nächsten Grenze engerti Berflucht rey, wer das Recht des Fremdlings, des Waisen und der Wittde beuget (verdrehet)! (5. Mol. 27, 17. 19.) Wer sein Geld nicht auf Wucher gibt, und nimmt nicht Geschenke über den Unschuldigen, der wird wohl bleiben. (Pr. 15, 5.) Das Benige, das ein Gerechter bat, ist besser, denn das große Gut vieler Gott lofen. Der Gortlose borget, und bezahlet nicht; der Gerechte aber ift barmherzig und milde. (pr. 37, 16, 21.) Unredyt Gut hilft nicht. (Spr. Sal. 10, 2.) Falsche Wage tft dem Herrn ein Gråuel; aber ein völlig Gewicht ist sein Wohlgefallen. (Spr. Sal. 11, 1.) : Wer Korn inhålt, dem fluchen die Leute; aber Segen kommt über den, fo es verkaufet. (Spr. Sal 11, 26.) Treibe nicht zurück die vorigem Grenzen die deine Båter gemacht haben. (@pr. Sal. 22, 28.) Gehe nicht Crå i beirtsch aus) auf der Waisen 2efen; denn ihr Erlöser (Befd åßer) ift mådytig, und wiod ihre Sache tider sich ausführen. (Spr. Bal. 23, 10. 11.)

Wer mit Dieben Theil hat, der hafset sein Leben. (Spr. Sal. 99, 24.) Wehe dem, der sein aus mit Sünden bauet, und seine Gemacher mit Unrecht, der seinen Nächsten umsonst arbeiten låßt, und gibt ihm seinen Lohn nicht. (Jer. 22, 13.) Der Niemand beschadiget, der dem Schuldner sein Pfand wiedergibt, der Nier mand etwas mit Gewalt nimmt, der dem Hungrigen sein Brod mittheilet, und den Nackten Fleidet, der nicht wuchert, Der Nie. mand überregt Cůbert heuert), der seine Hand vom Unrechten kehret, der zwischen den Leuten recht urtheilet, der nach meinen Rechten (Gere Ben) wandelt, und meine Gebote hålt, daß et ernstlich darnachtbut, das ist ein frommer Mann, der soll das Leben (Glů dseligkeit) haben. (Hel. 18.7–9:) Wehe des nen, die Ochaden zu thun tracten, und geben mit bösen Tücken um auf ihrem Lager, daß fie es frühe, wenn es licht wird, voll bringen, weil sie die Macht haben! Sie reißen zu(à n) fich Hecker und Håuser, welche sie gelüftet. (Mich. 2, , 2.) Bebe dem, der sein Gut mehret mit fremdem Gut! Wie lang wirds

Er ladet nur viel Schlamms (Schimpf) auf sich. (Hab. 2, 6.) - Seher zu, daß nichts gestohlen sey, and gebet es dem rechten Herrn wieder. (Tob. 2, 21.) Wer dir arbeitet, dem gtb bald seinen Lohn, und halte Niemand seinen verdienten Lohn vor. (Tob. 4, 15.) Puf unrecht Gut berlaß dich nicht; denn es hilft dir nicht, wenn die Anfechtungen (Leiden) kommen werden. (Sir. 5, 10.) er fein Haus bauet mit andrer Leute Gut, der rammlet Steine sich zum Grabe. (Cir. 21,9.) Wer einem seine Nahrung nimmt, der tådet (gleich rám) seinen Nåd ften. (Sir. 34, 26.)

N. E. Fordert nicht mehr, denn gefeat tft. (luk. 3, 13.) Wenn ihr leihet, von denen ihr hoffet zu nehmen, was Danks habt ihr davon? Denn die Sünder teiben den Sündern auch, auf daß sie gleiches wiedernehmen. (Luk. 6, 34.). Es ift schon ein Fehler unter euch, daß ihr mit einander rechtet. Warum tafo set ihr euch nicht viel lleber Unrecht thun?' Warum lasset ihr euch nicht viel lieber vervortheilen? Sondern the thut Unrecht, und večvortheilet, und solches an den Brüdern. Wisset ihr nicht; baß ole Ungerechten werden das Reich Gottes nicht ererben? (1. Kor. 6, 7-9.) Niemand greife zu weit, und vervortheile feinen Bruder im Handel; denn der Gerr ift Råcher über das alles. (1. Thess. 4, 6.) Biebe, der Arbeiter Lohn, die euer Land eins geerntet haben, und von euch abgebrochen ist, schreiet, und das

Rufen (Klagen) der Ernter ift gekommen vor die Dhren des Kerra. (Jat. 5. 4.) (Bibl. Sesch. 134. 159. 273. 296.334.) 73. 3d soll jedod nidt nur gerecht fern, und jedem das Seinige gében und lassen, sondern auch billig, folglich vom strengen Vedte gern nachgeben, und mehr thun, als verlangt werden kann. Jr bloßer Zwangspflidot kletn nur das Verdienst! Die Liebe thu' weit über das Geren!

2. T. Rechte Wage, rechte Pfunde, rechte Scheffel, rechte Kangen sollen bei euch seyn, daß ihr alle meine Rechte (Geree) haltet. (3. Wol. 19, 36. 37.) Gerechtigkeit war mein Kleid, und mein Recht war mein fürftlicher Hut. (Hlob 29. 14.) Der Herr oft gerecht, und hat Gerechtigkeit lieb. (PP. 11,7.) So bin Jung gewesen und alt worden, und habe noch nie gesehen den Ges rechten verlassen, oder seinen Samen (eine Kinder betteind) nach Brod geben; denn der Herr hat das Recht lieb, und verläßt seine Selligen (Verehrer) nicht. (Pl. 37, 25. 28.) Unrecht Gut hilft nicht, aber Gerechtigkeit errettet vom Code (Verders ben.) Der Herr läßt die Seele des Gerechten nicht Hunger (Mangel) leiden; er ftürzet aber der Gottlosen Scinderel. (Ope. Sal. 10, 2.3.) In des Gerechten Hause ift Gutes genug; aber in dem Einkommen des Gottlofen ist Verderben. (Spr. Sal. 15, 6.). Das gestohlne Brod chmecket wohl; aber hernach (på. ter) wird ihm der Mund von Kieselinge (Kiesland) werden. (Spr. Sal. 20, 17.) Wer dem Armen Unrecht thut, daß seines Curs viel werde, der wird einem (vermeintlichen Reichen (als Darlebn) geben, und mangeln (Berlust leiden). (Spr. Sal. 29, 16.) Ich sah an alle, die Unrecht leiden, und siehe, 1da waren Chränen derer, lo Unrecht Iitten, und hatten keinen Tröster; und die ihnen Unrecht thaten, waren zu machtig. (Pred. Gal. 4, 1.) Richtet recht, und ein jeglicher Beweise an seinem Bruder Güte und Barmherzigkeit; und thut nidt Unrecht den Witwen, Waisen, Fremdlingen und Armen, und dente (sogar) feiner wider reinen Bruder etwas Arges in feinen Herzen. (Sach. 7. 9. 10.) Es tauget aichts, daß man einen armen Verftåndis gen verschmåbet, und einen reichen Gottlosen ehret. (Str. 10, 26.) Was du nicht widft, daß man dir thue, das thue einem andera auch nicht. (Tob. 4, 16.) Du souft Niemand rühmen um seines großen Anrebens willen, noch Jemand verachten um feines gerin, gen Anlebens widen; denn die Biene ist ein Fleines Bögelein, und glbe Dod) süße Frucht (Benig). Berdamme Niemand, ehe du

die Sache zuvor erkenneft; erfenne es zuvor, und ftrafe es dann.

Du sollst nicht urtheilen, ehe du die Sache höreft, und laß die Lèute zuvor ausreden. Menge dich nicht in fremde Sache, und fiße nicht bei unrechtem Urchell. (Sir, 11, 4.3. 7-9.) Um Guts (Erwerbs) willen thun viele Unrecht, und die reich were den wollen, wenden die Augen (oft vom Rech) ab. Wie ein Nagel in der Mauer ztoffden zwei Sternen stecket, also ftedt auch Sünde zwischen Käufer und Verkäufer, (Str. 27, 1-3.) Nimms bei (an) dir selbst ab, was dern Nächster gern oder uns gern bat. (eir. 31, 18.) Alle (upredtmåfig. angenom. mene Geschenke und unrecht Gut můfien untergeben; aber die Wahrheit (Redlichkeit) bleibet erotglich. Der Gottlosen Gů. ter versiegen wie ein Bach, wie ein Donner verrauschet im Regen, (Sir. 40, 12. 13.)

N. T. Alles, was ihr wode. daß euch die Leute thun follen, das thut ihr ihnen audy. (Matth.7. 12.) - Gebet Sebermann, was thr fchuldig Teyd, Schoß (Steuer), bem der Scoß, zed, dem der Roll, (Ebrs) Furcht, dem die Furcht, Ehre (Achtung), dem die Ehre gebühret. (Róm, 13, 7.) Wer Ugredit thut, der wird empfahen, was er Unrecht gethan hat, und es gilt (hier) kein Unsehn der Person. (Rol. 3, 26.)Niemand fod zil weit greifen, noch vervortheilen seinen Bruder im baudel; denn der Herr ift Racher (Bestrafer) über das alles. (1. Chef. 4. 6.) (Bibl. Gesch. 6o. 134. 235. 289. Bibl. Begeift. 34 51.55.) 74: Joh soll Theilnahme beweisen am Soidsale Anderer; Mitfreude

im Glück, Mitleid im unglüd. Fern fey Hartherzigkeit, Neid, Mißgunst, Schadenfreude! Nie fremd and falt mein Herz bei meist ner Brüder Wohl und Weh!

2. T. Du rouft dem Tauben nicht fluchen (verspotten); du souft vor dem Blinden keinen Anstoß reben; denn du sollst dich (auch hierin) vor deinem Gott fürchten (fdeuen). (3. Mol. 19, 24.) Die Narren (Bófewichter) treiben Gespört mit der Sünde; aber die Frommen haben Luft an den Frommen. (Spr. Sal. 14. 9.) Wenn das Herz traurig ift: fo hilft teine äußers liche Freude. (Spr. Sal. 14, 10.). Ein gütiges Herz ist des Leis bes Leben; aber Neid ift Elter in den Beinen (Gliedern). (@pr.Sal. 1430.) Wer des Dürftigen spottet, der höhnet dele fen Schöpfer; und wer sich seines Unfals freuet, wird nicht un. gestraft bleiben. (Spr. Sal. 17. 6.) Die Seele des Gottlosen wünschet Arges, und gönnet seinem Nachften nichts. (Spr. Sal.

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