Ҿ˹˹ѧ
PDF
ePub

fieht: ro fod man es unter ihnen auf einen Eid bei dem Herrn (an) kommen lassen, ob er nicht seine Hand an seines Nächsten Habe geleget, und des Gutes Herr roll es annehmen (lich gefallen Taffen), daß dener nicht bezahlen müsse. Stiehlt es ihm aber ein Dieb (gewaltsam in feinem Beifeyn): o fod er es feinem Herrn bezahlen. Wenn es jemand von seinem Nachften entleh, net, und es wird beschadiget, oder stirbt, daß sein Herr nicht da. bei ist: ro rod er es bezahlen; ist aber fein Herr dabei: ro roll er es nicht bezahlen, so ers um Geld gedinget hat. (2. Mol. 22, 1-15.) Du sollst deinem Nächsten nicht Unrecht thun, noch ihn berauben. Es foll clogar) des Taglöhners Lohn nicht bei dir bleiben bis an den Morgen (ohne feinen willen nicht 616 zum andern Tage vorenthalten werden). (3. Mol. 19, 13.) Du sollst deines Nächsten Grenze nicht zurücktreiben, die die vorigen (Vorfahren) gesetzt haben in deinem Erbtheil. (5. Mol. 19, 14.) So übervortheile nun Keiner seinen Nächsten, sondern fürchte dich vor deinem Gott. (3. Mol. 25, 17.) Wenn du deines Bruders Vleh Riebeft irre gehen: so souft du es wieder zu deinem Bruder führen; wenn aber dein Bruder dir nicht nahe ift, und du kennst ihn nicht; fo follft du es in dein Haus nebmen, bis es dein Bruder suchet, und du es ihm wiedergebest. Also foaft du auch thun mit allem Berlornen. (5. Mol. 22, 1-3.) deinem Haufe Tod nicht ztveierlei Scheffel, groß und klein, reyn; du fouft Ca u ch) ein völlig und recht Gewicht haben. (5. Mos. 25, 14. 15.) Berflucht fey, wer seines Nächsten Grenze engert! Berflucht rey, wer das Recht des Fremdlings, des Waisen und der Wittwe beuget (verdrebet)! (5. Mof. 27, 17. 19.) Ber sein Geld nicht auf Wucher gibt, und nimmt nicht Geschenke über den Unschuldigen, der wird wohl bleiben. (Ps. 15. 5.) Das Benige, das ein Gerechter bat, ist besser i denn das große Gut vieler Gott lofen. Der Gortlofe borget, und bezahlet nicht; der Gerechte aber ift barmherzig und milde. (Pr. 37, 16. 21.) Unrecht Gut hilft nicht. (Spr. Gal. 10, 2.) Falsche Wage ist dem Herrn ein Gräuel; aber ein völlig Gericht ist sein Wohlgefallen. (Spr. Sal. 11, 1.) Wer Korn inhält, dem Fluchen die Leute; aber Segen fommt über den, fo es verfaufet. (&pr. Sal..11, 36.) Ereibe nicht zurück die vorigen Grenzen, die deine Båter gemacht haben, (Spr. Sal. 22, 28.) Gehe nicht (rå über ifch aus) auf der Waisen ker; denn ihr Erlófer (Beschůßer) ist mådhtig i und wird ifte Sache wider dich ausführen. (Spr. Sal. 23, 10. 11.)

[ocr errors]
[ocr errors]
[ocr errors]
[ocr errors]

Wer mit Dieben Theil hat, der hafset sein Leben. (Spr. Sali 99, 24.) Wehe dem, der sein Haus mit Günden bauet, und seine Gemacher mit Unrecht, der seinen Nächsten umsonst arbeiten läßt, und gibt ihm seinen Lohn nicht. (Ser. 29, 23.) Der Niemand beschadiget, der dem Schuldner sein Pfand wiedergibt, der Nier mand etwas mit Gewalt nimmt, der dem Kungrigen sein Brod mittheilet, und den Nackten kleidet, der nicht wuchert, der Nies mand überfekt überteuert), der seine Hand vom Unrechten kehret, der zwischen den Leuten rett urtheilet, 'der nach meinen Rechten (Gereken) wandelt, und meine Gebote hålt, daß er ernstlich darnach thut; .Das ist ein frommer Mann, der soll das Leben (Glückseligkeit) haben. (Hel. 18.7–9.) Wehe des nen, die Ochaben zu thun trachten, und geben mit boren Tücken um auf ihrem Lager, daß fie es frühe, wenn es licht wird, voll: bringen, weil sie die Macht haben! Sie reißen zu (an) fich Recker und Häuser, welche sie gelüftet. (Mich. 2, 1, 2.) Bebe dem, der sein Gut mehret mit fremdem Gut! Wie lang wird währen? Er ladet nur viel Schlamms (Schimpf) auf rich: (Hab. 2, 6.) - Gebet zu, daß nichts gestohlen sey, und gebet es dem rechten Herrn wieder. (Tob. 2, 21.) Wer dir arbeitet, dem gtb Bald seinen Lohn, und halte Niemand feinen verdienten Lohn vor. (Tob, 4, 15.) Auf unrecht Out berlaß dich nicht; denn es hilft dir nicht, wenn die Anfechtungen (Leiden) kommen werden. (Str. 5, 10.) Wer fein Haus bauet mit andrer Leute Gut, der rammlet Steine sich zum Grabe. (Gir, 91, 9.) Wer einem seine Nahrung nimmt, der rødet (gleid fam) seinen Nächs ften. (Sir. 34, 36.)

N. 2. Forbert nicht mehr, denn gefest ift. (luk. 3, 13.) Wenn ihr leihet, von denen ihr hoffet zu nehmen, was Danks habt ihr davon? Denn die Sünder felhen den Sündern aud), auf daß sie gleiches wiedernehmen. (Luk. 6, 34.)... Es ist schon ein Fehler unter euch, daß ihr mit einander rechtet. Warum taf set ihr euch nicht viel lleber Unrecht thun?' Warum fasset ihr euch nicht viel lieber vervortheilen? Sondern the thut Unrecht, und vetvortheilet, und solches an den Brüdern. Wisset ihr nicht, daß die Ungerechten werden das Reich Gottes nicht ererben? (1. Kor. 6, 7-9.) Niemand greife zu weit, und vervortheile seinen Bruder im Handel; denn der Serr ift Råcher über das alles. (1. Thess. 4, 6.) Biebe, der arbeiter Lohn, die euer Land eine geeratet haben, und von eug abgebrochen ist, schreiet, und das

[ocr errors]
[ocr errors]
[ocr errors]

Rufen (Riagen) der Ernter ift gefommen vor die Dhren des Herrn. (Jak. 5, 4.) (Bibl. Gesch. 134. 159. 273. 296. 334.) 73. Ich soll jedod nidt nur gerecht seyn, und jedem das Seinige gében und lassen, sondern auch billig, folglich vom strengen Kedte gern nacgeben, und mehr thun, als verlangt werden kann. In bloßer Zwangspflidt fletn nur das Berdienft! Die Liebe thu' weit über das Geles !

2. T. Rechte Wage , rechte Pfunde , redte Scheffel, rechte Kangen sollen bei euch seyn, daß ihr alle meine Rechte (Gefe 5) haltet. (3. Mol. 19, 36. 37.) Gerechtigkeit war mein Kleid, und mein Recht war mein fürftlicher Hut. (Hlob 29. 14.) Der Herr ift gerecht, und hat Gerechtigkeit lieb. (Pf. 11,7.) So bin Jung gewesen und alt worden, und habe noch nie gefeben den Ges rechten verlassen, oder seinen Samen (reine Kinder bettelno) nach Broð geben; denn der Herr hat das Redit lieb, und verläßt seine Heiligen (Verehrer) nicht. (Pl. 37. 25. 28.) Uarecat Gut hilft nicht, aber Gerechtigkeit errettet vom Code (Verders ben.) Der Herr låßt die Seele des Gerechten nicht Hunger (Mangel) leiden; er ftürzet aber der Gottlosen Schinderet. (@pr. Gal. 10, 2.3.) Ja des Gerechten Hause ift Gutes genug; aber in dem Einkommen des Gottlosen if Verderben. (Spr. Sal. 15. 6.). Das gestohlne Brod schmecker wohl; aber hernach (spår ter) wird ihm der Mund vol Kiefelinge (Kiesfand) werden. (@pr. Sal. 20, 17.) Wer dem Armen Unrecht thut, daß seines Curs viel werde, der wird einem (vermeintlichen Reichen (als Darlen) geben, und mangeln (Berlust leiden). (Spr. Gal. 29, 16) Ich fab an alle, die Unrecht leiden, und fieber Da waren Thränen derer, fo Unrecht litten, und hatten keinen Tröster; und die ihnen Unrecht chaten, waren zu machtig. (Preb. Gal. 4. 1.) Richtet recht, und ein jeglicher Beweise an seinem Bruder Güte und Barmherzigkeit; und thut nicht Uaredt den Witwen, Waisen, Fremdlingen und Armen, und denke (sogar) feiner wider seinen Bruder etwas Arges in feinen Herzen. (Sach. 7. 9. 10.) Es tauget alchts, daß man einen armen Verftandi, gen verschmåhet, und einen reichen Gottlosen ehret. (Sir. 10, 26.) Was du niche willst, daß man dir thue, das thue einem andera auch nicht. (Tob. 4, 16.) Du soaft Niemand rühmen um seines großen Ansehens willen, noch Jemand verachten um seines gerin, gen Ansehens widen; denn die Biene ist ein élelnes Vögelein, und gibt doch füße Frucht (Honig). Berdamme Niemand, che du

C

[ocr errors]
[ocr errors]
[ocr errors]

ble Sache zuvor erkenneft; erkenne es zuvor, und strafe es dann. Du sollst nicht urtheilen, ehe du die Sache höreft, und laß die Leute zuvor ausreden. Menge dich nicht in fremde Sache, und fiße nicht bei unrechtem Urtheil. (Sir, 11, 9.3.7-9.) Um Guts (Erwerbs) willen thun viele Unrecht, und die reich wers den wollen, werden die Augen (oft vom Recht) ab. Wie ein Nagel in der Mauer zwischen zwei Steinen stecket, also ftet auch. Sünde zwischen Kåufer und Verkäufer, (Cir. 27, 1-3.) Nimms bei (an) dir selbst ab, was dern Nächster gern oder uns gern bat. (@ir. 31, 18.) Alle (unredyt må sig angenom. mene Geschenke und unrecht Out müssen untergeben; aber die Wahrheit (Redlichkeit) bleibet erotglich. Der Gottlosen Gús ter versiegen wie ein Bach, wie ein Donner verrauschet im Regen. (Sir. 40, 12, 13.)

N. T. Alles, was Ihr wodt. daß euch die Leute thun follen, das. thut ihr ihnen auch. (Marth. 7, 12.) Seber Jedermann, was ihr schuldig seyd, Schoß (Steuer), dem der Scoß, 200, dem der Zol, (Ebr>) furcht, dem dem die Ehre gebühret. (Rom, 13, 7.)

Orche, Ehre (Ucht ung), wird empfahen, was er Unrecht gethan hat, und es gilt (hier) kein Ansehn der Person. (Kol. 3, 26.) Niemand fod zal weit greifen, noch vervortheilen seinen Bruder im Handel; denn der Herr ist Råcher (Bestrafer) über das alles. (1. Thess. 4. 6.) (Bibl. Gerd), 60. 134. 235. 289. Bibl. Begeift. 34 51.55.). 74. Id soul Cheilnahme beweisen am Sdi&fale Anderer; mitfreude

im Glúd, Mitleid im Unglüd. Fern rey Hartherzigkeit, Neid, Mißgunst, Schadenfreude! Nie fremd and falt mein Herz bei meist ner Brüder Wohl und Weh!

2. 2. Du rolit dem Lauben nicht fluchen (werspotten); tu sofft vor dem Blinden keinen Anstoß regen; denn Du sollst dich (a uch bierin) vor deinem Gott fürchten (icheuen). (3. Mor. 19, 14.) Die Narren (Bófewichter) treiben Gespótt mit der Sünde; aber die Frommen haben Luft an den Frommen. (@pr. Sal. 14, 9.) Wenn das Herz traurig ist: ro hilft keine åußers liche Freude. (pr. Sal. 14, 10.). Ein gütiges Herz ist des Leis bes Leben; aber Neid ift Elter in den Beinen (Gliedern). (Opr. Sal. 14, 30.) Wer des Dürftigen spottet, der hóbnet deso sen Schópfer; und wer sich seines Unfalls freuet, wird nicht un. gestraft bleiben. (Spr. Gal. 17. 6.) Die Seele des Gottlosen wünschet Arges, und gönnet feinem Nachften nichts. (Spr. Sal.

[ocr errors]

[ocr errors]

81, 10.) freue did des Falles (felbf) deines Feinbes niet, und dein Herz rey nicht froh über sein Unglück. (Spr. Sal. 24, 17.) Der Gerechte erkennec (sorgt für) die Sache der Armen; aber der Gottlose adstet teine Vernunft (e úmmert sich nicht dats um). (Spr. Sal. 19. 7.) Stårhet die müden Hände, und ers quicket (belebt) die strauchelnden Kniee. Saget den verzagten Herzen: Seyd getroft, fürchtet euch nicht! Sebet, euer Gott kommt, und wird euch helfen! (Jes. 35, 3. 4.) Du sollst nicht deine Luft reben an deinem Bruber zur Zeit seines Elendes, und fouft dich nicht freuen zur Zeit seines Jammers. (Obad. 12.) porte des Betrübten nicht; denn es ist einer, der kann beibes, erniedrigen und erhoben. Laß den Weinenden nicht ohne Troft, sondern traure mit den Traurigen. (Sir. 7, 19. 38.)

N. T. Belig find die Barmherzigen; beno Re werden Barms Herzigkeit erlangen. (Matth. 6. 7.) - freuet euch mit den Frohs lichen, und weinet mit den Weinenden. (Rom. 12, 15.) Ges denket derer, die Trůbsal leiden, als die ihr auch noch im Leibe (im wechselvollen Leben) wallet. (Hebr. 13, 3.) Habt ihr bittern Meld und Zanf (sud) in euerm Herzen: fo rühmt euch nicht, und låget nicht wider die Wahrheit; denn das ist nicht die Beisheit, die von oben berab kommt, sondern irdisch, menschlich und teuflisch; denn wo Neid und Zanf ist, da ist Unordnung und eitel bos Ding (Unheil). Die Weisheit aber von oben her ift aufs

, Darnach , big), vol Barmherzigkeit und guter Freis laßt ihr sagen (nach gies Heuchelel. Die Frucht aber der Gerechtigkeit (lede Tugends that) wird gesået in Friede (von) denen, die den Frieden halten. (Jak. 3, 14—18.) (Bibl. Gesch. 4. 68. 216, 231. 311.) 75. Io soll barmherzig und wohlthåttg reyn gegen Arme und Leiden: de. Trösten, lindern, helfen, retten rep meines Herzens Luft; doch Weisheit lehre, ob und wie die Güte frommt. Die Gutthat fließe ftil, und rechne nicht auf Lohn und Dank!

2. E. Wenn du dein Land einernteft, fodft du es nicht an den Enden umher abschneiden, auch nicht alles genau auffammlen. Also auch sollst du deinen Weinberg nicht genau lesen, noch die ab. gefallenen Beeren auflesen, sondern den Armen und Fremdlingen souft du es lassen. (3. Mos. 19, 9. 10.) Wenn du auf deinem der geerntet, und eine Garbe vergessen haft auf dem Acer: so roast du nicht umkehren, dieselbe zu holen, sondern sie soll des Sremblings, des Watfen und der Witwe leyn, auf daß dich der

[ocr errors]
[ocr errors]
« ͹˹Թõ
 »