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81, 10.) Freue did des falles (felbft) deines Feindes nidot, und dein Herz rey nicht fröh über fein Unglüd. (Spr. Sal. 24, 17.) Der Gerechte erkennet (sorgt für) die Sache der Armen; aber der Gottlose achtet teine Vernunft (e ám mert lid nicht dars um). (@pr. Gal. 29. 7.) Stårket die můben Hånde, und ers quichet (belebt) die strauchelnden Kniee. Baget den verzagten Herzen: Beyd getroft, fürchtet euch nicht! Sehet, euer Gott kommt, und wird euch helfen! (Jes. 35, 3. 4.) Du sollst nicht deine Luft leben an deinem Bruder zur Zeit seines Elendes, und folft dich nicht freuen zur Zeit feines Jammers. (Obad, 12.) potte des Betrübten nicht; denn es ist einer, der kann beibes, erniedrigen und erhöhen. Laß den Beinenden nicht ohne Trost, sondern traure mit den Traurigen. (@ir. 7, 18. 38.)

M. T. Belig find die Barmherzigen; denn fle werden Barms herzigkeit erlangen. (Matth.6,7.) – freuet euch mit den Frohs lichen, und weinet mit den Weinenden. (Róm. 12, 15.) Ges dentet derer, Ole Trúbsal leiden, als die ihr auch node im Leibe (im wechselvollen Leben) wallet. (Hebr. 13, 3.) Habt ihr bittern Neid und Zank Cerucht) in euerm Herzen: so rühmt euch nicht, und låget nicht wider die Wahrheit; denn das ist niot die Weisheit, die von oben herab kommt, sondern irdisch, menschlich und teuflisch; Denn wo Neid und Zank ift, da ist Unordnung und eltel bos Ding (Unbein). Die Weisheit aber von oben her ik aufs Erste keusch, darnach friedlide, gelinde, låßt ihr sagen (nachgies big), vol Barmherzigkeit und guter Früchte, unpartelisch und ohne Heuchelei. Die Frucht aber der Gerechtigkeit (lede Tugends that) wird gesået in Friede (von denen, die den Frieden halten. (Jaf. 3, 14-18.) (Bibl. Gesch. 4. 68. 116. 231. 311.) 75. 36 roll barmherzig und wohithtig seyn gegen Arme und Leidens de. Trösten, lindera, helfen, retten rev meines Herzens Lust; doch Weisheit lehre, ob und wie die Gute frommt. Die Gutthat Aließe ftill, und rechne nicht auf Lohn und Daut !

2. T. Wenn du dein Land einerntest, roast du es nicht an den Enden umber abschneiden, auch nicht alles genau aufsammlen. Also auch sollst du deinen Weinberg nicht genau lesen, noch die ab. gefallenen Beeren auflesen, sondern den Armen und Fremdlingen souft du es lassen. (3. Mos. 19. 9. 10.) Wenn du auf deinem der geerntet, und eine Garbe vergessen haft auf dem Acker: so roaft du nicht umkehren, dieselbe zu holen, sondern sie roll des Sremdlings, des Waisen und der Witwe reye, auf daß did der

Berr, dein Gott, fegne in allen Werfen deiner Bånde. (6. Mof. 24, 19.) Wer Barmherzigkeit seinem Nächsten weigert, den vera låßt des Almachtigen Furcht. (Hiob 6, 14.) Wohl dem, der fica des Dürftigen annimmt!, Den wird der Herr erretten zur bösen Zeit. Der Herr wird ihn bewahren, und es ihm lassen wohl geben, und ihn erguiden (etnft no d) auf seinem Stechbette. - Pr. 41, 2-4.) Weigere dich nicht, dem Dürftigen Gutes zu thun, so deine Hand von Gott hat, solches zu thun. Oprid) nicht: Gebe bin, und Romm wieder! DRorgen will ich dir geben; fo du es Doch wohl (heute schon) haft. (Spr. Gal. 3, 27. 28.) Einer thellt aus, und hat immer mehr; ein andrer farget, da er nicht fod, und wird doch ärmer. Wer Korn (auf Wucher) inne hält, dem fluchen die Leute; aber Segen kommt über den, der es vers kauft. (Spr. Sal. 11, 24. 26.) Wohl dem, der sich der Elena den erbarmet! Wer dem Geringen (unglücklichen) Gewalt (Mißhandlung an,) thut, der låstert desselben Schöpfer; aber wer sich des Armen erbarmet, der ehret Gott. (Spr. Sal. 14, 21. 31.) Wer sich des Armen erbarmet, der leihet dem Herrn; der wird ihm wieder Gutes vergelten. (@pr. Sal. 19, 17.). Wet seine Ohren verstopfet vor dem Schreien des Armen, der wird (einft in Noth) auch rufen, und nicht erhåret werden. Wer (aber) der Barmherzigkeit und Güte nadjaget (ftch befleißis get), der findet Leben, Barmherzigkeit und Ehre. (pr. Sal. 21, 13. 21.) Laß los, welche du mit Unrecht verbunden (oir unterworfen) haft; laß ledig, welche du beschwerest; gib frei, welche du drångest; reiß weg allerlei (geres widrige) Laft. Brich dem Kungrigen dein Brod', und die, lo im Elende sind, führe ins Haus. So du einen nackt fiebft: so fletde ihn, und entzeuch did nicht von deinem Fleisch (Mitmenden). (Jes. 58 6. 7.) Von deinen Gütern hilf den Armen, und wende dich nicht von den Armen: so wird did Gott wieder gnådig ansehen, Mo du kannst, hilf den Dürftigen. Hast du viel: so gib reich. lich; hast du wenig: so gib doch das Wenige (a uch) mit treuem (willigem) Herzen; denn (also wirst du (auch dir) sammlen einen rechten Lohn in der Noth. Thelle dein Brod dem Hungrigen mit, und bedecke die Nackenden mit deinen Kleidern. (Tob. 4, 7-10, 17.) Laß den Armen nicht Noth leiden, und rey nicht bart gegen den Dürftigen. Einem (ohnehin schon) betrübten Herzen mache nicht noch mehr Leider, und verzeuch die Gabe dem Dürftigen nicht. Bende nidt einmal deine Augen von der

Dürftigen, auf daß er nicht über dich klage; denn der ihn ges macht (geschaffen) bat, erhöret sein Gebet, wenn er mit trag. rigem Herzen über dich klaget. Höre den Armen gerne, und ants worte ihm freundlich und sanft. Kalte (benimm) dich gegen die Waffen, wie ein Vater, und gegen ihre Muttet, wie ein (vera sorgender) Hausherr: so wirst du seyn wie ein Sohn des Alers höchsten, und er wird did lieber haben, denn dich deine Mutter bat. (Sir. 4, 1.3.6.6. 8. 10. 11.) Widft du (aber) Gutes thun: To fiebe zu, wem du es thuft; (denn nur) fo verdienst du Dank damit. Thue dem Frommen Gutes: so wird dirs reiche lich vergolten, wo nicht von ihm: so geschieht es gewißlich vom Berrn. Gib dem Gottesfürchtigen, und erbarme dich des Gotte loser (der deine Sabe rolecht an w e'n den würde) nicht. Behalte Dein Brod vor ihm, und gib ihm nichts, daß er dadurch nicht geftårket werde, und dich (am Ende selbst noch) untertrete; (Denn du wirst noch eins so viel Bosheit von ihm empfaben, als du ihm Gutes.gethan hast. (Sir. 12, 1. 9. 4–6.) Vergiß den Armen nicht, wenn du einen fröhlichen Tag baft: so wird dir auch Freude widerfahren, die du begehrest. Gib gerne ; so wirft du wieder empfahen, und heilige (alfo durd fosreißen vom Froischen) deine Seele; denn wenn du todt bist: Yo hast du aus. gezehret. (Sir. 14, 13. 16. 17.) Wenn du Semanden Gutes thult: so mache dich nicht unnük (durch Prablen dabei 18. ftig), und wenn du etwas gibst: ro betrübe ihn nicht mit harten Worten. Der Thau fühler die ike , also ist ein gut (freunds lides) Wort besser, denn die Gabe; ja ein (bloßes) Wort ist oft angenehmer, denn eine große Sabe, und ein holdseliger Mensch (Menschenfreund gibt sie alle beide; ein Narr aber rückt es einem unhöflich auf, und eine unfreundliche Gabe tft verdrüblich (preßt Ihránen aus den Augen). (Sir, 18, 1518.) Es gibt (je dod) oft einer etwas, da ers übel anleget; dagegen gibt einer, da ers sehr wohl anleget. (Sir, 20, 1o.) Ein weiser Mann machet fein Geschenk werth mit (teblidhen Worten; aber was 'die Narren schenken, machen sie selbst unwerth. Deo Nars ren Geschenk wird dir nicht viel frommen; denn mit einem Auge gibt er, und mit sieben ugen Rieht er, was er dafür krige. Er gibt wenig, und růcket einem viel auf, und schreiet es aus. Heute leiget er, morgen will ers wieder haben. Das sind feindselige Leute! (Sir. 20, 13-16.) Hilf dem Armen uni des Gebots (der Pflict) balber, und laß ihn in der Moth nicht leer von

dir." Lege dein Almosen an einen besondere Drt; dasselbe wird dich erretten aus allem Unglück. (Sir. 29, 12. 15.) Was du gibft, das gib gerne, und heilige deine Zebenden fröhlich. Beri ftümmele Deine Gabe nicht; denn es ift (allo Gott) nicht anges nebm. Gleichwie der Regen wohl kommt, wenn 88 důrre ist, also kommt die Barmherzigkeit auch in der Noth zu rechter Zeit. (Gir. 35. 11. 14. 26.) Wohlthun ist wie ein gesegneter Garten, und Barmherzigkeit bleibet ewiglich. (@ir. 40, 17.)

N. E. Selig find die Barmherzigen; denn sie werden Barm. berzigkeit erlangen! (Matth. 5, 7.) Habt Acht auf eure Almo. sen, daß ihr die nicht gebet vor den Leuten, daß ihr von ihnen gesehen werdet; ihr habt anders (son ft) keinen Lohn bei euerm Vater im Bimmel (ou hoffen). Wenn du nun Almosen gibst, follst du nicht (nach Phariså er weise) lassen vor dir (her) pofaunen, wie die Beudiler thun in den Bchulen (@ynagogen) und auf den Gassen, auf daß fie von den Leuten gepriesen werden, abriid, ish fage euch: Ble haben ihren Lohn dahin! Weng du aber Almosen gibft: so laß deine linke Hand nicht wissen, was dle rechte thut, auf daß dein Almosen verborgen few; und dein Vas ter, der ins Verborgene fiehet, wird dirs vergelten öffentlich. (Matth. 6, 1-4.) Wer euch trånket (auch nur) mit einem Becher Wasser in meinem Namen, darum, daß ihr Christus ans gehöret, wahrlich! Ich fage euch, es wird ihm nicht unvergolten bleiben. (Mark. 9, 41.) Wenn ihr (aber nur) euern Wohle thåtern wohl thut, was Danks habt ihr davon? Die Sünder thun (ja) dasselbige auch. Darum feyd (gegen alle) barmhers zig, wie auch euer Vater barmherzig ift. Gebet: so wird euch gegeben; ein voll, gedrückt, gerüttelt und überflüssig Maß wird man in euern Schoos geben; denn eben mit dem Maß, da lhe mit messet, wird man euch toleder messen. (Luf.6, 33. 36. 38.) Geben ist seliger, denn nehmen. (24p. Gesch. 20, 35.) Gibt (aber). Pemand: To gebe er einfältiglich (gutmüthig und bescheiden). (Róm, 12, 8.) Wiewohl fie coie macedonischen Chriften) sehr arm waren, haben sie doch reichlich gegeben in aller Einfåltig, feit (Mildt håtigkeit). So diene '(denn auch jest noch) euer Ueberfluß ihrem Mangel, diese (theure) Zeit lang, auf daß auch ihr Ueberfluß hernach diene (ab helfe) eurem Mangel, und (alfo) geschehe, das gleich (ausgleichen) ift. (. Kor. 8. %. 14.) Wer da fårglich fået, der wird auch fårglich ernten; und voer da fået la Segea (reidlich), der wird auch erntea in Se

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gen. (Darum gebe) ein jeglicher nach seinem Willkühr (Het jenstriebe), nicht mit Unwillen, oder aus Zwang; denn einen fröhlichen Geber hat Gott lieb. Gott aber fann machen, daß allerlei Gnade (Segen) unter euch reichlich fey, daß ihr in allen nothigen Dingen volle Gnůge habet und reich Feyd (dabei nod ábrig behaltet) zu allerlei guten (wohltätigen) Werken. Wie geschrieben stehet (PP. 112, 9.): Er hat ausges streuet und gegeben den Armen; "feine Gerechtigkeit (Mildt bås tigkeit) bleibet in Ewigkeit. Der aber Samen reidt dem Så manne, der wird auch das Brod reichen zur Speise, und wird bermehren euern Samen, und wachsen lassen das Gewächs euret Gerechtigkeit (oie fruct eurer Gåte), (o) daß ihr reich seys in allen Dingen mit aller Einfältigkeit (zu aller Bohlo thårigkeit), welche wirket Danksagung Gotte (gegen Gott). (9. Kor. 9.6-11.) Wenn Jemand dieser Welt Güter hat, und stehet seinen Bruder darben, und schließt sein Herz vor ihm zu, wie bleiber die Liebe Gottes bei ihm? (1. Joh. 3, 17.) Bohlo zuthun und mitzutheilen vergesset nicht; denn solche Opfer gefallen Gott wohl. (Hebr. 13, 16.) Ein reiner und unbefleckter Gotteso dienst, vor Gott dem Bater, ift der die Waisen und Witwen in threr Trúbral. besuchen, und sich von der Welt (eitlém Ginn und &afterleben) unbefleckt erhalten. (Saf. 1; 27.) Es wird ein unbarmherzig Gericht über den ergeben, der nicht Barmherzigs keit gethan hat. So aber ein Bruder oder eine Schwester bloß wäre, und Mangel båtte (an) der täglichen Nahrung, und Ses mand unter euch språche (nur) zu ihnen: Gott berathe euch; mårmet euch, und såttiget euch! gabe ihnen aber nicht, was des Leibes Mothburft ist, was hålfe fie das? (Saf. 2, 13. 15. 16.) (Bibl. Gesch. 105. 115. 134, 136, 137. 138. 185. 264.332.340. 341. (Beispiele von Jesus.) 76. Io foll hůlfsbereitwilig, dienstfertig, gefällig reyn, wo und so

viel ich kann und darf. Das Gleiche ja bedarf und wünsch auch ich! Gerechtem Flehn und Anspruch schließ sich nie das Ohr! Der Bitte komme selbst stets Herz und Hand zuvor !

2. 2. Wenn du deines Bruders Esel oder Dohren steheft fala len auf dem Wege: To poft du dich nicht von ihm vorůbet. geben) entziehen, sondern roast ihm aufhelfen. (5. Mof.22, 4.) Wohl dem, der barmherzig ist, und gern lelhet, und richtet seine Sachen so aus, daß er Niemand Unrecht thue! (Ps. 112, 5.) Errette den, dem Gewalt gefolebt, von dem, der ihm Unredt

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