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mein Brod ißt, tritt mich mit Füßen (ruot mida ju fårzen). (Joh. 13 18.) - Send dankbar in allen Dingen. (1. Theil 5.

(. 18.) (Bibl. Gesch. 70. 77. 115. 116. 189. 200, 275.) 78. 3d roll den Freund vorsichtig wablen, den edlen redlid lieben,

dem bewährten treu anhangen, vom falschen oder schlechten bald mich trennen. Was ist mein Serf, mein Leben ohne Freund ? Doch nie knüpf Eigennuß das heilige Band!

2. T. Erachte nicht Béres wider deinen Freund, der auf Treue bei dir wohnet. (Spr. Gal. 3, 99.) Ein treuer Freund lieber mehr, und ftehet fester bet, denn ein Bruder. (Spr. Gal. 18, 24.) Gut machet viel Freunde; aber der Arme wird von fet. nen (falschen) Freunden verlassen. (Spr. Sal. 19. 4.) Ein freund ift Iteblich um Raths willen der Seele. Deinen Freund und deines Vaters Freund verlaß (daher nicht, und gehe nicht ins Haus deines Brubers, wenn dirs åbel gebet; denn ein Nach, bar ist besser in der Nähe, als ein Bruder in der Ferne. (Spr. Sal. 97. 9. 10.) Wer (aber) mit seinem Nächsten Freunde roo aft) heuchelt, der breitet ein Neß (einen Fallstrick) ju seinen Fußstapfen. (Spr. Gal. 29. 5.) - Laß dich nicht bemes gen, daß du deinem Freunde gram werdest. Kalts mit geder. mann freundlich, vertraue aber unter Tausenden kaum Cinem. Vertraue (a uch) keinem Freunde, du habeft ihn denn erkannt in der Noth; denn es sind viele Freunde, weil (so lange) fie geo nießen tonnen; aber in der Noth halten sie nicht (treu aus). Und mander Freund wird bald Feind, und wußte er einen Mord auf dich, er sagte es nach. Es sind auch etliche Tischfreunde, und Halten nicht in der Noth (aus). Weil dirs wohl gebet, ift er dela Gerelle, und lebt in deinem Hause, als wäre er auch Hausherr ; gebet dirs aber übel: so stehet er wider dich, und läßt fich nirgends finden. Thue dich von deinen Feinden, und hůte dich gleichwohl auch vor (manden Freunden. Ein treuer Freund ist ein stars

) fer Scub; wer den hat, der hat einen großen Schals. Ein treuer Freund ist mit seinem Geld noch Gut zu bezahlen; er ist eln Trost des Lebens, und wer Gott fürchtet, der friget felchen Freund, und wie er ist, also wird sein Freund auch feyn. (Sir. 6, 1.6-17) Uebergit (aber) deinen Freund um feines Gutes widen. (Sir. 7, 20.) Uebergib einen alten Freund nicht; denn du weißt nicht, ob du fo viel am neuen frigeft. Ein neuer Freund ist ein neuer Wein; laß ihn alt werden: so wird er die wohl schmecken. (Cfr. 9, 14. 15.) Wenns einem wohl gebet: fo kana

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man keinen Freund recht erkennen; wenns aber übel gebet : fo kann sich der Feind auch nicht bergen. (Sir. 12, 7.)' Wer seinen Freund schmåhet, der gertrennet ole Freundschaft. Wenn du gleich ein Schwert jůckeft wider deinen Freund: fo madheft du es nicht so bóle, als mit Schmåhen; denn ihr fónnet (in jenem Falle) wohl wieder Freunde werden, wenn du ihn nicht meidest, und redest mit ihm; denn man kann alles persohnen, ausgenommen die Schmach, Verachtung, Offenbarung der Heimlichkeit und böse Túce; solche Rånke verjagen den Freund (auf immer). Bleibe treu deinem Freunde in seiner Armuth, daß du did mit ihm freuen mógeft, wenns ihm wohl gehet. Halte fest bei ihm, wenn ihm ábel gebet, auf daß du seines Glücks auch genießen mögeft. Schame dich nicht, deinen Freund zu schüßen, und melde ihn nicht; mis derfährt dir (aber) etwas Böses von ihm: so wird sich vor ihm húten, wer es höret. (Str. 22, 25-29. 31. 32.) Bobl dem, der einen treuen Freund hatt (Sir. 25, 12.) Salte (aber auch) deinen Freund werth, und halte ihm Glauben; wo du aber seine Heimlichkeit offenbareft: ro wirft du ihn nicht wieder Frigen. (Sir. 27, 18. 19.) Ein jeglicher Freund spricht wohl: Ich liin auch Freund! aber etliche find allein mit dem Namen Freunide. Wenn Freunde einander feino werden: so bleibt der Sram (Groll) bis in den Tod. Vergiß deines Freundes nicht, wenn du fröhlich bift, und gedenke an thn,' wenn du reich wirft. (Bir. 37, 1. . 6. 7.) Schame dich, deinem Freunde aufzurücken (Wogitat vorzuwerfen), und wenn du ihm etwas gibft: lo verweise es dhm nicht. (Sir. 41, 28.) (Bibl. Gesch. 99. 100, 103. 109.20;8. 283. Sesus und seine Schüler.) 79. Ich soll geselligi freundlid, höflich und gefädig seyn, doch ohne Budringlichkeit oder Kriecheret. Wie schön, wenn Wanderer nach Einem Ziel erleichtern sich den Weg! Aus feinen Sitten lieb und Lob! An Gute schließ' ich gern und froh mid an! Gefálig gern, doch ohne Ueberlast, und stets mit edlem Stols!

4. T. Des Gerechten (Wobldenfenden Lippen weiden (erfreuen) vtele. (Spr. Sal. 10, 21) Sorge im Herzen frånfet; aber ein freundlich Wort erfreuet. (Spr. Sal. 12, 25.) Die Res den des Freundlichen sind (rů s to ie) Konigseim, trösten die Seele, und erfrischen die Gebeine (den leib). (Spr.Bal. 16, 24.) Elme linde Zunge bricht die Hårtigkeit. Entzeuch deinen Fuß vom Hause delnes Nächsten (åberiaufe ihn nicht zu viel); er möchte deln überbråkig und die gram werden. (pr. Sal. $5, 15, 17.) ...

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N. T. Einer komme dem andern mit Ehrerbietung zuvor. Befle!ßiget euch der Ehrbarkeit gegen gebermang. (Róm, 12, 10. 27.) Die Frucht des (religiósfrommen) Geistes ift Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlidhkeit, Gätigkeit, Glaube (Treue), Sanftmuth, Keuschheit. (Gal. 5, 22.) Seyd untet einander freundlicy, herzlich, und vergebet (schenkt Nach sid) einer dem andern. (Eph.4, 32.) Nichts thut durch Bank (Pars teigeift) oder eitle Ehre, sondern durch Demuth; achtet eude unter einander einer den andern bóber, denn sich selbst. (Phil. , 3.) Wir (Paulus) sind nie mit Schmeichelworten umgegans gen, haben auch nicht Ehre gesucht von den Leuten, hatten Hero zenslust an euch darum, daß wir euch lieb gewonnen haben. (1. Thell. 2, 5. 6. 8.) Die da haben (nur) den Schein eines gottseligen Wesens, aber seine Kraft verleugnen, solde meide. (2. Tim. 3,6.) Thut Ehre Jedermagn. (1. Petr. 2, 17.)

, 80. Jd fod treu und ehrlich, aufrichtig und freimuthig, wahrhaft und verschwiegen reyn. Fort Heuchelsinn und Someidelei, Vers rath und Wortbrud, Lug und Drug! Des Bruders Glaube fall' auf gutes Land! Nur gegen Schlechtes und Gefährlides mein túbner Mutlj, mein freies Wort!

4. T. Du souft falscher Anklage nicht glauben, daß du einen Gottlosen Beistand thueft, und ein falscher Zeuge leyft. (2. Mol. 23, 1.) The follt nicht lügen, noch fålschlich handeln einer mit dem andern. (3. Mol. 19, 21.) Ich weiß, mein Gott, daß du das Herz prüfest, und Aufrichtigkeit ist dir angenehm. (2. Chron. 30, 17.) Die Hoffnung der Heuchler wird verloren seyn. (Hiob 8 13.) Zeuch mich aicht hin unter den Gottlosen und Uebelthätern, die freundlich reden mit ihrem Nächsten, und haben (doc) Bóses im Herzen. (Pl. 28, 3.) Wer ist, der gut Leben begebret, und gern gute Tage håtte? Behüte deine Zunge vor Bórem, und Deine Lippen, daß sie nicht falsch reden. (Pl. 34, 13. 14.) Lügen bin ich gram, und habe Gräuel daran. (PP. 119, 163.) Ein böses Maul (der Doppelzůngler) wird kein Glück haben auf Erden; ein frevelböser Mensch wird gestürzet werden. (Pl. 140, 12.) Der Gerechte schlage (tadle) mich freundlich, und frafe mich; das wird mir so wohligun, als ein Balsam auf meiners Haupte. (P.142, 5.) Ein loser (niedertråd tiger) Mensche ein schädlicher (gefährlicher) Mann gehet mit verkehrtem Muns de (spricht anders, als er denkt); winfet (fcielt umber) mit den Augen, deutet mit den Füßen, beiget mit den Fingern,

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trachtet allezeit Böses und Verkehrtes in seinem Herzen, und rich. tet Hader an. Darum wird ihn plöblich sein Unfall kommen, daß feine Hülfe da seyn wird. (@pr. Sal. 6, 12 - 15.) Mein Mund foll die Wahrheit redett, und meine Lippen sollen bassen, das gott. los ift. (Spr. Sal. 8. 7.) Der Bose wird gefangen in seinen ei, genen falschen Worten; (aber auch) viel Gutes kommt einem (Redlichen) durch die Frucht seines Mundes. Wer wahrhaftig fft, der saget frel, was recht ift; aber ein falscher betrüget. Wer unvorsichtig herausfährt, sticht wie ein Schwert; aber die Zunge Des Welfen ist heilsam. Wahrhaftiger Mund bestehet ewiglich; aber die falsche Zunge beftehet nicht lange. Falsche Mäuler find dem Herrn ein Gråuel; die aber treulich handeln, gefallen ihm wohl. (Spr. Gal. 12, 13. 14. 17-19. 28.) Der Gerechte ift der Lügen Feind; aber der Gottlose Tchåndet und schmåhet (nur) sich selbst. (Spr. Gal. 13, 5.) Die mit bösen Rånken umgehen, werden (ihren Zweck vero) feblen; die aber Gutes denken, denen wird Treue und Güte (auch) widerfahren. Ein treuer Zeuge errettet (juweilen das Leben; aber ein falscher Zeuge betrügt. (Spr. Sal. 14, 29. 25.) Es fft einem eine Freude, 'wo man richtig antwortet, und ein Wort zu seiner Zeit ist sehr lieblich. (Spr. Gal. 15, 23.) Ein falscher Zeuge bleiber nicht ungestraft, und wer Lügen frech rebet, wird nicht entrinnen. (Opr. Sal. 19.5.) Eine richtige Antwort ist wie ein lieblicher Kuß. Sey nicht Zeuge ohne Ursache wider deinen Nächsten, und betreug nicht mit deinem Munde. (Spr. Sal. 24, 26. 28.) "Wer viel geredet (verspre chen), und håle es nicht, der ist wie Wolfen und Wind ohne Regen. (Spr. Sal. 25. 14.) Thue deinen Mund auf får die Stummen und für die Sache aller, die verlassen sind; richte recht, und råche den Elenden und Armen. (Opr. Sal. 31, 8.9.) Was du gelobest, das halte. Es ist besser, du gelobest nichts, denn daß du nicht håltst, was du gelobeft. (Pred. Sal. 5, 3.4.) Wer (andern) eine Grube machet, der wird felbft darein fallen, und wer den Zaun zerreißet, den wird eine Schlange stechen. (Pred, Sal. 10, 8.) Redet einer mit dem andern Wahrheit, und richtet recht, und schaffet Friede in euern Thoren; und denke felner Ars ges in seinem Herzen wider seinen Nächsten , und liebet nicht fale fche Rede; denn solches alles hasse ich, spricht der Kerr. (Zach. 8, 16. 17.) - Bekenne das Recht frei, wenn man den Leuten bellen fol; denn durch Befenntnis wird die Wahrheit und das Recht offenbar. Wertheidige die Wahrheit bis in den Tod: Po .

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wird Gott der Herr für dich streiten. (Sir. 4, 27-29. 33.) Gewohne dich nicht an die Lügen; denn das ist eine schåndliche Ges robnhett. (Sir. 7, 14.) Difenbare dein Herz nicht Jedermann; er midste dir übel danken. (Sir. 8, 22.) Ein falsch Herz ift wie ein Lockvogel auf dem Kloben, und lauert, wie er did faben möge; denn was er Gutes sieht, deutet er auf$ årgste, und das Aderbeste (dhåndet er aufs hódíte. (Sir. 11, 31. 32.) Was einer im Sinn

höchste hat, das sieht man ihm an den Augen an, es sey Gutes oder Bó. res. Hat er Gutes im Sinn: so sieht er fröhlich auf; wer aber mit heimlichen Tücken umgehet, kann nicht Ruhe davor haben. (Sir. 13, 31. 32.) Lügen ist ein schåndlicher Schandfleck an eta nem Menschen, und ist gemein bei ungezogenen Leuten. Ein Dieb ist nicht so bóse, als ein Mensch, der sich zu Lügen gewohnt; aber zuleßt kommen sie beide an den Galgen. (Sir. 20, 26, 27.) Es ist eine Unvernunft, einem an der Thüre horchen; ein Vers nünftiger hielte es für eine Schmach. (Sir, 21, 26.) Wunden fann man verbinden, Scheltworte verföhnen; aber wer Heimlicy. keiten offenbaret, mit dem ists aus. Wer mit den Augen winket, der hat Bófes im Sinn, und låsset sich nicht davon wenden. Vor dir kann er süße reden, und lobet rehr, was du redest ; aber hin. terwårts redet er anders, und verkehret dir deine Worte. (Sir. 27, 23-26.) 20 wo kommt doch das böse Ding ber, daß alle Welt so voll Falschheit ist? Wenn es dem Freunde wohl gebet, freuen sie sich mit ihm; wenn es ihm aber übel gehet, werden sie seine Feinde. (Str. 37, 3. 4.) Schåme did, nachzusagen alles, was du gehöret hast, und zu offenbaren heimliche vertraute Rede. Also schámest du dich recht, und wirst allen Leuten lieb und werth feyn. (Bir, 41, 29.)

N. T. Lasset alles ehrlich und ordentlich zugehen. (1. Kor. 14, 40.) Bei mir (sprach Paulus) ist ja -ja, und nein ift nein. (2. Kor. 1, 17.) Seben (wir) darauf, daß es redlich zus gebe, nicht allein vor dem Herrn, sondern auch vor den Menschen. (2. Kor. 8, 21.) Selbst der Satan verstellet sich zum Engel des Lichts; darum ist es nicht ein Großes (nichts Besonderes), ob (wenn sich auch seine Diener verstellen als Prediger der Ges rechtigkeit; welcher Ende (aber auch) seyn wird nach ihren Wers ken. (2. Kor. 11, 14. 15.) Eifern ist gut, wenns immerdar ge. schieht um das Gute. (Gal. 4, 18.) Leget die Lügen ab, und redet die Wahrheit, ein jeglicher mit seinem Nächsten, fintemal wir unter einander Glleder find. (Eph. 4, 25.). Lúget nicit unter

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