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wird Gott der Herr für dich streiten. (Sir. 4, 27-29. 33.) Gewohne dich nicht an die Lügen; denn das ist eine schåndliche Ges wohnheit. (Sir. 7, 14.) Offenbare dein Herz nicht Jedermana; er módote dir übel danken. (Sir. 8, 22.) Ein falsch Herz ist wole ein Locvogel auf dem Kloben, und lauert, wie er dich faben möge; denn was er Gutes sieht, deutet er auf$ årgste, und das Allerbeste dhåndet er aufs höchste. (Sir, 11, 31. 32.) Was einer im Sinn bat; das sieht man ihm an den Augen an, es sey Gutes oder Bó. res. Hat er Gutes im Sinn: so sieht er fröhlich auf; wer aber mit heimlichen Tücken umgebet, kann nicht Ruhe dapor haben. (Sir. 13, 31. 32.) Lügen ist ein schåndlicher Schandfleck an et nem Menschen, und ist gemein bei ungezogenen Leuten. Ein Dieb ist nicht so bóse, als ein Mensch, der sich zu Lügen gewohnt; aber julegt kommen sie belde an den Galgen. (Sir. 20, 26, 27.) Es ist eine Unvernunft, einem an der Thüre horchen; ein Vers nünftiger hielte es für eine Schmach. (Sir, 21, 26.) Wunden kann man verbladen, Scheltworte versöhnen; aber wer Heimlich. keiten offenbaret, mit dem ists aus. Wer mit den Augen winket, der hat Bófes im Sinn, und låsset sich nicht davon wenden. Vor dir kann er süße reden, und lobet rehr, was du redest; aber hin. terwårts redet er anders, und verkehret dir deine Worte. (Sir. 27, 23-26.) 2d, wo kommt doch das böse Ding her, daß alle Welt so vol Falschheit ist? Wenn es dem Freunde wohl gehet, freuen sie sich mit ihm; wenn es ihm aber übel gehet, werden sie feine Feinde. (Sir. 37, 3. 4.) Schåme did, nachzusagen alles, was du gehöret hast, und zu offenbaren heimliche vertraute Rede. Also schåmest du dich recht, und wirst allen Leuten lieb und werth feyn. (Sir. 41, 29.)

N. E. Lasset alles ehrlich und ordentlich zugehen. (1. Kor. 14, 40.) Bei mir (sprach Paulus) ift ja -ja, und nein ift nein. (2. Kor. 1, 17.) Sehen (wir) darauf, daß es redlich zus gebe, nicht allein vor dem Herrn, sondern auch vor den Menschen. (2. Kor. 8, 21.) Selbst der Satan verstellet sich zum Engel des Lichts; darum ift es nicht ein Großes (nichts Besonderes), ob (wenn sich auch seine Diener verstellen als Prediger der Ges rechtigkeit; welcher Ende (aber auch) seyn wird nach ihren Wers ken, (2. Kor. 11, 14. 15.) Eifern ist gut, wenns immerdar ge. fchieht um das Gute. (Gal. 4, 18.) Leget die Lügen ab, und redet Ole Wahrheit, ein jeglicher mit seinem Nächsten, fintemal wir unter einander Olleder find. (Eph. 4, 25.) Lüget nilit unter

einander. (Rol. 3, 9.) (Bibt Selch. 18. 20.76.99. 118. 165. 276. 193. 194. 200, 813. 216. 220, 232, 267, 889. 296. 333. 334. 336.) 81. Jd soll verträglich und friedfertig gelind und fanftmåthig, nach

gebend und duldsam seyn. Die Liebe geh' mit Ruhe Hand in Hand! Den Sawaden trag der Schwache mit Geduld! Nidt Šinen Augenblic verbittre Zorn und Zwist!

2.2. Lieber, laß nicht Zani seyn zwischen mir und dir; denn wir find Brüder ! (1. Mof. 13, 8.) Wie fein und lieblich ists, daf brüder einträchtig bei einander wohnen; denn daselbst bere heißet der Herr Segen und Leben immer und ewiglich. (Pl. 133, 1.3.) Kadere nicht mit Jemand ohne Ursach, so er dir kein Leid getban bat. (Spr. Sal. 3. 30.) Haß erreget Kader; aber Liebe decet zu alle Uebertretungen. (Opr. Sal. 10, 12.) Ein Mare zeigt seinen Zorn bald; aber wer die Schmach birget (vers schweige), lft mißig (Flug). Die zum Frieden rathen, machen Freude. (Spr. Sal. 18, 16. 20.) Eine gelinde Antwort ftillet den Zorn; aber ein hart Wort richtet Grimm an. Ein zorniger Mann richtet Kader an, ein geduldiger aber Rider den Zank, (Spr. Gal. 15, 1, 18.) Es ist ein trockner (magerer) Biffen, daran man fich genügen låßt, besser, denn ein Haus vol Geschlacha tetes mit Hader. Wer Hader anfähet, ist gleich als der dem Wasser den Damm aufreißet; (darum) laß du vom Hader, ehe du darein gemenget mitft (oie Erbitterung zu groß wird); Coen) wer Bank liebet, der lieber Sünde. (Spr. Sal. 17, 2. 14. 19.) Wer geduldig (lang můtbig) ist, der ist ein kluger Mensd, und es ist ihm ehrlich (růh mlid), daß er Untugend (ungebühr) überhören kann. (Spr. Sal. 19, 11.) Es ist eine Ehre vom Haber bleiben; aber die gerne hadern, find allzumal Narren. (Spr. Gal. eo, 3.) Gefelle dich nicht zum Zornigen, und halte bid nicht zu einem Grimmigen; du möchtest (ront) seinen Weg lernen, und deine Seele Zergerniß empfahen (in Les bensgefahr gerathen). (@pr. Sal. 22, 24. 25.) Fabre nicht bald heraus zu zanfen; denn was willst du hernach maden, wenn du deinen Nächsten geschåndet haft? (Spr.Sal. 25.8.) Wer sich menget in fremden Hader, der ist wie einer, der einen Hund bei den Ohren zwadet. Wenn nimmer Holz da ift: so verloschet das Feuer, und wenn der Verleumder weg tft: ro hôret der Hader auf. (Spr.Saf. 26, 17. co.) Wer den Zorn reizet, zwingt Gas der beraus. (Spr. Gal. 30, 33.) Wenn eines Gewaltigen Trok

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wider deinen Willen fortgehet: ro laß dich nicht entrüffen ; denn Nachlassen (Nachgeben) ftillet (ver håret) groß Unglück. (Pred. Sal. 10, 4.) - Zanke nicht mit einem Gewaltigen, daß du ihm nicht in die Hände fadest. Zanke nicht mit einem Reichen daß er dich nicht überwåge; denn viele lassen fich mit Gelde bes ftechen, und es beweget auch wohl der Könige Herz. Zanke nidit mit einem Schwåber, daß du nicht Holz zutragest zu seinem feuer. Scherze nicht mit einem groben Menschen, daß er dein Geschlecht nicht schmåhe. Blafe dem Gottlosen nicht sein Feuer auf, daß du nicht auch mit verbrennest

. Lege (madhe) dich nicht an einen Låsterer, daß er dir deine Worte nicht verkehre (ver. drehe). (Sir. 8, 1-5. 13. 14.) Drei schöne Dinge finds, ofe beide Gott und den Menschen wohl gefallen: Wenn Brüdér eins find, die Nachbarn fich lieb haben, und Mann und Weib sich mit einander wohl begehen (vertragen). (Sir. 25. 1. 2.) Laß ab vom Hader : so bleiben viele Sünden nach (weg); denn ein fors niger Mensch zündet Kader an, und der Gottlose verwirret gute Freundé, und hehet mider einander, die guten Frieden haben. Wenn des Holzes viel ist, wird des Feuers desto mehr; und wenn dle Leute gewaltig fino: so wird der Zorn desto größer; und wenn die Leute reich sind, wird der Zoro desto heftiger; und wenn der Hader lange währet: so brennet es desto mehr. - gåh reyn zum Haber zündet Feuer an, und jah seyn zu zanken, vergeußt (am Ende wohl gar noch) Blut. blåsest du ins Fünflein: so wird ein groß Feuer daraus; speiest du aber ins Funklein: fo verlósdat es; und beides kann aus deinem Munde kommen (steht in dels ner Madt). (Sir. 28, 10-14.)

N. E. Belig sind die Sanftmüthigen; denn sie werden das Erdreich besigen (ibres Belietbums in Ruhe frontero den)! Selig sind die Friedfertigen; denn sie werden Gottes Kin. der. heißen! (Matth. 5, 5. 9.) Habt Friede, unter einander. (Mark. 9, 50.) – Síts möglich, so viel an euch ift, fo habt mit allen Menschen Friede. (Rom. 12, 18.) Wir, die wir stark find, rollen der Schwachen Gebrechlichkeit tragen und nicht Ges fallen an uns selbst haben. Es stelle fich aber ein jeglicher unter uns also, daß er seinem Nächsten gefalle zum Guten, zur Bessee rung. Der Gott der Geduld und des Trostes gebe euch, daß ihr einerlei gesinnet rego unter einander nach Jesus Christus (Gebot und Beispiel), auf daß ihr einmüthiglich mit einem Munde lobet Gott und den Vater unsers Heren Sesus Chriftus. Darum

nehmet euch unter einander (liebreich) auf, gleichwie euo Chriftus aufgnommen zu Gottes Lobe. (Rom. 15. 1. 2.5.6.7.) go ermahne euch, daß ihr allzumal einerlei Rede führet, und lasset nicht Spaltungen unter euch seyn, sondern haltet fest an einander in Einem Sinne und in einerlei Meinung. (1. Kor. 1, 10) Sst Jemand unter euch, der Luft zu zanken hat, der wife, daß wir solche Weise (Sitte) nicht haben, die Gemeinen Bottes auch nicht. (1. Kor. 11,76.) Denn Gott ist nicht ein Gott der Un, ordnung, sondern des Friedens. (1. Kor. 14, 33.)' Seyd (wer, det möglichst) vollkommen, tróftet (ermabnet) euch, babt einerlei Sinn, reyd friedsam: so wird der Gott der Liebe und des Friedens mit euch feyn. (1. Kor. 13, 11.) So ihr er.ch unter einander beisset und fresset: so sebet zu, daß ihr nicht unter einan, der verzehret (zu Grunde gerichtet) werdet. (Gal. 5. 15.) Einer trage des andern Laft (Mångel): lo merdet ihr das Ge. fek Chriftus etfúden. (Gal. 6, 2.) Bandelt, wie sichs gebühret euerm Beruf, mit aller Demuth, Sanftmuth, Geduld, und vertraget einer den andern in der Liebe; und reyd fleißig, zu halten die Einigkeit im Geist durch das Band des Friedens; Ein Leib und Ein Gelst, wie ihr auch berufen rend auf einerlei Hoffnung; Ein Herr (Lehrer), Eln Glaube, Eine Taufe ,. Ein Gott und Vater Ader, der da ist über euch alle (herrschend), und durch euch alle (wirkend), und in euch allen (bereligend). (Darum wenn ihr auch auf die Bören) zurmet, und (fo) fündiget (nur) nicht, (ja) laffet nicht (einmal) die Sonne über euerm Zorn untergeben. Alle Bitterfeit und Srimm und Born und Ges schrel (Coben) und Låsterung fer fern von euch, fammt aller Boss beit. (Eph. 4, 1-6. 26. 31.) Ift nun bei eud) Ermahnung in Chriftus, Trost der Liebe, Gemeinschaft des Selftes, herzliche Liebe und Barmherzigkeit: so erfå det meine Freude, daß ihr Eines Sinnes seyd, gleiche Liebe habt, einmůthig und einhellig reyd. (Phil. 2, 1, 2.) Eure Lindigkeit lasset fund seyn allen Menschen.

(Phil. 4, 5.) (Bir soften) Niemand laftern, nicht hadern, í (rondern) gelinde seyn, alle Bauftmüthigkeit bewelsen gegen alle

Menschen. (Tit. 3, 2.) Saget (ftrebet) nach dem Frieden gegen Jedermann, und der Heiligung, ohne welche wird Niemand den Herrn sehen (ein gludseliger Chrif leon kann). Und rehet darauf, daß nicht Jemand Gottes Gnade verfáume (vers scherze), daß nicht etwa eine bittere Wurzel (ein feindseliger Binn) aufwachse und Unfriede anrichte, und viele durch dieselbige

verunreiniget werden. (Hebr. 12, 14. 15.) Ein jeglicher Mensch rep schnell zu hören, langsam aber zu reden, und langsam zum Borne; denn des Menschen Zorn thut nicht, was vor Gott recht ift, (Sat. 1, 19. 20.) Woher kommt (aber) Streit und Krieg unter euch? Kommts nicht aus euern WoQüsten (Leidenschaft ten), die da strekten' in euern Gliedern (Innerm)? Jør reyd begierig (nach Glúd), und erlanget 'es damit nicht; ihr hasset und neidet, und gewinnet damit nichts; ihr ftreitet und krieget, und ihr habe (erringe es doch) nicht, darum, daß ihr nicht bittet (Betet). (Jaf. 4, 1, ..) (Bibl. Gesch. 9. 304.) 82. Ich soll nicht rachsüchtig, sondern versöhnlich reyn, Beleidigun,

gen geen vergeben, und selbit dem Feinde wohltbun. Niot Jeder, ber mich fråntt, ist drum mein Feindl Dem Gegner auch in Halb die Braderband! m dledten Herzen Soadenfreude nur !

A. T. Du souft nicht radglerig reyn, noch Zorn halten. (3. Mol. 19, 18.) Kabe ich mich gefreuet, wenn es meinem Feinde übel ging, und habe ich mich erhoben, daß ihn Unglåd bes treten hatte? Jo ließ (logar) meinen Mund nicht fündigen, daß er wünschte einen Fluch (Böres) seiner Seele. (Klob 31,29. 30.) Dafür, daß ich ste liebe, sind sie wider mid; ich aber bete. Ble beweisen mir Böses um Gutes, und saß um Liebe; (aber) fluchen fie: ro regne du. (Pr. 109, 4. 6. 28.) Sprich nicht: go wld Böses vergelten, (ondern) barre des Herrn; der wird dir helfen. (Spr. Gal. so, 22.) Sprich nicht: Wie man mir thut, so will ich wieder thun, und einem jeglichen sein Werk ver. gelten. (Opr. Sal. 14, 29.) Hungert deinen Feind: lo spelse ihn mit Brod; dürftet ihn: so trånke ihn mit Wasser; denn du wirft (Dadura) Kohlen auf fein Baupt Håufen ihn tief bes rohåmen), und der Herr (auch) wird dirs vergelten. (Spr. Sol. 25, 81, 82 ) - Rücke dem nicht auf seine Sünde, der sich bessert, und gedenke, daß wir alle noch Schuld auf uns haben. Freue dich nicht, daß dela Feiad stirbt, und gedenke, daß wir alle sterben müssen. (Blr. 8, 6. 8.) Sprich deinen Nächsten darum an; vielleicht hat er nicht gethan, oder hat ers gethan, daß ers nicht mehr thue. Es entfåhret oft einem ein Wort, und er meinet es doch nicht also.' (Sir. 19, 13. 16.) Wer sich råchet, an dem wird sich der Herr wieder råden, und wird ihm seine Sünde auch behalten. Bergib (D aber) deinem Nádosten, was er dir zu Leide gethan hat, und bitte dann: so werden dir deine Sünden auch vergeben. Gedenke an das Ende, und laß die Feindschast fahren,

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