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(a u d) nicht vergeben. (Mark. 11, 25. 26.) Go dein Bruder ar dir fündiget': so ftrafe ihn (halte es ihm vor); und so et fich bessert, vergib ihm. Und wenn er siebenmal (noch' so oft) des Tages wiederfåme zu dir, und språde: Es reuet mid! ro follst du ihm vergeben. (Luk. 17,3.4.) - Ráchet euch selber nicht, sondern gebet Raum dem Zorn (überlaß die Ahndung Oott); denn es stebet (5. Mol. 39, 35.) geschrieben: Die Rache ift mela! So wid vergelten! So nun deinen Feind hungert: lo spetfe ion; dårftet ihn: so trånke ihn. Wenn du das thuft: To moltit du feus rige Rohlen auf sein Hauptsammlen (ibn aufs empfindlichte bestrafen). Laß dich also nicht das Böse überwinden (ju un würdiger Selbstra che hinreißen), sondern überwinde (er wiedere rühmlicher) das Böse mit Gutem. (Rom. 12, 1981.) Man schile uns: so segnen wir; man verfolge uns: so dulden wirs; man låstert uns: so fleben wir. (1. Kor. 4, 12.) So zlehet nun an (macht euch zu eigen), als die Auserwählten Gottes, Heiligen und Geliebten, herzliches Erbarmen, freunde lichkeit, Demuth, Ganftmuth, Geduld, und vertrage einer den andern, und vergebet euch unter einander, lo Semand Klage bat wider den andern; gleichmie Christus euch vergeben hat, also (thut) auch ihr (gegen eure fehlenden Mitmenschen) Rol. 3, 12. 13.) Sebet zu, daß Niemand Boses mit Bösem ( vergelte, sondern allezeit jaget (trachtet) dem Guten nach gegen Jedermann, (1. Thell 5,15.) Vergeltet nicht Böses mit Bós Tem, oder Scheltmorte mit Scheltworten, sondern dagegen segnet (wünscht alles Gute), und wisset, daß ihr dazu berufen ferd, daß ihr den Segen (das bódofte Beil) ererbet. Denn wer leben wid, und gute Tage sehen, der schweige (bewahre aud) seine Zunge, daß sie nichts Böses rede; er wende fich vom Bojen, und thue Outes; er suce Friede, und jage ihm nach. Und wer ift, der euch (Dann) (chaden konnte, wenn ihr dem Guten nach fommet? Und ob ihr auch (zu wellen) leidet um der Gerechtig, fett (Rechtschaffenheit) willen: ro send ihr doch (in eud) selig. fürchtet euch also vor ihrem (der Feinde) Troßen nicht, und ers schreckt nicht; belliget (verehret) aber Gott den Herra in euern Bergen. Send (auch dabei) allezeit bereit zur Verantwora tung Jedermann, der Grund (Rechendaft) fordert (wegen) der Hoffnung, die in euch ist, und das (tout aber mit Sanfts müthigkeit und Furdt (Berdyeidenheit), und habt ela gut Ge. wissen, auf daß die, so von euch afterreden als von Uebelthätern,

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zu Schanden (bes dhå met) werden, daß sie geschmåhet haben euern guten Wandel in Christus; denn es ist besser, so es Gottes Wide ift, daß ihr von Wohlthat wegen leidet, denn von Uebel. that wegen. (1. Petr, 3, 9-11. 13-17.) Seufzet (grolo let) nicht wider einander, auf daß ibr nicht verdammet werdet. eiebe, der (redte) Richter, ift vor der Thüre (itets mabe). (Jaf, 5, 9.) (BI61. Gesch. 13. 22. 28. 102, 104. 106, 121, 140. 256, 259. 269. 314.) V. Pflichten in besondern Verbindungen und Sebensvers

hältnissen. 83. Ehegatten sollen fido Udtung, liebe, Creue. Nachlicht und Hülfego beweisen. Nach weiser Wahl auf ewig dem das Herz, der mit mir theilt des Lebens Freud' und Schmerz! Im bauslich freundlichen Verein des Lebens schönstes Glück !

2. E. (Gottsprad): Es ist nicht gut, daß der Mensch (Mann) allein fey! Ich will ihm eine Gehålfin machen (geben), die um ihn rey. (1. Mol. 2, 18.) Du sollst nicht ehebrechen. (2. Mol. 20, 14.) Wer die Ehe bricht, der Tod des Todes ster's ben, beide, Ehebrecher und Ebebrecherin. (3. Mol. 20, 10.) Freue dich des Weibes deiner Jugend. Sie ist lieblich und holds selig; ergoke did allewege in (an) ihrer Liebe. (Spr. Sal. 5, 18. 19.) Ein schon Beib ohne Zucht (Sittsamkeit) ist wie eine Gau mit einem güldenen Haarbande (Kopfschmuck e; eigento Tich: Nasenringe). (Spr. Gal. 11, 22.) Ein fleißig (Sra. Des Weib ist eine Krone thres Mannes; aber eine unfleißige (unartige) ist ein Eiter (uslap) in seinem Gebeine coie größte Hausplage). (Spr. Sal. 12, 4.) Durch weise Wels ber wird das Haus erbauet (in Wohlfta no gerekt); eine Når. rin aber zerbrichts (jer stórt es) mit ihrem Thun. (@pr. Sal. 24, 1.) Wer eine gute Ehefrau findet, der findet was Gutes, und fann guter Dinge regni in dem Chat Segen vom Herrn. (Spr. Sal. 18, 22.) Ein zånelsch Weib ist ein stetiges Triefen (vom Dace 0. t. etwas unertrågliches, aber) ein vernünftig Weib kommt vom Herrn. (Spr. Sal. 19, 13. 14.) Es ist beso ser (auch bei schlechteftem Wetter) wohnen im Winfel auf dem (offnen) Dache, denn bei einem gånflichen Belbe in Hause beisammen. Es ist besser wohnen im wüsten Lande, denn bei einem zånelschen und zornigen Weibe. (pr. Gal. 21, 9. 19.) Bem ein tugendhaft Weib berderet ift, die ift piel edler, denn die

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foftlichen Perlen, Shres Mannes Herz darf sich auf Rie verlassen, und Nahrung wird ihm nicht mangeln. Sie thut ihm Liebes, und kein Leids fein Lebenlang. Sie gehet mit Wolle und Flachs um, und arbeitet gern mit ihren Hånden. Sie tft wie ein Raufmanngs (diff, das seine Nahrung von ferne bringt. Sie stehet (noch) des Nachts auf, und gibt Futter (Opeise) ihrem Hause. Sie merket, wie ihr Handel (ihre Arbeit) Frommen (Nußen) bringet; ihre Leuchte verloschet des Nachts nicht; sie strecket före Hånde nach dem Rocken, und ihre Finger fassen die Spindel; sie breitet (aber a uch) ihre Hände aus zu den Armen, und reichét ihre Band dem Dürftigen; sie fürchtet ihres Hauses nicht vor dem Schnee (inter); denn ihr ganzes Haus hat zwiefache Kleider; fie machet ihr selbst Decken; weiße Seide (Baumwollen jeud) und Purpur ist ihr Rield; ihr (Haupts) Schmuck (aber) ift, daß fie reinlich und fleißig ist. Sie thut ihren Mund auf mit Weisheit, und auf ihrer Zunge ift holdselige Lehre.' ele schauet Cieht nach), wie es in ihrem Hause zugebet, und ißt ihr Brod nicht mit Faulheit. Shre Söhne kommen auf (zu G1ů), und prefsen fie relig; ihr Mann lobet fie. Lieblich und sdjón seyn (als lein) ist nichts; (aber) ein Weib, das den Herrn fürchtet, fol man loben. Sie wird jedoch am besten) gerühmt werden von den Früchten threr Kånde. (Spr. Bal. 31,10-31.) Wenn (a'u ch) einer alles Gut in seinem Hause um die Liebe geben wollte: To gålte es alles nichts. (H06. Lied 8, 7.) (Sarahs El tern) vermahnten fte (beim 267 chiede), daß sie ja wolle ihres Mannes Eltern ehren als ihre eigenen Eltern, ihren Mann lies ben, das Gesinde fleißig regieren, und sich selbst zůchtiglich halten. (Tob. 10, 13.) Odbeide dich nicht von einer vernünftigen und frommen Frau; denn sie ist edler als Gold. Hast du ein Weib, das dich liebet: so laß dich nicht von ihr wenden, sie zu verstoßen, und traue der Feindseligen nicht. (Str. 7, 21. 28.) Elfere nicht åber (rey nicht eifersüchtig auf) dein frommes Weib; denn solch bart Aufsehen bringet nichts Gutes. Laß aber auch dei. nem Weibe nicht Gewalt über dich, daß sie nicht dein Herr werde. (Sir. 9, 1. 2.) Ich wollte lieber bei Löwen und Drachen (Schlangen) wohnen, denn bei einem bösen Weibe. Wenn sie bore wird, verstellet sie ihre Geberde, und wird so fcheuslich wie ein Sack. Ihr Mann muß sich ihrer schämen, und wenn mans ihm vorwirft: so thuts ihm im Herzen webe. Ein waschhaftig Welb ist einem Riden Manne, wie ein sandiger Weg hinauf (aufo

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mårt) einem alten Manne. Laß dich nicht betrügen, daß fie schön ist, und begehre ihrer nicht darum. Wenn das Welt den Mann reid) macht : ro ift da eitel Kader, Verachtung und große Schmach. Ein Weib, da der Mann keine Freude daran hat, macher ihn verdrossen zu allen Dingen. Wie man dem Wasser nicht Raum lassen fod, also soll man dem Weibe seinen Wilen nicht immer) lassen. (Sir. 25, 20 -33.) Wohl dem, der ein tugendsam Weib hat! Deß lebet er noch eins so lange. Ein håurs lid Weib ist ihrem Manne eine Freude, und macher ihm ein fein ruhig Leben. Ein tugendam Weib ift eine edle Gabe, und wird dem gegeben, Der Gott fürchtet. Er fey reich oder arm: so ifto ihm ein Trost, und macht ihn allezeit fröhlich. Wenn (aber) einer ein boses Weib hat: so ist eben als ein ungleich Paar Ochsen, die neben einander ziehen sollen. Wer sie frigt, der krigt einen kors pion. Ein trunfen Welt ist eine große Plage; denn sie kann ihre Schande nicht decken. Ela hurtsch (bublerid) Weib fennet man bei (an) ihrem ungüchtigen Gesicht und an Ihren Augen. Eir freundlich Weib erfreuer ihren Mann, und wenn sie vernünf tig mit ihm umgehet, erfrischet fie ihm sein Herz. Ein Weib, das schroelgen kann, ist eine Gabe Gottes. Ein wohlgezogen

. Belb ist nicht zu bezahlen. Es ift nichts liebers auf Erden, denn ein züchtig (ebrbares), nichts föstlichers, denn ein feusches Welt. Wie die Sonne, wenn sie aufgegangen ist, an dem' hohen Himmel des Herrn eine Zierde tft , also ift ein tugendsam Weib eine Zierde in ihrem Hause. Ein schön Weib, das fromm bleibet, ist wie die helle Lampe auf dem heiligen Leuchter. Ein Weib, tas ein beståndig Gemüth hat, ist wie die güldenen Såulen auf den silbernen Stühlen (in der Stiftshårte). (Sir. 26, i- 4. 9-12, 16-24.) Eine schöne Frau erfreuet ihren Mann; mo fie (wenn sie aber dazu auch noch freundlich und fromm ift: To findet man des Mannes gleichen (an Glad) nicht. Wer eine Hausfrau hat, der bringet sein Gut zu Rath (kommt zu Wohl. stano), und hat einen treuen Gehülfen und eine Gåule (Stů ke), der er sich trösten kann. Wo kein Zaun ist, wird das Gut vers růstet; und wo keine Hausfrau ist, da gehet es dem Hauswirih, als ginge er in der Irre. (Sir. 36, 24-27.) Ein Freund fommt zum andern (hårfreich) in der Noth, aber Mann und Welb vielmehr. (Sir. 40, 23.)

N. T. Ihr habt gehört, daß zu den Alten gesagt ist: Du rolft nicht ehebrecen, Ich aber fage euch: Wer ein Weib (a u dy

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nur) ansieht, ihrer zu begehren, der hat schon mit ihr die Ebe gebrochen in seinem Herzen. (Matth. 5, 27. 28.) Was Gott (durch die Ebe) zusammengefåget hat, das soll der Mensch ohne die wichtigsten lirfachen) nicht scheiden. (Matth. 19, 6.) Ein jeglicher habe sein eigen Weib, und eine jegliche habe ihren eigenen Mann. Der Mann lelfte dem Weibe die schuldige Freunds fchaft, desselbigen gleichen das Weib dem Manne. (1. Kor. 7, 9. 3.) Die Weiber seyen unterthan ihren Männern als dem Herrn; denn der Mann ist des Weibes Haupt, so wie Chriftus das Haupt der Gemeine. Wie nun die Gemeine ift Chriftus unterthan, also auch die Belber ihren Mångern in allen Dingen. She Månner (aber aud), liebet eure Weiber, gleichwie. Chriftus auch geliebet hat die Gemeine. Wer sein Weib lfebet, der liebet fich selbst; denn Niemand hat jemals sein eigen Fleisch gebasset, sondern er nåbret es, und pfleget rein, gleich wie auch der Herr die Gemeine, Um deßwiden wird ein Mensch (Mann) perlassen Vater und Mutter, und seinem Welbe anhangen, und (ro) werden Zwei Ein Fleisch (Wesen) feyn. Ein jeglicher habe (daher) lieb sein Weib als sich selbst, das Weib aber fürchte (ehre) den Mann. (Eph. 51 22-25. 28. 29. 31. 33.) Shr Welber, reyd unterthan euern Månnern in dem Herrn (mit christlichem Sinne), wie sich gebühret. Shr Månner (dagegen), lieber eure Weiber, und Teyd nicht bitter gegen sie. (Kol. 3, 18. 19.) So will ich nun, daß die Männer beten an allen Orten, und aufheben heilige Bån de, ohne Zorn und Zweifel ; desselbigen gleichen die Weiber, daß fle im zierlichen Kleide, (doch) mit Scham und Zucht, fide schmücken, nidyt mit Zöpfen oder Gold oder Perlen oder fóstlichem Gewand, sondern, wie sichs gejiemet den Weibern, die da Gotts seligkeit beweisen, durch gute Werke. Ein Beib lerne in der Stide (ihre Pflicht thun) in aller Itnterthänigkeit. Sie wird aber selig werden, so fie bleibet im Glauben und in der Liebe und in der Hoffnung, fammt der Zucht (Sittsamkeit), (1. Tim. 3, 8-11, 15.) Die Weiber rollen ihren Männern unterthan seyn, welcher (und ihr) Schmuck soll nicht (6108) auswendig seyn mit Haarflechten und Goldumhången oder Kleideranlegen (Pub), sondern der verborgene Mensch des Herzens unverrückt (immer dar) mit fanftem und ftilem (Demůchigem) Geifte. Das if föftlich vor Gott; denn also haben sich auch vorzeiten die heiligen Weiber geschmückt, die ihre Hoffnung auf den Herrn rebten, und ! ihren Männern unterthan waren. Desselbigengleichen Caber

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