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dem Vater erzeiget, wird nimmermehr vergessen werden; wer Caber) seinen Vater verlåßt, der wird geschåndet, und wer seine Mutter betrübt, der ift verflucht vom Herrn. (@ir. 3, 1-18.) Ehre deinen Vater von ganzem Herzen, und vergiß nicht, wie sauer du deiner Mutter geworden bift, und denke, daß du von ihnen geboren bist; und was kannst du ihnen dafår thun, das sie an dir getban haben? (Str. 7, 29. 30.) Ein ungezogener Sohn ift seinem Vater eine Unebre. Eine vernünftige Tochter frigt wohl einen Mann; aber eine ungerathene låßt man fiken, und sie bekümmert ihren Vater; und welche wild (ausschweifend) ist, die 'ist dem Vater und dem Manne eine Unehre, und wird pon beiden gebasset. (Sir. 24,3-5.) Vergiß nicht deines Va. ters und deiner Mutter behre, daß du nicht gewohnest der Narrs heit (Easterbaftigkeit), und zulegt wolltest, du wäreft nfe ges boren, und verfluchest den Tag deiner Geburt. (Sir. 23, 18. 19.)

N. E. Du soaft Pater und Mutter ehren; wer aber Vater und Mutter fluchet (ver wünscht), der Tod des Todes sterben, (Matth. 15. 4.) - Shr Kinder, reyd gehorsam euern Eltern in dem Herrn; denn das ist billig (recht). Ehre Vater und Mutter! Das ist das erste Gebot, das die Verheißung bat: Auf daß dirs wohl gebe, und du lange lebeft auf Erden. (Eph.6,1-3.) Ihr Kinder, reyd gehorsam den Eltern in allen (erlaubten) Dingen; denn das ist dem Herrn gefädig. (Kol. 3, 20.) So aber eine Witwe Kinder oder Meffen (Enkel) bat, folche laß zuvor lernen, ihre eigenen Håuser göttlich (gott wohlgefällig) regieren, und den Eltern gleiches vergelten; denn das ist wohlges fådig und angenehm vor Gott. (1. Tim. 5,4) (Bibl. Gefch. 29. 30. 81. 85. 90. 119. 188. $14.) 56. Seschwister und Blutsverwandte rollen fich achten, lieben, vers

tragen, beistehen. Wie gleiden Bluts, so gleichen Sinns ! Cina tracht und Güte baun Familienglůc !

2. T. Lieber, laß nicht Zank seyn zwischen mir und dir; denn wir sind Brüder (Anverwandte)! (3.Mos.13 8.) (Joseph fprach zu seinen Brüdern beim Abschiede); Zanket nicht auf dem Wege ! (1. Mof. 45, 24) (Hiob klagte): Meine Brüder und Verwandte sind mir fremde (untreu) worden; meine Nåchften haben fich entzogen (entfernt), und meine Freunde haben mein vergessen. (Hiob 19. 13. 14.) Du redeft wider deis nen Bruder, deiner Mutter Sohn verleumdeft du. Das thult du, und ich schwelge (ft r a fe es nicht gleid). Da meinest on

(denn), ich werde seyn gleich wie du; aber ich will dich ftrafen. (Pr. 50, 20. 21.) Wie fein und lieblich ist, daß Brüder efn. tradhtig bei einander wohnen! (Pl. 233, 1.) Ein Bruder wird (erst) in der Noth erfunden (erprobt). (Spr. Sal. 17, 17.) Ein verlegter (Beleidigter) Bruder, bålt hårter (i ft schwerer wieder zu gewinnen), als eine feste Stadt. (Spr. Sal, 18 19.) Den Armen hassen (verachten und meiden nu r ju oft) seine Brüder, ja auch seine Freunde fernen sich von ihm. (Spr. Sal. 19, 7.) Stifte nicht Lügen wider deinen Brx der, noch wider deinen Freund. (Sir. 7, 13.)

N. E. Rain, der von dem Urgen (ichlecht) war, ens würgete seinen Bruder. Und warum erwürgete er ihn? Das (weil) seine Werke bose waren, und (die) seines Bruders gerecht (gut). (1. Joh. 3, 12.) (Bibl. Gesch. 4. 18. 24. 28.31. 43. 188. 208. 209.) 87. Lehrer und Lehrherren sollen die ihnen Anvertrauten gewissenhaft unterweisen und zu allem Guten führen durch Zucht und Vorbild. für Welt und Himmel Menschen zu erziehn, weld widtiger Bes Tuf! Groß ist die Pflicht, und groß die Rechenschaft!

4. E. Bo viel Weisheit ist, da fft viel Gråmens (uber der mens den Thorbeiten und Lafter), und wer viel lehren muß, der muß (von Widerwertigen viel leiden. Pred. Sal. 1, 18.) Derselbige Prediger (Salomo) war nicht (iúr fich) allein weise, sondern lehrte auch das Vole gute Lebre, und merfte (auf alles), und forschte, und stellte ( dy rieb) viele (Dent, und Bitten) Oprüche. Er suchte (dabei), daß er fånde angenehme Worte, und schrieb recht die Worte der Baht. beit; und viel Predigen macht den Leib múde. (Pred. Sal. 19, 9. 10.12.) Wo du dich zu mir håltft, so will ich mich zu dir hatten, und du foaft mein Prediger bleiben. Und wo du Ole Frommen lebreft sich sondern von den bosen Leuten, so souft du mein Lebrer seyn; und ehe du solltest zu ihnen fallen, so müssen sie eher zu dic fallen. (Jer, 15, 19.) Du Menschenkind, ich habe dich zum Wachter gereet; du foaft aus meinem Munde das Wort (oie Lehre) hören, und sie die Mensden) von meinetwegen wars

Wenn ich daber) dem Gottlosen rage: Du mußt des Codes sterben! und du warneft ihn nicht, damit sich der Gottlose belehre, auf daß er lebendig (gludselig) bleibe: so wird der Gottlose um seiner Sünde willen sterben (zu Grunde geben); aber fein Blut wil id von deiner Hand fordern (für fein Uns

glůc rollfe du verantwortlid reyn). Wo du aber den Gottlosen warnest, und er fich (Dod) nicht bekebret: so wird er um seiner eunde widen sterben; aber du haft Deine Seele errettet. (Besef. 3, 17-19.) Sie sollen mein Vole lehren, daß sie wolf sen Unterschied za balten zwischen Beitigem und Unheiligem, und zidischen Reinem und Unreinem. Und wo eine Sache vor fle fommt, rollen sie richten und nach meinen Rechten (Gereken) sprechen, und meine Gebote und Sitten (Gebr å ude) und alle meine Feste halten, und meine Babbathe belligen (feierlid bes geben). (Besef. 44, 23, 24.) Ich bin voll Kraft und Geistes des Herrn, von Rechts und Stårke (Muths), daß ich Uebers tretung und Sünde anzeigen (vorbalten darf. (Micha 3, 8.) Des Priesters Lippen sollen die Lehre bewahren, daß man aus seis nem Munde das Geseb suche; denn er ist ein Engel (26gesandter) des Herrn. (Mal. 2, 7.) - Ein Gottloser fann nidots recytes lehren; denn es kommt nicht von Gott. Sur rechten Lehre ges Göret die Beisheit, so Gott gibe Gnade dazu. (Sir. 16, 9. 10.) Wer sich darauf geben soll (legen will), daß er das Gelege des Berra lerne, der muß die Weisheit aller Alten erforschen, und in den Propheten studiren; er muß die Geschichten der berühmten Leute merken, und nachdenken, was sie bedeuten und lebren; er muß die geistlichen Sprüche lernen, und in den tiefen Reden sich üben. Er hat versucht (geprüft), was den Leuten taugt oder nicht taugt, und denket, wie er frühe aufstehe, den Herrn zu suchen, und betet vor dem Höchsten. Er thut felaen Mund getrost auf, und betet für des Volkes Sünde. Und der Herr gibt ihm den Geist der Weisheit reichlich, daß er (wieder) weisen Rath und Lehre geben kann gewaltiglidh; dafür er dem Herrn dantet in seis nem Gebet. Und der Herr gibt Gnade dazu, daß sein Rath und Lehre fortgehen (gedelhen). Und er betrachtet (ů berdenkt) es zuvor bei sich selbst; darnach sagt er seinen Rath und Lehre bers aus, und beweiset es mit der heiligen Schrift. Und viele ver wundern fick seiner Weisheit,, und sie wird nimmermehr unters geben. Sein wird nimmermehr vergessen, und sein Name blei. bet für und für. Was er gelehret hat, wird man weiter predigen, und die Gemeine wird ihn rühmen. Dieweil er lebet, bat er einen großern Namen, denn andere tausend, 'und nach selaem Tode (audy no ch) blelbet ihm derselbige Name (Rubm). (Sir. 39, 1-3. 6-15.)

N. E. Ein jeglicher Schriftgelehrter, zum Himmelreich ges

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lehrt, ist gleich einem Hausvater, der aus seinem Schak (Bor. rathe) Neues und Altes hervorträgt. (Matth. 13, 52.) Dafür halte uns Sebermann, nåmlid für Chriftus Diener und Haushalter über Gottes Geheimnisse; nun sucht man (aber nicht mehr an den Haushaltern, denn daß sie treu erfunden werden. (1. Kor.4, 1.2.) Nicht (maßen wir uns an), daß wir Herren seyen über euern Glauben, sondern wir find (nur) Gehülfen (Förderer)'eurer Freude. (2. Kor. 1, 24.) Dieweil wir ein solches Amt haben, nachdem uns Barmherzigkeit widerfahren ift, so werden wir nicht müde, sondern meiden auch heimliche Schande (geheime schåndliche Kunstgriffe) und gehen nicht mit Schalkheit um, (ver, falschen auch nicht Gottes Wort, sondern mit Offenbarung der Wahrheit beweisen wir uns wohl gegen aller Menschen Gewissen, vor Gott. Ist nun (a uch) unser Evanges fium verdeckt (nicht allen einleusteno): To ist es doch (nur) in (bet) denen, die verloren werden (wollen), verdeckt, bet welchen der Gott dieser Welt der Unglåubigen Sinne (Verstand so) verblendet hat, daß sie nicht sehen das helle Licht des Evanges liums von der Klarheit Chriftus (welcher Gottes Ebenbild ift). Denn wir predigen nicht uns selbst, sondern Jesus Chris stus, daß er sey der Herr, wir aber eure Knechte um Jesus wils len; denn Gott, der da hieß das Licht aus der Finsterniß hervor leuchten, der hat einen bellen Schein in unsere Herzen gegeben, daß durch uns entstånde die Erleuchtung von (zu) der Erkenntniß der Klarheit (Herrlichkeit) Gottes in dem Angesicht (der Pets son von) Sesus Christus. (2. Kor. 4, 1-6.) So sind wir nun Botschafter an Christus Statt; denn Gott (selbst ja) vers mahnet durch uns, (und darum, bitten wir an Chriftus Statt: Lasset euch verföhnen mit (befehren ju) Gott! (. Kor. 5, 20.) Wir ermahnen aber euch, als Mithelfer, daß ihr nicht vergebens die Gnade Gottes empfanget; denn er spricht (Jes. 49. 8.): Joh habe dich in der angenehmen Zeit erhöret, und habe dir am Tage des Hells geholfen. Sebet, jeßt ist die angenehme Zeit, jeßt ist der Tag des Heils! (2. Kor. 6, 1, 2.) Lasset uns aber (a uch) Niemand frgend ein Zergerniß geben, auf daß unser Amt nicht verlåstert werde. (2. Kor.6, 3.) Aber so auch wir, oder (sogar) ein Engel vom Himmel euch würde co as) Evangelium predigen anders, denn das wir euch geprediget haben, der sey verflucht. Predige ich denn fekt Menschen oder Gott zum Dienst? Oder gedenfe (trebe) id, Men(den gefädig zu feyn? Wenn ich den

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Menschen (nur) gefålig wåre : fo wåre ich Christus Knecht nidt. (Sal. 1, 8. 10.) Wie wir von Gott bewähret (gewürdiget) find, das Evangelium zu predigen, also reden wir, nicht als wod. ten wir den Menschen gefallen, sondern Gott, der unser Herz prüfet. Ihr wisset, daß wir, gleich als ein Vater seine Kind der, einen jeglichen unter euch ermahnet und getröstet, und bezeu. get (gelebret) haben, daß ihr wandeln sollt würdiglich vor Gott, der euch berufen hat zu seinem Reiche und zu seiner Herrlichkeit; Darum auch wir ohne Unterlaß Gott danken, daß ihr das Wort göttlicher Predigt aufnehmet, nicht als Menschenwort, sondern, wie es denn wahrhaftig ist, als Gottes Wort, welcher auch wir: ket in euch, die ihr glaubet. Wer ift (n und unsere Hoffnung oder Freude oder Krone des Ruhms?, Seyd nicht ihr es vor un, serm Herrn Jesus Christus zu (bet) seiner Zukunft? Ja, ihr Teyd unsere Ehre und Freude! (1. Thess. 2, 4, 11 — 14. 19. 20.) Das ist je gewißlid wahr: So Jemand ein Bischofsamt begeh. ret, der begehret ein fortliches Werk (einen hoch wichtigen Beruf). Es soll aber ein Bildhof unstråflich (unberdolien) Feyn, Eines Weibes Mann, nüchtern (überlegend), måßig (gefest), sittig (wohlgerittet), gastfrel, lehrhaftig (lehr. luftig und lehrfabis) nicht ein Weinsäufer, nicht pochen (streitsüchtig), nicht unehrliche Handthierung treiben (ges w innsüchtis), sondern gelinde (sanft), nicht haderhaftig, nicht geizig; der seinem eigenen Kause wohl vorstehe, der gehorsame Kinder habe mit aller Ehrbárfeit; (lo aber Jemand seinem eiges nen Hause nicht weiß vorzustehen, wie wird er die Gemeine Gottes versorgen?), nicht ein Neuling (junger Anfänger), auf das er fidh nicht aufblase und (bei) dem Låsterer ins Urtheil falle. Er muß aber auch ein gutes Zeugniß haben von denen, die draußen (Mitglieder anderer Religionen) find, damit er nicht falle (bei) dem Låsterer in Schmach und Streit. Desselbigen glei. che'n die Diener (Diafonen) rollen ehrbar seyn, nicht zweizůngig, nicht Weinsäufer, nicht unehrliche Handthierung treiben; die das Geheimniß des Glaubens in reinem Gewissen haben Cole Reli glon im eignen frommen Kerzen tragen). Und dieselo bigen lasse man zuvor versuchen (průfen); darnach lasse man fie dienen (mt verwalten), wenn sie unstråflich (untadels haft befunden worden) find. Desselbigen gleichen (ibre) Weiber (die oft als Diakonissinnen der Gemeinde dien. ten) sollen ehrbar (7ůchtig) seyn, nicht Låsterinnen, nüchtern,

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