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(denn), ich werde seyn gleich wie du; aber ich will dich ftrafen. (Pl. 50, 20. 21.). Wie fein und lieblich ists, daß Brüder ein. tråchtig bei einander wohnen! (PL. 233, 1.) Ein Bruder wird (erst) in der Noth erfunden (erprobt). (Spr. Sal. 17, 17.) Ein verlegter (Beleidigter) Bruder, bålt hårter (ift (dy werer wieder zu gewinnen), als eine feste Stadt. (Spr. Sal, 18, 19.) Den Armen bassen (verachten und meiden nur zu oft) seine Brüder, ja auch seine Freunde fernen sich von ihm. (Spr. Gal. 19.7.) - Stifte nicht lügen wider deinen Bru. der, noch wider deinen Freund. (Sir. 7, 13.)

N. E. Rain, der von dem Argen (ichlecht) war, ers würgete seinen Bruder. Und warum erwürgete er ihn? Daß (well) seine Werke böse waren, und (die) seines Bruders gerecht (gut). (1. Joh. 3, 12.) (Bibl. Gesch.4. 18. 24. 28. 31. 43. 188. 208. 209.) 87. Lehrer und Lehrherren sollen die ihnen Anvertrauten gewissenhaft

unterweisen und zu allem Guten führen durch Zucht und Vorbild. Für Welt und Himmel Menschen zu erziehn, meld widtiger Bes ruf! Groß ist die Pflidt, und groß die Rechenschaft!

4. T. Bo viel Weisheit ist, da ist viel Gråmens (ůber der Menschen Thorbeiten und Lafter), und wer viel lehren muß, der muß (von Widerwertigen) viel leiden. (Pred. Bal. 1, 18.) Derselbige Prediger (Salomo) war nicht (für fich) allein weise, sondern lehrte auch das Volk gute Lebre, und merkte (auf alles), und forschte, und stellte of drieb) viele (Dent, und Sitten, Sprüche. Er suchte (dabei), daß er fånde angenehme Worte, und schrieb redyt die Worte der Wahr. heit; und viel Predigen macht den Leib måde. (Pred. Sal. 12, 9. 10.12.) Wo du dich zu mir håltst, so will ich mich zu dir hatten, und du rodit mein Prediger bleiben. Und wo du dle Frommen lebreft fich sondern von den boren Leuten, so souft du mein Lebrer seyn; und ehe du solltest zu ihnen fallen, so müssen sie eber zu dic fallen. (Jer, 15, 19.) Du Menschenkind, ich habe dich zum Wachter gereet; du sollst aus meinem Munde das Wort (die Lehre) hören, und sie (die Mensdoen) von meinetwegen wars

Wenn ich daber) dem Gottlosen sage: Du mußt des Codes sterben! und du warneft ihn nicht, damit sich der Gottlose betebre, auf daß er lebendig (gludselig bleibe: so wird der Gottlose um seiner Sünde willen sterben (zu Grunde geben); aber fein Blut will ich von deiner Hand fordern (für sein U as

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glůď rollfi du verantwortlid reyn). Wo du aber den Gottlosen warnest, und er fich (0 och) nicht belebret: so wird er um seiner Bünde viden sterben; aber du hast deine Seele errettet, (Hesek. 3, 17-19.) Sie sollen mein Vole lehren, daß sie wis, sen Unterschied zu halten zwischen Beitigem und Unheiligem, und zmischen Reinem und Unreinem. Und wo eine Sache vor fie kommt, sollen sie richten und nach meinen Rechten (Gereken) sprechen, und meine Gebote und Sitten (Gebr å ude) und alle meine fefte halten, und meine Babbathe heiligen (feierlich bes geben). (Hesek. 44, 23. 24.) Ich bin vol Kraft und Gelftes des Serrn, von Rechts und Stårke (Muths), daß ich Uebers tretung und Sünde anzeigen (vorhalten) darf. (Micha 3, 8.) Des Priesters Lippen sollen die Lehre bewahren, daß man aus seis nem Munde das Gefessuche; denn er ist ein Engel (26gesandter) des Serrn. (Mal. 2, 7.) - Ein Gottloser kann nichts rechtes lehren; denn es kommt nicht von Gott. Zur rechten Lehre ges böret die Welsheit, so Sott gibt Gnade dazu. (@ir. 16, 9. 10.) Wer sich darauf geben sol (legen will), daß er das Gefeß des Serrn lerne, der muß die Weisheit aller Alten erforschen, und in den Propheten studiren; er muß die Geschichten der berühmten Leute merfen, und nachdenken, was sie bedeuten und lehren; er muß die geistlichen Sprüche lernen, und in den tiefen Reden sich üben. Er hat versucht (geprüft), was den Leuten taugt oder nicht taugt, und denket, wie er frühe aufftebe, den Herrn zu suchen, und betet vor dem Höchsten. Er thut selaen Mund getrost auf und betet für des Volkes Sünde. Und der Serr gibt ihm den Geist der Welsheit reichlich, daß er (wieder) weisen Rath und Lehre geben kann gewaltiglich; dafür er det Herrn danfet in seis nem Gebet. Und der Herr gibt Gnade dazu, daß sein Rath und Lehre fortgeben (gedelben). Und er betrachtet (ů berdenkt) es zuvor bei sich selbst; darnach sagt er seinen Rath und Lehre hers aus, und beweiset es mit der heiligen Schrift. Und viele-verwundern fide seiner Weisheit, und sie wird nimmermehr unters gehen. Sein wird nimmermehr vergessen, und sein Name blei. bet für und für. Was er gelehret hat, wird man weiter predigen, und die Gemeine wird ihn rühmen. Dieweil er lebet, hat er einen großern Namen, denn andere tausend, und nach seinem Tode (a udh noch) bleibet ihm derselbige Name (Rubm). (Sir. 39, 13. 6-15.)

N. T. Ein jeglicher Schriftgelehrter, zum Himmelreich ges

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lehrt, ist gleid) einem Hausvater, der aus seinem Schaß (Vor. rathe) Neues und Altes hervorträgt. (Matth. 13, 5.) Dafür halte uns Jedermann, nåmlich für Christus Diener und Haushalter über Gottes Geheimnisse ; nun sucht man (aber nicht mehr an den Haushaltern, denn daß fie treu erfunden werden. (1. Kor.4, 1.2.) Nicht (maßen wir uns an), daß wir Herren seyen über euern Glauben, sondern wir find (nur) Gebülfen (Förderer) 'eurer Freude. (2. Kor. 1, 24.) Dieweil wir ein solches Amt haben, nachdem uns Barmherzigkeit widerfahren ift, so werden wir nicht müde, sondern meiden auch heimliche Schande (geheime (dhåndliche Kunstgriffe) und gehen nicht mit Schalkheit um, (Herr) fålschen auch nicht Gottes Wort, sondern mit Offenbarung der Wahrheit beweisen wir uns wohl gegen aller Mensdyen Gewissen, vor Gott. Ist nun (a uc) unser Evanges lium verdeckt (nicht allen einleuchtend): so ist es doch (nur) in (bet) denen, die verloren werden (wollen), verdeckt, bet welchen der Gott dieser Welt der Ungläubigen Sinne (Berstand

o verblendet hat, daß sie nicht sehen das belle Licht des Evanges liums von der Klarheit Chriftus (welcher Gottes Eben bild ift). Denn wir predigen nicht uns selbst, sondern Jesus Chris stus, daß er rey der Herr, wir aber eure necite um Jesus wils ten; denn Gott, der da hieß das Licht aus der Finsterniß hervor leuchten, der hat einen hellen Schein in unsere Herzen gegeben, daß durch uns entstande die Erleuchtung von (zu) der Erkenntniß der Klarheit (Herrlich keit) Gottes in dem Angesicht der Pets ron von) Jesus Christus. (2. Kor. 4, 1-6.) So sind wir nun Botschafter an Christus Statt; denn Gott (felbft ja) vers mahnet durch uns, (und darum) bitten wir an Christus Statt: Lasset euch verföhnen mit (befehten zu) Gote! (e. Kor. 5, 20.) Wir ermahnen aber euch, als Mithelfer, daß ihr nicht vergebens die Gnade Gottes empfanget; denn er spricht (Jes. 49. 8.): 90 babe dich in der angenehmen Zeit erhöret, und habe dir am Tage des Hells gebolfen. Sebet, jest ist die angenehme Zeit, jest ist der Tag des Heils! (2, Kor. 6, 1. 2.) Lasset uns aber (aud) Niemand frgend ein Vergerniß geben, auf daß unser Ume nicht verlåstert werde. (2. Kor. 6, 3.) Aber so auch wir, ober (rogar) ein Engel vom Himmel euch würde coas) Evangelium predigen anders, denn das wir euch geprediget haben, der sey verflucht. Predige ich denn jetzt Menschen oder Gott zum Dienst? Oder gedenke (@rebe) ich, Menschen gefädig zu feyn? Wenn ich den

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Menschen (nur) gefällig wåre: fo were ich Chriftus Knecht nicht. (Gal. 1, 8. 10.) Wie wir von Gott bevåbret (gewürdiget) find, das Evangelium zu predigen, also reden wir, nicht als woll. ten wir den Menschen gefallen, sondern Gott, der unser Herz prüfet. Ihr wisset, daß wir, (gleich) als ein Vater seine Kind der, einen leglichen unter euch ermahnet und getröstet, und bezeus get (gelehret) haben, daß ihr wandeln sollt würdiglich vor Gott, der euch berufen hat zu seinem Reiche und zu seiner Herrlichkeit; Darum auch wir ohne Unterlaß Gott danken, daß ihr das Wort göttlicher Predigt aufnehmet, nicht als Menschenwort, sondern, wie es denn wahrhaftig ist, als Gottes Wort, welcher auch wirs ket in euch, die ihr glaubet. Wer ist (n und unsere Hoffnung oder Freude oder Krone des Ruhms?. Seyb nicht ihr es vor un, serm Herrn Jesus Chriftus zu (bet) seiner Zukunft? Ja, ibe reyd unsere Ehre und Freude! (1. Thess. 3, 4. 11'— 14. 19. 20.) Das ist je gewißlic wahr: Go Jemand ein Bischofsamt begeh. ret, der begehret ein tóftliches Werk (einen hoch wichtigen Beruf). Es foll aber ein Bischof unftråflich (unbescholten) Feyn, Eines Welbes Mann, nüchtern (überlegend), mäßig (gefest), fittig (wohlgefittet), gastfrei, lebhaftig (hebr. luftig und lehrfabio), nicht ein Weinfäufer, nid)t pochen (streitsüchtig), nicht unehrliche Handthierung treiben (ges winnsüchtis), sondern gelinde (sanft), nicht haderhaftig, nicht geizig; der seinem eigenen Hause wohl vorstebe, der gehorsame Kinder habe mit aller Ehrbarkeit; (so aber Jemand seinem eiges nen Hause nicht weiß vorzustehen, wie wird er die Gemeine Gottes versorgen?), nicht ein Neuling (junger Anfånger), auf das er fich nicht aufblase und (bei) dem Låsterer ins Urtheil falle. Er muß aber auch ein gutes Zeugniß haben von denen, die draußen (Mitglieder anderer Religionen) find, damit er nicht falle (bei) dem Låsterer in Schmach und Streit. Desselbigen glei. che'n die Diener (Diakonen) sollen ehrbar seyn, nicht zweizůngig, nicht Weinsäufer, nicht unehrliche Handthierung treiben; die das Geheimniß des Glaubens in reinem Gewissen haben die Reli. glon im eignen frommen Herzen tragen). Und diesele bigen lasse man zuvor versuchen (prüfen); darnach lasse man fiz dienen (Amt verwalten), wenn sie unstråflich (untadels baft befunden worden sind. Desselbigen gleichen (ibre) Weiber (die oft als Diakonissinnen der Gemeinde dien. ten) sollen ehrbar (jůchtig) seyn, nicht Låfterinnen, nüchtern,

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treu in allen Dingen. Die Diener (a uch) laß einen jeglichen reyn Eines Welber Mann, die ihren Kindern wohl vorstehen, und ihren eignen Häusern. Welche aber wohl dienen, die erwerben ih, nen selbst eine gute (Ehrens) Stufe und eine große Freudigkeit (Freimuthigkeit) im Glauben in Christus Jesus (im Leht portrage). (1. Tim. 3, 1-13.) In den lebten (fpå tern) Zeiten werden (indeß auch etliche von dem reinen) Glav, ben abtreten und anhangen den verführerischen Geistern (Irrleb rern) und Lehren der Teufel; durch die, fo in Gleißnerei Lügen, redner sind und Brandmaal in ihrem Gewissen haben, und vets bieten ebelich zu werden und die Speise, die (ood) Gott geschafs fen hat, zu nehmen mit Danksagung, den Gläubigen und denen, die die Wahrheit erkennen. Wenn du den Brüdern soldes vor. Håltft, so mußt du ein guter Diener (von) Jesus Chriftus feon, auferzogen in den Worten des Glaubens und der guten Lehre, bei welcher du immerdar (ro empfånglich) gewesen bist. Der uns gelftlichen aber und altwettelischen (1 å p pilchen) Fabeln entschlage did; úbe dich (vielmehr) felbft in der Gottseligkeit. Denn die leibliche Uebung ist wenig nüße; aber die Gottseligkeit ist zu allen Dingen nůße, und hat die Verheißung dieses und-des zukünftigen Lebens. Bey ein Borbild den Glåubigen im Wort (in derleh. re), im Wandel, in der Liebe, im Gelft (Muth), im Glauben, in der Keuschheit (Bittenreinheit). Kalte an mit Leren, mit Ermahnen, mit Lehren, laß nicht aus der Acht (unbenu 66 die Gabe, dle dir-gegeben ist. Solches warte (ab), damit gehe um, damit dein (eignes) Sunehmen in allen Dingen offenbat fey. Sabe dyt auf dich selbst, und auf die Lebre; bebarre in allen Stücken; denn so du solches thust, wirst du dich felbft relig machen, und die dich hören. (1. Tim.4,1 -3. 6-8. 12-16.) Die da fündigen, die strafe vor allen, auf daß sich auch die andern fürchten. Die Bånde lege (um ihn zum Lehramt zu meio ben) Niemand (zu) bald auf, mache did auch auf diese Weise) nicht theilhaftig fremder Sünden;, halte dich (aber) selber keusch (rein und unbeflect).-(1. Tim. 6. 20. 12.) Go Jemand anders lehret, und bleiber nicht bei dem heilsamen Worte unsers Herrn Jesus Christus, und bei der Lehre von der Sottseligkeit, der ift verdåstert (aufgeblasen), und weiß (o d) nichts, sondern ist süchtig in (nad) Fragen und Wortfriegen, aus welchen entspringt Neid, Hader, Låsterung, bófer Argwohn Schulgezånt solcher Menschen, die gerrüttete Binnen (verschot

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