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Bole herrschen, sondern werdet Vorbilder der Heerde: fo werbet thr, wenn erscheinen wird der Erzhirte (Oberhirte), die Krone der Ehren empfahen. (1. Petr. 6, 1-4.) (Bibl. Beispiele: Mos fes, Aaron, Josua, Samuel, die Propheten, vorzüglich Jesus und seine Apostel.) 88. Zuhörer, Schüler und Lehrlinge rollen ihren Lehrern Ehrfurdt, Liebe. Dankbarkeit und Folgsamkeit'erzeigen. Wer mich zum núß, lichen und glücklichen Menschen bildet, weld unschäßbar Verdienst hat der um mich! Ihm Ehr' und Freude machen wil ich stets !

2. 2. Die Welfen bewahren (merten und befolgen) dle Lebre. (Spr. Gal. 10, 14.) - Wer heilige Lehre heiliglich behålt, der wird heilig gehalten, und wer dieselbige wohl lernet, der wird wohl bestehen. (B. d. Weish. 6, 11.)

N. T. Welcher ziehet jemals in den Krieg auf seinen eigenen Bold? Welcher pflanzet einen Weinberg, und isset nicht von seis ner Frucht? Oder welcher weidet eine Heerde, und iffet nicht von der Milch der Heerde? Im Gerek Moses (5. Mos.25, 4.) ftehet (ia' schon): Du sollst dem Ochsen nicht das Maul verbinden, der da drischet (auf dem Felde das Getreide austreten muß). Sorget Gott (nur) für die Ochsen? Oder sagt ers nicht allerdings (vielmehr) um unsertwillen? Denn es ist ja um unsertwillen (a u dh dies) geschrieben. Denn der da pflüget, soll auf Hoffaung pflügen, und der da drischt, soll auf Hoffnung dres schen, daß er seiner Hoffnung (auf lobo) theilhaftig werde. So Wir euch (nun) das Geistliche såen (fůx euern Geist arbe is ten), ist es denn ein (fo) großes Ding, ob (wenn wir euer Leibliches (für den Leib von euch) ernten? So aber andere dieser Macht (Un sprůche) an euch theilhaftig sind, warum nicht vielmehr Wir? Also hat auch der Herr befohlen, daß, die das Evangelium verkündigen, sollen sich auch vom Evangelium nåb. ren. (1. Kor. 9, 7.9-12, 14.) Der unterrichtet wird mit dem Worte, der thelle mit allerlei Gutes dem, der ihn"

, unterrichtet. (Gal. 6, 6.) Wir bitten euch, daß ihr (danfar) erkennet, die an euch arbeiten, und euch vorstehen in dem Herrn, und euch ers mahnen. Haft sie defto lieber um ihres Werks willen, und seyd friebsam mit ihnen. (1. Thell. 5, 12. 13.) Die Zeltesten, die wohl vorstehen, halte man zwiefacher Ehre werth, sonderlich, die da arbeiten im Wort und in der Lehre; denn es spridjt die Schrift: Ein Arbeiter ist seines Lohnes werth. (1. Tim. 5, 17, 18.) Ges deaket (stets dankbar) an eure Lehrer, die euch das Wort Gote

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tes gesagt (gelehrt) haben; welcher Ende schauet an, und folget ihrem Glauben. Gehorchet euern Lehrern, und folget ihnen; denn sie wachen über, (für) eure Seelen, als joie da Rechenschaft dafür geben sollen, auf das sie das mit Freuden thun, und nicht mit Seufzen; denn das ist euch nicht gut. (Hebr. 13, 7. 17.). (Bibl, Beispiele: die Prophetenschüler, Apostel und ersten Christen.) 89. Der Fürst rol nie vergessen, daß er auch einen Herrn über sich haber und daß seine Unterthanen seine Mitmenschen sind, und er rol daher sein Land mit Weisheit, Gerechtigkeit und Milde bes herrschen und regnen. Der Vater eines Volls ist Gottes Ebenbild; mehr als die Krone schmůct ihn Recht und Huld! Jon regnet Mits und Nachwelt! Sein Name glänzt in fernster Beit!

2. D. Du rodft zum Könige über dich regen, den der Herr, dein Gott, erwählen wird; allein, daß er nicht viel Rolle (uns

nöthig große Kriegsmacht) halte; er soll auch nicht viel Weiber nehmen, daß sein Herz nicht von der Tugend) abges wandt werde; und soll auch nicht viel Gold und Silber sammlen. Und wenn er nun fiken wird auf dem Stuhl seines Königreichs (Throne), soll er das Gefeß auf ein Buch schreiben lassen, und Tou parin lesen sein Lebenlang, auf daß er lerne fürchten den Herrn, ind daß er auch selbst) balte alle Worte dieses Gereges. Er fod (a ud) sein Herz nicht erheben über seine Brüder, und You nicht weichen von dem Gebote weder zur Rechten noch zur Linken. (6. Mol. 17, 15-20.) Unrecht thun sey den Königen ein Gråuel; denn durch Gerechtigkeit wird der Thron befestiget. Wenn des Königs Angesicht freundlich ist, das ist Leben (gibt Freude), und seine Gnade ift (erquidend) wie ein Abendregen. (@pr. Gal, 16, 12, 15.) Fromm und wahrhaftig regn behüten den Kos nig, und sein Thron bestehet durch Frömmigkeit. (Spr. Sal. 20, 28.) Ein Gottloser, der über ein arm Volf regieret, ift (wie) ein brådender Löwe und gieriger Bår. Wenn ein Fürst ohne Berstand ift: ro geschieht viel Unrechts. (Spr. Sal. 28, 15. 16.) Ein König richtet das Land auf durch Recht; ein Gelziger aber verderbet es. Ein Rönig, der die Armen treulich richtet, deß Thron wird eriglich bestehen. (Spr. Sal. 29, 4. 14.) Gib den Königen nicht Wein zu trinken (Könige rollen nidot uns måbig im Genuß des Weins reyn), noch den Fürsten (ihren R&tben) starkes Getränk. Sie möchten (font) trin. ken und die Rechte vergessen, und verändern (verderben) die (Rechts,) Sache irgend der elenden Leute (Unglücklichen).

(pr. Gal. 31,4.5) Wehe dir, land, deß König (an Bets ftand) ein Kind ist, und deß fürften (Große) frühe essen (bis zu Tage aus schmaußen)! Wohl (aber) dir, Land, deß König del ift, und deß Fürsten zur rechter Zeit efsen, zur Starke, nicht (6108) zur Lust! (Pred. Sal. 10, 16. 17.) Des Gelzigen Regieren ist eitel Schaden; denn er erfindet Tůcke (Rånfe), zu verderben die Elenden mit falschen Worten, wenn er des Armen Recht reden soll; aber die (edle n) Fürsten werden fürstliche Ges danken haben, und darauf halten. (Jes. 39, 7. 8.) - Habt Gerechtigkeit lieb, ihr Regenten, und denfet, daß der Herr (auch wider euch) helfen kann, und fürchtet ihn mit Ernst! (B. d. Weish. 1, 1.) Ungerechtigkeit verwüstet alle lande, und bóles Leben ftůrzet die tühle (Thro'ne) der Gewaltigen. So höret nun, ihr Könige, und merket (es)! Lernet, ihr Richter! Denn euch ist die Obrigkeit gegeben' vom Herrn, und die Gewalt vom Höchsten, welcher wird fragen, wie ihr handelt, und forschen, wie ihr ordnet; denn ihr lepo reines Reiches Amtleute, und es wird gar ein scharf Gericht gesen über die Oberherren. Wollt ihr nun Könige und Fürsten seyn: lo haltet die Weisheit in Ehren, auf daß ihr emiglid berrschet. Wenn aber der Weisen (als Rath, seber) viele sind, das ist der Welt Heil, und ein kluger Kón!.. ift des Volkes Glúd. (B. 0. Weish. 6, 1-6.22. 23. 26.) Das Berk lobt den Meister, und einen weisen Fürsten feine Handel (Handlungen). (Sir. 9. 24.) Ein weifer Regent ift strenge, und wo eine verståndige Obrigkeit ist, da gehet es ordentlich zu. Wie der Regent ift, so find auch seine Amtleute. Ein můster Ros nig verder bet Land und Leute. Um Gewalt (that), Unrecht und Geizes willen kommt ein Königreich von einem Volk aufs andere. Was erhebt sich die arme Erde und Alche ? Sft er doch ein eitel schåndlicher Roth (auch nur ein gewöhnlicher Menso), weil er lebt; und wenn der Arzt schon lange daran flicket: fo geht es doch endlich also: Heute Fürst, morgen todt! Und wenn der Mensch toðt ist, fressen ihn die Würmer. Gott hat auch Cófters) die boffårrigen Fürsten vom Stuhle heruntergeworfen, und der müthige darauf geseket. (Sir, 10, 1-3. 8 -- 13. 17.) Viel Cyrannen haben múffen herunter auf die Erde fiken (vom Throne berabsteigen), und es ist dem die Krone aufgereket, auf den man nicht gedacht hätte. (Cir. 11, 5.) (Bibl. Gefch. 115. 125. 174. 200, Bibl. Begeist. 93-95.)

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90. Obrigteiten follen gewissenhaft Recht sprechen, das Böse hindern

und bestrafen, das Gute fördern und belohnen. Der Schuld ein Råder, der Unsould edild und Spirm! Die Wage ist von Gott! In Streng' und Milde steh' sie gegen Alle gleich!

4. E. Shr rollt nicht unrecht handeln am Gericht, sondern den Nådsten recht richten. (3. Mol. 19, 15.) Richtet recht zwischen Jedermann. Keine Person sollt ihr im Gericht anseben, sondern den Kleinen hören, wie den Großeli, und vor Niemands Person euch scheuen; denn das Gerichtsame ift (zugleich) Gots tes. (5. Mo. 1, 16. 17.) Jhr haltet das Gericht nicht den Mens schen, sondern dem Herrn, und er ist mit euch im Geridt. Darum fasset die Furcht des Herrn mit euch seyn; denn bei dem Herrn, unserm Gott, ist kein Uitrecht, noch Ansehn der Person, noc

Annehmen des Geschenks. (2. Chron. 19, 6. 7.) Schaffet Recht " dem Ärmen und dem Waisen, und helfet dem Elenden und dem

Dürftigen zum Recht. Errettet den Geringen und Armen, und erlöset ihn aus der Gottlosen Gewalt. (Pl. 82, 3. 4.) Wer dem Gottlosen Recht (108) spricht, und den Gerechten verdammet, die find beide dem Herrn ein Grduel. Der Gottlose nimmt heimlich gern Geschenke, zu beugen den Weg des Rechts. (Epr. Sal, 17, 15. 23.) Es ist nicht gut (red), die Person des Gottlosen (fo) achten, (um) zu beugen (verleßen) den Gerechten im Gerichte, (Spr. Sal. 18, 5.) Beraube den Armen nicht, und unterdrücke den Elenden nicht im Thor (Sericht); denn der Herr wird ihre Sache handeln (ventheidigen), und wird ihre Untertreter uns tertreten. (Spr. Sal. 22, 22. 23.) Lernet (relbft) Gutes thun, und trachtet nad Recht; belfet dem Unterdrückten, schaffet dem Waffen Recht, und helfet der Witwen Sachen. (Sep. 1, 17.) Webe den Schrift (Recht8,gelehrten, die unrechte Gefeße machen und unrecht Urtheil schreiben, auf daß sie die Sachen der Armen beugen, und Gemalt üben im Recht der Elenden, daß die Witwen ihr Raub, und die Waisen ihre Beute seyn müssen! (Jes, 10, 1, 2.) Haltet Recht und Gerechtigkeit, und errettet den Beraubten von des Prevlers band, und ichindet nicht die Fremdlinge, Waffen und Witwen, und thut Niemand Gewalt, und vergießet nicht unschuldig Blut. (Ser. 22, 3.) Suchet der Stadt Bestes, und betet får fie zum Herrn; denn wenn es ihr wohl gebet: fo geht es euch auch wohl. (Jer. 29, 7.) - Råche (ftrafe) nicht zu ges nau (scharf) alle Miferhat, und fühle dein Múthlein nicht, wenn du strafeft. (Sir. 10, 6.) (Bibl. Gesch. 67, 351, 353-357.)

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91. Staatsbürger und unterthanen follen ihr Waterland lieben, ihren

Fürsten ehren, den Geseken gehorchen, das Gemeinwohl fördern. Fern rey Uusländerei und Heimathsstolz ! Im Wohl des Sanzen liegt das meine auch! Regieren schwer, und Meistern leicht! Dod unterm Druck auch Treue noci, und Ruh'!

2. T. Den Göttern (Oberhauptern) roast du nicht fluchen, und den Obersten in deinem Volk soulst du nicht låstern. (2. Mol

. 22, 28.) Taftet meine Gefalbten nicht an, und thut meinen Propheten feln Leid. (1. Chron. 17.(16.) 22.) Fürchte den Herra und den König, und menge dich nicht unter die Aufrührerischen; denn ihr Unfall wird plöblich entstehen, und wer weiß, wens Belder Unglück kommt? (@pr. Sal. 24, 21. 22.) Fluche dem Könige nicht auch nur) in deinem Herzen (Gedanken), und fluche dem Reichen (Hohern) nicht (selbst) in deiner Schlafs kammer; denn die Vögel des Himmels führen (verbreiten, die Stimme, und die Fittige haben, sagen es nach. (Pred. Sal. 10, 20.) Richte nicht aufruhr an, und hänge dich nicht an den Pöbel, auf daß du nicht tragen müsest zwelfältige Schuld; denn es wird feine ungestraft bleiben. (Gir. 7, 7. 8.) Die Gott fürchten, halten ihren Regenten in Ehren; darum behütet er fie, (Cir. 10, 24.)

N. T. (Sesus (prach:) Gebet dem Kalfer, was des Kaisers ist, und Gotte, was Gottes ist. (Matth. 22, 81.) - Jedermann Tey unterthan der Obrigkeit, die Gewalt über ihn hat; denn es ist keine Obrigkeit, ohne von Gott; wo aber Obrigkeit ist, die ift von Gott verordnet. Wer sich nun wider die Obrigkeit reßet, der widerftrebet Gottes Ordnung; die aber widerstreben, werden aber fid ein Urtheil (Strafe) empfahen. Die Gewaltigen sind nicht den guten Werfen, sondern den bösen zu fürchten. Wiuft du dich (also nicht fürchten vor der Obrigkeit: so thue Gutes; so wirst du Lob von derselbigen haben; denn sie ist Gottes Dienerin (a u ch) dir zu gut. Thust du aber Bóles: fo fürchte dich; denn sie tråge das Schwert nicht umsonst; fie ift Gottes Dienerin, eine Kücherin zur Strafe über den, der Böses thut. So reyd nun aus Noth (innerm Gewissensdrange) unterthan, nicht allein um der Otrafe willen, sondern auch um des Gewissens willen. Derhals ben müsset ihr auch Schoß (Abgaben) geben; denn sie sind Gots tes Diener, die solchen Schuß sollen handhaben. (Rom. 13, 1-6.) Wir sollen thun Bitte, Gebet, Fürbitte und Danksagung für alle Menschen, für die Könige und für alle Obrigkeit, auf daß wir ein

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