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91. Staatsbürger und unterthanen follen ihr Waterland lieben, ihren

Fürsten ehren, den Gefeßen gehörden, das Gemeinwohl fördern. Fern sey Ausländerei und Heimathsstolz! Im Wohl des Sanzen liegt das meine auch! Regieren schwer, und Meistern leicht! Dodo unterm Druck auch Treue noc, und Ruh'!

2. T. Den Göttern (Oberhauptern) rooft du nicht fluchen, und den Obersten in deinem Volk soulst du nicht låstern. (2. Mol. 22, 28:) Tastet meine Gesalbten nicht an, und thut meinen Propheten kein Leld. (1. Chron. 17.(16) 22.) Fürchte den Herrn und den König, und menge dich nicht unter die Aufrührerischen; denn ihr Unfall wird plöblich entstehen, und wer weiß, wena Belder Unglück kommt? (@pr. Sal. 24, 21. 22.) Fluche dem Könige nicht (auch nur) in delnem Herzen (Gedanken), und fluche dem Reichen (Hohern) nidht (felbft) in deiner Schlafs kammer; denn die Vögel des Himmels führen (verbreiten) die Stimme, und die Fittige haben, sagen es nach. (Pred. Sal. 10, 20.) Ridhte nicht Aufruhr an, und hånge dich nicht an den Pöbel, auf daß du nicht tragen müsseft zweifåttige Schuld; denn es wird keine ungestraft bleiben. (Sir. 7, 7. 8.) Die Gott fürchten, halten ihren Regenten in Ehren; darum behütet er fie, (Oir. 10, 24.)

N. T. (Sesus (prach:) Gebet dem Kalser, was der Kaisers ift, und Gotte, was Gottes ift. (Matth. 22, 21.) - Jedermann Tey unterthan der Obrigkeit, die Gewalt über ihn hat; denn es ist keine Obrigkeit, ohne von Gott; wo aber Obrigkeit ist, die ist von Gott verordnet. Wer sich nun wider die Obrigkeit rebet, der widerstrebet Gottes Ordnung; die aber widerstreben, werden aber fich ein Urtheil (Strafe) empfahen. Die Gewaltigen sind nicht den guten Werfen, sondern den bösen zu fürchten. Wiaft du dich (allo) nicht fürchten vor der Obrigkeit: so thue Gutes; so wirst du Lob von derselbigen haben; denn sie ist Gottes Dienerin (a u ch) dir zu gut. Thust du aber Böses : fo fürchte dich; denn sie trågt das Schwert nicht umsonst; sie ist Gottes Dienerin, eine Kaderin zur Strafe über den, der Böses thut. So reyd nun aus Noth (innerm Gewissensdrange) unterthan, nicht allein um der Strafe willen, sondern auch um des Gewissens willen. Derhals ben müsset ihr auch Schoß (26gaben) geben; denn sie sind Gots tes Diener, die folchen Schak follen handhaben. (Róm, 13, 1-6.) Wir rollen thun Bitte, Gebet, Fürbitte und Danksagung für alle Menschen, für die Könige und für alle Obrigkeit, auf daß wir ein

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geruhiges und stilles Leben führen mögen in aller Gottseligfeit und Ehrbarkeit

. (1. Tim. 2, 1. 2.) Erinnere sie, daß sie den Fürsten und der Obrigkeit unterthan und gehorsam, ju allem guten Werk bereit seyen. (Tit. 3, 1.) Seyd ynterthan aller menschlichen Orde nung um des Herrn willen, es sey dem Könige, als dem Obersten, oder den Hauptleuten (Beamten), als den Gesandten (Anges ftellten) vor ihm zur Rache (Bestrafung) über die Uebelthå. ter, und zu Lobe (Belohnung) der Frommen. (Thut das) als die Freien, und nicht als hättet ihr die Freiheit zum Deckel der Bosheit, sondern als die Knechte (Verebrer) Gottes. Thyt (daber) Ehre Jedermann; habt die Brüder lieb; fürchtet Gott; ehret den König! (1. Petr. 2, 13. 14. 16. 17.) (Bibl. Seld. 156-159, 191-193. 204. Belspiel Jesus.) 92. Der Soldat roll Gott fürchten, und ihm vertrauert, damit er

Muth in Gefahr, Gehorsam gegen die Obern, Schonung gegen den besiegten Feind und wehrlosen Bürger beweise. Für Glaube, Vaterland und Thron schlag: hoch das Herz, kámpf fühn der Urm, fließ' froh das Blut! Súß ist's, fürs Vaterland zu liegen und zu sterben! Doch Selbstbesiegung höchster Siegesruhm!

4. E. Ihr gebet beute in den Streit wider eure Feinde. Euer Herz verzage nicht; fürchtet euch nicht, und lasset euch nicht grauen vor ihnen; denn der Herr, euer Gott, gehet mit euch, daß er für euch streite mit euren Feinden, eud, zu helfen. Welcher sich fürchtet, und ein verzagtes Herz hat, der bleibe (Iteber) daheim, auf daß er nicht auch seiner Brüder Herz feig mache, wie sein Herz fft. - Wenn du (aber) vor eine Stadt zeucht, sie zu be.

ist streiten: To souft Du fhr (erft) den Frieden anbieten. Antwortet sie oir freundlich, und thut dir (Ihre Thore) auf: to roll alle das Volk, das darinnen funden wird, dir zinsbar und unterthan seyn. Mia fie aber nicht friedlich mit dir handeln, und (sondern) mit dir kriegen: so belagere fie. Wenn du (aber) voć einer Stadt lange liegen mußt, fie zu erobern: 'To sollst du die Båume (u ma ber) nicht verderben; denn du kannst davon essen; darum solft du sie nicht ausrotten. Ifts doch Holz auf dem Felde, und nicht Mensch Dein Feind). Welches aber Bäume sind, davon man nicht ffset, die folft darfft) ou (wenn nöthig) ausrotten (fållen), und Bollmert daraus bauen wider die Stadt, daß de ihrer måchtig werdeft. (6. Mof. 20, 3. 4. 8.'10-18. 19. 20.) Wenn du aus dem Lager gehest (fum Kampf) wider deine Feins de: fo púte did vor allem Bören; denn der Herr, dein Gott,

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mandelt unter deinem Lager , daß er dich errette, und gebe deine Feinde in die fluct) vor dir. Darum fod dein lager heilig lepa, daß keine Schande (nichts Unanståndiges) unter dir geschen werde, und er fich o ann) von dir wende. (5. Mol. 23, 9. 14.) Andlåge bestehen (gelingen), wenn man sie mit Rath (liebers tegung) führet (betreibet), und Krleg soll man mit Vernunft führen. (Spr. Sal. 20, 18.) Mit Rath (Ueberlegung) muß man Krieg führen, und wo viel (weise) Rathgeber sind, da ift der Bieg. (Spr. Sal. 24, 6.) (3:61. Gesch. 91. 94. 158.

) B 180-184.196.216.3.7. v. u. 340. Bibl. Begeift. 96-98.) 93. Vorgefekte und Herrschaften sollen ihre Untergebenen und Diensts leute gerecht, billigi liebreid und fchonend bebandeln. Mein Diener auch ist Mensch, wie ich, and hart rein 2008! Wie viel Gewinn, Be: quemlichkeit von ihm! Die Liebe mnach sein Leben leicht und frob!

4. E. Du sollst dem Dürftigen und Armen seinen Lohn nidot vorbehalten, sondern rouft ihm seinen Lohn des Tages geben, daß Die Sonne nicht darüber untergebe; denn er ist dürftig, und ers hålt feine Seele (rein Leben) damit; auf daß er nicht wider dich den Herrn anrufe, und rey bir Sünde. (5. Mo. 24, 14. 15.) Ein Serr, der zu Lügen Lust hat, deß Diener find alle gottlos. (Spr. Sal. 29, 12.) Wenn ein Knecht (Dienender) von Ju. gend auf (ju) zärtlich gehalten wird: so wil er barnach ein Junker reyn (er hebt er fido ftoli). (Spr. Gal. 29, 21.) Webe deti, der seinen Nächsten umsonst arbeiten låßt, und gibt ihm feinen Lohn nicht! (Jer. 22, 13.) - Wer dir arbeitet, dem gib bald fets

. nen lohn, und halte Nlemand seinen verdienten Lohn vor. (Tob. 4, 15.) Bey nicht ein Wüthrich gegen dein Gefinde. (Sir. 4, 35.) Einen treuen Knecht und Reißigen Arbeiter halte nicht übel. Einen frommen Knecht habe lieb, und hindere ihn nicht, wo et frei (ju eignem Haushalt) kommen kann. (Sir. 7, 22. 23.) Einem welsen (verstånolgen) Knechte muß der Herr dienen (ofters gern folgen), und ein vernünftiger Herr murret nicht darum. (Cir. 10, 28.) Dem Esel gehöret fein Futter, Geisel und Last, also dem Knecht sein Brod, @trafe und Arbeit. Halte den Knecht zur Arbeit (an): so hast du Ruhe vor ihm; lårfest du ihn (aber) můßig geben: ro wil er Junker reyn. Lege fhm Ars beit auf, die einem Knechte gebühret; doch lege (aud) Kelnem zu viel auf, und halte Maß in allen Dingen. Hast du einen (gus ten) Knecht: so halte über ihn als über dich selbst; denn du bes darfft sein, wie deines eigenen Lebens. (ir. 33, 25. 26. 30. 31.)

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Wer dem Arbeiter seinen Lohn nicht gibt, der ist ein Bluthand. (Sir. 34, 27.)

N. T. Ein Arbeiter ist seines Lohnes werth. (Luf. 10,7.) Ihr Herren lasset das Dråuen (unnöthige delten), und wisset, daß auch euer Herr im Himmel ist, und ist bei ihm fein Anlehn der Person. (Eph. 6, 9.) Jhr Herren, was recht und gleich (billig) ift, das beweiset den Knechten, und wisset, daß ihr auch einen Herrn im Himmel habt. (Kol

. 4, 1.) Laß die Un, sern terren, daß sie im Stande guter Werke sich finden lassen, wo man ihrer bedarf, auf daß sie nicht unfruchtbar (u n nů) bleiben. (Tit. 3, 14.) Der Arbeiter Lohn, die euer Land eingeerntet ha. ben, und der von euch abgebrochen (verkürzt) ist, schreiet, und das Rufen der Ernter ist kommen vor die Ohren des Herrn, (Sal. 6. 4.) (Bibl. Gesch. 230, 256.) 94. Untergebene und Dienstboten sollen treu, fleißig, willig, gehor: Tam, bescheiden, dankbar, verschwiegen, theilnehmend und auf der Herrschaft Bestes stets bedacht feyn. Es bindet beiliger Vertrag und hobe Pflicht! Wenn mühvod auch, doch sorgenfrei mein Loos! Die Treu" im Kleinen auch ein groß Verdienst!

N. E. Der Jünger ist nicht über seinen Meister, noch der Knecht über seinen Herrn, Matth. 10,.24.) Wer im Gering, ften treu ist, der ist auch im Großen treu, und wer im Geringsten unrecht (ungerecht) ist, der ist auch im Großen unrecht. (Luk. 16, 10) - Ihr Knechte, reyd gehorsam euren leiblichen Herren mit Furcht und Zittern (tieffter Ehrfurcht), in Einfältigfelt (Aufrichtigkeit) eures Herzens, und mit Gottesfurcht, nicht (6106) mit Dienst vor Augen, als den Menschen zu gefallene sondern als die Knechte (wahren Verehrer) Christus, daß ihr solchen Willen Gottes thut von Herzen, mit gutem Wilen. Lasset euch důnken, daß ihr dem Herrn dienet, und nicht den Menschen; und wisset, was ein jeglicher Gutes thun wird, das neird er von dem Herrn (belohnt) empfahen, er sey ein Knecht (Sklav) oder Freier. (Eph. 6,5-8 vgl. Kol. 3,28 - 24.) Die Knechte (Dienstboten) sollen ihre Herren aller Ehren werth halten, und sollen dienstbar (Dienst willig) leyn, dleweil sie (a ud) dec Woblthat theilhaftig sind. (1. Tim. 6, 1, 2.) (Gebiete) den - Knechten, daß sie ihren Herren unterthänig reyen, in allen (ere

laubten Dingen zu Gefallen thun, und nicht widerbellen, nicht veruntreuen, sondern alle gute Treue erzeigen. (Tit. 2, 9. 10.) Sør Knechte repd unterthan mit aller (Ebra) Furcht den Herren,

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(und zwar) nicht allein den gåtigen und gelinden, sondern auch den wunderlichen; denn das ist (vers dyafft) Gnade, To Jemand um des Gewissens willen zu (vor) Gott das Uebel vertråget, und leidet das Unrecht; denn was ist das für ein Ruhm, wenn ihr um Misjechat willen Streiche (trafe) leidet? Aber wenn ihr um Wohlthat (Rechthandelns) willen leidet, und (es ftill) erduldet, das ist (erwirbt) Gnade bei Gott. (1. Petr. 2, 18-20.) (Bibl. Geld). 16. 20, 25.) 95. Erwachsene und ulte sollen gefekt und ernst, aber nicht überstreng

und mürrisch seyn, der Jahre Past mit Geduld ertragen, sich in der Zeit veränderten Geist mit weiser Nadlicht fügen, und der Jugend Rath, Warnung, Belehrung und Beispiel geben. Dem ältern Guten tren, dein neuern hold! Der unerfahrnen Jugend Licht und Musterbild!

2. I. Graue Haare sind eine Krone der Ehren, die (wena die Alten) auf dem Wege der Gerechtigkeit (Rechtschaffen. beit) funden werden. (Spr. Gal. 16, 31.) – O mie fein stehet es, wenn die grauen Häupter weise, und die Alten flug sind! Das ist der Alten Krone , wenn sie viel erfahren haben, und ihre Ebre ist, wenn sie Sott fürchten. (Sir. 25, 6. 8.)

N. E. Jesus sprach: Wer ein Kind aufnimmt (sich reis ner annimmt), der nimmt mich auf. Wer aber årgert (aum ; Bören verleitet) dieser Geringsten Einen, dem wåre besser, daß er erfäufet wurde im Meer, da es am tiefsten ift. (Matth. 18, 5. 6.)

Den Alten gebiete, daß fie nüchtern reyen, ebrbar, zůchtig, gesund (ft a r €) im Glauben, in der Liebe, in der Ges duld; den alten Weibern desselbigengleichen, daß fie fich stellen (benehmen), wie es den Heiligen (Chriften) ziemet, nicht Låsterinnen reyen, nicht Såuferinnen, (sondern) gute Lehrerin, nen, daß sie die jungen Weiber lehren züchtig seyn, ihre Männer und Kinder lieben, fitrig (fittam), feulde, häuslich, gütig, ihren Männern unterthan. Desselbigengleichen die jungen Måns ner ermahne, daß fie zůchtig (ehrbar) leyen. Allenthalben aber ftede dich selbst zum Vorbilde guter Werke mit unverfälschter Lehre, mit Ehrbarkeit, mit hellfamen und untadeligem Worte. (Tit. 2, 1-8.) (Bibl. Gesch. 262.) 96. Die Jugend roll heiter, aber fromm, aufstrebend, doch bescheiden,

und gegen Erwadsene und Alte ehrerbietig, folgram, hůlfreid Teon. So wünsd’ich inir’s einst auch! Das graue Haupt rey mir ein Heis ligthum! Des Leuzes Blüthe schon deut' froh auf spåtrer Jahre Segensfrucht! Uus frominer Jugend ultersglúc!'/

A. T. Vor einem grauen Haupt roust ou auffteben, und die Alten ehren. (3. Mol. 19,32.) Bei den Großvaternist die Weisheit,

und

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