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(und zwar) nicht allein den gütigen und gelinden, sondern auch den wunderlidhen; denn das ist (verdyafft) Onade, so Jemand um des Gewissen willen zu (vor) Gott das Uebel vertråget, und leidet das Unrecht; denn was ist das für ein Ruhm, wenn ihr um Missethat willen Streiche (Strafe) leidet? Aber wenn ihr um Bohithat (Red handelns) willen leidet, und es ftill) erduldet, das ist (erwirbt) Gnade bei Gott. (1. Petr. 2, 18-20.) (Bibl. Gesch. 16. 20, 25.) 95. Erwachsene und ulte sollen gefekt und ernst, aber niøt úberstreng

und můrriso seyn, der Jahre fast mit Geduld ertragen, sich in der Zeit veränderten Geist mit weiser Nadlicht fügen, und der Jugend Rath, Warnung, Belehrung und Beispiel geben. Dem ältern Guten treu, dem neuern hold! Der unerfahrnen Jugend Licht und Musterbild!

A. I. Graue Haare sind eine Krone der Ehren, die (wena die alten auf dem Wege der Gerechtigkeit (Rechtschaffen. beit) funden werden. (Spr. Gal. 16, 31.).- O mie fein stehet es, wenn die grauen Häupter weise, und die Alten flug find! Das ist der Alten Krone , wenn sie viel erfahren haben, und ihre Ehre ist, wenn sie Gott fürchten. (Sir. 25. 6. 8.)

N. E. Jesus sprach: Wer ein Kind aufnimmt (ich reis ner annimmt), der nimmt mich auf. Wer aber ärgert (ium Bören verleitet) dieser Geringsten Einen, dem wåre besser, daß er erfåufet würde im Meer, da es am tiefsten ift. (Matth. 18, 5. 6.)

Den Alten gebiete, daß sie nüchtern reyen, ehrbar, zůchtig, gesund (st a r €) im Glauben, in der Liebe, in der Ges duld; den alten Weibern desselbigengleichen, daß fie fich stellen (benehmen), wie es den Heiligen (Chriften) ziemet, nicht Låsterinnen regen, nicht Såuferinnen, (sondern) gute Lehrerin. nen, daß sie die jungen Weiber lehren zůchtig seyn, ihre Männer und Kinder Iteben, fittig (fittsam), feuld, båuslich, gütig, ihren Männern unterthan. Derselbigengleichen dhe jungen Måns ner ermahne, daß fie zůchtig (ehrbar) reyen. Allenthalben aber stelle dich selbst zum Vorbilde guter Werke mit unverfälschter Lehre, mit Ehrbarkeit, mit hellfamen und untadeliger Worte. (Tit. 2, 2-8.) (Bibl. Gesch. 262.) 96. Die Jugend roll heiter, aber fromm, aufstrebend, doch bescheiden,

und gegen Erwadsene und Alte ehrerbietig, folgsam, hůlfreich seyn. So wünsc'ich mir’s einst auch! Das graue Haupt rey mir ein Hets ligthum! Des Lenzes Blüthe schon bext' froh auf spåtrer Jahre Segensfrucht! Uus frommer Jugend ultersglúce!'

Å. E. Vor einem grauen Haupt solst du auffteben, und die Alten ehren. (3. Mol. 19,32.) Bei den Großvatern ist die Weisheit,

und

und der Verstand bei den Alten. (Hlob 19, 12.) Elihu Hatte ges barret, bis die andern geredet hatten, weil sie ålter waren, denn er dachte: Laß die Jahre reden, und die Menge (Höhe) des Alters laß Weisheit beweisen. (Hiob 32, 4.7.) Wie wird ein Jüngling tseinen Weg unstråflich gehen? Wenn er sich hålt nach deinen (Gottes) Worten. (Ps. 119, 9.) freue dich, Jungling, in deiner Jugend, und laß dein Herz guter Dinge seyn in deiner Jugend, (aber) wille, daß did Gott um dies alles wird vor Gericht führen. Gedenke (daber) an deinen Schöpfer in deiner

Jugend, ehe denn die bösen Tage kommen, und die Jahre herzus treten, da du wirst sagen: Sie gefallen mir nicht! (Pred. Gal. 11,9. 12, 1.) Sey gern bei den Alten, und wo ein weiser Mann ist, zu dem halte dich. Höre gern Gottes Wort, und merke die Sprüche der Weisheit. Wo du einen vernünftigen Mann Riebeft, zu dem komme mit Fleiß, und gehe ftets aus und eln bei ihm. (Sir. 6, 35. 36.) Verachte das Alter nicht; denn wir gedenken, auch alt zu werden. Laß dich nicht klåger gånken, denn die Alten; denn sie habens auch von ihren Båtern gelernet, und von ihnen fannst du (auch wieder) lernen, wie du Touff antworten, wo es noth ift. (Sir. 8, 7. 11. 12.)

N. E. Fleuch die Lüfte der Jugend; jage aber nach der Ges rechtigkeit (Tugend), dem Glauben, der Liebe, dem frleben mit allen, die den Herrn anrufen von (mit) reinem Herzen. (2. Tim. 2, 22.) Ihr Jungen, reyd unterthan den deltesten, und haltet feft an der Demuth; denn Gott widerstehet den Hoffarthigen, aber den Demüthigen gibt er Gnade. (1. Petr..5, 5.) (Bibl. Gefcb. 214.) 97. Gegen Reisende und Fremde roll idi artig und gefädig, beiråthig

und behúlflich, aber auch vorsichtig und zurüchaltend seyn. Der Meusch, weß Landes oder Glaubens, fen mir Bruber! Doo Kluga beit ráth: Trau, schau, wem! *4., T. Die Fremdlinge roast du nicht fehinden (hart bes handeln) noch unterdrücken; denn ihr reyd auch Fremdlinge (auf Erden). (2. Mof. 22, 21.) Der fremdling soll bei euch wohnen wie ein Einheimischer, und du foaft ihn lieben wie dich selbst. (3. Mol. 19, 34.) Draußen mußte der Gast nicht bleiben, fondern meine

Thür that ich dem Wanderer auf. (Hlob 31, 30.) Bor einem Fremden thue nichts, was dich hihi bat; denn du weißt nicht, was daraus kommen möchte, (Sir. 8, 21.) Herberge

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nicht einen jeglidhen in deinem Bause; denn die Welt ift voll Up: treue und List. (Gir. 11, 30.)

R. E. Beyb gastfrei unter einanber ohne Murmeln (MU ren). (1. Petr. 4, 9.) (Bibl. Sesch. 12. 13. 107. 359.)

98. Den Vorfahren bin ich dankbare Anerkennung und Nachfolge, da Nachkommen Fürsorge und Vorarbeit schuldig. Rúdwarts und ou wärts meiner Liebe Bli&! Das Gute geb' und waðri von Sand is Hand, von Zeit zu Zeit!

4. T. Frage die vorigen Geschlechter, und nimm dir vor, du forsden (nå ber kennen zu lernen ihre Våter; (denn wir sind von gestern her, und wissen nichts); sie werden dich lehren, (Hiob 8, 8-10.), - Lasset ung loben die berühmten Leute und unsere Våter nach einander ! Biel herrliches Dinges hat der Here bei ihnen (und durch sie) gethan vom Anfang. Ble haben ihre Königreiche wohl regleret, und löbliche Thaten gethan; sie haben weislich gerathen und gewelslaget (gelehret); fie haben Land und Leute regleret mit Rath und Verstand (Kenntniß der drift; fie haben Musie gelernet, und geistliche Lieder gedichtet; fte find zu ihren Zeiten löblich gewesen, und bei ihrem Leben ge rühmt, und haben ehrliche Namen hinter sich gelassen. (Sir. 44, 1-5.7.8.) Was einer für ein Mann gewesen sey, das findet fidh an seinen Nachkommen. (Sir. 11, 29.) Jenen heiligen Leus ten, welcher Gerechtigkeit nicht vergessen wird, ist ein gut Erbe geblieben, sammt ihren Kindern. Ihre Nachkommen sind im Bunde (Der Tugend) geblieben, und um ihrettilen find (auch nod) ihre Kindesfinder får und für (gesegnet) geblieben; und ihr Lob wird nicht untergehen; sie sind im Frieden begraben, aber ihr Name lebt ewiglich; die Leute reden von ihrer Belshelt, und die Gemeine verkündiget ihr Lob. (Cir. 44, 10-15.)

99. Den Kranten soll id zarte Cheilnahme, forgfame Pilege und vets

ståndige Hülfe leisten. Von Gott ist Arzenei und Arzt! Die Hilfe bald und recht gesucht! Des Dulders lauter Schmerz und åbler Muth ermúde nimmer Liebe und Geduld!

4. T. Der Schroachen wartet ihr nicht, und die Kranken heis let ihr nicht, das Verroundete verbindet ihr nicht, fondern streng und hart herrschet (handelt) thr. (Hel. 34, 4.) - Beschwere did niot (alte es nidt får låtis), die Kranken zu besuchen: denn um deftilen wirft du geliebet werden. (Sir. 7, 39.) Ble

bringen das um, das ihnen gegeben wird; desgleichen auc, thre Weiber prassen davon, und geben weder den Armen noch den, Kranken etwas davon. (Barudy 6, 87.)

N. E. Die Starten (Gesunden) bedürfen dee Arztes nicht, sondern die Kranken. (Matth. 9, 12.) (Bgl. N. 71, Bibl. Gesch 33. 137. 139. 147. 218.284.226. 227. 228.-30. 837.238. 39. 245. 246. 249. 253, 258. 270. 275.324. 332, 339. 359.)

joo. Die Todten soll ich mit mäßigung betrauern , nicht zu früh bes

graben, und, als die vollendet haben, ebren und Iconen. Der Liebe Thräne ehrt das Herz, die Hoffnung tróste es! Pruntlos fey die Bestattung, Heiligtum das Grab, der lebte fromme unfo und Wil' Seler! Bon Lodten Gutes nur!

2. T. Beweise auch an den Todten deine Wohlthat. (ele. 7, 37.) Man Tod nicht zu sehr trauern über den Todten; denn er ist zur Ruhe kommen. (Sir, 22, 11.) Wenn einer stirbt: Po beweine ihn, und klage, als rey die groß Leib geschehen und vers hůde feinen Leib gebührlicherweise, und bestatte ihn ehrlich (a no ftåndig) zu Grabe. Du sollst bitterlich weinen, und Leid tras gen, darnach er gewesen ist, daß man nicht übel von dir reden moge; doch tröfte sich auch wieder ; denn da ift fein Wiederfom. men; es hilft ihm nicht, und du thuft dir Schaden. Sedente an ihn; (0od) wie er gestorben ist, so mußt du auch sterben. Gestern wars an mir; heute ists an dir. Well (wenn) der Todte nun in der Nube lieget: ro höre auch auf, feln (mit ju großer Betrübniß) zu gedenken, und tröste bid wieder über ihn, welt sela Gelft (nun einmal) von binnen geschieden ist. (ir. 38, 16-18. 22 – 24.) (Bibl. Gesch. 15. 17. 30. 31, 66, 105. 109, 180, 124. 190, 196. 331. 283. 382.)

101. Die Thiere fog td ernst beachten, mild beherrschen und weise

benußen, nie grausam quälen und ohne Noth sie toden. Om Thiere aud der Wunder Gottes viel! Uud sie von Gott zu frobem Seya bestimmt, und füblend Freud' und Schmerz! Für Dienst und Freude ihm Pflege, Nahrung. Freundlidkeit, dod nie unweise Bårtlicbeit und Segung zu Gefahr und Nachtheil!

2. E. (Jakob (prade zu Efau): Du erkenneft, daß ich zarte Kinder bei mir habe, dazu Bieh und säugende Kübe; wenn Me einen Tag übertrieben würden, würde die ganze Heerde stero ben. Und Jakob bauete ihm ein Haus, und machte (a uch) seinem

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Bien Hütten. (1. os. 33, 13. 17.) Wenn du findest ein Bor gelnest, auf einem Baume oder auf der Erde, mit Jungen oder mit Eiern, und daß die Mutter auf den Jungen oder auf den Eiern fibet: fo Tolst du nicht die Mutter mit den Jungen nehmen, sondern sogst die Mutter fliegen lassen, und (höchstens) die Jungen nehmen. (5. Mo. 22, 6.7.) Du folft dem Ohsen, A da drischet (für dich arbeitet), nicht das Maul verbinden. (5. Mof. 25. 4.) Du haft den Menschen zum Herrn gemad: über deiner Hånde Werk. Alles hast du unter seine Füße gethan, Schafe und Dosen, dazu auch die wilden Chiere, die Vögel unte: dem Himmel, und die Fische im Meer. (Pf.8, 7.-9.) (Gott ist er), der dem Vleh (a'u ch) sein Futter gibt, den jungen Ras ben, die ihn anrufen. (Pj.147, 9) Der Gerechte erbarmet sich seines Viehs; aber das Herz des Gottlosen lft unbarmherzig. (Spr. Sal. 12, 10.)---Hast du Vieh: ro warte fein, und tråge dirs Nußen: To behalte es ciudhe es zu erhalten). (Str. 7, 24.) CN. E." Rauft man nicht zwei Sperlinge um einen Pfennig? Noch (und doch) fådt derselben keiner auf die Erde ohne euern Bater (Gottes zulaffen). (Matth. 10, 19.) (gelus sprach): Welcher ist unter euch, dem sein Odyse oder Esel in den Brunnen fått, und er ihn nicht alsbald herausztebe (felbft) am Gabbathtage ? (Luk. 14, 5.)

2. Auch das leblore Gottes - oder Menschenwerk sou id achten, schos nen, pflegen. Der Baum vor allen mir ein Heiligthum! Aud keine Lehre, feine Blume ohne Noth zerknidt! Um Denkmal obet "anderm Bau nie Spur der Frevelhand! 1.2. T. Du foaft dle Baunie nicht verderben; denn du kannst davon effen; darum sollst du sie nicht (muthwillig) ausrotten. (5. Mol. 20, 19.) Groß sind die Werke des Herrn! Wer ihrer achtet, der hat eitel Luft datan. (Ps. 111, 2.) Des Gottlosen Lust ist Schaden zu thun, (Spr. Sal. 12, 12.) Ein einiger Bube verderbet viel Gutes. (Pred: Sal. 9, 18.) VỊ. Von der Sünde, der Besserung und den Heilsmitteln. 103. Der Mensch soll alle vorgenannte Gebote erfüllen, fündiget aber,

aus angeborner Sowache und Sinnlichkeit, und von Weltreiz und bófen Beispielen verführt oft und viel. Menfch, dein Name beißt Gebrechlichkeit! Der Seele Würd und Heil droht überall Sefahr! Bie angeerbt der Hang, so leicht der Fall, und groß die Schuld!

4. E. Das Didten und Trachten (Wollen und Stres

102.

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