Ҿ˹˹ѧ
PDF
ePub

Ben des mensdlichen Herzens ist böse von Jugend auf. (1. Mor. 6,5. 8. 21.) Kein Mensch ist, der nicht fündige. (2. Chron. 6, 36.) Wer wil einen Relnen finden bei denen, da keiner rein ist? (Hiob 14.4.) Sie sind allesamt abgewichen und allesamit untüchtig; da ist keiner, der (los) Gutes thue, auch nicht Einer. (Ps. 14, 3.) Wer kann merken, wie oft er fehlet? Verzeihe mir (á uch) die verborgenen Fehler! (Ps. 19, 13.) Wir baben gesåndiget, sammt unsern Bårern (Voreltern), wir haben mißgehandelt, und sind gottlos gewesen. (Ps. 106, 6.) Gebe nicht ins Gericht mit deinem Knecht; denn vor dir fft kein Lebendiger geredyt. (Pr. 143, 2.) Diese sechs Stücke basset der Herr, und am fiebenten bat er Gråuel : hohe (ft o lze) Augen i falsche Zungen, Håndé, die unschuldig Blut vergießen, ein Herz, das mit bösen Tücken um. gebet, Füße, die behende sind, Schaden zu thun, falscher Zeuge, der frech Lagen redet, und der (welcher) Sader zwischen Brůs dern anrichtet. (Spr. Sal. 6, 16-19.) Viele Menschen were den (als) fromm gerühmet; aber wer will finden Einen, det rechtschaffen fromm ist? Wer" kann sagen: Ich bin rein in met. nem Herzen, und lauter (frel) von Sünde? (Spr. Sal. 20, 6.9.) Es ist kein Mensch auf Erden, der (nur) Gutes thue, und nicht (auch) sündige. (Pred. Sal.7, 21.) Well nicht bald (pogleich) geschiebet ein Urtheil über die bosen Werke, Dadurch wird das Herz der Menschen voů (é ůh n), Bófes zu thun. (Pred. Sal. 8. 11.) Weise sind sie genug, Uebels zu thun, aber Wohlthun wollen fie nicht lernen. (Jer. 4, 22.) Die frommen Leute sind weg, und die Berechten sind nidt mehr. Der Sohn verachtet den Vater; die Tochter reket fich wider die Mutter; die Schnur ist wider die Schwieger, und des Menschen Feinde sind sein eigen Hausgesinde, (Mich., 2. 6.) Es ist keine Treue, keine Liebe, kela Wort Gottes im Lande, sondern Gotteslästern, Lågen, Morden, Steh len und Ehebrechen hat überhand genommen. (Hof. 4, 1. 2.)

N. T. von innen, aus dem Herzen des Menschen, gehen heraus böse Gedanken, Ehebruch, Hurerei, Mord, Dieberei, Gels,, Schalkheit, Lift, unzucht (Unmåßigkeit), Schalkss auge (Neid), Gotteslästerung (Få stersuchi), Soffarth, Uns

vernunft (Leichtsinn). Alle diese bösen Stüde geben von innen ; beraus, und machen den Menschen gemein (verunreinigen

und entwürdigen ihn). (Mark. 7, 21-23.) Der Geist (Vernunft und Herz) ift midig, aber das Fleisch (oer finn.

llohe Leil) ift schwach. (Mark. 14: 38.) Ber (öfters) ein de tout, der ift (wird am Ende der Bunde Knecht (eflav (Joh. 8, 34.) - Da ist nicht, der gerecht rey, auch nicht Eine denn es tit ble fein Unterschied, file find all jumal. Sünder, us mangeln des Ruhms, den sie an (bet) Gott haben sollte (Róm. 3, 10. 23.) Durch einen Menschen ist die Sünde fomm. in die Welt, und der Tod (o as Verderben) durch die Guns und ist also der Tod zu allen Menschen durchgedrungen, diem fle alle (auch nachber) gesündiget haben. (Rom. 5, 12.) 94 weiß, daß in mir, das ist, in meinem Fleische (meiner lige liden Natur) wobnet nichts Gutes. Woden babe ich woh aber Dolbringen das Gute finde ich nicht; denn das Gute, da ich will, das thue id (oft) nicht, sondern das Böse, dasid nicht wid, das thue ich Chåufig). Ich habe Luft an (iu) Get tes Gefeß nach dem inwendigen Menschen; id) sebe aber (100) ein ander Gereß in meinen Gliedern, das da wider streitet dem Ses feb in meinem Gemůche, und nimmt mich gefangen in der Sünde Gefeß. Ich elender Diensd, wer wird mich erlösen von dem leher be dieses Todes (oteser verderblichen Sinnlich feit)? (Róm. 7, 18. 19. 22-24.) Mit den bösen Menschen wird es je långer je årger; sie verführen und werden verführet. (2. Tim.3 13.) So wir sagen, wir haben keine eunde : so verführen (t å uf den wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns. (1. Joh. 1,8.) Wer Bünde thut, der thut auch Upredt, und (enn) die Bunde ift das Unrecht (Gerenwidrigkeit); (ja) alle Günde ist Untugend. (1. Joh. 3. 4. 5. 17.) Bir fehlen alle mannigfaltiglich; wer aber auch in keinem Worte fehlet, der ist ein vollkommener Mann, und kann (dann gewiß) audy den gangen Lelb im Zaum halten. (Jaf. 3, 2.) Wer da weiß Guter zu thun, und thut es nicht, dem ists Sünde. (Jak.4, 17.) (Bibl

. Gesch. 244. Bibl. Begeist. 51. 64. 73.)

104. Keine Sünde bleibt ungestraft; thre Folgen sind Gewissenduns

rube, vielerlei irdische Uebel, ein trauriges Loos jenseits. Der Uebel größtes ist die Schuld! Wie klein und elend ist der Sündene mensch! Wer rettet iha? Gott durch ihn selbst!

3. T. Wenn du fromm bift: so bift ou (Gott und Mens fchen) angenehm ;-bist du aber nicht fromm: so rubet (lauert) die Sünde (mit ihren Folgen) vor der Thüre; aber Ceben

darum) laß du ihr nicht Ihren Widen, sondern herrsche über fle. (1. Moj. 4, 7.) Wenn ich fündige: ro merfest du (Gott) es bald, und låsest meine Missethat nicht ungeftraft. Bin ich gotte los: so ist mir webe; bin ich aber auch) geredit: fo barf td (darum) doch mein Haupt nicht (ft o'l :) erheben, als der ich voll Schmach bin, und sehe mein Elend. (Hiob 10, 14. 15.) Der Gottlose bebet (tft in furcht) sein Lebenlang; was er höret, das (chredet ihn, und wenn es gleich Friede (Rubé umfer) ift, fürchtet er fich (do ch), der Verderber (Rå cher) komme. Glaubet nicht, daß er möge dem Unglück entrinnen; Angst und. Noth freden ihn, und schlagen ihn nieder; er wird nicht reich bleiben, und sein Gut wird nicht bestehen, und sein Glück sich nicht aus. breiten; Unfal wird nicht von ihm lassen; er wird ein Ende neh, men, wenn es ihm uneben (unwillkommen) ift, und fein Zweig (a uch seine Familie) wird nicht grünen (gedeihen). (Hiob 15, 20 - 98. 24. 29. 30. 32.) Der Gottlose hat viel Plage. (PP. 32, 10.) Den Gottlosen wird das Unglück róden. (Pl. 34, 22.) Das Heil (oie w abre lådseligkeit) fft ferne von den Gottlosen. (Ps. 119, 155.) Go du wiast, Herr, Bünde zurechnen, Herr, wer wird bestehen? (Ps. 130,3.) Der Gottlosen Weg ist wie Dunkel, und sie wissen nicht, wo fie fallen werden. (Spr. Sal. 4, 19.) Jedermanns Wege find ftracks (ganz offenkundig) vor dem Herrn, und er mißt Cerforscht) gleich alle ihre Gånge. Die Missethat des Gottlosen wird ihn fangen, und er wird mit dem Strick seiner Sünden gehalten werden. Er wird sterben (unglücklich werden), daß er sich nicht wid ziehen (beffern) lassen, und um feiner großen Thor. beit willen wird es ihm nicht recht wohl gehen (geråther in die Irre). (Spr. Gal. 5, 21--23.) So der Gerechte (fchon) auf Erden leiden muß, wie viel mehr der Gottlose und Bünder ! (Opr.Qal, 11, 31.) Unglück verfolget die Sünder; aber den Ger rechten wird Gutes vergolten. (Spr. Bal. 13, 21.) Gerechtige keit (Tugend) erhöhet ein Vole; aber die Sünde ist der Leute Verderben. (@pr, Sal, 14, 34.) Wer Unrecht fået, der wird Mübe (Unglåd) ernten. (@pr. @al. 22,8.) Wehe den Gotte loren! Es wird ihnen vergolten werden, wie sie es verdienen. (Jes. 3, 11.) Es ist deiner Bosheit Schuld, daß du so geftåupet wirft, und deines Ungehorsams, daß du so geftrafet wirst. Also mußt Du inne werden und erfahren, was für Jammer und Here

jeleid es bringet, den Herrn, deinen Gott, verlassen, und ihu nicht fürchten. (Jer. 2, 19.) . Welche Seele fündiget, die soll sterben (verderben)., (Herek. 18, 4) Womit Jemand sündiget, damit wirb er auch geplaget. (B. D, Weish, 11, 17.) Daß einer so verzagt ift, das macht seine eigne Bosheit, die ihn überzeuget und verdammet, und ein erschrocken Gewissen versiehet sich immerbar des Alergsten. (B. O. Weish. 17, 10. 11.) Dente nicht: Ich habe wohl mehr gesündiget, und ist mir nichts Bóses widerfahren; denn der Here ist wohl geduldig, aber er wird dich (drum) nicht ungestraft tassen. (Deßwegen) sey nicht so sicher, ob deine Sünde (gleich noch nicht gestraft ist, daß du darum får und für fündigen wolltest; denke auch nicht: Gott ist sehr barmherzig; er wird mide nicht {trafen, ich sånbige (aud), Ivie viel id will; (denn) er kann bald also zornig (en trů ftet) wers den, als gnädig er ist, und sein Zorn (Strafen) über die Gott. losen hat kein Aufhören. (Sir. 6.4-7.) Fleuch vor der eún, de, wie vor einer Schlange; dena so du ihr zu nahe kommft: so fticht fie didy. (Sir. 21, 2.). Wårest du auf Gottes Wege blte. ben, du båttest wohl immerbar in Frieden gewohnet. So lerne nun rechte Weisheit, auf daß du erfahrest, wer der rey, der lans ges Leben, Güter, Freude und Friede gibt. (Bar. 3, 13. 14.)

N. T. (Jesus (prach): Wenn ich nicht kommen wårë, und hätte es ihnen gesagt, (was unrecht ift): lo båtten sie Keine @únde; nun aber können sie nichts vorwenden, ihre Sünde zu entschuldigen. (Joh. 15, 22.) - Der Tod coas Verders ben) ist der Sünden Sold (Lobn); aber die Gabe Gottes ist das ewige Leben. (Róm, 6, 23.) Fleischlich (blos fiifolich) gefinnt seyn ist der Tod (bringt Eten); aber geistlich gesinnt seya ist Leben und Friede. Denn wo ihr nach dem Fleisch lebet: so werdet ihr sterben (elend werden) müssen; wo ihr aber durch den Geift. (religiösen Sinn) des Fleisches Geschäfte rødet (die sinne lichen Begierden unterdrückt): fo werdet ihr leben (gluds relig werden). (Rom. 8, 6. 13.) (Vgl. N. 10. 49. Bibl. Gesch. 3.4. 6. 13. 28. 37. 60.52. 63. 55. 56. 59. 71. 78. 87. 117. 118. 123. 129. 131, 134. 165. 175. 178. 205. 308. Bibl. Begeist, 60, 61.)

[ocr errors]

105. Der Mensch kann und soll sich bessern, und wenn er nicht in Sünden zurüdfådt, wird ihm Begnadigung und Vergebung zu Theil werden. Die Prüfung streng, die Neue ernst, die Befrung dauerhaft! Durch Christus hoff und such' und find'ich Heil!

4. E. Wohl dem, dem die Uebertretungen vergeben sind, dem die Sünde. bedecket (vérziehen) ift! Wohl dem Menschen, dem der Herr die Missethat nicht zurechnet, in deß Geist (nun weiter) kein Falsch ist! Ich bekannte meine Uebertretung, da vergabst du mir die Missethat. (Pl.32, 1, 2. 5.). Laß vom Bó. Ten, und thue Gutes, und bleibe (o abet) immerdar. (Pl. 37, | 27.) chaffe in mir, Gott, ein reines Hetf, und gib mir einen

neuen, gewissen Geist! Verwirf mich nicht von deinem Angesicht, und nimm deinen heiligen Geist nicht von mir! (Pl. 51, 12, 13.) Wer seine Missethat leugnet, dem wird nicht gelingen; wer sie aber bekennet und läßt, der wiro Barmherzigkeit erlangen. (@pr. Sal. 28, 13.) Maschet, reiniget eud; thut euer boses Wesen von meinen Augen; lasset ab vom Bören! (Jes. , 16.) Suchet den Herrn, weil er zu finden ist, rufet ihn an, weil er nahe ift! Der Gottlose lasse von seinem Wege, und der Uebelthäter reine Gedanken, und bekehre sich zum Herrn: so wird er sich sein erbars men; denn bei ihm ist viel Vergebung. (Jes. 55, 6. 7.) Ich bin barmherzig, spricht der Herr, und will nicht ewiglich zúrnen (streng seyn); allein erkenne (a uc), daß du wider den Herrn, deinen Gott, gefündiget hast. (Jer. 3, 12. 13.) Fraget, welches der gute Weg ley, und wandelt darinnen: so werdet ihr Ruhe finden für eure Seele. (Jer. 6, 16.) Bo fich der Gottlose be. kehret von allen seinen Sünden, und thut (fünftig) recht undwobl: so soll er leben (glúdlich repn) um der Gerechtigkeit (Tugend) willen, die er (nun) thut. Meinest du; daß ich Ges fallen habe am Tode (Elende) des Gottlosen, und nicht vielmehr (Daran), daß er sich befehre pon seinem bösen Wesen, und lebe? (Heref. 18, 21-23.) - Bebebret euch, ihr Sünder, und thut Gutes vor Gott, und glaubet, daß er euch Güte erzeiget! -(T06. 13, 7.) Schåme dich nicht, zu bekennen, wo du gefehlet haft. (Sir. 4, 31.) Verzeuch nicht, dich zum Herrn zu befehren, und schiebe es nicht von einem Tage auf den andern; denn sein Zorn (Strafe) kommt (zu weilen) plöblich, und er wirds råchen, und dich verderben. (Gir.5i 8.9.) Spare deine Buße (B efferung) nicht, 616 du frant werdest, sondern bessere dich, well du noch

« ͹˹Թõ
 »