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Rähme dich nicht des morgenden Tages; denn du weißt nicht (ein. mal), was heute sich begeben mag. (@pr. Sal. 37, 1.) Es ift alles ganz eitel! Was hat der Mensch mehr von aller seiner Můbe, die er hat unter der Sonne? Ein Geschlecht vergebet, das andere tommt; die Erde aber blefbet ewiglich. Was ifts, das geschehen ift? Eben das bernady geschehen wird. Was ists, das man ges than bat? Eben das man hernach wieder thun wird. Es ges Tahlehet nichts Neues unter der Sonne, Ich lab an alles Thun,

und siehe, es war alles eitel und Jammer. (Pred, Sal, 1, -4. - 9. 10, 14.) Ich sprach in meinem Herzen: Wohlan, ich will wohlleben und gute Tage baben! Ich that große Dinge ; ich bauete Bäuser, pflanzte Weinberge, machte mir Lustgårten, samma lete mir auch Gold und Silber, schaffte mir Wollust der Mens fchen; alles, was meine Augen wünschten, das ließ (gewåbrte) ich ihnen, und wehrte meinem Herzen keine Freude, und das hielt ich får mein Thell (loh n) von aller meiner Arbeit; da to aber ansah alle meine Werke, die meine Hand gethan hatte, und Müte, die ich gehabt, fiebe, da war es alles eitel und Jammer. (Pred. Sal. 2, 1. 4. 5. 8. 10. 11.) Eine böse Stunde macht, daß man aller Freude vergißt, und wenn der Mensch stirbt: To wird er innen, wie er gelebet hat. (Cir. 11, 28.) Es kann vor Abends wohl anders werden, weder (als) es am Morgen war. (@ir. 18, 26.) Es ist ein elend, jåmmerlich Ding um aller Menschen Ler ben von Matterleibe an, bis sie in die Erde begraben werden, die unser aller Mutter ift. Da ist immer Sorge, Furdt, Boffnung, und zulegt der Tod, sowohl bei dem, der in hohen Ehren Fibet, als bei dem Geringsten auf Erden, sowohl bei dem, der Seide und Srone trågt, als bei dem, der einen groben Kittel anhat. Da ist immer Zorn, Elfer, Widermårtigfelt (Widerftreben), Unfriebe und Codesgefabr, Neid und Zanf. Und wenn einer des Nachts auf seinem Bette ruben und schlafen soll, fallen ihm man. derlei Gedanken für (ein); wenn er gleid ein wenig ruhet: fo ifts doch nichts; denn er erscoridt (wenigstens) im Traume; und wenn er aufwacht und siehet, daß er sicher ift: so ift ihm, als (einem), der aus der Schlacht entronnen ist, und er ist wuna berfroh, daß die Furcht nichts ift gewesen. Solches widerfährt allem Fletído, beide Menschen und Wieb; aber den Gottlosen flen benmal mehr. (etr. 40,1-8)

M. E, les fletfa ift wie Ocas, und alle Berrlichkeit der

Menschen wie des Orases Blume. Das Oras ist verdorret und die Blume abgefallen! (1. Petr. 1, 94.) 4. Meidthum und Armuth. Der Gute immer reid, der Soledate immer 'arm! Nicht folg auf Ueberfluß, im Mangel nidt verzagt!

2. T. Habe ich das Gold zu meiner Zuversicht gestellet, und zu dem Goldklumpen gesagt:' Mein Trost! Sabe ich mich ger freuet, daß ich groß Gut hatte, und meine Hand allerlei erwore ben hatte ? (Hiob 31, 24. 25.) Laß dich nicht irren (befremo den und beunruhigen), 0b (wenn einer reich wird, ob die Herrlichkeit seine's Hauses groß wird; denn er wird Cooch) nichts in feinem Sterben mitnehmen, und seine Herrlichkeit wird ibm nicht nachfahren. (Pl. 49, 17. 18.) Das Gut des Reiden ift seine feste Stadt; aber die Armen machet die Armuth blode, (@pr. Sal. 10, 26.) Der Gerechte brauchet feines Guts zum (angenehmen) Leben; aber der Gottlose braucher seines Eins fommens zur Sünde. (Spr. Gal. 10, 16.) Wer sich (blos) auf seinen Reichthum verlåßt, der wird untergehen; aber die Ges rechten werden grågen wie ein Blatt. (Spr. Sal. 11, 28.) Mancher ist arm bei großem Gut, und Mancher ist (our ch 3 u. friedenheit) reich bei seiner Armuth. (Spr. Cal.13, 7.) Einen Armen bassen seine Nächsten (ady ten seine Berwandten ge. ring); aber die Reichen haben viel Freunde. (Opr. Sal. 14, 20.) Den Weisen ist ihr Reichthum eine Krone; aber die Thorheit der (auch noch so reichen) Narren bleibet Thorheit. (@pr. Bal, 14, 24.) Ein Armer redet mit Flehen (oe müthig); ein Reichet antwortet stolz. (Spr, Bal. 18; 23.) Ein Armer, der in seiner frommigkelt wandelt, ist besser, denn ein Verkehrter (Falscher) mit seinen Lippen, der doch ein Narr ift. (Spr. Sal, 19, 1.) Gut (Reid thum) machet viel Freunde; aber der Arme wird (oft) von seinen Freunden verlassen. Den Armen haslen nicht

Telten fogar) alle reine Brüder, ja auch seine Freunde (ent) 1 fernen sich aber Defto eber) von ihm, und wer sich auf ihre $ schönen Worte) verlåßt, dem wird Cooch) nichts. (Beffer:

So febr er bittet, erhålt er Do de feine Külfe). (pr, i Sal, 19, 4. 7) Wer Schåbe fammlet mit Lügen (Betrug), te wird

fehlen, und fallen unter die, die den Tod suchen. (Bes fer: Der geråth, einen Dunst verfolgend, in des Berderbens Stride). Wer gerne in Wollust lebt, wiro mangela (endlich Mangel leiden), und wer Bein und der

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liebt (schwelgo), wird nicht reich. (Spr. Sal. 21, 6. 17.) Reiche und Arme müssen unter einander reyn; der Herr bat fie alle gemacht. (Spr. Sal. 29, 2.) Es ist besser ein Urmer, der in seiner Frömmigkeit gebet, denn ein Reicher, der in verkehrten Wegen gehet. (Spr. Gal. 88, 6.) - Verlaß dich nicht auf deio nen Reichthum, und denke nicht, ich habe genug für mich. Folge Deinem Muthwillen nicht, ob du es gleich vermagft, und thue nidht (alles), was dich gelüftet, und denfe nicht: wer wil mirs webren? Denn der Herr, der oberste Kåcher, wirds råchen (beftrafen), (Sir. 5, 1-3.) Der Arme wird geehrt um seiner Klugheit widen, und der Reiche um seiner Güter willen. Ist aber die Klugheit löblich an einem Armen, wie viel mehr an einem Reichen; und was einem Reichen übel anstehet, das febet viel mehr dem Armen übel an. (Str. 10, 33. 34.) Stecke dich nicht in mancherlei Håndel (Sewerbe); denn wo du dir (iu) mancherlei vornimmst, wirst du nicht viel daran gewinnen. Wenn du gleich fast (eifrig darnach ringest: ro erlangest du es doch nicht; und wenn du gleich bler und da flicfest' (nachhilfft): lo fommst du doch nicht ohne S daden) heraus, Mander lågt es ihm sauer werden, und eilet zum Reichthum, und bindert sich nur selber damit. Dagegen thut Mancher gemach, der wohl Hilfe bedürfte, und ist dazu schwach und arm; (aber) den fieht Gott an mie Gnaden, und hilft ihm aus dem Elende, und bringet ihn zu Ehren, daß sich sein viele verwundern. (Darum bleibe in Gottes Wort, und übe dich darinnen, und behatre in deinem Beruf, und laß dich nicht trren, wie die Gottlosen nach Gut trachten. Oprich (o aber weder): Was hilft mich, und was habe ich diewell? (noch auch): Id habe genug! Wie fann mirs fehlen? (Gir. 11, 10-13. 20. 24. 25.) Der Reiche thut unrecht, und troket noch dazu, aber der Arme muß leiden, und baju danten. So lange du ihm (dem Reiden) nuke bift, braucht er dein; aber wenn du nicht mehr (nå gen) fannft: To låffet er dich fahren. Weil da haft: To zehret er mit dir, und es bekümmert ihn nichts, daß du verbir best. Wenn er dein bedarf, fann er dich fein åffen (mißbrauden), fåchelt oich an, verheißet dir viel, und gibt dir die besten Worte, und spricht: Bedarfs du etwas? Und ladet dich einmal oder drei zu Saft Betrüglid, bis er dich um das Deine bringt, und spotte Dein zulebt; und went er gleich deine Moth fiebet, låßt er sich doch fahren, und schüttelt den Kopf über dich. Darum Rehe 39, daß dich deine Einfältigfelt

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nidht betrüge und in Unglück bringe. (Str. 13,411.) Wenn der Reiche fallen will: so helfen ihm seine Freunde auf; wenn (aber) der Arme fått, stoßen ihn auch seine Freunde zu Boden. Wenn ein Reicher nicht recht gethan hat: so find viele, die ihm åberhelfen; wenn er sich mit Worten vergriffen (vergangen) hat: so muß mans lassen recht reyn; wenn aber ein Armer nicht récht gethan bat: so kann mans aufmußen, und wenn er gleich weislich redet: fo findet er doch keine Statt. Wenn der Velde rédet: so schweiget Jedermann, und fein Wort hebt man in den Himmel; wenn aber der Arme redet: ro spricht man (ver&cht. 11d): Wer ist der? iind wenn er fehlet: ro muß er herhalten, (Oir. 13, 25-29.) Reichthum ist wohl gut, wenn man ihn obne únde brauchet; aber Armuth des Gottlosen lehret ihn (auch) viel Böses. (Sir, 13, 30.) 5. Rieben und Schweigen. Mein freundlich oder ernstes Wort, ie

wie es mir und andern frommt! Wenn es nicht nurt, schließ! Klugheit oder Liebe mir den Mund!

2. E. Benn er lange geredet, muß er nicht auch hören? Muß denn ein Wäscher immer Recht haben? Mafen die Leute (zu) deinem großen Schwåßen (itets) schweigen, daß du sporteft, und Niemand dich beschåme? (Blob 11, 2. 3.) Wolte Gott, ihr schwieget : fo würdet (wåret) ihr weise! (Klob 13, 5.) Herr, behüte meinen Mund, und bewahre meine Lippen (vor Börém)!

(Pf. 141, 3.) Bo viel Worte find, da gebet es ohne unde !. nicht ab; wer aber seine Lippen (zu rechter Zeit vom Reden

zur á d.) hålt, der ift klug. Des Gerechten Zunge ift (nie) toftlich Silber; aber der Gottlosen Herz ist nichts (werth). Die Lippen der Gerechten lehren hellfame Dinge (mit Güte), aber der Gottlosen Mund ist verkehrt (falfch). (@pr. Sal. 10, 19. 20. 32.) Wer seinen Mund bewahret, der bewahret fein Leben; Wer aber mit seinem Maul herausjährt, der kommt in Schrecen (Verlegenheit). (Spr. Sal. 13, 3.) Der Weisen Zunge machet die Lebre lieblic; der Narren Mund spelet eitel Narrbeit, Cine heilsame Zunge ist ein Baum des Lebens; aber eine lügen. bafte machet Herzeleid. Der Weisen Mund ftreuet guten Rath; aber der Narren Herz ist nicht also. (@pr. Sal. 15, 2, 4.7.) Mancher kommt zu großem Unglück durch sein eigen Maul. (Spr. Sal. 16, 26.) Ein Bernünftiger måßiget reine Rede. Ein Narr, wenn er schwiege, würde auch weiser gerechnet (geachtet), und perfåndig, wenn er das Maul hielte. (@pr. Sal. 17, 27. 98.)

10, 14.)

Die Lippen des Narren bringen Sant, und sein Mund ringet nad dlågen. Der Mund des Narren fahadet ihm selbst, und seine Lippen faben seine eigne Seele (gefå brden sein Leben). Els nem Manne wird vergolten, darnach sein Mund geredet hat, und wird gefåttiget von der Frucht reiner lippen, Tod und Leben stehet in der Zunge Gewalt. (Spr. Sal. 18, 6.7, 80, 81.) Wer Mund und Zunge bewahret, der bewahret feine Seele vor Angst. (pr. Sal. 21, 83.) Ein Wort, geredet zu seiner Zeit, ift wie goldene Pepfel in filbernen Gchaten (nüglich und angenehm iu greid), (Spr. Sal. 95, 11.) Ein Narr schüttet seinen Seif gar aus; aber ein Welser hålt an sich. Slebest du einen schnell zu reden, da ist an einem Narren mehr Hoffnung, denn an ihm. (Opr. Sal. 29. 11. 20.) Sey nicht schnell mit deinem Munde, und laß dein Herz nicht eilen, etwas zu reden; laß deiner Worte wenig renn; denn wo viel Worte sind, da höret man den Marren, (Pred. Sal. 5, 1.2.) Ein Narr macht viel Worte. (Pred. Gal.

Sey bereit, zu hören, und antworte, was recht ift, und übereite dich nicht. Verstehest du die Sache: so unters richte deinen Nächsten ; wo nicht: so halte dein Maul zu; denn Reden bringet Ehre, und Reden bringet aud Schande, und den Menschen fållet (ft årzt oft) seine eigene Zunge.(Str.5, 13-15.) Es strafet (tabelt) einer oft seinen Nächsten zur Ungelt, und er tbåte weislicher, wenn er schwiege; ( od)) ist besser, frei (smů. tbig) ftrafen (tadeln), denn beimlich saß tragen, und mers zu Dank annimmt, dem bringt es Frommen (Nußen). Der Eine schweigt darum, daß (neil) er sich nicht kann verantwors ten; ein anderer aber schweiget, und wartet seiner Zeit. Ein welser Mann schweiget, bis er seine Zeit ersiehet, aber ein jaher (voreiliger) Narr kann der Zeit nicht erharren. Ein grober, ungezogener Mensch plaudert unborsichtiglich, und waschet immer fort, wie es ihm eiafält. Wenn ein Narr schon (zuweilen a uch) etwas Gutes redet: so tauget es doch nicht; denn er redet es nicht zu rechter Zeit, (Cir. 20, 1-7.21.22.) Die Rede

, , des Narren drůcket wie eine Last auf dem Wege; aber wenn ein welfer Mann redet, das ift lieblich zu hören. Die unnúßen Mås scher plaudern, das nichts zur Sadie dienet; die Weisen aber be wegen ihre Worte mit der Goldwage. Die Narren haben ihr Herz im Maul; aber die Weisen haben ihren Mund im Herzen. Ein Narr lachet überlaut; ein Weiser låchelt ein wenig. (Sir. 21, 19.87–29.) 0. daß id tönnte ein Schloß an meinen Mund

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