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nidht betrüge und in Unglück bringe. (Str. 13,411.) Wenn der Reiche fallen will: so helfen ihm seine Freunde auf; wenn (aber) der Arme fått, stoßen ihn auch seine Freunde zu Boden. Wenn ein Reicher nicht recht gethan hat: so find viele, die ihm åberhelfen; wenn er sich mit Worten vergriffen (vergangen) hat: so muß mans lassen recht reyn; wenn aber ein Armer nicht récht gethan bat: so kann mans aufmußen, und wenn er gleich weislich redet: fo findet er doch keine Statt. Wenn der Velde rédet: so schweiget Jedermann, und fein Wort hebt man in den Himmel; wenn aber der Arme redet: ro spricht man (ver&cht. 11d): Wer ist der? iind wenn er fehlet: ro muß er herhalten, (Oir. 13, 25-29.) Reichthum ist wohl gut, wenn man ihn obne únde brauchet; aber Armuth des Gottlosen lehret ihn (auch) viel Böses. (Sir, 13, 30.) 5. Rieben und Schweigen. Mein freundlich oder ernstes Wort, ie

wie es mir und andern frommt! Wenn es nicht nurt, schließ! Klugheit oder Liebe mir den Mund!

2. E. Benn er lange geredet, muß er nicht auch hören? Muß denn ein Wäscher immer Recht haben? Mafen die Leute (zu) deinem großen Schwåßen (itets) schweigen, daß du sporteft, und Niemand dich beschåme? (Blob 11, 2. 3.) Wolte Gott, ihr schwieget : fo würdet (wåret) ihr weise! (Klob 13, 5.) Herr, behüte meinen Mund, und bewahre meine Lippen (vor Börém)!

(Pf. 141, 3.) Bo viel Worte find, da gebet es ohne unde !. nicht ab; wer aber seine Lippen (zu rechter Zeit vom Reden

zur á d.) hålt, der ift klug. Des Gerechten Zunge ift (nie) toftlich Silber; aber der Gottlosen Herz ist nichts (werth). Die Lippen der Gerechten lehren hellfame Dinge (mit Güte), aber der Gottlosen Mund ist verkehrt (falfch). (@pr. Sal. 10, 19. 20. 32.) Wer seinen Mund bewahret, der bewahret fein Leben; Wer aber mit seinem Maul herausjährt, der kommt in Schrecen (Verlegenheit). (Spr. Sal. 13, 3.) Der Weisen Zunge machet die Lebre lieblic; der Narren Mund spelet eitel Narrbeit, Cine heilsame Zunge ist ein Baum des Lebens; aber eine lügen. bafte machet Herzeleid. Der Weisen Mund ftreuet guten Rath; aber der Narren Herz ist nicht also. (@pr. Sal. 15, 2, 4.7.) Mancher kommt zu großem Unglück durch sein eigen Maul. (Spr. Sal. 16, 26.) Ein Bernünftiger måßiget reine Rede. Ein Narr, wenn er schwiege, würde auch weiser gerechnet (geachtet), und perfåndig, wenn er das Maul hielte. (@pr. Sal. 17, 27. 98.)

10, 14.)

Die Lippen des Narren bringen Sant, und sein Mund ringet nad dlågen. Der Mund des Narren fahadet ihm selbst, und seine Lippen faben seine eigne Seele (gefå brden sein Leben). Els nem Manne wird vergolten, darnach sein Mund geredet hat, und wird gefåttiget von der Frucht reiner lippen, Tod und Leben stehet in der Zunge Gewalt. (Spr. Sal. 18, 6.7, 80, 81.) Wer Mund und Zunge bewahret, der bewahret feine Seele vor Angst. (pr. Sal. 21, 83.) Ein Wort, geredet zu seiner Zeit, ift wie goldene Pepfel in filbernen Gchaten (nüglich und angenehm iu greid), (Spr. Sal. 95, 11.) Ein Narr schüttet seinen Seif gar aus; aber ein Welser hålt an sich. Slebest du einen schnell zu reden, da ist an einem Narren mehr Hoffnung, denn an ihm. (Opr. Sal. 29. 11. 20.) Sey nicht schnell mit deinem Munde, und laß dein Herz nicht eilen, etwas zu reden; laß deiner Worte wenig renn; denn wo viel Worte sind, da höret man den Marren, (Pred. Sal. 5, 1.2.) Ein Narr macht viel Worte. (Pred. Gal.

Sey bereit, zu hören, und antworte, was recht ift, und übereite dich nicht. Verstehest du die Sache: so unters richte deinen Nächsten ; wo nicht: so halte dein Maul zu; denn Reden bringet Ehre, und Reden bringet aud Schande, und den Menschen fållet (ft årzt oft) seine eigene Zunge.(Str.5, 13-15.) Es strafet (tabelt) einer oft seinen Nächsten zur Ungelt, und er tbåte weislicher, wenn er schwiege; ( od)) ist besser, frei (smů. tbig) ftrafen (tadeln), denn beimlich saß tragen, und mers zu Dank annimmt, dem bringt es Frommen (Nußen). Der Eine schweigt darum, daß (neil) er sich nicht kann verantwors ten; ein anderer aber schweiget, und wartet seiner Zeit. Ein welser Mann schweiget, bis er seine Zeit ersiehet, aber ein jaher (voreiliger) Narr kann der Zeit nicht erharren. Ein grober, ungezogener Mensch plaudert unborsichtiglich, und waschet immer fort, wie es ihm eiafält. Wenn ein Narr schon (zuweilen a uch) etwas Gutes redet: so tauget es doch nicht; denn er redet es nicht zu rechter Zeit, (Cir. 20, 1-7.21.22.) Die Rede des Narren drůcket wie eine Last auf dem Wege; aber wenn ein welfer Mann redet, das ift lieblich zu hören. Die unnúßen Mås scher plaudern, das nichts zur Sadie dienet; die Weisen aber be wegen ihre Worte mit der Goldwage. Die Narren haben ihr Herz im Maul; aber die Weisen haben ihren Mund im Herzen. Ein Narr lachet überlaut; ein Weiser låchelt ein wenig. (Sir. 21, 19.87–29.) 0. daß id tönnte ein Schloß an meinen Mund

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legen, und ein feft Siegel auf mein Maul drůden, daß ich dadurch nicht zu Falle (Schaden) fåme, und meine Zunge mid niat der. derbete! (Gir. 28, 33.) An den Früchten metfet man, wie des Baumes gewartet ist; also merket man an der Rede, wie das Herz geschickt (beschaffen ist. Ein Gottesfürchtiger redet alle zeit, das heilsam ift; ein Narr aber ist wandelbar wie der Mond. Des Narren Rede ist über die Maßen verdrüßlich, und ihr Lachen (@derien) lft eitel Súnde, und sie fübeln sich doch damit. (Sit. 27, 7. 12. 14.) Werde der Sache gewis, darnach rede davon ; laß dich vorber wohl lebren: so kannst du (wob1) ante worten. (Sir. 33, 4.)

N. T. Wie könnt ihr Gutes reben, dieweil ihr böse lepo? Weß das Herz voll ist, deß gebt der Mund über. (Matth. 19, 34.) - Eure Rede rep allezeit lieblich und mit Salz gewürzet (treffend und fråftig), daß ihr wisset, wie ihr einem Jego lichen antworten fout. (Rol. 4, 6.) So id Jemand unter euch låsset důnken, er dlene Gott (fey ein rechter Gottesvers ebrer),, und hålt (auch nur). seine Zunge nicht im Zaum, roma dern verführet (tausdhet dadurch) sein Herz, deß Gottesdienst ist eitel (wertblos). (Saf. 1, 26.) Die Zunge ist ein klein Glied, und richtet (Doch) große Dinge an. Ein klein Feuer, welch einen Wald zůndet es an! Und die Zunge ist auch ein Feuer, eine Welt voll ungerechtigkeit. Also ist die Zunge unter unfern Gliedern, und beflecket (ich åndet zuweilen) den ganzen Leib, und zündet an allen unsern Wandel (wird verderblich und qualvoll fürs Leben), wenn fie von der Hölle Ceines boren Herzens) entzündet ist. (Jaf. 3. 5. 6.) 6. Seselsdaft und umgang. Gern nah' den Brüdern id, doch ohne

Vorsicht nie. Groß ist der Beispiels Macht! Der Weg mit Guten führt zu Ehr’ und Glúc, mit Bösen nur zu Schmad und Leid!

4. E. So balte mich zu denen, die did farchten, und deine Befehle halten. (Pr. 119, 63.) Wer mit Welsen umgehet, der wird welse; wer aber der Narren Geselle ist, der wird Unglüd baben. (Spr. Sal. 13, 20.) Gehe von dem Narren; denn du lernest nichts von ihm. (Spr. Sal. 14, 7.) S8 nicht Brod bei einem Neidischen, und wünsche dir feine Speise nicht; denn wie ein Gespenst (Qualgeif) ift er inwendig; er spricht (wobl): SB und trink! und sein Herz ist doch nicht an dir (für dich), und du mußt deine freundlichen Worte verloren (versch wendet ha. ben. Dein Herz folge nicht den @úndern, sondern sey såglid ia

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der Furcht des Serrn. (Spr. Bal. 63, 6. 8. 17.) Folge aldt
bösen Leuten, und wünsche nicht, bei Ihnen zu seyn; denn ihr
Herz trachtet nach Schaden, und ihre Lippen rathen zum Unglåd.
(@pr. Bal. 24, 1. 2.) Es ist besser Zwet denn Eins; denn i
genießen (erfreuen sich dabei). threr Arbeit wohl. få
ihrer einer: so hilft ihm sein Gefelle auf. Einer mag übermål
tiget werden; aber zwei mögen widerstehen; denn eine dreifältige
nur reißt nicht leicht entzwei. (Pred. Sal. 4. 9. 10. 12.)
Es ist besser, in das Klaghaus geben, denn in das Trinkhaus;
(Denn) in jenem ist das Ende aller Menschen (ichtbar), und
der Lebendige nimmts zu Herzen. Es ift Trauern besser, den
Lachen; denn durch Trauern wird das Herz gebessert. Das Seti
des Welfen ift (o aber gern) im Klaghaus, und das Berz des
Naxren im Haus der Freuden. Es ist beffer hören das Schelten
des Weifen, denn hören den Gesang des Narren. (Pred. Sal. 7,
3-6.) Wir wollen mit euch geben; denn wir hören, daß Gott
mit euch ift. (Sach. 8, 83.) Wandere nidt mit einem Todrůb.
nen, daß er dich nicht in Unglück bringe; denn er richte an, was
er mid: so mußt du denn um seiner Thorheit wilen (jugleid
mit) Schaden leiden. (elr. 8, 18.) Wenns einem wohl gehet,
Das verdreußt seine Feinde'; wenns aber übel gebet: ro melden
(oft) auch die Freunde von ihm. Traue deinem (Odein)
Freunde nimmermehr; denn gleichwie das Eisen immer rostet, also
låßt er auch seine Tücke nicht; und ob er sich schon neiget und
bůcket: ro halte doch an dich, und hůte dich vor ihm; und wenn
du gleich an ihm poltertest, wie an einem Spiegel : so bleibt er
doch rostig. Beuch ihn (aber nicht zu dir, daß er dich nicht
megftoße, und trete an deine Statt. Geße ihn nicht neben dich,
daß er nicht nach deinem Stuhle trachte. Gleich als wenn ein
Schlangenbeschwörer gebissen wird, das jammere Niemand, all
(eben so wenig als das, fo einer mit wollden Thieren umgebet,
und von ihnen zerrissen wird; also gehts auch dem, der sich an
Gottlose hånget, und in thre Sünde menget. Er (der Octedyte)
bleibet wohl eine Weile bel dir; aber wenn du ftrauchelft (in
Noth geråth ft): To beharret er nicht. Der Feind gibt wohl
gute Worte, und (bes) Flaget dich Tehr, und stellet fich freundlia,
Fann auch dazu weinen; aber im Herzen denfet er, 'rote er dich
in die Grube fålle (ju Grunde richte). Will dir Jemand
Schaden than: fo ift er der erste (Mitgehålfe) ftedet fick
Owar), als wollte er die helfen, und fådet dic (000) mendja

Iings (arbeiter im Rüden, an deinem Berderben). Seinen Kopf wird er (dann) schütteln, und in die Faust lachen, und deiner (potten. (Bir, 12,8-19.) Wer Ped angreift, der besudelt sich damit, und wer sich gefellet zum Hoffarthigen, der lernet Soffarth. Geselle dich nicht zum Gewaltigen und Reichen; du ladest sonst eine schwere Last auf dich. Was soll der irdene Topf bei dem ehernen? Wo fie an einander stoßen: lo zerbricht er. Wenn dich (baber) ein Gewaltiger wil zu fich sieben: lo weigere dich; sonst wird er dich desto mehr zu ihm ziehen. Drånge did (noch weniger) selbst zu ihm, daß du nicht verstoßen (surůdgewiesen werdeft; filehe es (aber) auch nicht zu sehr, daß man dich zur Noth brauchen könne. Wehre (weigere) dich ( war) nicht, so er dir etwas (Núblidhes) befiehlet; aber vero laß dich nicht darauf, daß er (mit) dir sehr gemein ist; denn er versucht dich (nur) damit, und mit seinen freundlichen Gebehrden bolet er dich aus. Wenn er ungnådig wird: so bleibet es nicht bei solchen freundlichen Worten, und (er) scherzet nicht mit Stras fen und Gefängnis. Darum húte dich, und siehe dich wohl vor, Du lebest in großer Gefahr. Ein jeglich Thier hålt sich zu seines gleichen ; so soll (a uch) ein jeglicher Mensch sich gesellen zu seines gleichen. Es ist (aber) eben, als wenn sich der Wolf zum Schaf gesellet, wenn ein Gottloser sich zum Frommen gesellet. (Gir. 13, 13. 12-21.)

N. E. So Jemand ift, der sich låßt einen Bruder (Mits ohriften) nennen, und ist ein Kuret, oder ein Geiziger, oder ein Låsterer, oder ein Trunkenbold, oder ein Räuber, mit demselbigen follt ihr nicht efsen (eine Gemeinschaft haben). Thut von eud hinaus, wer da böse ift. (1. Kor. 6, 11, 13.) Sieber nicht am fremden (ungleichen eafter, Joch mit den Unglåubigen; denn was hat die Gerechtigkeit (Tugend) für Genieß (ersprieß. liche Gemeinschaft) mit der Ungerechtigkeit (dem Lafter)? Was hat das Licht für Gemeinschaft mit der Finsterniß? Wie ftimmet Christus mit Beltal (dem Böllenfúrsten)? Oder was für ein Thell hat der Gläubige mit dem Ungläubigen? Darum gehet aus von ihnen, und sondert euch ab, spricht der Herr : fo will ich euch annehmen, und euer Vater seyn, und ihr sollt meine Söhne und Tochter seyn. (. Kor. 6, 14. 15. 17. 18.) Wir ges bieten euch in dem Namen (auf Befehl) unsers Herrn Jesus Christus, daß ihr euch entzlehet von allem (jedem) Bruder, der Da unordig (unfittlid) wandelt, und nicht nach der Gabung

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