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(Borsdrift), die er von uns empfangen hat, ep aber Jemand nicht geborsam ist unserm Wort: lo habt nichts mit ihm zu schaf fen, auf daß er schamroth werde; doch haltet thn nidt als einen Feind, sondern dermahnet ihn als einen Bruder: (e. Theff. 3, 6. 14. 15.) (Bgl. p. 559.) 7. Weisheit und Thorheit. Gemengt im Ganzen und im Ginzelnen

find sie! Ein jeder hat von jeder sein besoeidnes Theil! Je mehr die Wage für die erstre übersclågt, um desto größer Werth und Ruhm 'und Glúc !

Laß dein Ohr auf Weisheit Acht haben, und neige dein Herz mit Fleiß dazu. Ulsdann wirst du (audi) die Furcht des Herra vernehmen (in dein Herz aufnehmen), und Gottes Erkennt. niß finden. Dann wirst du verstehen Gerechtigkeit und Kedi und Frómmigkeit und allen guten Weg, daß du nicht geratheft auf den Weg der Bösen, noch unter die verkehrten Schmåger, die da berlassen die rechte Bahn, und gehen finstere Bege; die fico freuen, Boses zu thun, uno fino fröhlich in ihrem bösen vertebro ten Wesen. (Spr. Sal. 3, 06.9.19-14.) Wohl dem Mens Ichen, der Weisheit findet! Langes Leben ist zu ihrer Rechten; jur ihrer Linken ift Reichthum und Ehre. Shre Bege find liebliche Wege, und alle ihre Stefgé find Friede (führen zur Glådser ligkeit). Sie ist ein Baum des Lebens allen, die sie ergreifen; und selig sind, die sie halten (1hr treu bleiben). Die Welsen werden Ehre erben; aber wenn die Narren Caud) hoch kommen: so werden Re (am Ende) doch zu Schanden. (Opr. Sal. 3, 13.16-18.35.) Strafe (table) den Spötter nicht, er hafset dich (fonft); ftrafe (weise aber zurecht) den Welfen, det wird dich fiebén. (Spr. Sal. 9.8.) In (auf) den Lippen des Berständigen findet man Weisheit; aber auf den Rücken des Narren gehört eine Puthe. (Spr. Sal. 10, 13.) Eln Kluget thut alles mit Vernunft; ein Nare aber breitet Narrheit aus. (Spr. Sal. 13, 16.) Die Narren treiben Gespótt mit der Süns de; aber die Frommen haben Luft an den frommen. Ein Beifer fürchtet sich Cift vorsichtig), und meidet das Arge; ein Nart aber fåhret hindurch dürftiglich (Den Thoren prest Unbelo mu nenbeit Ehránen aus). (Opr. Sal. 14, 9. 16.) Ein Flus ges Herz Handeli bebåthriglich; "aber die Fühnen Marren regieren Chandeln närrisch. Dem Shoren ift dfe Thorbeit eine Freude; aber ein verständiger Mann bletbet auf dem rechten Wege. Die Xnfølåge-wecden zu nicbte, wo nicht Rath (ueberlegung) ift;

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freuen kann. Denn (aber an. Das Rechte, der Thor das Schlechte). Ob

wo aber viel (reile) Rathgeber find, bestehen (gelingen) fie. (@pr. Sal. 15, 14. 21. 22.) Schelten schrecket mehr an

Ein ernfter Verweis wirft mehr bei dem Verfån 1

digen, denn hundert Schlåge an dem Narren, (Spr. Gal. 17, 10.) Bie der Schnee im (jum) Sommer, , und Regen in (u) der Ernte, also reimit fich (ju) dem Narren Ebre nicht. Wer einem Narren Ehre anleget (erweiler), das ist, als went einer einen Edelftein auf den Rabenstein (Steinbaufen über einem Grabe) würfe (0. h. es ist nuklos). (Spr. Sal. 26,

' 1, 8.) Wenn du den Narren im Mörser jerstießeft mit dem 1

Stampfel mie Orije: lo lleße doch seine Narrheit nicht von ihm. (@pr. Sal. 27, 02.) Wenn ein Welser mit einem Narren zu bandeln kommt, er júrne oder lache (in Ernst oder der:): fo hat er nimmer Ruhe. (Spr. Sal. 29, 9.) Ein arm Kind, das (arm geborner Metild), der) weile eft, fft besser, denn ein alter Konig (Vornehmer und Reicher), der ein Narr ist, und wels sich nicht zu húten (ich nicht beffern 180). (Pred. Sal. 4, 13.) Weisheit ist gut (wenn sie verbunden ist) mit einem Erbgut, und (beides vereint) hilft, daß sich einer (wie) die Belsheit beschirmet, To beschirmt Geld (in mander inftdt) aud; aber die Weisheit gibt das Leben (Doch hobere Glüdseligkeit) dem, der fle (und wenn auch nur allein) hat. (Pred. Sal. 7, 12, 13.) Weisheit ift besser, denn Stärke noch ward (ledoo) des Armen Weisheit (oft) verachtet, und feinen Worten nicht gehorcher." Das macht, der Welsen Worte gelten mehr (nur bei) den Stillen (Besonnenen), denn det (großen Herten dreten (Machtgebot) bei den Narren. (Pred. Sal. 9, 16. 17.) Des Wellen Herz ist zu seiner Rechten; aber des Narren Herz ift zu seiner linken (der Rluge mod 10 und råth ) (aber gleto) der Mart selbst närrisch Ift fo feinem Thun, doch bålt er Jedermann får Narren. (Preb. Sal. 10, 2. 3.) - Die, so die Weisheit nicht achten, haben nicht allein den Schaden, daß Re das Gute nicht kennen, sondern lassen auch ein Gebächtnis hins ter fich, daß sie nicht mögen verborgen bleiben in dem, darin file frre gegangen sind. Uber die Weisheit errettet die aus aller Můbe (Verlegen beit), die Rich an site halten. (B. d. Belsh. 10,8. 9.) Diene einem Narren in seiner Sache nicht, und plebe Teine Dewalt nicht an. (Sir. 4, 32.) Mit Narren balte' teinen Rath;

denn es gehet ihnen die Belehrung) nicht zu Herzen. Cole

. 8, 20.) Das Wort Gottes ist der Brunn der Weisheit, und was enige Gebot ist ihre Quelle. Dem Gottlosen (aber) ift Gotts Wort ein Gråuel;, denn es ist ein Schak der Weisheit, der ihr! verborgen ist. (Sir, 1, 5. 31.) Die Weisheit des Geringen brin get ihn zu Ehren, und lebet ihn bei die Fürsten. (Sir. 11, 1.) Eln weiser Mann, der sich nicht. (nů k lich) brauchen läßt, un ein vergrabner Sca, woju find beide núbe? Es ist besser, das fich der Unweise verfrieche (unthårig verbalte), denn der Beise

. 1. (Sir. 20, 32. 33.) Etliche sind vernünftig genug, richten aber das

mit (Dod) viel Unglúds an. (@ir, 91, 15.) Eives weisen Mannes Lehre fließt daher wie eine Fluth und wie eine lebendige Quelle; des Marren Herz (aber) ist wie ein Topf, der da rinnt (ausi lauft), und es kann keine Lehre halten. Wenn ein Bernünfti ger eine gute Lebre höret: so lobet er fie, und breitet sie aus; höret sie aber ein Muthwilliger; so mißfält sie ihm, und er wirft sie hinter sich adytet ihrer nicht). Im Rath hat man Adit, was der Belse redet, und was er redet, das gilt. (Sir, 21, 16-18. 20.) Wenn man einen Narren ziehen mid: so ftellet

er fich, als wollte man ihm fesseln an Sånde und Füße legen; - aber ein Wélser achtet es für einen güldnen Schmuck. (Sir. 21, 22. 23.) Ein Narr läuft frei einem ins Hauss aber ein Vers nünftiger scheuet Rich. Ein Narr gucket frei einem zum Fenster hinein; aber ein Vernünftiger bleibet draußen feben. (Sir. 21, 24. 25.) Des Narren Leben ist årger, denn der Tod. Sieben Tage trauert man über eiaen Todten, aber über einen Narren und Gottlosen thr Lebenlang. (Sir. 22, 12. 13.) Rede nicht viel mit einem Narren, und gehe nicht viel um mit einem Unverståns digen. Halte dich von ihm entfernt), daß du nicht von seinem Unflath befleckt werdest. Weiche von ihm: so bleibeft du mit Frieden, und kommst nicht in Angst und Noth unter seiner Thor. beit. Es ist leichter Sand, Salz und Elfen tragen, denn einen underståndigen Menschen. (Cir. 22, 14-16.18.) Ein weiser Mann fann sein Volk lebren, und schafft mit seinem Rath Nußen, und trifft es. Ein Wetser bat großes Anleben, und sein Name bleibt ewiglich. (Sir. 37, 26. 29.)

N. E. Shr vertraget gerne Ole Narren, diewell thr flug Ceyda (. Kor. 1219.)

8. Otathgeben und Rathnehmen. Mein Rath ftets åberlegt, unetgen.

Júris, wohlgemeint! Der Weisen Rath finds offres Obr und Herz! Get

1. T. Was die Gerechten tathen, das ist gewiß Ding (jas der i verlåfig); aber was die Gottlosen rathen, das treugt. Beso en la rer: Die Gedanten der Gerechten sind redlich, aber 11, die indlåge der Gottlosen fino Trug). Eines welfen 0,5 Mannes Rath wird gelobet, aber die Túce Cole verkehrten er. Bertan der find) werden zu Schanden (verachtet). Dem * Narren gefådt seine Weise wohl; aber wer (gute m) Kath gebordt, aber an der ift (erst wahrhaft) welse. Dle, so Bóres rathen, betrügen, then aber die zum Frieden (Guten und Beil) rathen, machen (lid all und andern) Freude. (Spr. Sal. 19,6 8. 18.30.) Ein jeglicher # Rathgeber mid rathen, aber etliche rathen (6108) auf ihren eignen

Mußen. Darum hûte dich vor Rathen, und bedenke zuvor, obs gut fey; denn er gedentet vielleicht, ihm selbit (zum Beften) zu rathen,

und will dichs (nur erft) wagen lassen, und spricht, du reyest 2 auf der rechten Bahn, und er ftehet gleichwohl wider dich, und 84 merket, wie es gerathen will. Salte keinen Rath mit dem, der in einen Argwohn zu dir hat, und nimm nicht zu Rath, die dido the neiden; gleich als wenn (so wenig als) du ein Melb um- Rath 16. fragest, wie man ihrer Feindin freundlich seyn soll; oder einen

Berzagten, wie man friegen fod; oder einen Kaufmann, wie pre hoc er deine Baare gegen feine achten wolle; oder einen Käufer, i wie theuer du geben rolst; oder einen Neidischen, wie man wohl ** thun; oder einen Unbarmherzigen, wie man Gnade erzeigen roll;

oder einen Faulen von großer Arbeit; oder einen Taglóbner, der nirgends besessen (an årlig) ift, wie man nicht aus der Arbeit

geben soll; oder einen trågen Hausknecht, von vielen Geschäfften. in (Nein), solche Leute nimm nicht zu Kath, sondern balte dich ju ve gottesfürchtigen Leuten, da du weißt, daß fie Gottes Gebote hale

ten, die gesinnet find, wie du bift, die Mitleiden mit dir haben, wo bu ftrauchelft; und bleibe bei derselben Rath; denn du wirft teinen treuern Rath finden. Doch in (bei) dem allen rufe auch den Allerhöchften an, daß er dein Thun gelingen, und nicht feh. len (fehlschlagen lasse. Ehe du was anfäheft: fo frage du zuvor, und ehe du was thust: ro nimm Rath Dazu. Mancher (inde) ist wohl geschickt, Andern ju rathen, und ist ihm selber nichts núße. Mancher wid (gern) Flüglich rathen, und man höred ihn doch nicht gern; denn er hat nicht vom Herrn die Gnade dazu, und if feine Weisheit in ifm. Mancher (aber) if wolfe durd

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elgene Erfahrung, und der (aur) schaffet mit seiner Rath Mube: und triffts. (Bir. 37, 8- 17. 19. 20. 22. 23 - 25.) und Silber erhalten einen Mann, aber vielmehr ein guter Rau (Sir: 40,25) 9. Wahre und falsche Scham. Einfiát, Verdienst und Reblidhet

mein edler Stols!' Jn Chorheit, Unnukseyn' und Böresthun die tiefste Schmad! War's klein, den Fehler zu begehn : 10 ist es groß, ihn zu gestehn!

4. T. Man schåmet sich oft, da man sich nicht schåmen sollte und billiget oft, das man nicht bluigen sollte. Es fchäme fid Vater und Mutter der Hureret; ein Fürst und Herr der Lügen: ein Richter und Niath des Ungerechten; Gemeine und Bolf des Ungehorsams; ein Nächster und Freund, leid zu thun; ein Nachs bar des Steblens. Schåme did, daß du åbel bestehest in der Rechnung, und nicht dankeft, wenn man dich grüßet. Shame dich nach den Quren zu sehen, und dein Angeficht von deinen Blutsfreunden zu wenden. Sgame dich, Erbtheil und Morgen. gabe zu entwenden, um eines Undern Weib zu begebren. Odds me dich, deinem Freunde aufzurücken (jusdem åben), und wenn du ihm etwas gibft: so verweise - es ihn nicht (wirft ihm nicht por). Schåme old nachzusagen alles, was du geboret hast, und ju offenbaren heimliche vertraute Rede. Also schåmest du dich recht, und wirft allen Leuten lieb und werth Rega. (Sir. 41, 19.–29.:) Uber dieser Stücke scháme dich feines:- den Gottesi fürchtigen bei Recht zu erhalten; treulich handeln gegen den Nåch: ften; den Freunden das Erbtheil zuzuwenden; fleißig seyn; rechtes Maß und Gewicht zu halten; zufrieden seyn, du gerinnest viel oder wenig; recht handeln mit zeitlichem Gut im Kaufen und Vers kaufen; die Kinder mit Fleiß ziehen; den bösen Knecht wobt fåu. pen (trafen); wo viel Zugreifens ift, alles wohl verschließen; was man (aber) muß unter die fremden Hände geben, alles záhr len und abwägen; alle Ausgabe und Einnahme anschreiben; die Underståndigen und Thoren untermelsen, auch die gar alten Leute, daß sie nicht mit den Jungen (eigensinnig) hadern. Also wirft du ein recht wohlgeschickter Mensch, und bei allen Leuten gelobet. (@ir. 40, 1-8.) 10. Einmischen in fremde Saden; Gelübde; Verfügung über sein

Vermögen. Der nnberufne Dienst, der übereilte Schritt hat in: dani, Neu', Verdruß und Schaden meist zum Lohn!

2. 1. Wenn du dem Herrn, deinen Gott, ein Gelůb de thuft Po sollst du es nicht verziehen zu halten; denn der Herr wird es

dir fordern, und wird dir Sünde seyn; wenn du (a bet)

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