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thr davon zu reden. Und da sie zu Bethlehem antamen, regte fidy die ganze Stadt über ihnen, und sprach : Sft das die Naemi? Sie aber sprach zu ihnen: Beißet mich nicht Naemi (Freude), fondern Mara (Betrůb ni b); denn der Allmächtige hat mich sehr betrůbet! Vollzog ich aus; aber leer hat mich der Berr wies der beimgebracht.

82. Führung der Frommen. (Kap. 2. 3.) Der Naemi Mannes Freund, Boab, war ein weidlicher (100 hlhabender) Mann. Uno Ruth sprach zu Naemi : laß mich aufs Feld gehen, und Lehren auflesen, dem nado, vor dem ich Gnade (Erlaubniß) finde. Sie sprach: Gebe bin, meine Tochter! Sie ging hin, und las auf, und dasselbe Feld war des Boas. Und Boas kam und sprach zu den Schnittern: Der Herr mit euch! Sie antworteten: Der Herr segne dich! Und Boas sprach: Weß ist die Dirne? Der Knabe, der über die Schnitter. gestellt war, spracy: Es ist die Moabitin, die mit Naemi wieder gekommen ist; denn sie sprach : Lieber, laß mich auflesen und sammlen unter den Garben, den Schnittern nadı; und ist also das geftanden vom Morgen an bis her, -und bleibt wenig daheim. Da sprac Boas zu Ruth: Meine Tochter, du souf nicht gehen auf einen andern Acker, aufzulesen, sondern balte dich zu meinen Dirs nen; wo sie schneiden, da gebe ihnen nach. Ich habe meinen Knaben geboten, daß dich niemand antaste; uno lo dich dürftet: so gehe hin zu dem Gefåß, und trinke. Da fiel sie auf ihr Ans gesicht, und sprach : Bomit habe ich die Gnade gefunden vor deinen Augen, die ich doch fremd bin? Boas (prach: Es ist mir angesagt alles, was du gethan haft an deiner Schwieger, nach deines Mannes Tode; daß du verlassen haft deinen Vater und deine Mutter und dein Vaterland, und bist zu einem Volk ges zogen, das du zuvor nicht kanntest. Der Herr vergelte dir deine That, und es müsse dein Lohn vollkommen seyn bei dem Gott 31 raels, zu welchem du gekommen bist, daß du unter seinen Flügeln Zuversicht hättest! Sie sprach: Du hast mich getróstet, und deine Mago freundlich angesprochen, so ich doch nicht bin als deiner Mågde eine, Boas sprach: Wenn es Essenszeit ist: so mache dich hier herzu, und iß des Brods, und tunke deinen Bissen in den Essig. Und sie regte sich zur Seite der Schnitter ; er aber legte ihr Sangen (gerostete ehren) vor; und fie aß, und ward fatt, und ließ übrig. Und da sie sich aufmachte, zu lesen, gebot

Boas felnen Knaben: Laffet fie auch zwischen den Garben' lefen, und besdyåmet sie nicht; auch von den Haufen laffer liegen, daß fie es auslese; und niemand schelte sie darum. Also las sie bis zu Abend, und schlug es aus; und es war bei einem Ephå (et 10 a ein Scheffel) Gerste. Und sie hob es auf, und fam in die Stadt; und ihre Schwieger sah es, was sie gelesen hatte. Da jog fle (aud) hervor, und gab thr, was ihr übrig geblieben war, davon sie rate war geworden. Da sprach ihre Schwieger : Wo bast du heute gelesen? Gesegnet sey, der dich erkannt (liebreid beo handelt) bat! Sie aber spracy: Der Mann beift Boas. Naen mi aber sprach: Gesegnet Tey er dem Herrn; denn er hat seine Barmherzigkeit nicht gelassen (fåhre immer fort, Gutes zu thun), beides an den Lebendigen und an den Todten! Der Mann gehöret uns zu (ift mit uns verwandt), und ist unser Erbe (hat unser Erbgut an sich zu lösen). Ruth (prach: Er sprach auch das zu mir: Du foaft did zu meinen Knaben hal ten, bis sie mir alles eingeerntet haben. Naemi sprach: Es ist besser, daß du mit seinen Dirnen ausgebert. Also las fie, bis die Ern. te aus war, und kam wieder zu ihrer Schwieger. Naemi sprach: Ich will dir Ruhe schaffen, daß dirs wohl gehe. Boas worfelt Gerste auf feiner Senne (im freien Felde). Ruth ging und that, wie ihre Schwieger geboten hatte, und sprach: Breite deine Flügel über deine Mago (Nimm dich meiner an); denn du bist der Erbe der meines verstorbenen Mannes Erbgut lören oder zurů d kaufen, und mich heirathen sollte). Boas aber sprach: Gesegnet revst du dem Herrn! Es ist wahr, daß ich der Erbe bin; aber es ist einer nåber, denn ich.. So et did nimmt, wohl! gelüstet es ihn aber nicht, dich zu nehmen: To will ich dich nehmen, so wahr der Herr lebet! Und er maß reche Maß Gerste (ihr als Geschenk au)." Sie fam zu ihrec Schwieger, und sagte ihr alles, und sprach: Diese sechs Mas Gerste gab er mir; denn er sprach: Du sollst nicht leer zu deiner Schwieger kommen. Sie aber sprach: Sey stille, meine Tochter, bis du erfährest, wo es hinaus wid; denn der Mann wird nicht ruben, er bringe es denn heute zum Ende.

83. Beglückung der Frommen. (Rap.4.) Boas ging hinauf ins Thor (100 Sericht gehalten wuri De); und da der Erbe vorüber ging, redete Boas mit ihm, und nahm zehn von den Zeltesten der Stadt (als Zeugen dazu),

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und sprach zu dem (nå hern) Erben : Naemi bletet felt das Stück Feld, das Elimelechs war. Wilst du es beerben: ro faufe es vor den Zeltesten ; willst du es aber nicht beerben, so sage mirs. Er sprach: So wills Beerben. Boas sprach: Welches Tages du das Feld kaufft, so mußt du auch Ruth nehmen, daß du dem Berftor. benen einen Namen erweckeft auf fein Erbtheil. Da sprach er: Id mag es nicht beerben, daß ich nicht vielleicht mein Erbibeil verderbe (Unregen daraufbringe oder es vernach i årlige). Kaufe du es. lind Boas sprach zu den Zelteften: rend heute Seugen, daß ich alles gekauft habe; dazu auch Ruth nehme ich zum Weibe. Und alle sprachen: Wir And Zeugen! Der Here mache das Weib, das in dein Haus kommt, wie Rahel und Lea, die beide das Haus Israel gebauet haben (als fruchtbare Stammmatter). Also nahm Boas die Ruch, daß fie fein Weib ward.' Und sie gebar einen Sohn; und Naeni nahm das. Kind, und legte es auf thren Schoos, und ward seine Wårterin. Und ihre Nachbarinnen gaben ihm einen Namen, und hießen ihn Obed. Der ist der Vater Ssal, welcher ift Davids Bater,

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Die Bücher Samuel 8.

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Erstes Buch Samuels. (Geldichte Ifraels unter den zwei leßten Richtern und den ersten

Königen.) 84. Samuels Geburt. (Kap. 1. 2.) Es war ein Mann, der hies Elkana, Er hatte zuel Beiber; eine hieß Hanna, die andere Peninna; Peninna aber hatte Kins der, und Hanna hatte keine. Und derselbe Mann ging hinauf, daß er anbetete und opferte dem Herrn Zebaoth zu Bito. Da es nun eines Tages kam, daß Elkana opferte , gab er Peninna und allen ihren Söhnen und Töchtern Stücke (vom Opfer); aber Hanna gab er ein Doppelt) Stůck traurig. Also ging es alle Sabre, und betrübte sie also ; so weinte sie dann, und aß nichts. Ihr Mann sprach: Hanna, warum weinest du? Bin ich dir nicht besser, denn zehn Söhne? Da stand Hanna auf, von Bergen betrübt, und betete zum Herrn, und gelobte: Herr Zebaoth, ritst du deiner Mago Elend ansehen, und ihr einen Sohn geben: To will ich ihn dem Herrn geben (weiben) sein Lebenlang! Und

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Hanna rebete in (brem Herzen; allein ihre Lippen regten sich, aber ihre Stimme hörete man nicht, Da meinte (der Priester) Elf, ste måre trunken, und sprach: Wie lange wilft du trunken seyn ? Sanna antwortete: Nein, ich bin ein betrübtes Beib, und habe mein Bern vor dem Herrn ausgeschüttet. Eli spracy: Gebe bin mit Frieden! Der Gott Israels wird dir geben deiae Bitte, die du von ihm gebeten baft. Also ging das Wetb, und fab nicht mehr so traurig. Und der Herr gedade an sie, und sie gebar einen Sohn, und hieß ibn Samuel; denn (sprach sie) id babe ihn von dem Seren gebeten; und Rie fåugte ihren Sohn, und brachte ihn, nachdem sie ihn entwöhnet hatte, in das Haus des Herrn, und sprach zu Eli; Ach, mein Herr, ich bin das Weib, das (ein ft) hier bei dir stand, und um diesen Knaben bat. Nun hat der Herr meine. Bitte gegeben; darum gebe ich ihn dem Herrn wieder sein Leben, lang, weil er vom Herrn erbeten ist. Und þanna betete: Mein Herz ist fröblich in dem Herrn; denn ich freue mich deines Heils. Es ist niemand hellig, wie der Herr; außer die ist keiner; und ist fein Hort, wie unser Gott ift. Der Herr rodet und machet leben. dig, machet arm und machet reich; er erniedriget und erhöhet. Uno der Knabe ward des Herrn Diener por dem Priester Eli.

85. Samuel und die Sohne Elis. (Rap. 2.) Die Bihne Eli waren böse Buben, die fragten nicht nach dem Herrn, noch nach dem Recht der Priester an das Volk; Gas muel aber war ein Diener vor dem Herrn. Eli aber war sehr alt, und erfuhr alles, was seine Söhne thaten, und sprach zu ihnen: Barum thut ihr foldes? So bóre quer böses Wesen von diesem ganzen Bolf. Meine Kinder, das ist nicht ein gutes Geschrei, das ich höre! Ihr machet des Herrn Vole übertreten! Wenn jemand mider einen Menschen fündiget: lo fann es der Richter schlichten; wenn aber jemand wider den Herrn fündiget, mer kann für ihn bitten? Aber sie gehorchten ihres Vaters Stimme nicht. Aber der Knabe Samuel nahm zu, und war angenehm bei dem Herrn und bei den Menschen,

86. Offenbarung Gottes an Samuel. (kap. 3.) Da Samuel dem Herrn dienete unter Eli, war des Herrn Wort theuer (felten), und war wenig Weissagung (Sebere gabe). Su derselben Zeit lag, Eli (einmal) an seinem Ort, und feine Augen fingen an dunkel zu werden. Und (a uch) Samuel

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Satte sich geleget im Çempelund der Herr rlef Samuel, Er Itef ja Ell, und sprach: Siehe, hier bla lo! Du hast mich gerufen. Er aber sprach: Ich habe dich nicht gerufen. Und er ging hin, und legte fid, dlafen, Der Herr rief abermal: Samuel ! Und Samuel ging zu Ell, und sprach: Siehe hier bin ich! Er aber sprachi: 3d habe dich nicht gerufen. Aber Samuel fannte den Herrn noch nicht, und des Herrn Wort war ihm noch nicht geoffens baret. Und der Herr rief Samuel zum dritten' mal. Und er ging zu Ell, und spracy: lebe, bier bin ich ! Du hast mid ges rufen. Da merkte Elf, daß der Herr den Knaben rief, und sprach : Gebe wieder hin, und lege dich schlafen, und so du gerufen wirst: Po sprid : Rebe, Serr, denn dein Knecht høret! Da kam der Herr, und rief wie vormals; Samuel ! Und Bamuel spracy: Rebe, denn dein Knecht høret! Und der Herr sprach: Siebe ich thue ein Ding in Israel, daß wer das höcen wird, dem wera den seine beiden Ohren gellen. An dem Tage will ich erwecken (ergeben lassen) über Eli, was ich wider sein Haus geredet babe; denn ich habe es ihm angesagt, daß ich Richter seyn will über sein Haus, um der Missethat willen, daß er wußte, wie seine Kinder fich fahåndlich bielten, und hatte nicht einmal fauer daju geleben, Samuel aber fürchtete fid, das Gesicht Eli angus fagen. Da rief ihn Eli, uno sprach ; Was ist das Wort, das die gesager-ift? Berfahreige mir nichts! Da sagte es ihm Sa. muel an, und verfahrpleg ihm nichts. Er aber sprado: Es ist der Herr; er thue , was ihm wohlgefått! Samuel aber nahm zur und der Herr war mit ihm, und fiel Feines unter allen seinen Wor, ten auf die Erde (blieb feines unerfüllt). Und ganz Israel erkannte, daß Samuel ein treuer Propbet des Herrn war. Una Samuel fing an ju predigen dem ganzen Sfrael. 87. Israels Niederlage. Elis und seiner Söhne Tod.

(Kap. 4.) Ifrael jog den Phillstern entgegen in den Strelt, und wart von den Philiftern geschlagen. Und das Volk fandte darauf) gen Silo, und ließ bolen die Lade des Bundes. Uno da die Lade, des Bundes in das Lager fam, jaucite das ganze Ssrael, daß die Erde erschallte. Da aber die Philifter höreten das Geschrei, und erfuhren, daß die Lade des Herrn gekommen wäre, fürchteten fie fich, und sprachen: Gott ift ins Lager gekommen! Webe uns! Wer wil uns erretten von der Hand dieser mådytigen Götter?

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