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kamen zusammen gen Mizpa, und fasteten denselben Tag, und sprachen: Wir haben dem Serrn gesündiget! Da zogen die Phi. lister wider Israel. Aber der Herr ließ donnern über die Philifter derselben Tages, und schreckte sie, daß sie von Israel geschlagen wurden. Da nahm Gamuel einen Stein, und reßte ihn (als Denkmal auf), und hieß ihn Eben Ezer (Stein der Hülfe), und sprach: Bis hieher hat uns der Herr gehoffen! Also wurden die Phllister gedämpfet, fo lange Samuel lebte. Samuel aber

, . richtete Israel sein Lebenlang. 90. Des Bolkes Berlangen nach einem Fichtbaren Sdnige.

(kap. 8.) Da aber Samuel alt warb, legte er seine Söhne zu Richtern; aber feine ekhne wandelten nidit in seinen Wege, sondern neig. ten sich zum Geiz, und nahmen Geschenke, und beugten das Recht, Da sprach Ifrael: Siehe , du bist alt geworden, und deine Söhne wandeln nicht in deinen Wegen: To reke nun einen König úber uns, der uns richte, wole alle Seiden haben. Das gefiel Samuel ůbel. Der Herr aber sprach zu Samuel: Gehorche der Stimme des Volts in allem; denn sie haben nicht did sondern midi vera worfen, daß ich nicht foll König über sie seyn. Doch vertúndige ihnen das Recht (Die Gewaltmadt) des Könige, der über fle berrschen wird. Und Bamuel sagte: Eure @bbne wird er nehmen zu seinen Wagen und Rettern, und zu Hauptfeuten, Ackerleuten, , Schnittern, und daß fie feinen Garnisch und Wagen machen; eure Tochter aber wird er nehmen, daß fie Apotheferinnen (Sals benbereiterinnen), Kódinnen und Bäckerinnen leven. Euré besten Lecker, Weinberge und Delgårten wird er nehmen; daju von eurer Saat und Weinbergen den Zehnten. Und eure Anechte und Magde wird er nehmen, und seine Geschäfte damit ausrichten, und ihr (rethit) muffet seine Knechte feyn. Wenn ihr dann schreien werdet über euren König: so wird euch der Herr nicht erhören. Aber das Volk weigerte fich, zu geborden, und sie sprachen: Mit nich, ten, sondern es soll ein König úber uns reyn!

91. Saul, Ffraels erster König. (Kap.9.10.11.)

Es war ein Mann, mit Namen Ris, ein meidlicher (reider) Mann; der hatte einen Sohn, mit Namen Saul, der war ein junger feiner Mann, eines Haupts fånger, denn alles Volf. Aber der Herr batte Bamuel geoffenbarer: Morgen will ich einen Mann

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zu dir senden; den souft du zum Fürften salben über mein Vole

Israel. Da trat Saul zu Samuel, und sprach: Sage mir, wo ist hier des Sebers Daus? Samuel antwortete: Jd bin der Seber! Gehe vor mir hinauf ; denn ihr sollt heute mit mir essen; morgea wil ich dich lassen gehen, und alles, was in deinem Her. zen ist, wid idh dir sagen. Und weß wird seyn alles, was das Beste ist in Israel? Wirds nicht dein und deines Vaters ganzen Hauses revyn? Saul antwortete : Bin ich nicht von den gering. ften Stämmen Israels? Warum sagst du denn mit solches ? Sa. muel aber nahm Saul und seinen Knaben, und führte sie in die Eflaube, und setzte sie oben an unter die, so geladen waren. Also aß Saul mit Samuel des Tages, und redete (auch nachher Abends) mit Saul auf dem (platten) Dache. Und sie standen frühe auf, und gingen mit einander hinaus ; und Samuel (prach: Sage dem Knaben, daß er vor uns hingehe ; du aber ftebe jest stille, daß ich dir kund thue, was Gott gesagt hat. Da nahm Samuel ein Delglas, und goß auf sein Haupt, und küssete ihn, und sprach: Siebest du, daß dich der Herr zum Fürsten ube sein Erbtheil (Volt) gesalbet bat? Und da er von Samuel ging, gab ihm Gott ein anderes Herz; und da fie famen an den Hügel, da fam ihm ein Prophetenhaufe entgegen, und der Geist Sottes gerieth (a uch) über ihn, daß er unter ihnen welssagete. Da thn aber saben, die ihn vorhin gekannt hatten, daß er mit den Pros pheten weissagete, sprachen fie: Was ist dem Sohne Ris gesche. hen? Sit Saul auch unter den Propheten? Samuel aber be rief das Volf, und sprach: Da sebet ihr, welchen der Herr er. wählet hat; denn ihm ist keiner gleich in allem Volk! Da jauchte alles Volk, und sprach: Glück zu dem Könige! Und Saul ging heim, und ging mit ihm des Heers (der Menge) ein Thell, welcher Herz Gott rúbrete; aber etliche lofe Leute sprachen: Was fou uns dieser helfen? und verachteten ihn; aber er that, als hörte ers nicht.- Esjog aber heraus Nahas, der Ammoniter (Kó. nig). Da hob alles voll seine Stimme auf, und weinete; und fiehe, da kam Saul vom Felde, und sprach: Was ist dem Volke, daß es meinet? Da erzåhlten sie ihm die Sache. Da gerieth der Gelft Gottes über ihn, und sein Zorn ergrimmete fehr, und

, er nahm ein Paar Ochsen, und zerstůcte fie, und fandte in alle Grenzen Ifraels, und ließ sagen: Wer nicht ausziebet, Saul und Samuel nach, deß Rindern roll man also thun! Da fiel die Furcht des Derrn (großes Schreden) auf das Polf, daß fie

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ausjogen, gleich als ein einziger Mann, und schlugen die Ammps niter. Da sprach das Volf: Wer sind sie, die da sagten: Bollte Saul über uns herrschen? Gebet sie ber, daß wir sie róden! Saul aber sprach: Es soll auf diesen Tag niemand sterben; denn der Herr hat heute Heil gegeben in Israel! Da ging alles Wolf gen Gilgal, und machten daselbst Saul zum Könige vor dem Herrn. 92. Samuel legt das Ridsteramt nieder, und woll nur noch

als Priester und Lehrer dienen. (Sap. 12.) Da sprad Samuel zum ganzen Israel : Stebe, ich habe eus ter Stimme gehorchet, und einen König über euch gemacht; und nun ziehet euer König vor euch her. Ich aber bin alt und grau geworden. Siebe, hier bin ich! Antwortet (erfiårt) vor dem Herrn und seinem Gefalbten : ob ich jemand habe Gewalt oder Unredyt gethan? Ob ich von Jemandes Hand ein Geschenk ges nommen habe, und mir die Augen blenden lassen? Sie sprachen: Du hast uns keine Gewalt noch Unrecht gethan, und von Nies mandes Hand etwas genommen! Und Gamuel sprac: So tres fet nun her, daß ich mit euch rechte vor dem Herrn über aller . Wohlthat, die er an euch und euren Våtern gethan hati Ihr sprachet: Nicht du, sondern ein König roll über uns herrschen, so doch der Herr, euer Gott, euer König war. Nun, da habt ihr euren König, den ihr erwählet und gebeten habt! Ich will abe: den Herrn anrufen, daß er solu donnern und regnen lassen, daß ihr innen werdet das große Uebel, das ihr gethan habt, daß ihr euch einen König gebeten habt. Und da Samuel anrief, ließ der Herr donnern und regnen desselben Tages. Da fürchtete das gange Vole sehr den Herrn und Samuel, und sprachen: Bitte für deine Knechte den Herrn, daß wir nicht sterben; denn über alle unsere Sünde haben wir auch das Uebel gethan, daß wir uns einen König gebeten haben! Samuel aber sprach: Fürchtet euch nicht! Ihr habt zwar das Ulebel gethan; doch dienet (von nun an) dem Herrn von ganzem Herzen. Der Herr verläßt sein Boll nicht. Es sey aber auch ferne von mir, daß ich sollte ablas sen, für euch zu beten, und euch zu lehren den guten und richtigen Weg. Fürchtet nur den Herrn , und dienet ihm treulich von ganzem Herzen; denn ihr habt gesehen, wie große Dinge er mit euch thut.

93. Carls Mangel an Geduld und Vertrauen. Samuels

Drohung an ihn. (Kap. 13.) Es versammleten sich (n a chmals) die Philifter, zu streiten mit Ifrael, so viel wie Sand am Rande des Meeres. Da das rahen dle Männer Israel, verfrochen sie sich in Höhlen und Felsen (Burgen); Saul aber war noch zu Gilgal, und alles Volk ward hinter ihm zag (shaft); und da Samuel nicht fam, zerstreueté fide das Vole von ihm. Und er opferte Brandopfer (får licy

sich allein). Da tam Samuel, und sprach: Was hast du gemacht? Saul antwortete : goh rah, daß das Bolt sich von mir jer. ffreuete, und du famít (a uch) nicht zur bestimmten Zeit, und die Philister waren versammlet; da wagte ich es, und opferte, Samuel sprache: Du hast thörlich gethan, und nicht gehalten des Herrn Gebot; denn er håtte cronft) dein Reich beståriget får und für; aber nun wird dein Reich nicht bestehen. Der Herr hat ihm einen Mann ersucht nach seinem Herzen; dem hat der Herr geboten, Fürst zu seyn über sein Volf. 94. Jonathans Wageftůck, lebensgefahr und Rettung.

(Rap. 14.) Es begab sich, daß Jonathan, der Sohn Saulb, sprach zu feinem Waffenträger : Komm, laß uns hinüber gehen zu der Phlo lister Lager! und sagte es seinem Vater nicht an; das Vole toußte auch nicht, daß Jonathan war hingegangen. Und Jonas than sprach zu seinem affentråger : Komm! velleicht wird der Herr etwas durch uns 'ausrichten; denn es ist dem Herrn nicht schwer, durch viel oder wenig (ju) belfen. Da sie nun der Philister Lager beide ins Gesicht kamen, sprachen die Philifter: Siehe, die Hebråer sind aus ihren Lbchern gegangen! Kommt herauf zu uns, so wollen wir es euch wohl lebten! Da sprach Jonathan: Steige mir nach! Der Herr hat sie gegeben in die Hände Israel8! Und Jonathan Fletterte mit Bånden und mit Füßen hinauf, und sein Waffentråger ihm nach. Da fielen sie vor Jonathan darnies der, und sein Waffenträger würgere ihm immer nady. Und es kam ein Schrecken ins Lager, ein drecken von Gott; und die Bådter Gaulo saben, daß der Kaufe zerrann. Und da sie zábl. ten, da war Jonathan und sein Waffenträger nicht da. Und Ca u d) Saul und alles Vole, das mit ihm mar, tamen (nung mehr) zum Strett; und ging eines jeglichen Schwert wider dent andern, und war ein febr großes Getümmel (Verwirrung),

und

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und die Philifter flohen. Und da die Månger Jfraels matt waren, beschmor Saul das Volk, und sprad: Verflucht sein jedermann, Wer etwas isset bis zu Abend (uno lo Aufenthalt in der Vere

, folgung macht). Da aß das ganze Voll nichts. Und da das Pole fam in den Wald, da floß der Honig, aber niemand that desen zu seinem Munde; denn das Vole fürchtete sich vor dem Eide. Jonathan aber hatte nicht gehört, daß sein Vater das Wole beschworen hatte, und recte seinen Stab aus, und tuntte mit der Spiße in den Honigseim, und wandte feine Hand zu seis nem Munde; da wurden seine Yugen wacker (bekam er neue Kraft), und Saul fragte Gott; Soll ich binab ziehen, den .

, Philiftern nach? Und willst du sie geben in Israels Hånde? Uber er antwortete ihm nicht (weldies ein schlimmes Zeichen to ar). Da sprach Saul: laßt reben, an weldiem die Sünde fey ? Denn so wahr der Here lebet, und ob sie gleich an meinem Sobne våre : fo roll er sterben! und Saul sprad zu dem Herrn: Schaffe Niecht! Da ward, Jonathan (our d) 8. Loos) getroffen. und Saul sprach: Sage mir, was hast du gethan? Jonathan sprach: Ich habe ein wenig Honig gekostet mit dem Otabe, und fiebe, ich muß. Darum sterben. Da sprach Saul: Jonathan, du mußt sterben! Uber das Volk sprach: Sollte Jonathan sterben, der ein sold groß Hell in Israel gethan hat? Das Ten ferne! So wahr der Herr lebet ! es soll kein Haar von seinem Haupte auf die Erde' falles'; denn Gott hat es heute durch ihn gethan. Also erlósete. das Bole Jonathan, daß er nicht sterben mußte. 95. Sauls Sieg, Ungehorsam und Verwerfung. (Rap. 15.)

Samuel sprach zu Saul: So spricht der Herr Zebaoth: Ich habe gedacht, was malet Israel that, und wie er ihm den Weg verlegte, da es aus Aegypten 209. So ziehe nun hin, und schlage die Umalefiter, und verbanne (vertilge) fie mit allem, das sie haben. Da slug Saul die Amalefiter, aber schonte (des gefangenen Königs) gags, und was gute Schafe und Rinder, und alles, was gut mar; was aber schinode Cichlecht) und untüchtig 'war, das verbanneten sie. Als nun Samuel famo sprach Saul: Gelegnet feyst du dem Herrn! Ich habe des Herrn Wort erfüllet. Samuel antwortete: Was ist denn das für ein Bloken der Schafe, und ein Brúllen der Rinder? Saul sprach: Von den Amalekitern haben sie sie gebracht; denn das Vole ver. sfonte der besten Schafe und Rinder, um des Opfers willen des

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