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Herrn. "Samuel sprach: Warum haft du nicht gehorchet des

Kerrn Stimme, sondern hast dich zum Raube gewendet, und übel gehandelt vor den Augen des Herrn ? Meineft du, daß der Herr (mehr) Luft habe am Opfer, als am Gehorsam? Siebe, Gebor. fam ift besser, denn Opfer,* und Aufmerken besser, denn das Fett von Miódern; denn Ungehorsam ist (o rahlimm als) Zauberela pünde, und Widerstreben ift Abgötterei und Gógendienst

. Weil du nun des Herrn Wort verworfen hast, hat er dich auch verworfen, daß du nidit (1ånger) Konig reyst. Der Herr hat das Königreid heute von dir gerissen und deinem Mächsten gegeben, der besser ist, denn du. Auch låget der Held (Der starke Gott) in Israel nicht, und 'gereuet ihn nichts; denn Er ist nicht ein Mensch, daß 160 etwas gereuen sollte. Samuel aber sprach : Lasset berbringen Ugag! Und Ugag ging zu ihm getroft (heiter); und sprach: 2110 muß man des Todes Bitterfelt vertreiben! (Mun ift des Toil des Bitterfeit oder angst gewichen!) Samuel sprach: Wie dein Schwert Weiber ihrer Kinder beraubt hat, also foll auch Deine Mutter ihrer Kinder beraubt werden. Also zerhieb Samuel Den Agag (im heiligen Eifet) zu Stücken. Und Gamuel fab (besuchte und belehrte) Saul fórder nicht mehr bis an den Tag seines Todes; aber doch trug Samuel Leid 'um Saul.

96. David zum Könige bestimmt. (Rap. 16.) Der Herr sprach zu Samuel: Wie lange trågst du leid um Saul, den ich verworfen habe? Gehe hin zu dem Bethlehemiter Srai; denn unter seinen Cohnen habe ich mir einen Konig ers Teben. Samuel fam (also) gen Bethlehem, und heiligte Isai und seine Söhne, und lud sie zum Opfer. Da sie nun berein kamen, sah er den Eliab, und gedachte, ob der vor dem Herrn fey rein Gesalfter? Aber der Herr sprach: Siehe nicht an seine Gestatt, noch seine große Person ; enn ein Mensch fiehet, was vor Augen ist; der Herr aber siehet das Herz. an. Da rief grat (noch mehrere reiner Sohne); aber Samuel sprach: Der Herr hat derer keinen erwåhlet. Sind das die Knaben alle? Er sprach: Es ist noch übrig der kleinste; er hútet der Schafe. Da sprach Samuel : Sendé hin, und laß ihn holen. Da ließ er ihn holen; ond er war bråunlich, mit schönen Augen und guter Ges ftalt. Und der Herr sprach: Auf und falbe ihn; denn Er ist es ! Da nahm Samuel sein Delhorn; und falbete ihn mitten unter

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seinen Brüdern. lind der Geift des Herrn gerieth über David von dem Tage an.

97. David fommt in Sauls Dienst. (Kap. 16.) Der Geist aber des Herrn wid) von Saul, und ein borer Selft madite ihn sehr unruhig. Da sprach Saul zu seinen Knechten: Bebet nach einem Manne, der es wohl kann auf Baitenspiel, und bringet ihn zu mir. Da antwortete der Knaben einer : Ich babe gesehen einen Sohn Tsai, der fann wohl auf. Saitenspiel ; ein råstiger Mann, und verständig und schon, und der Herr ist mit ihm. Da fandte Saul Boten zu Ilai, und ließ ihm sagen: Segde Deinen Sohn David zu mir. Also fam David vor Saul, und diente ihm, und er gewann ihn sehr lieb, und er ward sein Baffentråger. Wenn nun der Geift Gottes (Die Unrube und Traurigkeit) über Saul kam: so nahm David die Harfe, und spielte: so erquicte sich Saul, und ward besser, und der böse Geift wich von ihm.

98. David tödet Goliath. (Rap. 17.) Die Philifter fammleten ihre Heere zum Streit, aber Saul růstete sich auch zum Streit, und die Philifter standen auf einem Berge jenseits, und die Israeliten auf einem Berge diesseits. Da trat hervor ein Riese (Kåmpfer von ausgezeidyneter lån. ge) mit Namen Goliath, und hatte einen ebernen Helm auf rele nem Haupt, und einen schuppichten Panzer (an), und einen ehernen child, und der Schaft seines Spießes war wie ein Weberbaum, Und er rief: Was feyd ibr ausgezogen in einen Streit? Bin ich nicht ein Philister , und ihr Sauls Knechte? Erwåhlet einen uns : ter eud), der zu mir herab komme. Schlågt Er mich: so wollen

' wir eure Knechte seyn; schlage Ich ihn: ro rollt ihr unsere Knechte feyn. Da Saul und Israel diese Rede höreten, entsekten sie sich und fürchteten sich sehr. Da sprach David: Was wird man dem thun, der diesen Philister schlågt, und die Schande von Israel wendet? Denn wer ist der Phillster, der den Zeug (das meer) des lebendigen Gottes bohnet? Saul ließ ihn holen; und Dapio sprach: Es entfalle feinem Menschen das Herz der Mut 6) um deswillen; dein Knecht rod hingehen, und mit dem Philister ftreiten. Saul sprach: Du kannst nicht wider diesen Philifter streiten, denn du bist ein Knabe; dieser aber ist ein Kriegsmann von seiner Jugend auf. Dapid aber sprach: Dein Knegt hútete,

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der Schafe, und es kam ein Lowe und ein Bår, und trug ein
Schaf weg. Und ich lief ihm nach, und schlug ihn, und erreto
tete es; und da er fich (auch) über mich machte, ergriff ich ihn
bei seinem Bart (M & hne), uno todete ihn. So soll nun dieser
Philister seyn gleichwie derer einer. Und Saul sprach: Gehe
hin; der Herr rey mit dir! und Saul fekte ihm einen ehernen
Helm auf, und legte ihm einen Panzer an; und David gørtete
fein Schwert über, und fing an zu gehen. Da sprach David:
Ich kann nicht also gehen; denn ich bin es nicht gewohnt ; und
legte es von sich, und nahm seinen Stab in seine Hand, und ers
wåhlte fünf glatte Steine aus dem Bach, und that sie in die Hir.
tentasche, und nahm die Schleuder , und machte sich zu dem Phis
lister. Da ihn nun der Philifter fah, verachtete er ihn, und
sprach : Bin ich denn ein Hund, daß dh mit dem Stecken zu mie'
kommst? Komm her, ich will dein Fleisch geben den Vögeln uns
ter dem Himmel, und den Chieren auf dem Felbe! David abec
sprach: Du kommst zu mir mit Schwert, Spieß und Schild;
Id aber komme zu dir im Namen des Herrn Zebaoth (Der Heere
(dhaaren), den du gehöhnet hast! Heutiges Tages wird dich
der Herr in meine Hand uberantworten, daß ich dich schlage. Da
sich nun der Philister aufmachte gegen David; eilte David (a uch).
gegen den Philister, und nahm einen Stein, und schleuderter
und traf den Philister, daß der Stein in seine Stirne fuhr, und
er zur Erde fiel. Und da David Fein Schwert hatte, lief er zu
dem Philifter, und nahm sein dwert, und hieß ihm den Kopf
damit ab. Da aber die Philifter sahen, daß ihr Ståréster todt
war , flohen sie. Da nun David wiederkam, nahm thn (dete
Heerführer) Abner, und brachte ihn vor Saul; und David
hatte des Philisters Haupt in seiner Hand.
99. Davids Freundschaftsbund mit Jonathan, Wohlverhals
ten, Spaß und Lebensgefahr bei Saul, und Heirath.

(Stap. 18.)
Da David hatte ausgeredet mit Saul, verband fid, das Herz
Jonathang mit dem Herzen Davids, uno Jonathan gewann ihn
lieb, wie sein eigen Herz ; und Jonathan' und David machten
einen (Freundschaft 5) Bund. Und David 309 aus, wohin
thn Baul fandte, und hielt sich elüglich, und er gefiel wohl allem
Boll. Es begab sich aber, da er (einst) wiedergekommen war vort
der Schlacht, daß die Welber waren gegangen mit Gesang dem

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Könige Saul entgegeri, und sangen: Saul hat tausend geschlagen, aber David zehn tausend ! Da ergrimmte Baul sehr, und sprad, Das Königreich will nod fein werden! Und Saul lah David fauer an von dem Tage und fortan. Des andern Tages gerieth der böse Geist über Saul; Davið aber spielte auf den Salten, wie er tåglich pflegte. Und Saul hatte einen Spieß in der Hand, und schoß (warf) ihn, David an die Band zu spießen; David aber wandte fich zweimal von ihm. Uno Saul fürchtete sich vor David, und that ihn von fich, und regte ihn zum Fürsten (Oberi ften) über tausend Mann. Und David hielt sich kläglich in als len seinem Thun, und der Herr war mit ihm. Da nun Saul fah, daß er sich so klůglich hielt, scheuete er sich vor ihm; aber gan; Israel hatte David lieb. Und Saul sprach zu David : Bies be, meine Tochter Merob will ich dir zum Welbe geben; sey nur freudig, und führe des Herrn Kriege! Denn Saul gedachte: Meine Hand roll nicht an ihm seyn, sondern die Hand der Phili, fter. David aber antwortete : Wer bin ich, daß ich des Königs Eidam werden sol? Da aber die Zeit fam, daß Merob sollte David gegeben werden, ward sie Adriel gum Weiße gegeben; aber Michal, Sauls (andere) Tochter, hatte David ließ. Da das Saul angesagt ward, sprach er: Das ift recht! Ich will sie ihm geben, daß sie ihm zum Fall (Verderben) gerathe. Und Saul gebot seinen Knechten: Redet mit David heimlich, und spredet: Siehe, der König bat Luft zu dir; so rey (werde) nun des Kös nigs Eidam. Der König begehret feine Morgengabe, ohne buns dert von den Philistern, daß man sich råche an des Königs Feins den. Da machte sich David auf, und schlug unter den Philistern zwei hundert Mann. Da 995 fhm Saul feine Todter Midial zum Weibe; und Michal batte ihn lieb. Da fürchtete fid Saul noch mehr vor David, und ward fein Feind sein Lebenlang. 100, Davids abermalige Rettung durch Jonathans fürs

sprache und Michals list. (Kap. 19.) Saul redete mit seinem Sohne und mit allen Knechten, daß file David sollten toden. Aber Jonathan batte David sehr lieb, und verkündigte es ihm, und redete das Beste von David mit seis nem Vater, und sprach: Es versündige fich der König nid)t an David; denn er hat keine Sünde wider dich gethan, und fein Thun ist dir sehr nüße. {Warum wilft du dich denn an unschul. digem Blut versindigen? Da gehorchte. Saul, uno schwur: So

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wahr der Herr febet! er soll nicht sterben. Es erhob sich aber wies
Der ein Streit; und David zog wider die Phillster, und that eine
große Schlacht, daß sie vor ihm floben. Aber der böse Gelft tam
(wieder) über Saul, und David spielte auf den Saiten. Und
Saul trachrete, David mit dem Spieß an die Wand zu spießen;
Er aber riß sich von Saul, und der Spieß fuhr in die Wand.
David flob; Saul aber fandte Boten, daß fie ihn róbeten.
Das verkündigte dem David seln Weib Michal, und ließ ihn
durchs Fenfter bernieder, daß er entrann.
101. Jonathans bewährte Freundschaft gegen David.

(Kop. 20.)
David redete por Jonathan : Was habe ich gesündiget vor
deinem Vater, daß er nach meinem Leben stehet?. Wahrlich, es
Ist nur ein Schritt zwischen mir und dem Tode! Jonathan sprad:
Ich wil an dir thun, was dein Herz begehret. Und sie gin.
gen beide hinaus aufs Feld (um David zu verbergen). Und
Jonathan sprach: Wenn ich erforsche an meinem Vater, daß es
wohl stehet mit David, und nicht hinsende zu dir: so thue der
Herr Jonathan' dies und jenes! Wenn aber das Böse meinem
Vater gesålt wider dich: fo will ichs auch offenbaren, daß du mit
Frieden weggeheft. Und wenn der Herr die Feinde Davids aus.
rotten wird: lo reiße du deine Barmherzigkeit nicht von meinem
Hause. Also machte Jonathan einen Bund mit David. Da fich
aber der König (ju.Tilde) geregt hatte, vermißte man David.
Und Saul sprach zu seinem Sohne: Warum ist der Sohn Irai
nicht zu Tische gekommen? Jonathan antwortete: Er bat mich,
daß er gen Bethlehem ginge. Da ergrimmete Saul wider Jonas
than, und spracy: Du ungehorsamer Bösewidyt! ich weiß wohl,
daß du den Sohn Slai (zum Busenfreunde) auser Fohren haft.
So lange der Sohn Jíai lebet, wirst du, dazu auch dein (tů nfs
tiges) Königreich, nicht bestehen. Laß ihn herholen ju mir;
denn er muß sterben! Jonathan sprach: Warum roll er sterben?
Was hat er gethan? Da schoß Saul den Spieß nach ihm, daß er
ihn spießete. Da merkte Jonathan, daß bei seinem Vater gång.
lich beschlossen war, David zu tóden, und er stand auf vom Tisch,
und war bekümmert um David. Des Morgens ging Jonathan
binaus aufs Feld, und fie füfferent fich einander, und weineten
mit einander, David aber am allermeisten. Und Jonathan sprach
ju David : Gebe bin mit Frieden!

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