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in 60 mana oder minen, eine mine = 0,511 Kilo oder 1,02 Pfund. Eine mine zerfällt in 60 sekel, paras ist eine halbe mine oder 30 sekel, der sekel wiegt 872 gramm, zerfällt in 120 oder 180 schi. Auch das griechische Talent hatte 60 Minen, die Mine aber 100 Drachmen. Das babylonische Talent hatte ursprünglich 60 X 60, also 3600 Sekel. Erst später nahmen Babylonier und Äsjyrer das hebräische Talent an, das 3000 Sekel hatte. Doch wurde mit diesem Gewicht nur das Gold gewogen. Das schwere Gewicht hieß mana sa sarru, d. i. eine Mine des Königs 4). Während die alten Hebräer die Mine zu 50 sekel rechneten, hatte sie später 100 Sekel oder Drachmen.

Eine Ente, aus Basalt gearbeitet, kam als Beutestück aus Babel nach Ninive, wo sie gefunden wurde. Sie trägt die Inschrift: „30 minen justierten Gewichts. Palast Jrbamarduts, des Königs von Babylon."

Uufwärts gerechnet ergaben 60 Talente ein foß, 600 ein ner, 3600 ein far, wie auch in andern Rechnungen.

In Senkereh fand Loftus 1854 eine Tafel mit folgenden Rechnungen: 43 roß +21=512 45 foß + 4 = 52. 46 10ß + 49 = 53? 48 foß + 36 = 54. 50 foB + 25 = 55. 52 lopi + 16 = 562. 54 foß +9= 572 56 foß + 4 = 582. 58 foß + 1 = 59. 60 10B = 60%.

Geometrie. Gewiß haben die Babylonier und Ulsyrer auch in dieser Wissenschaft Ansehnliches geleistet, aber es ist uns so gut wie nichts davon bes kannt geworden. In Senkereh fand man Tontafeln mit geometrischen Zeichnungen. Sie teilten den Himmelskreis in 360 Grade ein. Sie wußten auch, daß der halbe Durchmesser des Kreises sich sechsmal in deffen Peripherie eintragen läßt, wodurch das regelmäßige Sechsec entsteht. Sie konnten Erech als ein Siebened aufbauen.

1) 2. Sam. 14, 26.

Elfter Abschnitt.
Die Städte beider Reiche.

Es ist selbstverständlich, daß wir von den babylonischen und assyrischen Städten und ihren Bewohnern bei weitem mehr wissen, als von dem flachen Cand und den Candleuten; denn in den Städten wohnte die Kultur vornehmlich. Dort schuf sie auch die steinernen Zeugen, die noch nach tausenden von Jahren zu uns reden. Wie in andern Ländern und zu andern Zeiten entstanden auch hier die Großstädte von Babylonien und Assyrien nicht mit einemmale, sondern nach und nach, vorzugsweise durch Zusammenwachsen benachbarter Ortschaften. Nur wenige Städte wurden von vornherein nach einheitlichem plan angelegt und ausgebaut. Die Großstädte aber hatten vor den heutigen vieles voraus, wie den überaus wichtigen Vorteil, daß fruchttragende Felder und Milch- und Schlachtvieh nährende Wiesen oder Weiden zwischen den einzelnen Stadtteilen oder, wie in Babylon, zwischen den beiden Mauern und den eingeschlossenen Häuservierteln lagen. Sodann findet sich in ihnen nicht das Unwesen himmelhoher Wohnhäuser und zusammengedrängter Mietskasernen, wodurch den Einwohnern Licht und Luft entzogen wird. Aber bei diesem Vorteil der einbezogenen Felder und Wiesen ist doch noch nicht erklärt, wie diese Städte mit Millionen von Einwohnern ohne die heutigen Verkehrsmittel ernährt wurden und sogar längere Belagerungen aushalten konnten? Man kann ja zur Erklärung dieser Tatsache die Einfachheit in der Lebensweise besonders betr. der Nahrungsmittel heranziehn, wie wir sie noch heute bei den Chinesen finden, die ihre großen Städte Peking, Ranking und Kanton bis in unsere Zeit ohne Eisenbahn und Dampfschiffe ernährt haben. Doch mag noch daran erinnert werden, daß Babylon durch einen großen Strom in zwei Teile geteilt wurde, der imerhin einige Zufuhr gestattete, die Belagerung der alten Zeit auch so enge Kreise kaum um diese großen Städte schließen konnte, daß dadurch aller Verkehr mit der Außenwelt verhindert worden wäre.

Abnunna 1. Umlias.
U ch i z u ch in a war eine assyrische Stadt jenseit des untern Zab.

A ch metha f. Agamatanu.

Adab war eine babylonische Stadt, der Hammurabi wieder aufhalf, da er sie in Not und Bedrängnis fand. Ihr Tempel hieß vermutlich Emach. Vermutlich ist u. diefelbe Stadt am Euphrat, die sonst Adamdun oder Lambun, Udnunki oder Tamnunki heißt.

afadach war eine Stadt am Tigris.
Agade a. s. Babel.

b. eine Stadt bei Sippara, die etwa um 3000 v. Chr.

von Sargon I. gegründet wurde. fr. Hommel 1) hält

Sippara und Agade für eine und dieselbe Stadt. Ugamatanu, später Elbatana, hebr. Achmetha gen. erhob der König Dajaukku oder Dejoces zur Hauptstadt des medischen Reiches. Berühmt sind ihre sieben Ringmauern, deren jede eine andre farbe zeigte. Sie sind bereits früher erwähnt worden.

Agranis nennt Plinius eine babylon. Stadt nahe bei Sippara.
U fab u war eine babylon. Stadt an der affyrischen Grenze.

Ular hallu, eine babylon. Stadt, in deren Nähe Razideuz, König von Babylonien, durch Adadnirari I. von Affyrien besiegt wurde. Später wurde sie von Asurdan I., dann von Tiglatpilesar I. eingenommen.

Alfad f. Babel.
Afzib oder Achsib, Eldippa vergl. d. Verf. Pal. u. Syr.

fufch, eine Stadt am Tigris, war nach jüdischer Ueberlieferung die Heimat des Propheten Rahum, dessen Eltern unter Tiglatpilesar als Gefangene dorthin gebracht waren. Andre suchen die Heimat dieses Propheten in Kapernaum, das im Uramäischen „Dorf Rahums" bedeutet.

Alnirea, ein Gebiet in Babylonien an den Kanälen Zirzirri und Atabduristar.

Ulukari, eine babylon. Stadt am Rahr Sarri, dem Königsfanal, der Euphrat und Tigris verbindet.

Amarda f. Marada.
Amatu oder Hamath 1. des Verf. Pal. u. Syr.
A ma di s. Amida.

Amid a war eine Stadt am obern Tigris im Lande der Kirhi. Sie war Residenz des Königs Ilaniapilzamani und wurde hernach Sik eines assyrischen Statthalters. Vergl. Turabdin.

Ambar una oder Efron f. Pal. u. Syr.
Ana aurutira sbat i. Dethor.
anan a. eine babylonische Stadt.

b. eine affyrische Stadt.
c, die alte Hauptstadt von Elam.

1) Bab. u. Usl., S. 783.

Untafurra war eine alte Stadt bei Sirpurla.
Anudi, eine Stadt in Nordassyrien, vermutlich gleich Umida.
Unzaganis, eine babylon. Stadt.

Apir af erobert Naramsin von Babylonien. Die Lage der Stadt ist noch ungewiß.

Urap di, eine Stadt in Assyrien, nannte Asurnasirpal, König von Affyrien, Tukultiasurasbat. Von hier 30g der Großkönig gegen Zabramman, den Fürst der Dagara.

Urakizu, bei Ptolemäus Eragiza, eine Stadt der Hethiter, wurde mit Affyrien vereinigt.

Ararma f. £arsa.
Uratta . Lamkurru.

urba e war eine affyrische Stadt am Chabur. Hier fand Cayard sehr alte Bildwerke, die den Namen des Patesi oder Sangu Musesninib trugen. Wie Haran gehörte Urbae, ehe es assyrisch wurde, zu dem Reich der Kissati.

Urbela war eine alte assyrische Stadt am oberen Tigris zwischen dem großen und kleinen Zab. Die Ziegel, die man in seinem Trümmerhügel gefunden hat, sind seltsamer Weise ohne Inschriften. Hier stand neben dem Tempel der Iftar von Arbela eine Priesterschule. Bei Arbela besiegte Alerander d. Gr. den persischen König Darius Kodomannus 331 v. Chr. Noch heute ist Erbil eine volfreiche Stadt.

ardariffa f. Urdalika.

Uribua, eine patinäische Stadt, wurde unter Usurbanipal assyrisch.

Uridi war eine Stadt im nördlichen Assyrien.
Urimu und Arumu s. Urume.
Arfa oder Arať . Pal. u. Syr.
Urtus. Uruk.
Armad oder Arwad s. Pal. u. Syr.
Arman war eine Stadt in Nordbabylonien nahe bei Gannanati.

A r paha oder Urrapha war Siß eines assyrischen Statthalters. Die Stadt lag im Südosten des Reiches nach Elam zu.

Arzasku oder Ärzaskunu, eine Stadt in Armenien, die von Salmanaffar II. erobert wurde.

Ärz u china oder Azzuchina war eine Stadt in Nordbabylonien, in deren Nähe Tiglatpilesar 1. die Babylonier schlug.

Asnunna, eine babylonische Stadt an der Grenze von Elam, in der in alter Zeit ein Datesi herrschte.

assur, einst die Residenz der assyrischen Könige, die Stadt der Mitte genannt, heute die große Trümmerstätte Kalat Schirgal, wurde in urpordentlicher Zeit am rechten Ufer des Tigris erbaut und nach seinem Schußgott genannt. Bis zu Šargon II. hielten die affyrischen Könige hier Residenz. Die Stadt bestand noch, als der Perserkönig Kyros Babel erobert hatte. Die Backsteine feiner Trümmer tragen häufig den dreizeiligen Stempeldrud: „Palast des Udadnirari, Königs des Ull, Sohnes des Puduilu, Königs des Candes Assur, Sohnes des Belnirari, Königs des Landes Affur." Der Tempel des Gottes Usur führte den Namen Eharsagkurkura oder Eharsaggula, Esora. Zur Zeit des Patefi oder Priesterfürsten Erisum war dieser Tempel bereits gebrechlich geworden und mußte wiederhergestellt werden. Eine hier gesammelte Bibliothek ist entweder ganz verloren gegangen oder liegt noch unter Schutt und Trümmern begraben. Man findet hier fog. Tonpilze, figuren von Pilzgestalt, die in die Mauern eingelassen sind und häufig Inschriften tragen. Daneben hat man auch Tonprismen und gegen fünfzig Alabastertafeln mit Inschriften gefunden. Die neuesten Uusgrabungen der deutschen Orient-Gesellschaft haben in dem nördlichen Teil des Trümmerhügels das Gurgurri-Tor oder Tor der Metallarbeiter aufgedeckt. Die Befestigung bestand aus zwei zum Teil noch wohlerhaltenen Verteidigungslinien, deren jüngere aus der Zeit Salmanassars II. stammt. Etwa 400 Meter von diesem Tor entfernt fanden sich die Reste des Neujahrfesthauses des Gottes Usur, Kalksteinquadern in einem wohl bewässerten Park. Als Erbauer gilt Sanherib.

ufurnasir aplu nannte Asurnasirpal von Uffyrien die von ihm am Quellort des Subnat erbaute Stadt, wo er auch seine Bildsäule aufstellte.

Usurkis a ließ Tiglatpilesar III. als Festung in Urarti bauen.

Aliinni, eine Stadt der Hethiter, eroberte ebenfalls Tiglatpilefar III

Atlila, eine baufällige Stadt in der armenischen Landschaft Jamua, baute Usurbanipal wieder auf.

Avva, das in 2. Kön. 17, 31 2. neben hamath, Arpad, Sepharvajim, Gosen, Rezaph und andern mesopotamischen Städten genannt wird, mag eine Stadt der Kissati gewesen sein. Ihre perpflanzten Einwohner dienten auch in Samarien ihren Gößen Nibhas und Thartak.

A v vim f. Pal. u. Syr.

U z upiram, eine Stadt am Euphrat, war der Geburtsort des Königs Sargon I. Meißner übersetzt das Wort mit „Crocusstadt“.

B ab bar unuti s. Carsa.
B ab bilki lag am untern Euphrat oder am Kanal Arachtu.
B abdur, eine Stadt, deren Cage nicht bekannt ist.

Babel, in K. S. Babilu Tor Gottes, auch Babil, Babili, Babilum geschrieben. Pinches leitet das Wort von babalam ab, erklärt es für nichtsemitisch und vergleicht das deutsche ,,babbeln". Man kann hier merken, daß die Sprachverwirrung von Babel heute noch nicht zu Ende ist. In Gen. 10, 10 heißt Babel nicht eine Gründung Timrods, sondern der „Anfang seiner Herrschaft“, ist also älter als das von Mimrod gegründete Ninive. Die Sumero-Akkadier nannten Babel Tintirki,

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