Ҿ˹˹ѧ
PDF
ePub

Blind e ku h.

O liebliche Therese!
Wie wandelt gleich in's Bdre
Dein offnes Auge fiche!
Die Augen zugebunden
Hast du mich schnell gefunden,
Und warum fingst du eben mich?

Du faßtest mich auf's beste,
Und hieltest mich ro feste;
Ich rank in deinen Schoos.
Kaum warst du aufgebunden,
War alle Lust verschwunden;
Du ließest kalt den Blinden los.

Er tappte hin und wieder,
Verrenkte fast die Glieder,
Und alle foppten ihn.
Und willst du mich nicht lieben,
So geh' ich stets im Crúben,
Wie mit verbundnen Augen hin.

Sh r i ft el.

Hab' oft einen dumpfen düstern Sinn, Ein gar so schwerés Blut!. Wenn ich bei meiner Christel bin, Ist alles wieder gut. Ich reh sie dort, ich feb sie hier Und weiß nicht auf der Welt Und wie und wo und wann sie mir, Warum fie mir gefállt,

Das schwarze Schelmenaug dabrein,
Die schwarze Braue drauf,
Seh' ich ein einzigmal binein,
Die Seele geht mir auf.
Ist eine, die so lieben Mund,
Liebrunde Wånglein hat?
Ach, und es ist noch etwas rund,
Da fielt fein Aug fido fatt!

Und wenn ich sie denn fassen darf
Im luft'gen deutschen Tanz,
Das geht herum, das geht so scharf,
Da fühl’ich mich so gang!
Und wenn's ihr taumlig wird und warm,
Da wieg' ich sie sogleich
An meiner Brust, in meinem Arm;
P8 ist mir ein Königreich!

[ocr errors]
[ocr errors]

Und wenn sie liebend nach mir blickt
Und alles rund vergißt,
Und dann an meine Brust gedruckt
Und weidlich eins geküßt,
Das läuft mir durd) das Rückenmark
Bis in die große Zeh!
Ich bin so schwach, ich bin so stark,
Mir ist so wohl, so weh!

Da möcht' ich mehr und immer mehr,
Der Tag wird mir nicht lang;
Wenn ich die Nacht auch bei ihr wår,
Davor mår' mir nicht bing.
Ich denk', ich halte sie einmal
Und buķe meiiie Luft;
Und endigt sich nicht meine Qual,
Sterb' ich an ihrer Brust!

Die Sprdde.

An dem reinsten Frühlingsmorgen
Ging die Schäferin und sang,
Jung und schon und ohne Sorgen,
Daß es durch die Felder klang,
So la la! le ralla!

Thyrfis bot ihr für ein Máulchen
Zwey, drey Schäfchen gleich am Ort,
Schalkhaft blidte sie ein Weilchen;
Doch sie fang und lachte fort,
So la la! le ralla!

Und ein andrer bot ihr Bånder
und der dritte bot sein Herz;
Doch fie trieb mit Herz und Bändern
So wie mit den Låmmern Scherz,
Nur la la! le ralla!

Die Bekehrte.

Bei dem Slauze der Abendróthe
Ging ich stil den Wald entlang,
Damon saß und blies die Flöte,
Daß es von den Felsen klang,
So la la!

Und er zog mich, ach, an sich nieder,
Stufte mid fo bold, fo fub.
Und ich fagte; blase wieder!
Und der gute Junge blies,
So la la!

Meine Nube ist nun verloren,
Meine Freude floh davon,
Und ich höre vor meinen Ohren
Immer nur den alten Ton,
So ia la, le ralla.

u. f. w

Rettung.

Mein Mädchen warð mir ungetreu,
Das machte mich zum Freudenhafer;
Da lief ich an ein fließend Wasser,
Das Wasser lief vor mir vorbei.

Da stand ich nun, verzweiflend, stumm;
Im Stopfe war mir’s wie betrunken,
Fast wär' ich in den Strom gesunken.
Es ging die Welt mit mir herum.

Auf einmal hórt' ich was, das rief -
Ich wandte just dahin den Rijcken
Es war ein Stimmchen zum Entzücken:
,, Nimm dich in Ucht! der Fluß ist tief."

Da lief mir was durch's ganze Blut,
Ich seh', so ist's ein liebes Mädchen;
Ich frage fie: wie heißt du? Statiden!"
Oldones Kåthen! Du bist gut.

Du håltst vom Tode mich zaric,
Auf immer dank' ich dir mein Leben;
Allein das heißt mir wenig geben,
Nun Ten auch meines Lebens Glück!

und dann Ilagť id ilir meine Noth, Sie schlug bie Mugen lieblich nieder; 3d fußte fie und fe inich wieder, lind vor der Hand nid)ts mehr von Tod.

Der Mufenrohn.

Durch Feld und Wald zu schweifen,
Mein Liedchen wegzupfeifen,
So gehts von Ort zu Ort!
und nach dem Cakte reget,
Und nach dem Maaß beweget
Sich alles an mir fort.

Ich kann fie kaum erwarten
Die erste Blum im Garten,
Die erste Blúth' am Baum.
Sie grüßen meine Lieber,
Und kommt der Winter wieder,
Sing' ich noch jenen Traum.

Ich sing' ihn in der Weite,
Auf Eises Lång' und Breite,
Da, blüht der Winter schön!
Auch diese Blüthe chwindet
Und neue Freude findet
Sich auf bebauten Hohn.

[merged small][ocr errors][merged small][merged small]
« ͹˹Թõ
 »