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B ed i n g ung.

Ihr laßt nicht nach, ihr bleibt dabei,
Begehret Rath, ich kann ihn geben;
Allein, damit ich ruhig led,
Versprecht mir, ihm nicht nachzuleben.

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Wenn dir's in Kopf und Herzen fchwirrt,
Was willst du Beifères haben!
Wer nicht mehr liebt und nicht mehr irrt,
Der lafle fich begraben.

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Ich liebe mir den heitern Mann
Am meisten unter meinen Gästen:
Wer sich nicht selbst zum Besten haben kann
Der ist gewiß nicht von den Besten.

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!

Kannst dem Schicksal widerstehen,
Aber manchmal gibt es Schlåge;
Will's nicht aus dem Wege gehen,
Ey! so geh du aus dem Wege!

E in ander 8.

Mußt nicht widerstehn dem Schicksal,
Über mußt es auch nicht fliehen!
Birst du ihm entgegen gehen,
Wird's dich freundlich nach sich ziehen.

Bre i t, wie lang.

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Wer bescheiden ist, muß dulden,
Und wer frech ist, der muß leiden;
Also wirst du gleich verschulden,
Ob du frech feyst, ob bescheiden.

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Willst du dir ein hübsch Leben zimmern, Mußt dich um's Vergangne nicht bekümmern; Das Wenigste muß dich verdrießen; Mußt stets die Gegenwart genießen, Besonders keinen Menschen hassen Und die Zukunft Gott überlassen.

Frisches En, gutes E y.

Enthusiasmus vergleich' ich gern
Der Auster, meine lieben Herrn,
Die, wenn ihr sie nicht frisch genoßt,
Wahrhaftig ist eine schlechte Kost.
Begeist’rung ist keine Håringswaare,
Die man einpokelt auf einige Jahre.

Sel b ft g ef ú h I.

Feder ist doch auch ein Mensch!! -
Wenn er sich gewahret,
Sieht er, daß Natur an ihm
Wahrlich nicht gesparet,

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Ein Bruber ist's von vielen Brüdern,
In allem ihnen völlig gleich,
Ein nöthig Slied von vielen Gliedera,
In eines großen Vaters Reich;
Jedoch erblickt man ihn nur selten,
Fast wie ein eingeschobnes Kind:
Die andern lassen ihn nur gelten
Da, wo sie unvermögend sind.

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Die Jahre.

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Die Jahre sind allerliebste Leut:
Sie brachten gestern, fie bringen heut,
Und so verbringen wir Jungern eben
Das allerliebste Schlaraffen - Leben.
Und dann fällts den Jahren auf einmal ein,
Nicht mehr wie sonst bequem zu seyn;
Wollen nicht mehr schenken, wollen nicht mehr borgen,
Sie nehmen heute, fie nehmen morgen.

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Das Alter ist ein höflich Mana:
Einmal über's andre klopft er an,
Sisetbe's Gedichte. II. Bd.

30

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Aber nun fagt niemand: Herein!
Und vor der Thüre will er nicht seyn.
Da klinkt er auf, tritt ein so schnell,
Und nun heißt's, er fer ein grober Gefell.

G r a b schrif to

Als Knabe verschlossen und trußig,
Als Júngling anmaßlich und stubig,
Us Mann zu Thaten willig,
Als Greis leichtsinnig und grillig! -
Auf deinem Grabstein wird man lesen:
Das ist fürwahr ein Mensch gewesen!

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Wenn ich 'mal ungeduldig werde,
Denk' ich an die Geduld der Erde,
Die, wie man sagt, sich tåglich dreht
Und jährlich so wie jährlich geht.
Bin ich denn für was andres da?
Id folge der lieben Frau Mama.

um g et e h r t.

t

Sind die im Unglück die wir lieben,
Das wird uns wahrlich baß betrüben;
Sind aber glücklich, die wir hassen,
Das will sich gar nicht begreifen lassen;
Umgekehrt ist's ein Jubilo,
Da sind wir lieb und schadenfroh.

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