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Da komint sie und wandelt; ;
Ich eile sobald,
Ein singender Vogel,
Zum buschigen Wald.
Sie weilet und horchet
Und lächelt mit sich :
„Er finget so lieblich
Und fingt es an mich."
Die scheidende Sonne
Verguldet die Höhn;
Die finnende Schöne
Sie láßt es geschehu.
Sie wandelt am Bade
Die Wiesen entlang, !
Und finster und finstrer
Umschlingt sich der Gang;
Auf einmal erschein ich
Ein blinkender Stern.
„Was glänzet da droben?
So nah und so fern ?"
Und hast du, mit Staunen,
Das Leuchten erblickt;
Ich lieg' dir zu Füßen,
Da bin ich beglückt!

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Staum will mir die Nacht noch frommen,
Denn die Träume selber kommen
Nun in trauriger Gestalt,
Und ich fühle dieser Schmerzen,
Stil im Herzen,
Heimlich bildende Gewalt.

Schon seit manchen schönen Fahren
Seh' ich unten Schiffe fahren;
Jedes kommt an seinen Ort;
über ach, die steten Schmerzen,
fest im Herzen,
Schwimmen nicht im Strome fort.

Schon in Kleibern muß ich kommen,
Aus dem Schrant sind sie genommen,
Weil es heute Festtag ist;
Niemand ahnet, daß von Schmerzen
Herz im Herzen
Grimmig mir zerriffen ist.

Heimlich muß ich immer weinen,
Aber freundlich kann ich scheinen.
Und sogar gesund und roth;
Waren tödtlich diese Schmerzen
Meinem Herzen,
Uch! fchon lange war ich tobt.

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Berbrannt find thuren und Chore
Und überall ist es so still;
Das alte verfallne Gemäuer
Durchflettrich, wie ich nur will

Hierneben lag ein Steller,
So voll von koflichem Wein;
Nun steiget nicht mehr, mit Strugen,
Die Kellneriun heiter hinein.

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Sie feßt den Gästen, im Saale,
Nicht mehr die Becher umher,
Sie fügt zum heiligen Mahle
Dem Pfaffen das Fläschchen nicht mehr.

Sie reicht dem lústernen Knappen
Nicht mehr, auf dem Gange, den Erant,
Und nimmt für flüchtige Gabe
Nicht mehr den flüchtigen Dant.

Denn alle Balken und Deden,
Sie sind schon lange verbrannt,
Und Trepp' und Gang und Sapelle
In Sutt und Trümmer verwandt.

Doch als mit Zitter und Flasche
Nach diesen felsigen Hohn
3d, an dem heitersten Tage,
Mein Liebchen steigen gesehn;

Da drángte fich frohes Behagen
Hervor aus veródeter Ruh;
Da ging's wie in alten Lagen
Recht feperlich wieder zu.

Als waren für stattliche Gaste
Die weitesten Räume bereit,
Als fåm' ein Pärchen gegangen
Aus jener tüchtigen Zeit.

Als stånd', in feiner Capelle,
Der würdige Pfaffe schon da,
Und fragte: wollt ihr einander?
Wir aber lådetten: Ja!

Und tief bewegten Gesänge
Des Herzens innigsten Grund,
Es zeugte, statt der Menge,
Der Ego fchallender Mund.

Und als fich, gegen den Abend,
Im Stillen alles verlor,
Da blidte die glühende Sonne
Zum schroffen Gipfel hervor.

Und Knapp und Kellnerin glänzen,
Als Herren, weit und breit;
Sie nimmt sich zum Kredenzen
Und er zum Danke sich Zeit.

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,,Sieb, diefe Seune war so start,
,,Dieß Herz ro fest und wild,
,,Die Knochen voll ron Nittermark,
,,Der Bether angefüllt:

,,Mein halbes Leben stürmt ich fort,
„Verdehnt die Hälft' in Nuh,
,,Und du, du Menschen. Sifflein dort,
,,Fahr immer, immer zu !"

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