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Dr. F. H. Ritter von Arneth:

Das classische Heidenthum und die christliche Religion.

I. Band.

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8956 OCT 27 1905 32a

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Vorwort.

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eit langer Zeit hat mich der Gedanke beschäftigt, die

hellenische und die römische Religion eingehend zu schildern und zu untersuchen, was von Anschauungen, Culturfortschritten und staatlichen Einrichtungen der ältesten Zeit später dem Christenthume zugute kam, seine schnelle Verbreitung so sehr erleichterte, dass es nach drei Jahrhunderten seines Bestehens zur herrschenden Religion werden und nach abermals zwei Jahrhunderten das Heidenthum in den Hintergrund drängen konnte.

Die Lösung der Aufgabe, wie ich sie erfasste, liegt

hier vor.

Nach einer, ,Gedanken über Religion im Allgemeinen“ gewidmeten Einleitung wurde in die Charakteristik der hellenischen und der römischen Religion nach ihren anfänglich so grossen Verschiedenheiten eingegangen und gezeigt, welche bedeutende Wandlungen sie durch Berührung mit anderen Völkern in Kriegen, durch Handel und Colonisationen, durch Staatenbildungen, durch Dichter und namentlich durch Philosophen erfuhren.

Drei Vorkommnisse wurden besonders eingehend erörtert und es wurde versucht, sie verständlich zu machen, weil sie unserer heutigen Auffassung so fern liegen: es sind die Orakel, die Sibyllen und die Apotheosen.

Eine Reihe der früher erwähnten staatlichen Ereignisse und geistigen Fortschritte müssen wir als Vorbereitungen zur schnelleren Verbreitung des Christenthums ansehen. Unter den geistigen Factoren erlangte keiner eine höhere Bedeutung als das Judenthum, jener, lange Jahrhunderte hindurch, ausschliessliche Träger des Monotheismus; auf seinem Boden erwuchs das Christenthum.

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