Die Entwicklung der Gewaltkriminalität in Deutschland: Theoretische Erklärungsansätze im empirischen Vergleich

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Springer-Verlag, 12 .. 2015 - 344 ˹
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Dem gegenwärtigen Rückgang der Gewaltkriminalität in Deutschland und anderen westlichen Industrieländern ging ein jahrzehntelanger erheblich stärkerer Anstieg voraus. Die Frage, wie diese langfristige Zunahme zu erklären ist, steht im Mittelpunkt des Buches. Zu ihrer Beantwortung nimmt der Verfasser einen empirischen Theorienvergleich vor. Hierzu werden zunächst auf Grundlage einer Durchsicht der Diskussion zu empirischen Theorienvergleichen Vergleichsmaßstäbe bestimmt. Da bislang nur wenige handhabbare empirische Vergleichskriterien vorliegen, macht der Verfasser neue Vorschläge zur Operationalisierung einiger aus der wissenschaftstheoretischen Literatur bekannter Kriterien. Anschließend werden die drei Theorien vorgestellt, die miteinander konfrontiert werden sollen: ein neuerer, an Elias und Durkheim anknüpfender Entwurf von Helmut Thome, die auf Gary Becker und Isaac Ehrlich zurückgehende ökonomische Kriminalitätstheorie, sowie Cohen und Felsons Routine-Aktivitäten-Theorie. Der empirische Theorienvergleich wird dann anhand einer Analyse von Daten für die westdeutschen Bundesländer 1971-2004 mittels neuartiger Verfahren für trendbehaftete „pooled cross-section time-series-Datensätze durchgeführt. Im Ergebnis erweist sich die Routine-Aktivitäten-Theorie den beiden anderen Theorien als überlegen, wobei auch sie sich nur mäßig bewährt und nur eine partielle Antwort auf die Ausgangsfrage gibt, wie der Anstieg der Gewaltkriminalität zwischen ca. 1960 und 2000 zu erklären ist.
 

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Verzeichnis der Abbildungen und Tabellen
9
Vorwort
11
1 Einleitung
13
2 Gewaltkriminalität in den westdeutschen Bundesländern und Berlin 197120109
21
3 Empirischer Theorienvergleich
37
4 Die zu vergleichenden Theorien
87
5 Indikatoren und Hypothesen
163
6 Die Analyse von Datensätzen mit wiederholten Beobachtungen für mehrere Einheiten Pooled TimeSeries CrossSection Analysis
200
7 Empirische Analysen für die westlichen Bundesländer 19712004
241
8 Vergleichende Bewertung der Theorien
293
9 Ausblick
315
Literaturverzeichnis
329
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24-jährigen Männer allerdings Analysen Annahme Anomie Anteil Anzahl Arbeitslosenquote Aufklärungsquote Aussagen Bestätigungsgrad Bewährungsgrad Beziehung Bruttoinlandsprodukt Bundesländer Cohen und Felson daher Deliktaufkommen Delikte Deliktraten desintegrativen Individualismus desto höher desto niedriger Durchschnitt Effekt Einwohner empirischen Theorienvergleich entsprechende Ergebnisse Fehlerkorrekturmodelle fraglich Frauenerwerbsquote gefährlichen und schweren Gefangenenrate Gewaltkriminalität guardianship Ɣ Ɣ Ɣ Hausman-Test höher bei statistischer höher die Rate Hypothesen illegalen Indikatoren Jahr Jahr Jahr jeweils Koeffizienten Kointegration Konstrukt Konsum pro Kopf Kontrolle relevanter Drittvariablen Kontrollvariablen Körperverletzung langfristigen legalen Legitimität Meta-Analysen Modell Modernisierungstheorie möglich motivierten Tätern negativ niedriger die Rate Nullhypothese ökonomischen Kriminalitätstheorie Parameter PMG-Schätzer positiv Prozent Punitivität Quote dauerhafter Armut Rate an Gewaltdelikten Raub Raubdelikte reale Regressoren Routine-Aktivitäten-Theorie Seipel sexuelle Nötigung signifikant sollte Sozialausgaben soziale Sozialhilfebezugsquote Sozialhilfebezugsrate Sparquote Spezifikation staatlichen Gewaltmonopols Stärke statistische Signifikanz statistischer Kontrolle relevanter Statistisches Bundesamt Straftaten Tests theoretischen Thome und Birkel Tötungsdelikte Unternehmensinsolvenzen unterschiedliche Validität Varianz verfügbaren Haushaltseinkommen Vergleich verglichenen Theorien Vorhersagen Vorzeichen Zudem Zusammenhang

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Christoph Birkel ist wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Bundeskriminalamt. Sein Fachbereich umfasst die Polizeiliche Kriminalstatistik, kriminalistisch-soziologie Analysen sowie die Dunkelfeldforschung.

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