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hat (S. 14-33), begründet er nach einer Darstellung der Ansichten ihrer Vertheidiger und Gegner die principielle Berechtigung der Mission (S. 34—128) biblijd, religionsphilosophisch und gehichtlich so allseitig, überzeugend und organisch, daß wir diese Partie des Buches trotz iner ganzen Reihe von Ausstellungen, 2) die wir im Einzelnen zu machen haben, als eine gesunde und der weitesten ihr gelungen direct und indirect mitzuwirken zur Unterdrüdung des Kannibalismus, der scheußlichen Menschenschlächtereien, der Kinderopfer, der Wittwenverbrennung, der Polygamie. Es ist ihr gelungen einen nicht zu unterschäßenden Einfluß zu gewinnen auf die Anstrengungen christlicher Regierungen und Gesellschaften zur AbStaffung der Sklaverei und Unterdrüdung des Stlavenhandels, zur Verbesserung der lage des weiblichen Geschlechts und der Jugend. Es ist ihr gelungen durch Beförderung des Colonisationswesens, durch Ausbildung und Bereicherung der fremden Literaturen, durch Einführung der Buchdruđereien, durch Begünstigung des Handwerks und des commerciellen Verkehrs, ganz besonders aber durch Errichtung von Schulen und Rettungsanstalten aller Art für die Civilisirung geistig niedrig stehender Völfer wirklich Großes zu leisten. Endlich hat sie auch der Wissenschaft höchst belangreiche Dienste erwiesen, indem sie der Geographie, Ethnologie, Archäologie, der linguistit und Bölterpsychologie, der Ethnologie und Religionswissenschaft, der Anthropologie, Zoologie und Botanit aus allen Gegenden der Welt eine Fülle des mannigfaltigsten und interessanteften Materials zugeführt hat“ (S. 23 ff., ähnlich S. 101 f. 110).

Nur in Bezug auf die Missionserfolge unter den Culturvöllern urtheilt B. nach vorgefaßter Meinung und daher ungerecht. Es ist nicht Thatfache, daß hier der Erfolg fast gänzlich ausgeblieben,“ daß „die heidnischen Culturvöller sich gegen das Christenthum bisher ablehnend verhalten“ (S. 112). Bus unterschäßt die Widerstandstraft der Religionen der heutigen Culturvölker (S. 109 dagegen im Wider{pruch damit S. 134 wie die indirecten Missionserfolge und überschägt die Erfolge der apostolischen Mission im crsten Jahrhundert (S. 80 ff.), zudem basirt seine ganze Theorie zum nicht geringen Theil auf dem obigen Urtheil und so ist es ganz begreiflich, daß er bei dem besten Willen gerecht zu sein, hier doch nicht wirklich gerecht ist.

2) Abgesehen davon, daß wir weder den biblischen Kriticismus, noch die religionsphilosophischen Voraussegungen des Verf. für begründet erachten fönnen, beanstanden mir die Annahme einer Jeju erst allmählig aufgehenden Erkenntniß von der Univer{alität des Evangelii (S. 54 f.), die allegorische Ausdeutung der Erzählung vom reichen Mann und dem armen lazarus (S. 66), vom ungerechten Haushalter und Richter (S. 67), die Auffassung der Taufe als einer blos „begleitenden in den Eindruc verftärtenden finnbildlichen Handlung für die bereits Gewonnenen“ (S. 80) modificiren das Geseß, daß „die religiöse Entwicelung der Menschheit im beständigen Wechsel von Action und Reaction fich vollzieht so, daß graphisch gedacht die Resultate der verschiedenen Stöße und Gegenstöße eine stetig aufsteigende linie bilden“ (S. 117), finden e8, mildest gesagt, naiv, auf Grund der Anwesenheit einiger Glieder des Brahma Samadich „bei den Zusammenfünften der Anhänger der freien Theologie in London und Wiesbaden“ den Beginn der „Antnüpfung des freieren Christenthums mit Vertretern der gebildeten Heidenwelt“ zu constatiren und darauf hin der Miffion eine neue „weitere Berspective“ zu stellen (S. 115 und Anm. 41), legen Protest ein gegen die Behauptung, daß die Reformbestrebungen des gegenwärtigen, freisinnigen Protestantismus in ihren Principien eine Fortsegung des im 16. Jahrh. angefangenen, aber auf Galbem Bege stehen gebliebenen Erneuerungsprozesses des Christenthums" sei und daß die moVerbreitung werthe Miffonsapologie bezeichnen. Das Resultat dieser Untersuchung wird in die Worte zusammengefaßt: ,, die Miffiondgeschichte lehrt mit der gewaltigen Beredt samkeit ihrer Thatsachen, daß das Christenthum allerding& die Bestimmung und Fähigteit hat, die allgemeine Weltreligion zu werden. Damit ist zugleich die gegnerische Behauptung, als sei das Christenthum nur ein Durchgangspunkt in der religionsgeschichtlichen Entwidelung der Menschheit, widerlegt. Hat es aber Kraft und Beruf zu universeller Verbreitung, so ist die Miffion als solche nicht nur grundfäßlich vollständig berechtigt, fie erscheint nun vielmehr als heilige Berpflichtung, ja als reli: gionsgeschichtliche Nothwendigkeit. Demgemäß ist es eines jeden Christen und zumal der christlichen Gemeinschaften ernfte Pflicht und Aufgabe, fich nach Maßgabe ihrer Kräfte daran zu betheiligen. Das Christenthum muß propagatorisch thätig sein, es liegt in seiner Natur, die Mission aufgeben hieße für Christenthum fich selbst aufgeben. Es wird daher nie von ihr lassen können“ (S. 124 f.).

(Schluß folgt.)

Missions - Zeitung. Unter den neuen Missionsunternehmungen sind es noch immer die oft afritaniden Expeditionen, welche weit über die Kreise der Miffionsfreunde hinaus die allge: meine Aufmerksamkeit in Anspruch nehmen. Halten wir über sie eine kurze Rundschau. Ueber die Gründung von Frere Town in der Nähe von Mombas seitens der Ch.M. S. unter der Oberleitung des sehr tüchtigen Nev. Price ist schon früher Mittheilung gemacht. (S. 142 cf. Ausführlicheres im Ev. Miff. Mag. ds8. 3. S. 152 ff. und 226 ff.). Mittlerweile hat die Niederlassung neue Heimsuchungen erlebt, besonders in Folge schwerer Erkrankungen, die abermals die Rücreise dreier Männer, der beiden Industriegehilfen und leider auch des Arztes nöthig gemacht haben. Statt dessen ist

wie es scheint seitens der englischen Regierung, die sich in Uebereinstimmung mit dem Parlament des Werkes thatfräftig anzunehmen beginnt Commander Russell als weltliches Oberhaupt der Colonie nach Mombas abgegangen, Rev. Lamb, ein über 1 Jahrzehnt derne Theologie, der deutsche Protestantenverein 26. einfach die vollen Consequenzen der Reformation ziehe" (S. 114), bezweifeln es daher auch daß in dieser neuen Theologie „ein neuer Heerd der Missionsthätigkeit sich zu gründen im Begriff sei“ (S. 115 u. 124) und können auf Grund der flaren Weissagungen der Shrift die begeisterte Schilderung des goldenen Zeitalters, mit der B. die erste Abth. seines Buchs schließt (S. 126 ff.), leider nur als einen rhetorischen Traum ansehen. Nur kurz seien eine Reihe 3rr: thümer erwähnt, z. B. daß Güßlaff der Begründer der chinesischen Mission und daß fich eine freie mit ihm zusammenhängende Thätigkeit erhalten (S 29), daß Trankebar ein selbständiges Missionsgebiet (S. 109), daß Barmen und Bremen verwechselt, Boston ein Missionsseminar zuertheilt wird (S. 171—222), daß die Berliner aus confessionellen Gründen sich in 3 verschiedene Gesellschaften getrennt (S. 172) 2.

Von Herzen stimmen wir in den Appell ein, den der Verf. indirect an die Universitätslehrer ergehen läßt (S. 31), bemerken aber, daß z. B. auch Prof. Plitt in Erlangen und Christlieb zit Bonn Vorlesungen über Milfo-Geschichte Halten, die unsres Wissens fich eines guten Besuche erfreuen.

an der Westküste Afritas bereits erprobter Mann, als Gehilfe u. ev. falls seine anges griffene Gesundheit ihn zur Rüdreise nöthigen sollte, ale Nachfolger Brices eingetreten, Mev. Binns in Sisuludini der langjährigen Station Rebmanns ftationirt, um ev. von hier aus später weiter ins Innere vorzudringen und haben mehrere weitere Gehilfen die entstandenen Lüden ausgefüllt (Ch. M. Int. and Rec. p. 301 f. 1. 437 f.). Nach Beendigung der so viel Zeit und Kraft erfordernden äußerlichen Arbeiten hofft man mit mehr Nachdruď als bisher das eigentliche Misfionswert in Angriff nehmen zu können. Uebrigens haben bereits Erstlinge fich zur Aufnahme in die christliche Kirche gemeldet. Aus dem Misuludini benachbarten Giriama erschienen die Abgesandten einer kleinen Schaar von 13 Wanitas, welche durch einen früheren Anecht Rebmanns das Evangelium kennen gelernt und baten um die Taufe und einen Lehrer. So trägt also die mit so großer Geduld auf Hoffnung ausgestreute Saat unseres Landsmanns jett die Frucht. Durch 2 vom 18. April d. 3. datirte Proclamationen des Sultans von Zanzibar, welche die Spedirung und Versorgung von Sklaven - Karawanen aus dem Innern aufs Nachdrüdlichste untersagen (Ch. M. Int. and Rec. p. 436 f.), hat der oftafrikanische Sllavenhandel einen neuen Stoß erhalten.

Die ostafrikanische Unternehmung der Ch. M. S., welche eine Niederlassung im Norden des Victoria Nyanza in Uganda, dem Lande König Mtesa's zu ihrem Ziele hat, wird jeßt, nachdem alle Vorbereitungen beendet, gleichfals ins Wert gesegt. Man hat sich definitiv statt des früher ins Auge gefaßten Wege durch Egypten, Nubien und den weißen Nil hinauf für die andere Route von Mombas aus über Unyamyembe und Karagwe nach Uganda entschieden und find die 7 resp. 9 Männer, welche zu dieser Erpedition ihre Dienste angeboten haben, ießt sämmtlich auf der Reise nach ihrem Beftimmungsort. Zwei von ihnen der vorhin erwähnte Rev. Binns und der Ingenieur Clarke sollen etwa 100 (engl.) Meilen von Zanzibar in Usagara eine Station begründen, die als die zweite Basis (Mombas resp. Frere-town die erste) für die Nyanza Mission dienen soll. Unter den 7 ist wieder ein Arzt, der erst eine halbe Stunde vor der feierlichen Entlassung der übrigen dem Comité vorgestellt wurde. Die Expedition ist in ausgezeichneter Weise ausgerüstet, auch ein kleines Küstenschiff und ein Dampfboot für den Gebrauch auf Fluß und See ihr beigegeben (Ch. M. Int. and Rec. p. 370 f.).

Die dritte ostafrikanische Missionsunternehmung, die von der schottischen Freitirche ausgeht, der sowohl die United Presb. Church als die Church of Scotland ihrerseits Helfer resp. Pioniere beigegeben, beabsichtigt am Südende des Nyaffa Sees (geographische Dilettanten dürfen diesen See nicht mit den Nyanza-Seeen verwechseln) ihrem landsmann Livingstone zu Ehren eine Misfionsniederlassung zu gründen, die bereits den Namen Livingstonia erhalten hat. Fast ohne alle Unfälle ist diese Expedition auf dem Wasserwege via Zambefi-Schire am Ziele ihrer Bestimmung angelangt. Das zum Auseinandernehmen eingerichtete Dampfboot auf dem sie die Reise gemacht, mußte allerdings an den Murchison-Stromschnellen in seine einzelnen, je nur 50—60 Pfund Ichweren Theile zerlegt und von 650—700 Schwarzen ca. 50 Meilen weit getragen werden. Aber alles lief glüdlich ab und am 12. v. M. dampfte der Ilala unter den Lobliedern seiner Passagiere in den Nyassa ein. In der Nähe des weit in den See hineinragenden Vorgebirges Cap Maclear ging das Schifflein vor Anker und occupirte den Boden für das zukünftige livingstonia. Natürlich wurde die Erscheinung des Dampfers von den Anwohnern des Sees mit großem Staunen und von den Sklavenhändlern mit Entsegen begrüßt (Free Ch. of Scotland Rec. p. 54 ff. Miss. Rec.

um

of the Unit. Presb. Ch. 49 ff. vgl. Ev. M. Mag. S. 201 ff.). Nach den neuesten Nachrichten hat der Ilala umfassende Recognoscirungstouren auf dem See gemacht und diesen viel größer gefunden, als Livingstone angenommen. Spuren zerstörter Dörfer und Skelette von auf dem Marsche gestorbener Sklaven fand man auf den ins Land gemachten Streifzügen in Menge. Von der Bevölkerung werden die weißen Männer durchgehende freundlich empfangen, nur die Stravenhändler find über ihr Erscheinen erzürnt (Ch. of Scotland Rec. Juli p. 102 f.) Mittlerweile hat die Free Church auch noch einen Arzt nachgesendet und ist auch die Expedition der Church of Scotland, bestehend aus 11 Mann, unter ihnen ein Arzt, leider aber noch kein Geistlicher, auf dem Wege, um ihrerseits gleichfalls in der Gegend des Nyassa-Sees eine eigne Miffion (also die vierte selbständige Untersuchung) ins Wert zu segen (Church of Scotland Rec. p. 80 f., Free Ch. Rec. 146 f.).

Zum fünften wil sich die University Mission endlich wieder aufraffen und ist der Bischof derselben Dr. Steere gleichfalls nach dem Nyaffa - See aufgebrochen,

am nordöstlichen Gestade desselben Sees eine Miffionsniederlassung zu versuchen und zwar da seine europäischen Begleiter erkrankten, wie es scheint nur von wenigen Eingebornen begleitet, unter ihnen die bekannten treuen Diener Livingstones Tschuma und Suft (Free Church of Scotland Rec. p. 117. und Globus S. 144). Nach seiner Rüdkehr berichtet der Bischof, daß er mit einem Häuptling ein Abkommen getroffen und auch Ruheorte auf dem Wege ausgesucht habe (Calwer M. BI. S. 55).

Endlich ist eine rechte Unternehmung zu registriren, die in Folge einer durch eine Gabe von 5000 Pf. unterstügten Anregung Mr. Arthingtons die London M. S. in die Band genommen und die ihr Augenmert nach udidididhi am Tanganyita. See (also zwischen den Nyanza-Seen und dem Nyaffa) gerichtet hat. Diese Expedition befindet sich zur Zeit noch im Stadio der Vorbereitung. Es ist vorläufig, nachdem man von der Ch. M. S. und der Free Ch. of Scotland alle nöthigen Informationen eingezogen, ein erprobter afrikanischer Miffionar Rev. Roger Price ein Schwiegersohn Moffats nach Zanzibar entsendet, um von dort aus die zur Ausführung des Planes nöthigen Forschungen anzustellen (The Chronicle of the London M. S. p. 124 f.).

Wir sehen, die Missionsfreunde in England gehen mit Energie an die Volstredung des Testaments livingstones und das Denkmal, das sie ihrem großen Landsmanne in Afrika setzen, verspricht unter dem Segen Gottes, seiner würdig zu werden.

Aus 3 apan wird gemeldet, daß durch ministerielle Berordnung vom 1. April dis. I. ab durch das ganze Land der Sonntag als allgemeiner Ruhetag eingeführt worden, nachdem bis jeßt der 1. 6. 11. 16. 21. und 26. jedes Monats als Feiertage gegolten. Es war schon Ende 1872, als der Mikado das abendländische Kalenderjahr an die Stelle der Mondjahrrechnung legte, die Einführung des Sonntags beabsichtigt, aber wie man sagt in Folge untluger Acußerungen eines französischen katholischen Priesters wurde diese Intention durch eine antichristliche Reaction vereitelt. Jest soll eine Reaction tanm zu fürchten sein (Ch. M. Int. p. 440 und New York Indep. vom 1. Juni).

Wie schon früher angedeutet (S. 143) hat die Ch. M. Soc. eine ernftere Inan. griffnahme der Miffion unter den Mohammedanern, zunächst auf iyren bisherigen

Arbeitsgebieten: Indien, Berfien, Syrien mit Balästina und Westafrika ins Auge gefaßt. Es wurde zu diesem Zwed bereits im October des v. f. eine interessante Conferenz zu Pondon gehalten, an der unter vielen Miffionaren aus Afrika und Indien auch Misfionar Bruce aus Persien, und Bischof Gobat aus Jerusalem theilnahmen (Church M. Int. and Rec. p. 6 ff. u. 177 f. Vgl. Ev. Miff. Mag. S. 236 ff.). Nun ist man vom Rathen auch bereits zu Thaten übergegangen. Zunächst hat man von Sierra Leone (und auch vom Niger aus) die mohammedanisirten Negerstämme Westafrikas ins Auge gefaßt und einen arabisch redenden bekehrten Juden, Schapira, von London aus entsandt, der neben einer unterrichtlichen Thätigkeit im Furah-Bay-Colleg wesentlich den Mohammedanern das Evangelium verkündigen soll. Wie es scheint findet er unter ihnen mehr Eingang als man erwartet (Int. 248 ff.). Auch von den Bullom-Negern wird Aehnliches berichtet. Sodann hat die Ch. M. S. ihre Thätigkeit in Palästina ausgedehnt. Missionar Zeller ist von Nazareth nach Jerusalem übergesiedelt um dort arabisch redende Eingeborne zu Gehilfen zu bilden, Miffionar Klein (ou für arabische Bücher und Trattate sorgen und Missionar Wolters ist von Smyrna nach Palästina übergesiedelt, um unter den östlich vom Jordan wohnenden Beduinen zu arbeiten. Auch unter den Drusen wird das Werk in Angriff genommen. Außerdem begeben sich noch 2 englische Geistliche nach Palästina, von denen der eine als Superintendent dem ganzen Werke vorstehen, der andre in Jaffa eine neue Station begründen soll (Int. 435 f.). Nach Bersien ist Mr. Bruce zurüc gekehrt und ist es ihm durch Vermittlung des englischen Consuls gelungen, seine durch die perfische Regierung geschlossene Schule wieder zu eröffnen (Int. 242. 372 f.).

Ueber den jetzigen Stand der evangelischen Judenmission bringt die neuste Nummer der Dibre Emeth folgende Statistik: „An erster Stelle muß hier England genannt werden, wiewohl Deutschland das Mutterland der evangelischen Judenmisfion ift.

1) Zunächst die größte Judenmissionsgesellschaft der Christenheit: Die Londoner Gesellschaft für die Berbreitung des Griftenthums unter den Juden feit 1809. Dieselbe hängt mit der englischen Staatskirche zusammen, verwendet jedoch nicht ausschließlich anglikanische Arbeiter in ihrem Dienste und macht es auch keineswegs den von ihren Missionaren die Aufnahme in die christliche Kirche begehrenden Juden zur Bedingung, sich der Staatskirche Englands anzuschließen. Die Londoner Gesellschaft beschäftigte nach ihrem legten Berichte 118 Arbeiter, nämlich ordinirte und nicht ordinirte Miffionare, Göhere Laienagenten, Rolporteure,Shriftvorleser,Shullehrer und Schullehrerinnen und verschiedenartige Gehilfen. Ihre 34 Stationen sind: Europa. 1) in England: London, Liverpool, Manchester; 2) in Holland: Amsterdam und Rotterdam; 3) in Frankreich: Paris, Marseille; 4) in Italien: Rom, Triest; 5) in Deutschland: Köln, Kornthal, Frankfurt a. M., Hamburg, Leipzig, Berlin, Breslau, Posen, Königsberg, Danzig, Memel ; 6) in Desterreich-Ungarn: Wien, Lemberg, Kratau; 7) in Rumänien: Bukarest ; 8) in Rußland: Mischineff, von nun an auch wieder Warschau; 9) in der europäischen Türtei: Konftantinopel. Asien. 10) in der asiatischen Türtei: Smyrna, Damaskus, Jerusalem. Afrita. 11) in Algier: Algier; 12) in Tunis: Tunis; 13) von jeßt auch in Marotto: Mogador; 14) in Egypten: Alegandria; 15) Abyffinien. Die Jahreseinnahme der Gesellschaft beträgt immer einige und 30,000 Bfd. Sterl., 1875 sogar 41,000. Von 1816 bis 1875 find 3574 Juden durch Londoner Missionare getauft worden.

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