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gebornen sich mit Seelenstärke ins Unvermeidliche gefügt haben und unter dem Einflusie des Christenthums gestorben sein.“ – Der Unglaube an jeden Einfluß des Christenthums scheint in diesen Kreisen unerschütterlicher Glaubensartikel zu sein! Wir sind be gierig was der Globus zu der Geschichte sagt, die Nr. 2 des „Beiblattes“ bringen wird.

„O der schreckliche, schreckliche Anblic !" heißt's in einem andern Berichte und doch erleuchtete es das Dunkel, wenn man sah, daß die Holdseligkeit des Jejus. namens das herbe Loos milderte. Ich kam zu Ratu Saki. „Es geht besser mit mit, sagte er, aber meine Kinder sind alle krank und ich habe die ganze Nacht gemacht.“ Ich wußte sein Weib lag im Sterben und befahl Bill mir zu zeigen, wo Sie lag. oli ich mich näherte rief er mir zu: „bleiben Sie wo Sie find, Herr, es ist nicht gerathen, dai Sie ihr nahe kommen." Es war in der That ein furchtbarer Gestant, der mich jeltii in einiger Entfernung unwohl machte. Als ich aber das Weib über ihren Zustand fragte erwiderte sie: „Ich bete die ganze Nacht hindurch bis zum Morgen und den ganzen Tag bis zum Abend. Mein Herz ruhet in Christo.“ Ihr stilfriedliches An gesicht überzeugte mich, daß ihr christlicher Glaube sie aufrecht erhielt selbst in diesem dunkeln, schmutigen, übelriechenden Loche. Ebenso freute ich mich als ich anderwärtë in andre Hütten schaute und hier hinter einem schlafenden Kranken und dort neben einem andern die Bibel erblickte. Ja die Segnungen des Christenthums haben sich ge zeigt in einer Zeit der Schmerzen und der Angst wie diese.“

Freilich lange nicht alle Insulaner, auch nicht alle eingebornen Lehrer und Prediger haben sich bewährt. Die Heimsuchung hat auch viel Unbarmherzigteit, Undankbarkeit und bloßes Maulchristenthum an den Tag gebracht. Aber schreibt ein dritter Missione „obgleich der Glanz Bieler verdunkelt worden ist, der Ruhm Weniger ist um jo hella hervorgebrochen und ich kann gar nicht genug meiner Bewunderung über Etliche Aus drud geben, die obgleich krank und schwach doch auf ihrem Posten so tapfer ausgehalte haben, als es der muthigste Engländer nur immer gethan haben fönnte. Dbgleich ihre Hraft und ihr Herz sie verlassen wollte, Gott war die Stärke ihres Herzens und wird zweifellos ihr Theil sein eriglich“.

Md. Mohammedanische Apologetik.-) Zu einem Derwisch kam ein Mann, der ihm 3 Fragen vorlegte. 1) Warum sagt man Gott sei allgegenwärtig? Ich sehe ihn nicht. Zeige mir, wo er ist. 2) Warum wird der Mensch um seiner Sünden willen bestraft? Er hat keinen freien Willen, denn er kann ja nichts gegen den Willen Gottes thun. 3) Wie kann Gott den Satan mu höllischem Feuer strafen, da er selbst aus Feuer gebildet ist? Feuer fann doch dem Feuc nicht wehe thun ?

Darauf ergriff der Derwisch einen großen Erdklumpen und warf ihn dem France mit aller Gewalt an den Kopf. Der arme Mensch überrascht durch diese schlagende wort beschwerte sich bei dem Kadi. Dieser citirte den Derwisch. „Warum warfst du na Manne einen Erdklumpen an seinen Kopf, statt wie du solltest ihm Antwort auf eine Fragent zu geben ?“ „Das eben war meine Antwort“ erwiderte der Derwisch und jinar die beste, die ich ihm geben konnte in Einem auf alle 3 Fragen. Der Mann sayt, er habe Kopfschmerz. Ich sehe ihn nicht. Er zeige mir seinen Kopfschmerz, fo will ich ihm Gott zeigen. Dann kommt er zu Dir und verklagt mich vor Dir. Was für Hecht hat er dazu? Ich habe ja keinen freien Willen und er hat kein Recht zu verlangen, daß ich bestraft werde, da Gott mich veranlaßte, daß ich ihn warf. Endlich, wie fann Erde Erde verleten? Der Mann ist ja von Erde gemacht. Erde fann Erde nicht wehe thun, wenn Feuer Feuer nicht wehe thun kann.“

Der Frager vergaß diese Lection niemals. 2) The Mission Field 1875 S. 347.

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Passion und Mission stehen in einem untrennbaren Zusammenhange zu einander. Auf der Bassion Jesu Christi beruht alle Mission. „Jesus Christus schreibt St. Johannes ist die Versöhnung für unsre Sünden, nicht allein aber für die unsern, sondern auch für der ganzen Welt" (1. 30h. 2, 2). „Es ist das Wohlgefallen gewesen erklärt St. Paulus – daß in ihm alle Fülle wohnen sollte, und alles durch ihn verföhnet würde zu ihm selbst, es sei auf Erden oder im Himmel damit, daß er Frieden machte durch das Blut an seinem Kreuz durch sich selbst und auch euch, die ihr weiland Fremde und Feinde waret durch die Vernunft in bösen Werken, hat er berföhnet mit dem Leibe seines Fleisches durch den Tod, auf daß er euch darstellte heilig und unsträflich und ohne Tadel vor ihm selbst" (Col. 1, 19–22) und abermal: „Nun aber, die ihr in Christo Jesu seib und weiland ferne gewesen, seid nun nahe geworden durch das Blut Iefu, denn Er ist unser Friede, der aus beiden Eins hat gemacht und hat abgebrochen den Zaun, der dazwischen war, in dem, daß er durch sein Fleisch wegnahm die Feindschaft, nämlich das Geset, so in Geboten gestellet war, auf daß er aus zwei Einen neuen Menschen in ihm selber schaffte und Frieden machte und daß er beide berföhnete mit Gott in einem Leibe durch das Kreuz und hat die Feindschaft getödtet durch sich selbst“, (Eph. 2, 13–16). Und solches alles ist nur Auslegung des Wortes Jesu selbst, das er sprach als etliche Griechen, die hinaufgekommen waren auf das Fest, ihn gerne sehen wollten: „Die Zeit ist gekommen, daß des Menschen Sohn berkläret werde. Wahrlich

, wahrlich ich sage euch, es sei denn daß das Waizenkorn in die Erde falle und ersterbe, so bleibt eß allein, wo es aber erftirbt, so bringt ef viele Früchte“ (Joh. 12, 23. und 24). Die Erhöhung Jesu an der Rreuz ist auch nach der Seite hin eine Berklärung für ihn, daß er, inden er als das Lamm Gottes trug die Sünden der Welt, über Juden un) þeiden ein hohenpriesterlicher König wird. Wie „kein Unterschied darin ist, daß sie auzumal Sünder sind und des Ruhms ermangeln, den fie an Gott haben sollten, so werden sie auch alle ohne Verdienst gerecht aus seiner Gnade durch die Erlösung, so durch Christum Jejum geschehen ist, welchen Gott hat vorgestellet zu einem Gnadenstuhl, durch den Glau ben in seinem Blut" (Röm. 3, 23-25). Es hat wol Niemand dieser innern Zusammenhang zwischen Passion und Mission tiefer erschaut ali St. Paulus. Es ist kein Zufall, daß gerade dieser Prediger der Gerek tigkeit allein durch den Glauben', der nichts wissen wollte als Christer den Gekreuzigten, der Apostel der Heiden geworden ist. Die é kenntniß, daß einzig im Kreuze Jesu das Heil des Sünders liege, tritt in der Erfüllung irgend welcher geseßlicher Vorschriften, führte ihn mit Nothwendigkeit dazu auch den þeiden die Thore des Glaubens ausu thun. Das Opfer, das auf Golgatha gebracht wurde, war auch zu groß dazu, als daß es nur einer Nation hätte gelten sollen. Da Gott seiner Sohn in den Tod gab, sollte der Gewinn aus diesem Opfer auch seiner Größe entsprechen. Daher sagt auch die Schrift: „also hat Gott die Welt d. h. wie die verlorne so auch die ganze Menschheit geliebt,

dan er seinen eingebórnen Sohn gab." In dem legten französiiges Kriege forderten wir auch einen Gewinn, der dem vielen edlen Blus

. das vergossen worden war, einigermaaßen entspräche. Uud das auf einen gatha bergossene Blut ist das Blut des Sohnes Gottes! Es hart schon in dem Werthe dieses Opfers, daß es die Versöhnung sein mus für die Sünden der Welt. So folgt die Mission mit Nothwendigkeit aus der Passion.

Ebenso ist die Passion Inhalt der Missionsverkündigung wie Kraft ihre Erfolge. Auch in diesem Stücke müssen alle Missionare in der Fußtapfen des großen Apostels der Şeiden gehen, daß sie sich nicht dafür halten etwas unter den Heiden zu wissen, ohne allein Jesum den ekreuzigten“ (1. Cor. 2, 2). Wer die versöhnende und heiligende acht des Kreuze8 leugnet ist untüchtig zum Missionsbienst. Er ist ch unwillig dazu,-) denn es fehlt ihm die gute Botschaft, die allein

Mission dringt und der Opfer, welche die Mission fordert, werth ist. cht mit allgemeinen religiösen Wahrheiten oder moralischen Vorschriften, ch weniger durch Cultureinflüsse und Civilisationsversuche) wird die idenwelt erneuert, sondern allein durch die Kraft der Predigt bom ceuz. Wo die Mission Erfolg gehabt hat, verdankt sie diesen Erfolg nin Beweisung des Geistes und der Kraft gepredigten Wort vom euz.

Allein so lehrreich und erbaulich es auch wäre diese Gedanken durch le Reihe missionsgeschichtlicher Ilustrationen nun weiter zu begründen d zu beleuchten, so möchte ich doch dies Mal die Aufmerksamkeit auf len andern Zusammenhang zwischen Bassion und Mission richten, wie

fer Text ihn andeutet. Bei Gelegenheit der Ankündigung seines eignen euzes fündigt hier der Herr auch seinen Jüngern Kreuz an, das

in seiner Nachfolge und in seinem Dienst würden zu tragen haben. Sie sein Weg fo sei auch ihr Weg in dieser Welt ein Bassions weg. 3 gibt mancherlei Erkennungzeichen der Jünger Jesu. Eins unter ihnen, s nicht immer gebührend beachtet wird, ist das Kreuz, d. 5. in der prache des N. T. das Leiden um Jeju, um der Gerechtigkeit willen. nn nicht alles Leid ist Kreuz, obgleich alles Kreuz Leid ift. Es gibt Igemein menschl. Leiden, welche über Gläubige und Ungläubige ohne interschied ihrer Stellung zu Christo berhängt werden, die sind aber nicht 18 Kreuz, von welchem in unserm Terte der Herr redet. Kreuz gibt 3 nur in der Nachfolge Iesu. Diejenigen, welche nicht Nachfolger esu sind, bereiten dieses Kreuz, aber sie tragen es nicht. Von den Lachfolgern Jesu muß es aber jeder tragen, wenngleich es auf die einelnen auch verschieden vertheilt ist. „Wer mir nachfolgen will, nehme -in Kreuz auf sich“ sagt der Heiland, damit nimmt er keinen aus. Wehe euch, sagt er ein ander Mal, so euch Federmann wohl redet" Luc. 9, 26). Es ist etwas nicht richtig, es muß da irgend eine Verjeimlichung, ein Zugeständniß an die Welt, eine unlautere Weisheit sein, wenn das Kreuz fehlt. Wir müssen es nicht besser wissen und nicht besser

1) Zödler: das Kreuz Christi. S. 386 ff.

2) Wenn doch die Culturtämpfer einmal eine Mission unter den þeiden in Angriff nähmen! Wir lassen es auf diesen Wettkampf ankommen!

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haben wollen, alß der Herr gesagt hat. Ohne Kreuz teine Krone. Bir
gelangen nur zur Herrlichkeit, so anders wir mit gelitten haben (Möm.
8, 17). Das ist ein großer Trost, wenn wir die Schmadh Christi tra-
gen müssen, aber es ist auch eine ernste Warnung vor Kreuzflüd
tigkeit und Anbequemung an die Welt. Wir können nicht zugleih
bei der Welt und bei Gott in Gunst stehen. Wer der Welt Freum
sein wiú, ist Gottes Freund nicht (Iac. 4, 4). Die Welt hat nur dai
Ihre lieb; sind wir nicht von der Welt, so kann sie uns auch nicht fixi
haben und wir sollen uns ihr auch nicht lieb machen wollen. Es lä
sich solches Suchen der Weltliebe auch nicht entschuldigen durch die Einrede.
dadurch die Welt zu gewinnen. Nicht Accomodation an die Welt über
windet die Welt. Die sich accomodiren und mit der Welt Compromis
machen werden vielmehr „ein dummed Salz, welches zu nichts mehr nüş
ist, als daß es zertreten wird" (Matth. 5, 13). Unser Glaube it
der Sieg, der die Welt überwunden hat, nicht unsre Diplomatie
nicht einmal unsre Apologetik. Der Glaube sucht seine Stüße nicht
der Welt. Es kann nicht Welt Welt überwinden. Zu seinen 34
gen nicht zu Diplomaten, welche Compromisse schließen, hat mi
Christus berufen. Im Zeugnis, im entschiedenen Zeugniß, welches de
Kreuz - wie Paulus so fühn fich ausdrückt eine „Thorheit“ it
läßt, liegt unsre Kraft, unsre einzige, aber auch siege&gewisse Kraft, het
wie zu Anfang der christl. Zeit. Und müssen wir leiden um diejek
Zeugniffes willen, das sich nichts abdingen läßt, so leiden wir

uníci leiden ist auch eine Macht und eine große Macht, wie wir nadher sehen werden. Nur mit seidensfreudigen Jüngern überwindet Christe: die Welt. Soldaten, die das Feuer fürchten, gewinnen nie mals Schlachten.

Wie mit den Jüngern, so ist es nun auch mit den Werten, da in der Nachfolge Jesu gethan werden: fie fordern Selbstverleugnung tragen Kreuz. Die Schmach Christi ruhet auf ihnen, obgleich fie de Welt nur Gutes erweisen. Es ist etwas Bedenkliches um ein dritl

. Werk, das der Welt genehm ist und dem die Schmach Christi fealt. Die Mission gehört zu diesen Werken Gott sei Dank nicht. Sie leidet reichlich um ihres ausgeprägt christl. Charakters willen. Ja es gibt kein im Gehorsam gegen Christi Wort gethane Werk, welches eine größere Verunglimpfung seitens der Welt zu tragen hätte. So oft ihrer gedaột wird in den Reden und Schriften der dem Evangelio abgünstigen Leute, wird sie mit Verdächtigung und Spott überhäuft. Die Shmach deret, die Christum jdmähen, ist reichlich auf die Mission gefallen. Es gehört

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