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Zeilen später geänderten „Mensch“ einen männlichen Fragesteller nötig und sagt daher ungeschickt genug ein anderer, ohne einen „ersten“ vorher gehabt zu haben.

II.

In dem Druck des ungeänderten Wortlautes der vier „Evangelien“ (-Dichtungen) finden sich hier einige Zuthaten:

a) Die Nummern gewisser Verse, wie 54 (S. 32), 6 (S. 33), 10b 11 (S. 35), 620 21b 21a (S. 40), sind fett gedruckt und unterstrichen, um anzuzeigen, daß sie aus ihrer Reihe genommen werden mußten, um den entsprechenden Stellen der anderen Erzähler gegenübertreten zu können: Die Erzähler beobachten nicht immer die gleiche Reihenfolge in den Einzelheiten.

b) Gewisse Worte stehen eingeklammert, wie S. 1 (Dies ist), (der da ist), ich(s). Sie finden sich in der griechischen Urschrift nicht; es sind Zufäße des Uebersezers, und zum Teil notwendige, weil durch die Eigenart der deutschen Sprache geboten (wie S. 15 [9] „N Lf“ 22 ihn, S. 17 [9] „N LE“ 39 des u. a.), zumteil entbehrlich (wie S. 18 [12] „N Mt“ 3 „N Mt“ 3 „N Lk“ 4 Es ist). Ein Tadel gegen den in vielen Stücken unübertrefflichen Uebersezer soll damit nicht ausgesprochen sein.

c) Schräg gedruckt in lateinischen Buchstaben ist, was sich erst in späteren Handschriften, sowie auch in der sehr fehlerhaften Druckausgabe des gelehrten Erasmus (1521) findet, nach der Luther arbeitete.

In den ältesten Handschriften, wie in der von Constantin Tischendorf 1859 herausgegebenen Sinaitischen, oder auch in der 1894 veröffent= lichten Syrischen, finden sich solche Worte nicht. Sie sind daher meist auch in der Englischen Revidierten (1882) und in der Französischen Revidierten (1879) Ausgabe mit Recht fortgelassen oder auf den Rand verwiesen. Die Deutsche Revidierte (1892) hat sie jedoch bis auf einen Fall (S. 83 [49] N Jh" 8 59b) beibehalten. Jh“

Es sind zumteil einzelne Worte, (wie S. 1 [1] „N Mt“ 1 dem Sohne Gottes), zumteil zusammenhängende Säße (wie S. 63 [38] „N Jh“ 3 4 die warteten . . . Seuche er behaftet war), ja auch größere Stücke, wie der Nachtrag zu „N Mk“ [196 198 199 201], und die Erzählung von einer Ehebrecherin „N IH“ [46].

d) Durch ...▷ abgegrenzt sind Stellen, die sich zwar in allen bisher gefundenen Handschriften, also bereits im fünften oder sechsten (nach anderen im 4. oder 5.) Jahrhundert u. Z. vorfinden. Unbefangene Prüfung des Inhalts und der Form solcher Stellen, besonders aber des Zufammenhangs mit dem Vorhergehenden und dem Folgenden läßt sie jedoch meist als spätere Einschaltungen deutlich erkennen.

Auch hier sind es zumteil einzelne Säße (wie in [1]), zumteil größere Stücke (wie die Kindheitsgeschichten [3 bis 11], die zweite Speisung [101], „N Jh“ [18 202]) u. a.

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Nach Prof. Reuß wäre bei „N Mk“ ursprünglich nur: 121-6 44 und 8 27-13 37. Somit wären [1 12—17 19 96-101 103 104 166–169 171 172 181–185 187-193 195 196 198 199 201] mit <▷ zu bezeichnen. Wilke (und ähnlich Prof. Volkmar) hielt bei „N Mt" folgende Stellen für spätere Zusäße: 12 [12] 13 [15] 36 [50] 17 [52] 4 10 [67] 69 [84] 37 [95] 73 4 13 [97] 81-9 [101] 20 [103] 96 [112] 32 [113] 35 39 [115] 10 16 [131] 31 [134] 46 [138] 11 24 25 [141] 14 47 51 52 [182] 15 10 [188] 16 9-20 [196201]. Aehnlich erklären Chr. Baur, Ritschl u. a. eine ganze Reihe von N Lukas"-stellen für eingeschaltet.

Hier sind jedoch fast ausschließlich nur solche Stellen mit ..▷ als nachträgliche Zusäße bezeichnet, bei denen der Leser die Gründe einigermaßen selbst zu erkennen vermag.

Beispielsweise [61] N LE“ 7 29 30. Die beiden Verse unterbrechen die Rede 24-35, ohne daß es klar wird, ob sie als Rabbiworte oder als Worte des Erzählers zu denken wären. Der Deutlichkeit wegen fügen daher mehrere Handschriften zu Anfang von 31 ein: Aber der Herr sprach: [62] erscheint N Lk“ 16 als eingeschoben von jenem Bearbeiter, der später Erzähltes gern vorbereitet. [64] 29 ist von einer Zeichenforderung die Rede. Auf sie weist der Bearbeiter hier (und zwar ungeschickt genug) hin. 17 nimmt aber auf die Einschaltung 16 gar nicht Rücksicht. Die "Gedanken" enthalten nichts von Zeichen“.

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[76] ist bei Mt“ als Einschaltung bezeichnet. An 8 18 [77] schließt sich nämlich unmittelbar 23 [77] an. „N ME" 5 18 [78] läßt den geheilten Dämonischen sich als Schüler anmelden. Daraus macht N LE [76] drei „unreife" Schüler, und der Bearbeiter des „N Mt“ läßt seine zwei unreifen“ Schüler sich nun bei ganz ungünstiger Gelegenheit melden: im Augenblick, wo die Gesellschaft das Schiff besteigt.

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III.

a. Ueberschriften. Die griechische Urschrift läuft (vgl. die dem Titelblatt vorangestellte Probe) ununterbrochen, ohne Punkt und andere Saz oder Lesezeichen, ohne Kapitel- und Versabteilung fort.

Hier dagegen wird das Ganze dem Leser, in größere und kleinere Stücke gegliedert, vorgeführt, ähnlich wie bei Meyer-Weiß, H. Holzmann, Anger u. a. Jedem Stück ist eine Ueberschrift vorgestellt, die enthält:

1) laufende Nummer [ ],

2) Inhaltsangabe,

3) Angabe des bei jedem einzelnen Erzähler vorausgehenden Stückes,

4) Angabe des Ortes, an dem der Erzähler sich den Helden des Stückes zuleßt gedacht hat,

5) in einzelnen Fällen auch Angabe von Stücken des Alten Bundes („Alten Testamentes“), die der Erzähler mehr oder minder (besonders kenntlich in der Ursprache) nachgebildet hat, wie [90 94 ff.).

b. Am Ende jedes Stückes ist angegeben, welches Stück der Erzähler folgen läßt.

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Anleitung zum Gebrauch des Buches

nebst Erklärung der Zeichen und Abkürzungen.

I.

Der Leser begnüge sich vorerst mit einer genauen Prüfung einzelner Stücke der (in größerem Druck gegebenen) Zusammenstellung des, ohne jede Aenderung seinem „Neuen Testament" (Rev. Ausg.) entnommenen, Wortlautes der vier „Evangelien“ (-Dichtungen).

Er suche unbefangen nach möglichst klarer Beantwortung der Fragen:

Welcher der vier Erzähler macht durch Schlichtheit und Einfalt den Eindruck größerer Ursprünglichkeit?

Welcher durch Zusäße von zumteil sachlich Fremdem den Eindruck späterer Darstellung?

An wen ist eine mitgeteilte Rede bei den verschiedenen Erzählern gerichtet zu denken ?

Wo denken sich die Erzähler den Schauplay?

Die durch gesperrten Druck gekennzeichneten Worte werden ihm ein nüzlicher Fingerzeig sein. Hierzu einige Beispiele:

1. S. 69 steht [41] „N Lk“ 5 33 und beten soviel, was „N ME“ ‚N Mt“ fehlt: es ist Eigenart des „N Lk“ (oder eines seiner Bearbeiter), das jüdische Beten (und Fasten) zu betonen (s. auch Sachverzeichnis).

2. S. 221 steht [127] „N Mt“ 192 heilte, „N Mk“ 101 lehrte, und so öfter: der eine Erzähler sieht den Schwerpunkt der Thätigkeit seines Helden in der Krankenheilung, der andere in der Lehre (s. auch Sachverzeichnis).

3. S. 22 steht [13], als Zuhörer gedacht, bei „N Mt Pharisäer und Sadduzäer, bei „N Mk“ niemand, bei „N L“ Volk, bei „N Jh“ Priester und Leviten.

4. S. 159 steht [94] „N ME“ 30 „N Mt“ 12 N Lt“ 10a überall kamen. Wer kam aber? Bei dem einen die Schüler des Täufers, bei den beiden anderen die Apostel. Woher dieser Unterschied? „N Mť“ hat eine Zeile übersprungen.

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5. S. 267 steht [150] „N Mt“ 34b: Und es wagte ihn niemand weiter zu fragen. Bei „N Mt“ und „N Lk“ fehlt ein solcher Vermerk. Warum? Sie haben ihn an anderer Stelle gebracht, der eine später [153], der andere früher [149], wie sich aus beigefügten Parallelen ergiebt (s. auch Sachverzeichnis: Vorwegnahme, Umstellung).

6. S. 338 steht [184] „N Mk“ 69 die Magd. „N Mt“ macht daraus eine andere, als sei es unwahrscheinlich, daß dieselbe Magd innen und außen gegen Simon den Vorwurf erhoben hätte. „N Lk“ kann weder die eine, noch die andere brauchen: er hat wegen des willkürlich einige

Zeilen später geänderten Mensch einen männlichen Fragesteller nötig und sagt daher ungeschickt genug ein anderer, ohne einen „ersten" vorher gehabt zu haben.

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II.

In dem Druck des ungeänderten Wortlautes der vier Evangelien“ (-Dichtungen) finden sich hier einige Zuthaten:

a) Die Nummern gewisser Verse, wie 54 (S. 32), 6 (S. 33), 10b 11 (S. 35), 620 21b 21a (S. 40), sind fett gedruckt und unterstrichen, um anzuzeigen, daß sie aus ihrer Reihe genommen werden mußten, um den entsprechenden Stellen der anderen Erzähler gegenübertreten zu können: Die Erzähler beobachten nicht immer die gleiche Reihenfolge in den Einzelheiten.

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b) Gewisse Worte stehen eingeklammert, wie S. 1 (Dies ist), (der da ist), ich(s). Sie finden sich in der griechischen Urschrift nicht; es sind Zufäße des Uebersezers, und zum Teil notwendige, weil durch die Eigenart der deutschen Sprache geboten (wie S. 15 [9] „N Lk“ 22 ihn, S. 17 [9] „N LE“ 39 des u. a.), — zumteil entbehrlich (wie S. 18 [12] „N Mť“ 3 „N Mť“ 3 „N Lk“ 4 Es ist). Ein Tadel gegen den in vielen Stücken unübertrefflichen Ueberseßer soll damit nicht ausgesprochen sein.

c) Schräg gedruckt in lateinischen Buchstaben ist, was sich erst in späteren Handschriften, sowie auch in der sehr fehlerhaften Druckausgabe des gelehrten Erasmus (1521) findet, nach der Luther arbeitete.

In den ältesten Handschriften, wie in der von Constantin Tischendorf 1859 herausgegebenen Sinaitischen, oder auch in der 1894 veröffentlichten Syrischen, finden sich solche Worte nicht. Sie sind daher meist auch in der Englischen Revidierten (1882) und in der Französischen Revidierten (1879) Ausgabe mit Recht fortgelassen oder auf den Rand verwiesen. Die Deutsche Revidierte (1892) hat sie jedoch bis auf einen Fall (S. 83 [49] „N Jh“ 859b) beibehalten.

Es sind zumteil einzelne Worte, (wie S. 1 [1] „N Mt“ 1 dem Sohne Gottes), zumteil zusammenhängende Säße (wie S. 63 [38] „N Jh“ 3 4 die warteten... Seuche er behaftet war), ja auch größere Stücke, wie der Nachtrag zu „N Mk“ [196 198 199 201], und die Erzählung von einer Ehebrecherin N Jh“ [46].

d) Durch ...▷ abgegrenzt sind Stellen, die sich zwar in allen bisher gefundenen Handschriften, also bereits im fünften oder sechsten (nach anderen im 4. oder 5.) Jahrhundert u. Z. vorfinden. Unbefangene Prüfung des Inhalts und der Form solcher Stellen, besonders aber des Zufammenhangs mit dem Vorhergehenden und dem Folgenden läßt sie jedoch meist als spätere Einschaltungen deutlich erkennen.

Auch hier sind es zumteil einzelne Säße (wie in [1]), zumteil größere Stücke (wie die Kindheitsgeschichten [3 bis 11], die zweite Speisung [101], N Jh" [18 202]) u. a.

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