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1, Einleitung, $. I:10. 2. Von der heiligen Schrift, . II:26. 3. Von Gott dem Schöpfer und Erhalter aller Dinge, S. 27:48. 4. Bon dem Ebenbilde Gottes, . 49. 5. Bon dem tiefen Berderben der Menschen, S. 50 - 56.

6. Bon den Engeln, S. 57-62.

7, Pon Jesu Christo unserm Seilande, g. 63-83. 8. Bon dem Bater, Sohn und heiligen Geift, S. 84. ! 9. Von dem Vater unsers Herrn Jesu Christi, §. 85-98. 10. Von Jesu Chrifto dem Sohne Gottes, $. 99105, II. Bon dem heitigen Geiste, S. 106: 116. 12. Von dem Willen Gottes von unsrer Seligkeit, S. 117, 13. Von dem Glauben, g. 118135. 14. Von der heiligen Taufe, S. 136: 142. 15. Bom' heiligen Abendmahl, $. 143: 148.

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16. Bon der Beiligung, S. 149:168.

17. Von den Geboten Gottes, S. 169: 176, 18. Pon der Liebe zu Gott, S. 177:211. 19. Von der Liebe zum Nachften, $. 2125 229. 20. Von der Gemeine Iesu, g. 230-257. 21. Bom Jode und dem Seimgang der Gläubigen zum Berrn

$. 258 - 261. 22. Von der Erscheinung Jefu Chrifti und der Huferstehung

der Sodten, $. - 262-265. 23. Von dem allgemeinen Weltgericht, g. 266-270. 24. Von dem ewigen Leben und der Berbammniß, §. 271:277,

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§. 1.

Greich

, in Anfang der Bücher Mofis tefen wir, daß

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Gott den ersten Menschen Udam nach seinem Bilde erschaffen habe, daß aber dieser mit seinem Weibe Eva, die ihm zur Gehülsin gegeben worden, nicht lange darauf seinem Schöpfer ungehorsam worden fer, und die Sünde in die Welt gebracht habe. Die Folgen von diesem betrübten Falle waren, noch an dem Tage, daß fie beide anfingen, sich vor Gott zu fürchten, sich vor seinem Angesichte zu verstecken, und, anstatt ihre Sünde zu bekennen, die Schuld auf andere zu fchies ben: das Bild Gottes war also bey ihnen verloren. Mie nun Gott nach seinem Worte, welches Er ihnen vorher gesagt hatte, sie nicht ungestraft lassen konnte; To kam durch ihre Sünde Fluch und Tod úber sie und ihre Nachkommen. Gott aber ließ ihnen zugleich seine Barmherzigkeit kund werden, und gab ihnen die trost: liche Verheißung, daß des Weibes Same der Schlange, welche das Weib verführt hatte, den Kopf zertrea ten sollte: wobey Er doch auch bezeugte, daß sie ihn in die Fersen stechen würde.

Die

Sie wußten

$. 2. von Udam und Eva hierauf erzeugten Söhne, Cain und Abel, waren sehr verschieden. zwar alle beide, daß fie ihr Leben und alle gute Gaben von Gott dem Herrn hätten, und es ihre Schuldigkeit wåre, Ihn dafür zu lieben, zu ehren, und Ihm zu dienen. Sie brachten Ihm auch beiderseits ihre Opfer und Gaben zum Zeichen ihrer Dankbarkeit. Cain aber liebte das Böse, und ließ sich davon hins reißen; und Abel. war seiner Einsicht treu, und ließ fich von dem Geiste Gottes regieren. Daher fahe Gott Abel und fein Opfer, welches im Glauben geschahe, Ebr. 11, 4, ġnådiglich an; Cain aber und sein Opfer sahe Er nicht gnädiglich an. Das verdroß den Cain, er ergrimmte über seinen Bruder Abel. Darüber be? ftrafte ihn der Herr, er aber erhob seine Hand hernach doch wider ihn uud schlug ihn todt: und als er von Gott darüber zur Rede gestellt wurde, antwortete et als einer, der davon nichts wußte. Gott aber ließ ihn nicht ungestraft. So fing sich der Streit des Gua ten und des Bösen, des Lichts und der Finsterniß, der Siinder Gottes und der Kinder der Menschen in der Welt an, und der geht noch fort bis auf diesen Tag.

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§. 3. Nach diesem vermehrten sich die Menschen fehr, und der Herr nahm sich ihrer treulich an. Er offenbarte ihnen seine Güte, Weisheit und Ullmacht nicht nur durch die Werke der Schöpfung; sondern gab ihnen auch reichlich und tåglich zu ihrer Nahrung und Nothdurft viel Gutes zu genießen. Wie hätten sie fonfi bez

Atehen können? Ueberdem ließ Er fich so herunter, daß Er auch wol felber mit gewissen Personen unmittelbar redete. Den Cain warnte Er z. E. ehe er seinen Bruder tödtete, und bestrafte ihn hernach, als solches geschehen war. (S. 2.) Und da Er sich mit diesem ro bösen Mens schen persönlich eingelassen; wer wollte zweifeln, daß Er mit einem Henoch, von welchem gemeldet wird, daß er dreyhundert Jahr in einem gåttlichen Wandel geblieben, und mit andern Seelen, die sich seiner Gnade überlassen, einen herzvertraulichen Umgang werde gehabt haben? Man kann es allerdings aus dem abnehmen, was wir von der Unterredung Gotteş mit dem Noah 1 Mof. 6, 8. u. f. lesen. Was Gott diesen seinen Kindern Offenbaret habe, das läßt sich nicht alles bestimmen: denn es ist zu wenig davon aufgezeichnet worden. Wer kann aber daran zweifeln, daß er die Menschen felbft von den Opfern unterrichtet habe? Woher håtten sie sonst gewußt, daß sie Ihm damit dienen fouten? ($. 2.) Und weil von dem Ubel ausdrücklich gesagt wird, daß er durch den Glauben Gott ein angenehmer Opfer ges bracht habe, als Cain; so ist sehr wahrscheinlich, daß ihm auch der Sinn und die Deutung solcher Opfer von Gott, nach dem Grade der Erkenntniß, der den dama: ligen Zeiten gemäß war, rey offenbaret worden. Da überdem von dem Henoch bezeugt wird, daß er durch den Glauben weggenommen worden, und den Tod nicht gesehen, und von dem Noah, daß er durch den Glaua ben Gott geehret, und die Urche zubereitet zum Heil seines Hauses u. s. w. so ist daraus ganz deutlich zu sehen, daß Gott die Menschen schon in den damaligen Zeia ten zuförderst auf den Glauben geführet habe: weil es unmöglich ist, Gott ohne Glauben zu gefallen. Daß Er

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