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Preisen will ich deine Stärke, erhabene Fürstin, Königin von Esagila, Göttin der Göttinnen, Königin der

Königinnen, Hohe, Fürstin aller Lande, barmherzige Göttin, die Ge.

bete liebt!

Ich flehe zu dir, gewaltiger Herr, möge dein grimmiges
Herz sich beruhigen, möge dein zorniger Sinn sich

besänftigen; Er', der sich abgewandt hatte, werde wieder freundlich: möge ich leben durch deinen Hauch, Weiser der

Götter, erhabener Marduk!

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Die Größe der Sarpanit, der großen Herrin, der Gattin

Marduks, der Schwiegertochter Eas, Wird verherrlichen der zaghafte Gelehrte*; der demütige

Beter wird huldigend sie preisen!

6. GEBET AN NIMURTA

Mächtiger Erbsohn, Erstgeborner Enlils,
Gewaltiger, Einziger, Sproß aus Escharra",
Bekleidet mit Furchtbarkeit, voller Schrecken,
Ugallu', dessen Kampf man nicht widerstehen kann,
Herrlichen Standes unter den großen Göttern,
Hohen Hauptes im Jubelhaus Ekur!

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10

Dir gab Enlil, dein Vater,
Die Weisungen aller Götter, du hältst sie in Händen.
Du schaffst der Menschheit Recht,
Du leitest den Nichtgeleiteten, Waisenknaben und

Waisenmädchen. Du faßt des Schwachen Hand, erhebst den Entkräfteten, 1 D. i. ,,dein zorniger Sinn". * Bezeichnung Assurbanipals. * Nimurta, der

, Sohn des Gottes Enlil. Tempel des Gottes Aschur, des assyrischen Enlil. • Beiname Nimurtas. 6 Tempel Enlils in Nippur.

1

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Wer zur Unterwelt hinab muß, dessen Leib läßt du zu.

rückkehren. Wer Sünde hat, dessen Sünde lösest du, Wem sein Gott grollt, dem schaffst du eilends Versöhnung.

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Nimurta, erster der Götter, du Held,
Ich NN., Sohn des NN., dessen Gott NN., dessen Göttin

NN. ist,
Habe dir eine Opferzurüstung bereitet, dir Feinmehl hins

gestreut,
Habe hingestreut Weihrauch von schönem Dufte,
Habe dir gespendet süßestes Weizenbier.
Mit dir mögen hinzutreten die Götter Enlils,
Mit dir mögen hinzutreten die Götter Ekurs.

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Schau mich gnädig an und höre meine Worte,
Mein Flehen nimm an und sei gewogen meiner Bitte!
Meine Rede sei dir wohlgefällig!
Wende dich mir zu, blickend auf deinen Verehrer!
Dein Antlitz sehe ich: möge es mir wohl ergehen!
Du schaust ja her: mögest du mich gnädig anschauen!

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Meine Sünde reiß ab, meine Missetat löse auf,
Schlage nieder meine Schandtat, meine Verfehlung tilge!
Mögen mein Gott und meine Göttin mich wieder achten

und Gutes befehlen! Deine Größe will ich rühmen und huldigend dich preisen!

7. GEBET AN DIE GOTTIN ISCHTAR
Gut ist's zu dir zu beten; denn nahe ist dein Gehör,
Dein Blick ist Erhörung, dein Geheiß Licht!
Sei mir gnädig, Ischtar, verkünde mein Wohlergehen;

In Gnaden schau' auf mich und nimm an mein Flehen! 1 Hier wurden die betreffenden Namen eingesetzt; so bietet auch ein Exemplar „Ich Assurbanipal, der Sohn seines Gottes, dessen Gott Aschur, dessen Göttin die assyrische Ischtar ist.“ 12 Ungnad, Babylonien

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Folge ich deinem Fuße, so werde mein Gang fest;
Fasse ich deine Seile, so möge ich Herzensfreude erwerben!
Trage ich dein Joch, so bereite mir Ruhe;
Harre ich auf dein Haupt, kommie mir Versöhnung!
Beachte ich deinen Glanz“, so sei es Erhörung und Ges

währen; Betrachte ich deine Lichtfülle, so mögen leuchten meine

Züge; Suche ich deine Majestät, so sei es Leben und Heil!

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Möge ich den gnädigen Trutzgott bekommen, der vor

dir steht; Der hinter dir einhergeht, den Schutzgott, möge ich bes

kommen! Das zu deiner Rechten ist, das Gedeihen, möge ich er

greifen, Das Gute möge ich erlangen, das zu deiner Linken ist!

15

Gib Befehl, daß meine Rede gehört werde,
Daß das, was ich rede, wie ich es rede, genehm sei.

20

In Wohlbefinden und Zufriedenheit leite mich täglich!
Meine Tage mache lang und schenke mir Leben!
Möge ich gesund und wohl sein, daß ich deine Gottheit

verehre; Wie ich es wünsche, möge ich es erlangen!

Der Himmel freue sich deiner, der Ozean juble über dich,
Die Götter des Alls mögen dich segnen.

.
Die großen Götter mögen dein Herz erfreuen!

1 Ischtar als Planet Venus.

8. GEBET AN NABÛ 1
Oberster Fürst, Erstgeborener Tutus,
Weiser Herrscher, Sprößling Sarpanits,
Nabû, Träger der göttlichen Schicksalstafeln, Aufseher

von Esagila“,
Herr von Ezida', Schirm Borsippas,
Liebling Nudimmuds, Schenker des Lebens,
Fürst von Babylon, Schützer des Odems,
Schutz der Wohnstätten, Erhalter der Menschen, Herr

der Heiligtümer! .....

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Sohn des großen Fürsten Marduk, nach deinem wahren

Worte, Nach deinem gewichtigen Ausspruch, nach dem Geheiß

deiner mächtigen Gottheit Möge ich NN., Sohn des NN., krank und schmerzges

quält, dein Knecht, Den die Hand des Totengeistes, Zauberei und Elend

ergriffen hat und verfolgt, Gesund und wohl werden; wie ich es wünsche, möge

ich es erlangen!
Lege Wahrheit in meinen Mund,
Laß Gutes in meinem Herzen sein,
Die göttlichen Wächter mögen Gutes verkünden!

15

Es möge treten mein Gott an meine Rechte,
Es möge treten meine Göttin an meine Linke.
Der gnädige Trutzgott, der gnädige Schutzgott möge

nicht von meiner Seite weichen!

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Verleihe mir Anrufen und Gewähren,

Das Wort, das ich rede, gehe ganz in Erfüllung! 1 Dieses Gebet berührt sich eng mit dem Gebetshymnus auf Marduk (unten S. 198 f.). ” Tutu=Marduk; vgl. Weltschöpf. VII 9ff

. 8 Marduks Gattin. * Tempel Marduks. "Nabûs Tempel in Borsippa. • Ea. 12*

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Sohn des großen Fürsten Marduk, schenke mir Leben,
Daß ich sattsam wahrhaft vor dir wandle!

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Scha-zu' freue sich deiner, Ea juble über dich,
Die Götter des Alls mögen dich segnen,
Die großen Götter mögen dein Herz erfreuen!

9. GEBET DES KÖNIGS ASSURBANIPAL AN NABÛ

MIT GOTTLICHEN VERHEISSUNGEN A. Ich, Assurbanipal, verkünde deinen Ruhm, o Nabû, in der

Schar der großen Götter! Mögen auch viel sein meine Feinde, so soll man sich doch

nicht meines Lebens bemächtigen! In meiner Stadt Niniveh flehe ich dich an, den Helden

der Götter, seiner Brüder; Du bist der Beistand Assurbanipals in Zukunft und ims

merdar; 5. Dein Diener bin ich: ich lege mich nieder zu den Füßen

Nabûs.
Möge zu mir sprechen Nabû inmitten meiner Feinde:
„Ich schütze dich, Assurbanipal, ich, Nabû, für alle Zeit!
Deine Füße sollen nicht erlahmen, nicht erschlaffen deine

Händel
Diese deine Lippen sollen nicht müde werden, zu mir zu

beten; Deine Zunge soll nicht verwirrt werden zwischen deinen

Lippen;
Der ich dir fromme Rede ständig verleihe,
Werde dein Haupt erheben, erheben deine Gestalt im

Tempel Emaschmasch!“

10

!= Marduk; s. Weltschöpf. VII 35.

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