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Wenn das Gleiche im Monat Tischri geschieht, so soll er seine Werke verrichten, soll ein buntes Gewebe mit einem Ring aus Edelsteinen an seinen kleinen Finger binden, soll im Schatten einer Festungsanlage sich mit Zypressenöl salben und Rindfleisch oder Geflügel nicht essen. So wird es gut ablaufen.

Wenn das Gleiche im Monat Marcheschwan geschieht, so soll er die Stirn nicht reinigen, soll den Göttern Marduk und Sakkan ein Lamm opfern und soll Blut gen Westen darbringen. Den ganzen Tag soll er Musik machen. So wird die Regierungszeit des Königs eine lange sein; die Götter werden gnädig dreins blicken.

Wenn das Gleiche im Monat Kislew geschieht, so soll er beim Hereinkommen des Viehs vor dem Vieh Wasser opfern, soll ein Lamm opfern, Blut des Geschlachteten mit Rauschtrank zusammenschütten und die Tür damit besprengen. Die ganze Nacht über verbrennst du an der nach Süden gehenden Tür Bitterkorn. Vor den Sternbildern „Brüllender Löwe“1 und „Skorpion“ fällt der König nieder. So wird er weiterhin Leben erlangen.

Wenn das Gleiche im Monat Tebet geschieht, so soll er ... aus der Hand eines Bäckers heißes Gebäck annehmen. So wird Ischtar ihn in Gnaden anschauen.

Wenn das Gleiche im Monat Schebat geschieht, so soll er kein Wasser trinken, Milch oder Fleisch nicht genießen ... Er soll in die Zitadelle hineingehen und wieder aus der Zitadelle herausgehen. Gen Osten soll er niederfallen ...; er soll Brot aus Emmer und Mus aus Honig, Butter und reinem Öl ges nießen. Gerstenbrot nebst Braten soll er essen und Rausch. trank trinken. Der König wird seine Feinde niederwerfen; Gott und Göttin werden freundlich sein; die Ernte wird gedeihen; Weizen wird üppig wachsen.

Wenn das Gleiche im Monat Adar geschieht, so soll er weder Fisch noch Geflügel essen; ... mit einem seiner Großen darf er nicht reden ... Trockenes Brot soll er mit grünem Gartenkraut 1 Ungefähr = Cygnus.

essen. Er soll den Kopf eines Spielmannes berühren. So wird er seine Feinde besiegen, und sein Land wird seinen Befehlen gehorchen.

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3. Ritualvorschriften für die einzelnen Jahrestage Für jeden Jahrestag gab es bestimmte Zeremonien, die besonders den König betrafen. Wir geben hier das aus Assurbanipals Bibliothek stammende Ritual für den Schaltmonat „Zweiter Elul“. Alle Tage gelten als „günstig", wofern die angegebenen Zeremonien ausgeführt werden. Beachte besonders die Angaben für den 7., 14., 19., 21. und 28. Tag.

Der 1. Tag des 2. Elul, den Göttern Anu und Enlil geweiht, ist ein günstiger Tag. Sobald im Monat der Mond erscheint“; soll der König als Hirt des großen Volkes sein Opfer, eine reine Gazelle, für die Frucht? darbringen. Am Morgen soll der König sein Opfer für Schamasch®, für die Herrin der Länder, für Sino und für die Götterherrin bereit machen und Spenden darbringen. Sein Gebet ist der Gottheit willkommen.

Der 2. Tag, den Göttinnen geweiht, ist ein günstiger Tag. Der König soll sein Opfer für Schamasch, für die Herrin der Länder, für Sin und für die Götterherrin bereitmachen und Spenden darbringen. Sein Gebet ist der Gottheit angenehm.

Der 3. Tag, ein Ruhetag Marduks6 und Sarpanits, ist ein günstiger Tag. In der Nacht soll der König sein Opfer vor Marduk und Ischtar bereitmachen und Spenden darbringen. Sein Gebet ist der Gottheit willkommen.

Der 4. Tag, ein Festtag Nabûsê und Marduks, ist ein günstiger Tag. In der Nacht soll der König sein Opfer vor Nabû und Taschmet? bereitmachen und Spenden darbringen. Sein Gebet ist der Gottheit angenehm.

Der 5. Tag, dem Herrn von Ekur und der Herrin von Ekur 1 Der babylonische Monat begann mit Erscheinen der neuen Mondsichel. * D. i. der Mond. 8 Sonnengott. - Mondgott. 6 M. ist der Stadtgott von Babylon, S. seine Gattin. • Sohn Marduks.' ? Gattin Nabûs. 8 Enlil, bezw. Aschur (Hauptgott von Assyrien). Seine Gattin ist Ninlil.

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geweiht, ist ein günstiger Tag. In der Nacht soll der König sein Opfer vor Aschur und Ninlil bereitmachen und Spenden darbringen. Sein Gebet ist der Gottheit willkommen.

Der 6. Tag, dem Adad und der Ninlil geweiht, ist ein günstiger Tag. Der König soll keine Klagelitanei sprechen. In der Nacht soll der König sein Opfer vor Adad bereitmachen und Spenden darbringen. Sein Gebet ist der Gottheit angenehm.

Der 7. Tag, ein Ruhetag Marduks und Sarpanits, ist ein güns stiger Tag, (aber auch) ein böser Tag. Der Hirt des großen Volkes soll Fleisch, das auf Kohlen gekocht ist, und in Asche bereitete Speise nicht essen; sein Leibgewand soll er nicht wechs seln, reine Sachen nicht anziehen, eine Spende nicht darbringen. Der König soll keinen Wagen besteigen noch einen Machts spruch reden. An geheimer Stätte soll der Seher keinen Auss spruch tun. Der Arzt soll seine Hand an keinen Kranken legen. Ein Vorhaben auszuführen ist (der Tag) nicht geeignet. In der Nacht soll der König sein Opfer vor Marduk und Ischtar bes reitmachen und Spenden darbringen. Sein Gebet ist der Gotts heit willkommen.

Der 8. Tag, ein Festtag Nabûs, ist ein günstiger Tag. In der Nacht soll der Hirt des großen Volkes seine Hand für die Opferspende in Ordnung bringen. Für Nabû und Taschmet soll der König sein Opfer bereitmachen und Spenden darbrins gen. Sein Gebet ist der Gottheit angenehm.

Der 9. Tag, dem Gotte Nimurta und der Göttin Gula geweiht, ist ein günstiger Tag. In der Nacht soll der König sein Opfer vor Nimurta und Gula bereitmachen und Spenden darbringen. Sein Gebet ist der Gottheit angenehm.

Der 10. Tag, der Herrin von Ekur und dem Richtergotte ges weiht, ist ein günstiger Tag. In der Nacht soll der König sein Opfer vor den Sternbildern „Großer Wagen“ und „Sohn der Götterherrin“ bereitmachen und Spenden darbringen. Sein Ges bet ist der Gottheit willkommen.

Der 11. Tag, die Vollendung des Standortes der Taschmet 1 Wettergott. Heilgöttin.

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und der Sarpanit, ist ein günstiger Tag. Wenn der Mond die Prachtkrone1 hat und die Fruchto froh ist, soll der König in der Nacht sein Opfer für Sin bereitmachen und Spenden dars bringen. Sein Gebet ist der Gottheit angenehm.

Der 12. Tag, das Speisegeben der Götter Enlil und Ninlil, ist ein günstiger Tag. Der König soll sein Opfer für Enlil und Ninlil bereitmachen und Spenden darbringen. Sein Gebet ist der Gottheit angenehm.

Der 13. Tag, dem Gotte Sin und der Götterherrin geweiht, ist ein günstiger Tag. Wenn Sin die Prachtkrone für das Land aufhat, soll der König am selbigen Tage sein Opfer für Schas masch, für die Herrin der Länder, für Sin und die Götterherrin in rechter Weise bereitmachen und Spenden darbringen. Sein Gebet ist der Gottheit angenehm.

Der 14. Tag, der Ninlil und dem Nergal® geweiht, ist ein günstiger Tag, (aber auch) ein böser Tag. Der Hirt des großen Volkes soll Fleisch, das auf Kohlen gekocht ist, und in Asche bereitete Speise nicht essen; sein Leibgewand soll er nicht wechs seln, reine Sachen nicht anziehen, eine Spende nicht darbringen. Der König soll keinen Wagen besteigen noch einen Machts spruch reden. An geheimer Stätte soll der Seher keinen Auss spruch tun. Der Arzt soll seine Hand an keinen Kranken legen. Ein Vorhaben auszuführen ist (der Tag) nicht geeignet. In der Nacht soll der König sein Opfer vor Ninlil und Nergal bereits machen und Spenden darbringen. Sein Gebet ist der Gottheit angenehm.

Der 15. Tag, der Herrin von Eanna geweiht, der Rechnungss abschluß des Sin und der Götterherrin, ist ein günstiger Tag. Der König soll sein Opfer für Schamasch, für die Herrin der Länder, für Sin und für die Götterherrin bereitmachen und Spenden darbringen. Sein Gebet ist der Gottheit angenehm.

Der 16. Tag, ein Ruhetag Marduks und der Sarpanit, ist ein günstiger Tag. Der König soll keine Klagelitanei sprechen. In * Der volle (oder nahezu volle) Mond ist gemeint. * Vgl. den 1. Tag. Pests gott.

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der Nacht soll der König sein Opfer vor Marduk und Ischtar bereitmachen und Spenden darbringen. Sein Gebet ist der Gottheit angenehm.

Der 17. Tag, ein Festtag Nabûs und der Taschmet, ist ein günstiger Tag. In der Nacht soll der König sein Opfer vor Nabû und Taschmet bereitmachen und Spenden darbringen. Sein Gebet ist der Gottheit angenehm.

Der 18. Tag, den Göttern Sin und Schamasch geweiht, ist ein günstiger Tag. Der König soll sein Opfer für Schamasch, für die Herrin der Länder, für Sin und für die Götterherrin bereitmachen und Spenden darbringen. Sein Gebet ist der Gotts heit angenehm.

Der 19. Tag, ein Zornestag der Gula', ist ein günstiger Tag, (aber auch) ein böser Tag. Der Hirt des großen Volkes soll nichts, was das Feuer berührt hat, essen; sein Leibgewand soll er nicht wechseln, reine Sachen nicht anziehen, eine Spende nicht darbringen. Der König soll keinen Wagen besteigen noch einen Machtspruch reden. An geheimer Stätte soll der Seher keinen Ausspruch tun. Der Arzt soll seine Hand an keinen Kranken legen. Ein Vorhaben auszuführen, ist (der Tag) nicht geeignet. Der König soll sein Opfer für Nimurta und Gula bereitmachen und Spenden darbringen. Sein Gebet ist der Gottheit angenehm.

Der 20. Tag, ein Volkstag, das Speisegeben der Götter Sin und Schamasch, ist ein günstiger Tag. Der König soll sein Opfer für Schamasch, für die Herrin der Länder, für Sin und für die Götterherrin bereitmachen und Spenden darbringen. Sein Gebet ist der Gottheit angenehm.

Der 21. Tag, der Rechnungsabschluß der Götter Sin und Schamasch, ist ein günstiger Tag, (aber auch) ein böser Tag. Der Hirt des großen Volkes soll Fleisch, das auf Kohlen gekocht ist, und in Asche bereitete Speise nicht essen; sein Leibgewand soll er nicht wechseln, reine Sachen nicht anziehen, eine Spende nicht darbringen. Der König soll keinen Wagen besteigen noch einen Machtspruch reden. An geheimer Stätte soll der Seher keis i Göttin der Heilkunst. 20 Ungnad, Babylonien

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