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Geschieht es am 14. Ab, so werden die Leute ihre Kinder für Geld verkaufen 1. (35) Geschieht es am 28. Schalt-Adar, so wird der König von seinen Dienern mit der Waffe niedergestreckt werden.

Erscheinen am 1. Nisan zwei Nebensonnen, so wird der König von Babylon sterben.

Erscheinen am 12. Nisan fünf Nebensonnen, so wird der König vertrieben werden.

Erscheinen am 15. oder am 14. Nisan fünf Nebensonnen, so werden die Marktpreise zurückgehen.

Erscheinen am 12. Ijar fünf Nebensonnen, so wird Hungerss not im Lande herrschen. (10) Ist die Sonne von einem Hof umgeben, so gibt es Regen und

Anderung des Wetters.

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Ist Merkur einen Monat sichtbar, so wird Regen und Hochs flut eintreten.

Ist Merkur am Anfang des Jahres sichtbar, so wird in jenem Jahre der Pflanzenwuchs gedeihen.

Geht Merkur im Monat Tammuz auf, so wird es viele Tote geben.

Geht Merkur im Monat Elul auf, so bedeutet es Steigen der Marktpreise und reichlichen Feldertrag. (46) Ist Merkur im Monat Tischri als Morgens und Abendstern sichtbar, so wird eine Schlacht stattfinden.

Ist Venus im Monat Nisan vom 1. bis 30. Tage des Mors gens verschwunden, so wird es Trauer im Lande geben.

Wird Venus im Monat Ab vom 1. bis 30. Tage des Abends weggerafft, so wird es Regen und reichlichen Feldertrag geben.

Erscheint Venus im Monat Siwan, so bedeutet es Niederlage des Feindes.

Nähert sich Venus dem Krebs, so wird Heil und Frieden im Lande sein.

1 Infolge einer Hungersnot. Ischtar.

• Stern des Gottes Nabû. 3 Stern der Göttin

(50) Ist Venus im Monat Nisan mit einem Barte versehen', so

werden die Einwohner des Landes Knaben bekommen; in jenem Jahre werden die Marktpreise fallen.

Funkelt Mars’, so bedeutet es Vernichtung des Viehs; das Land Amurru® wird zugrunde gehen.

Ist Mars verdunkelt, so wird sich eine Hochflut erheben und die Ernte wird gedeihen.

Geht Mars in den Mond hinein und ist nicht mehr sichtbar, so wird der Sohn des Königs den Thron ergreifen.

Wird Mars im Elul gesehen, so wird die Ernte gedeihen. (55) Wird Jupiter* am Jahresanfang gesehen, so wird in dem bes treffenden Jahre die Ernte gedeihen.

Hat Jupiter besonderen Glanz, so wird der König unversehrt bleiben; Wohlergehen wird im Lande herrschen.

Ist Jupiter stark, so gibt es Hochflut und Regen.

Geht Jupiter in den Mond hinein, so wird Mangel in Amurru herrschen, oder der König von Elam wird sterben ...

Wird Jupiter vom Monde verdunkelt, so wird des Königs Macht die feindlichen Könige besiegen. (60) Steht Saturn im Hofe des Mondes, so wird im ganzen Lande

Gerechtigkeit herrschen; der Sohn wird mit seinem Vater die Wahrheit reden.

Steht Saturn an der Stelle des Mondes, so wird der König des Landes fest auf dem Throne sitzen.

Ist der große Hunde dunkel, so wird das Herz des Volkes sich nicht freuen.

Ist der Königsstern’dunkel, so wird der Palastdirektor sterben.

Funkeln die Plejaden über dem Mond... und gehen in den Mond hinein, so wird der König dauernd siegen und sein Land

erweitern. (65) Leuchtet ein großer Stern von Osten gen Westen auf, ... und

1 Sinn noch unklar. * Stern des Pestgottes Nergal. 8 Palästina. + Stern des Gottes Marduk von Babylon. 5 Stern des Kriegsgottes Nimurta. 6 Leo. ? Regulus.

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geht dann unter, so wird das Feindesheer im Kampfe niedergeworfen werden.

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Läßt der Wettergott im Monat Tammuz seine Stimme ers schallen", so wird die Ernte des Landes gedeihen.

Läßt der Wettergott im Monat Tischri seine Stimme erschallen, verfinstert sich der Tag, fällt Regen, wölbt sich ein Regenbogen und zuckt ein Blitz, so werden die Götter dem Lande Gnade erweisen.

Läßt der Wettergott im Monat Ijar wiederholt seine Stimme erschallen, so werden die Feldfrüchte gedeihen.

Blitzt ein Blitz im Osten auf, so wird der Wettergott das Land Elam überschwemmen.

Blitzt ein Blitz im Westen auf, so wird der Wettergott das Land Amurru' überschwemmen. (70) Blitzt ein Blitz von Süden nach Osten, so gibt es Regen und Überschwemmung.

Regnet es im Monat Nisan acht Tage, so bedeutet es Reichs tum des Volkes.

Regnet es im Monat Siwan acht Tage, so wird der König sterben.

Regnet es im Monat Adar acht Tage, so bedeutet es Gedeihen der Ernte und Uppigkeit der Vegetation. (75) Regnet es am Neumondstage, so wird die Ernte hochkommen,

und die Marktpreise werden fest sein.

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Bebt die Erde den ganzen Tag, so bedeutet es Auflösung des Staates.

Bebt die Erde im Monat Schebat, so wird sich ein andrer Fürst im Palast niederlassen.

1 Die Stimme des Wettergottes ist der Donner. Südwestpersien. ' Palästina. 21 Ungnad, Babylonien

5. Omina auf Grund von Träumen

Trägt jemand im Traum) einen Wagen, so wird er seine Herzenswünsche erreichen.

Setzt er einen Pfeil auf den Bogen, so bedeutet es Prozeß.

Bekommt er Flügel und fliegt davon, so wird seine Grund: lage nicht fest sein.

Steigt er zur Unterwelt hinab, so wird er sterben und nicht in der Erde bestattet werden. (5) Sieht er dabei einen Toten, so wird sich Unheil erheben.

Begrüßen ihn dabei Tote, so wird er nicht in der Erde bes stattet werden.

Begrüßt ihn dabei ein Toter, so wird er durch den Einsturz einer Mauer ums Leben kommen.

Trägt er einen Berg auf dem Kopfe, so wird er Reichtum bes kommen.

Trägt er Salz, so werden ihn seine Reden zu Schaden bringen. (10) Trägt er auf der Straße Fleisch, so wird er kein Wohlbefinden haben.

Trägt er auf der Straße Getreide, so wird er über seinen Widersacher triumphieren.

Trägt er guten Branntwein, so wird er Freude haben.
Repariert er eine Waffe, so wird er lange leben.

Repariert er einen Stützbalken, so wird er seine Wünsche erreichen. (15) Macht er einen Stuhl, so bedeutet es Unglück.

Macht er ein Bett, so bedeutet es Unglück.
Macht er einen Tisch, so bedeutet es Unglück.

Hat er ein Regenbogendiadem auf, so wird es Reichtum im Lande geben.

Hat er ein silbernes Diadem auf, so wird seine Stadt alt und mächtig werden. (20) Hat er ein goldenes Diadem auf, so wird seine Stadt ReichReist er nach Jamutbal, so wird er Böses erleben.

tum ernten.

Reist er nach Persien, so wird er durch göttliche Berührung fallen.

Reist er nach Opis, so wird sein Gehö ft zerstört werden.

Geht er in den Garten, so wird er freikommen. (25) Geht er zum Feldbestellen, so wird er aus Not entkommen.

Geht er zur Schafhürde, so wird er zu hoher Stellung ges langen.

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IBt er Weintrauben, so bedeutet es Freude.

Ist er eine ihm bekannte Pflanze, so wird sein Herz froh sein.

Ißt er Asphalt, so bedeutet es Unglück. (30) IBt er einen Backstein, so wird sein Herz froh sein.

Ibt er einen Lehmziegel wie Brot, so wird der Betreffende seine Wohnung verlassen müssen.

6. Omina auf Grund der Beobachtung von Tieren Blickt am 1. Nisan den Menschen eine Schlange an, so wird er in jenem Jahre sterben.

Fällt am 1. Nisan eine Schlange auf jemanden, so wird der Betreffende im Laufe des Jahres sterben.

Fällt in der Zeit vom 1. bis 30. Nisan eine Schlange zwischen Gatte und Gattin, so werden sie beide nicht am Leben bleiben; die betreffende Hausgenossenschaft wird getötet.

Fällt eine Schlange rechts vor einem Menschen nieder, so bes deutet es Sturz seines Gegners. (5) Fällt eine Schlange links vor einem Menschen nieder, so bes deutet es die Erreichung eines Wunsches.

Kriecht eine Schlange auf den Fuß eines Menschen hinauf, so bedeutet es langes Leben; der Betreffende wird reich werden und sagen können: „Wohin soll ich das Getreide schütten, wohin soll ich das Geld legen?“

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1 Der babylonische Neujahrstag. 21"

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