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UEBER

EDUARD ALLWILLS BRIEFSAMMLUNG.

DISSERTATION

ZUR

ERLANGUNG DER VENIA DOCENDI

BEI DER

PHILOSOPHISCHEN FACULTÄT

DER

UNIVERSITÄT JENA.

VORGELEGT

VON

Dr. Adolf HOLTZMANN.

JENA,

DRUCK VON ED. FROMMANN.

1878.

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Inhaltsang a be.

Seite

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Einleitung

VII-VIII Abkürzungen

IX I. Goethe und Jacobi, 1774-1779

1-22 II. Entstehung des Romans; die verschiedenen Ausgaben

23433 III. Die Composition des Romans und die Urtheile über denselben

34-44 IV. Allwill, Goethe, Jacobi und die Briefstellen. 45-58 V. Allwill als „moralisches Genie.“

59-80 VI. Die übrigen Personen

81-90

.

Abkürzungen.

Asg. [92]

Eduard Allwill's Briefsammlung, I. Bd. 1792. Claudine = Claudine von Villa Bella, ein Schauspiel mit

Gesang. Berlin, 1776'(I. Ausg.). F. Schl. N.

Briefe Goethe's aus Fritz Schlosser's Nachlass,

hrsg. von Frese, 1876. G. a. A. St. Goethe's Briefe an die Gräfin Auguste zu Stol

berg, Leipzig, 1839. G. a. J. F. = Goethe's Briefe an Johanna Fahlmer, hrsg. von

Urlichs, 1875. G. a. L.

Briefe von Goethe an Lavater, 1833. G. u. J.

Briefe zwischen Goethe und F. H. Jacobi, 1846. G. u. W.

Goethe und Werther. Briefe Goethe's etc., hrsg.

von Kestner, 1854. G. W.

Goethe's Werke, Ausg. letzter Hand. J. a. B.

= Fr. H. Jacobi's auserlesener Briefwechsel, 2 Bde.

1825, 1827. Ir. J. W.

F. H. Jacobi's Werke, 6 Bde., 1812-1825. Stella

Stella, ein Schauspiel für Liebende, in 5 Akten,

Berlin, 1776 (I. Ausg.). T. M.

Deutscher Merkur. V. Sch.

Vermischte Schriften von Jacobi, I. Theil, 1781. Wagner a, b, c = Briefe von und an Merck, hrsg. von Wagner, 3 Sammlungen, a=

1835, b 1838, c= 1847. 2.

Aus Fr. H. Jacobi's Nachlass, hrsg. v. Rudolf
Zoeppritz, 2 Bde., Leipzig, 1869, W. Engel-

= Iris.

mann.

Einleitung.

Ein Roman, in der grössten Zeit unserer Literatur viel bewundert und viel getadelt, und in unseren Tagen nur noch in den Compendien der Literaturgeschichte sich mühsam fortschleppend, ist „Eduard Allwill's Briefsammlung,“ das Erstlingswerk des tiefsinnigen Friedrich Heinrich Jacobi. Es war nicht blos der ideenreiche Inhalt, sondern auch eine durchsichtige Beziehung auf wirkliche Personen und Verhältnisse, wodurch dieser Roman grosses Aufsehen erregte und die verschiedensten Besprechungen hervorrief. Es war die Zeit der Verherrlichung des Genies und der daraus hervorgegangenen Krankheit, der Geniesucht. In Jacobi's Romane waren die Geniemänner der Zeit nicht blos nach der guten und schlechten Seite wahrheitsgetreu und scharfsinnig in ihren Grundzügen dargestellt, sondern man erkannte auch in dem Helden des Romans eine offenbare Aehnlichkeit mit dem grössten Genie der Zeit, mit Goethe. So scheint eine Untersuchung über ,,Eduard Allwill's Briefsammlung“ für die Erkenntniss einer wichtigen Epoche unserer Literatur erspriesslich und förderlich zu sein.

Einige Worte mögen sich gegen die Anklage richten, welche wider die im Folgenden geführte Untersuchung der dem Romane zu Grunde liegenden, wirklichen Verhältnisse erhoben werden könnte.

Gute Romane sind der Niederschlag der Erlebnisse des Menschen auf die Schreibmappe des Schriftstellers; sie sind, wie Goethe von seinen Arbeiten sagt 1), die aufgehobenen Leiden und Freuden des eigenen Lebens.

1) G. a. A. St., Br. 3.

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