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Schriftsteller-Perikon

oder

biographisch-literärische

Denk-Blätter

der

Siebenbürger Deutschen

von

Ioseph Trausch,
t. Finanz-Hath in Pension, Ritter des t. t. Franz-Joseph-Ordens, Correspondent der
I. t. geologischen Reichs-Unstalt, Ehren-Mitglied des siebenbürgischen Vereins für
Naturwissenschaften in Hermannstadt, Curator des Aronstädter ev. Kirchen-Bezirtes

N. B. und ehem. Vorsteher des Vereins für fiebenbürgische Landeskunde.

III. B a n d.

kron A adt.
Druck und Verlag von Johann Gött & Sohn Heinrid).

1871.

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Tr.

Neidel Christoph, ber zweite Sohn des Aronstädter Senators Baul Neidel '). (gest. 24. Febr. 1719), geb. in Kronstadt am 7. Nov. 1688, studirte in Kronstadt und 1711 an der Hochschule zu Jena, sowie 1712 2c. an jener zu Balle und wurde im Jahre 1720 Sekretär bei dem Kronstädter Magistrat, nachdem er bereits 1717 in die Zahl der Mitglieder des äußeren Rathes aufgenommen worden war. Am 23. November 1725 zum Rathsverwandten befördert, wurde er am 9. November 1735 verfassungsmäßig zum Aronstädter Stadthannen erwählt und verwaltete dieses beschwerliche Amt in den Jahren 1736, 1738, 1741 und 1742 bis an sein am 23. Juli 1742 erfolgtes Lebensende. Er hinterließ in Sandschrift ein

Tagebuch über die ämtlichen Verhandlungen des Kronstädter Raths und zum Theil der fächsischen Nationsuniversität und verschiedener siebenbürgischer Landtäge von den Jahren 1727-1732.

1) Paul Neidel's álterer Sohn gleichen Nameno ftarb alb Stadtpfarrer in Kronstadt am 23. August 1735 und noch vor ihnen Beiden der finderlose dritte Sobu, Johann. Diese nun erloschene Familie stammte aus Nürnberg und zählte im 18 Jahrhundert zu den angesehenften in Kronstadt, wo das Andenfen des im 16. Jahrhundert dahin eingewanderten Stammvaters, des Rothgießers Paul Neidel durch eine von demselben gegoffene und durch die fais. Truppen am 5. August 1716 ben Lürfen bei Peterwardein abgenommene Kanone erneuert wurde, welche die Ins fárift führte: „Zur Zeit Lufas Hirscher 1583. Goßen burde Paul Neydel mit Delphinen.". (S. Gruntverfassungen der Sadjen in Siebenbürgen. 6. 148.) Bon ebendemselben Stammvater und dessen Sohn in fronstadt gegoßene Gloden haben fid nod in der Uingegend erhalten, z. B. vom Jahre 1607 in Déés, und vom Sahre 1643 in Dálpa-Udvarhelyer Stuhlo u. a. m. 6. „A Székelyföld Leirása, Irta Orbán Balázs“ III. 1, S. 181 und 178.

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