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Regensburg, 1840.
Verlag von G. Josep M a n 3.

the tande 7- 2.3 - 4T s7 468

5081
( 658
V.3

Por r e de.

Nachdem früher die untere Mustit der Heiligen verhandelt worden, muß die Betrachtung jegt zu der der Dämonischen übergehen. Am Uebergange liegt die Naturmystik, der einen wie der andern als irdische Unterlage sich unterbauend. Die schidliche Stelle, um von dieser zu reden, war also hier gegeben; daß dies nicht in anmuthiger Kürze fich abthun lassen wollte, daran ist der Reichthum der Natur schuld, und die Tiefe, in der diese Dinge wurzeln.

Wie ist es nun um diese natürliche Magie beschaffen; ist sie wirklich der Art, daß kein vernünftiger Mensch ihr Glauben beimessen darf, und daß der kindische um jo eher zur Mündigkeit gelangt, je früher er sich von ihr losjagt? Die Frage hat viele Seiten, von denen sie betrachtet werden kann, wie man im Buche sehen wird; der langen Rede kürzester Sinn scheint aber auf Folgendes hinaus zu laufen.

Der Mensch ist ein aus Natur und Geist in eine Bersönlichkeit verbundenes Wesen, was nur dadurch sich bilden kann, daß die Natur in ihm etwas vom Geiste, der Geist hinwiederum etwas von der Natur angenommen, und beide nun im Lebensbande aufs engste untereinander sich geeint.

Die Natur in ihn, init einem ihr untergeordneten Geistigen verbunden, der Nachtmensch in der Persönlichkeit, ist nun, weil aus der Erde hervorgegangen, auch

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der Mensch der Erde; er gehört ihr also, auf die Bedingung jedoch, daß sie ihm angehöre. Denn er ist das eigentliche Centrum der Erde und aller ihrer Bildungen, er ist also durch Radien mit allen ihren Reichen und Peripherien verbunden, lebt mithin in ihnen Allen, wie sie in ihm; ist Leib von ihrem Leibe und Geist von ihrem Geiste; fühlt darum auch in Alles sich hinein, wie er Alles aus ihr herausfühlt, und beherrscht durch seine Rapporte alle ihre unteren Kreise, indem er ihnen Allen dient.

Der Geist mit einem ihm untergeordneten Natürlichen verbunden; der Tagmensch in der Persönlichkeit, ist aber seinerseits nicht von der Erde, und gehört ihr also auch nicht an, ungleich dem Vorigen. Denn einem höheren Centrum, als das ihrige verbunden, lebt er, gleichwie dieses wohl im niedern und dem mit ihm geknüpften Peripherischen, also jedoch, daß er frei gelöst und doch wieder dasselbe in sich aufnehmend, es überschwebt, es stets auf sich beziehend, und in seinem Lichte es zum klaren Bewußtsein bringend. Sein Reich ist das Geistige, dem er entstammt; daher gehen seine Rapporte und Verbindungen in dies Reich; und wie Freiheit das Gepräge aller Geister ist, so ist er auch mit Anerkenntniß dieser seiner Freiheit in dasselbe aufgenommen.

Fener Nachtmensch und dieser Tagmensch sind nun in den einen und selben Menschen verbunden, ursprünglich ohne sich durcheinander zu verwirren oder aufzuheben; weil eben ihr gemeinsames Sein in Gott, der über ihren beiden Welten steht, die Getrennten auseinanderhaltend, doch in sich zusammenhält. Der Erste hat dem Andern sein leibliches Haus erbaut, und hat Wohnung in ihm genommen; aber der Andere, der mit beim Bau gewesen, durchwohnt nun das Gebaute gleichfalls, und gebraucht sich seiner zu seinem Zwecke. Die ganze Leib

lichkeit ist daher zweiherrisch, und die Doppelherrschaft greift durch alle Organe hindurch und drüdt sich in ihnen aus; und dieselbe Schiedniß geht durch alle Verrichtungen hindurch, bis zur höchsten Speculation hinauf, die in subjective und objective getheilt, nur in Gott und was Gottes ist, Ruhe und Einheit findet.

So war es uranfänglich. Der höhere Mensch war der Gebieter, der untere dienstbar, und jener herrschte durch seine höhere Mitte über die Tiefen des andern. Dieser als Centrum der Natur durchschaute die ihm verbundene Natur, wie wir unsern Leib durchschauen; er beherrschte sie, wie wir unsere Glieder beherrschen, und belebte sie in gleicher Weise. Er befaßte also in sich das Bild und Geset der unteren Natur, wie der andere das der höheren; und wie dies Bild und dies Geset, diese Naturweisheit, die Naturethik, und dazu die natürliche Vitalität ins Höhere eingetragen und in Gott aufgehoben wurde, beherrschte der Mensch in Gott ohne Anstrengung und ohne Mühe die ihm zugetheilte Region.

So sollte es auch bleiben und sich befestigen durch die geforderte Gewähr. Da schlug ein neues Moment, die Sünde, ein Product des geistigen Reichs hervor, und störte die ganze Ordnung. Der Taginensch hatte die Mifsethat begangen, in ihm auch der Nachtmensch, beide initeinander traf die Strafe. Die Sünde sekte sich zwischen jenen und Gott, und auch das höhere Geisterreich verfinsterte sie bis zur Unsichtbarkeit, und fesselte den Tagmenschen an den Zwang des alten Geseßen. Sie drang zwischen den andern und die äußere Natur, umnachtete - ihm auch diese in ihren tieferen Gebieten, und machte den Nachtmenschen dem Naturgeseße hörig. Sie drang endlich auch zwischen beide menschliche Naturen desselben Menschen, schied sie wie mit Schwertes Schärfe

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