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Vorwort.

In diesem Buche habe ich den Versuch gemacht, die biblische Geschichte und Literatur, zunächst also die alttestamentliche, zugleich mit der Entwidlung der religiösen Ideen und Einrichtungen als ein zusammenhängendes Ganzes darzustellen; und zwar schwebte mir der Zweck vor Augen, einem weitern, nicht theologisch gebildeten Leserkreise den nöthigen Einblick in die wissenschaftlich-kritische Arbeit gewähren und dennoch ein nicht allzu sdwerfälliges, möglichst lesbares Buch ihm anbieten zu können. Auf einen bestimmteren praktischen Zweck dagegen, z. B. auf leichte Verwendbarkeit für den biblischen Religionsunterridt habe ich nicạt Rücksicht genommen. Zwar ist das Buch selbst aus dem Unterricht hervorgegangen und möchte auch dem Religionslehrer in Kirche und Schule auf höhern und niedern Stufen förderlich sein, doch nur dadurch, daß es in allgemein verständlicher Sprache den eigentlichen Sinn und Inhalt der Bibel und die Bedeutung ihrer großen Männer in's gebührende Licht stellt, im Uebrigen es dem Lehrer überlassend, wie er sidy desselben bedienen kann und mag.

Zu ganz besonderer Förderung bei dieser Arbeit gereichte mir das verdienstvolle Werk des holländischen Gelehrten Dr. A. Kuenen, de Godsdienst van Israel, durch dessen Vorgang ermuthigt ich in der Pentateuchkritik die Grafiche Hypothese (Geschichtl. Bücher des Alten Testaments

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und Merr' Archiv I. 466) adoptirte, nach welcher diejenigen Bestandtheile des Pentateuchs, welche bisher für die ältesten galten, vielmehr erst der erilischen und nacherilischen Zeit ihren Ursprung verdanken.

Auch unseres verdienten vaterländischen Gelehrten, Herrn Prof. G. Studer in Bern, gedenke ich hier mit lebhaftem Danke für vielfache Anregungen und treffliche Winke, die mir von ihm zu Theil geworden sind.

Lejer der „Reform“ werden hier Manches wiederfinden, was ich dort in der Form zerstreuter Aufsäge veröffentlicht hatte. Schon damals schwebte mir der Gedanke vor, sie zu einer zusammenhängenden Darstellung zu verbinden, welche die ganze biblische Geschichte und Literatur umfassen sollte, aber zwisden Wollen und Volbringen liegt bisweilen ein breiter Graben. Die Fortseßung wird jedoch mit größt: möglicher Beförderung geschehen.

Münchenbuchsee (Kt. Bern), Oktober 1875.

Der Verfasser.

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