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Es ift das Heil uns kommen her

Pon Onad und lauter Güte.

Die evangelischen Lektionen

nach fel segung der Eisenacher konferenz

in

redigten

von

Dr. A. Matthes,

Superintendent und Oberpfarrer am Mariendom

i u Holberg.

Leipzig.
A. Deichertsche Verlagsbuchhandlung Nachf.

(Georg 38hme).

1907.

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Borwort.

Der dritte, legte Jahrgang der hier vorliegenden in Predigten bes handelten neuen kirchlichen Beritopenreihen bietet die evangelischen Lektionen in gleicher Vollständigkeit wie die beiden früheren.

Gerade in den evangelischen Lektionen wird die hohe Bedeutung der Aufstellung neuer mit firchlichem Ansehen ausgestatteter Peritopenreihen am deutlichsten ersichtlich. Wie viele großgedructe Sprüche bringen fie doch, die nach Tholucs bekanntem Worte noch heut allein für die Seligkeit der meisten Menschen in Betracht kommen. Und wenn Luther einst auf der Universität mit großem Verwundern vermerkte, daß viel mehr Teyte, Episteln und Evangelien in der nie zuvor die Zeit seines Lebens von ihm gesehenen Bibel wären, denn man in gemeinen Postillen und in der Kirche auf den Ranzeln pflegte auszulegen, fo mag es heut auch wohl manchen unserer Gemeindeglieder gerade beim Hören dieser evangelischen Texte erst klar werden, wie viele neue Seiten aus der unermeßlichen Fülle jenes Einzigen uns die Schrift enthüllt, der der Schönste war unter den Menschenfindern.

Und doch ist der unermeßliche Reichtum seines Wesens, wie er uns in den Evangelien entgegentritt, auch mit diesen Texten noch längst nicht erschöpft und diese lassen sich noch viel weniger mit irgend welchen Predigten über sie erschöpfen. Nur von einem Male wissen wir, wo die Predigt größer war, als ihr Tert. Das war damals, als die Schrift in Nazareth ausgelegt ward und erfüät war vor den Dhren der Förer. Ad unste Schriftauslegung ist nur Tasten am Saum seines Gewandes. Aber auch da tann Araft von ihm ausgehen. Und läßt Er fich die hier gebotenen Predigten so gefallen, dann ists unverdiente Gnade für den, der sie halten durfte. Denn Er ists wert, daß man ihn ehrt und sich in seinem Dienft verzehrt.

Kolberg, den 3. August 1906.

Matthes.

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