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verlorenen Guter und Zwar πολλαπλασίονα εν τω καιρώ τούτω und εν τω aiwvi égxouévy das ewige Leben verspricht. Der Herr kann aber die gefährliche Wurzel: die Lohnsucht, den Eigennutz, nicht nähren wollen, er muss seine Jünger auf das Entschiedenste warnen vor diesem lohnsüchtigen Wesen, damit sie nicht ihren Lohn dahin haben. Er thut diess offenbar in unserm Gleichniss: diese Parabel soll eine Warnungstafel für die Jünger sein. Es erhellt diess sonnenklar wie aus dem Promythion, so aus dem Epimythion unsrer Erzählung. Neander that sehr unrecht, dass er, den Fingerweis des in solchen Dingen kundigen Schöttgen, dass nämlich die Meister in Israel gern eine Lehrerzählung in die Angeln eines sentenziösen Vor- und Nachwortes aufgehängt hätten, ganz ausser Acht lassend, diess Gleichniss aus jedem Zusammenhange mit diesen Sprüchen heraushob. Er sagt: „die Worte: so werden die Letzten die Ersten sein und die Ersten die Letzten: können unmöglich das punctum saliens dieser Parabel bezeichnen: denn es werden hier ja die Letzten den Ersten nicht vorgezogen, sondern die Ersten erhalten nur nicht, wie sie erwarteten, mehr als die zuletzt Gekommenen. Sie beklagen sich auch nicht darüber, dass sie erst zuletzt ihren Sold erhalten, sondern darüber, dass sie nicht mehr als die Uebrigen empfangen. Auch ist es nur etwas an sich Zufälliges, etwas nur durch den Zusammenhang der bildlichen Darstellung Gefordertes, also bloss in der eigenthümlichen Form derselben Begründetes, dass die Ersten zuletzt an die Reihe kommen; denn die Ersten mussten es mit ansehen, dass die Letzten gleichen Sold mit ihnen bekommen hatten, um sich nachher darüber beklagen zu können und dadurch die Gelegenheit dazu zu geben, dass die Wahrheit, welche das Ziel dieser Parabel ist, ausgesprochen wurde. Luk. 13, 30 kommen dieselben Worte: viele, welche die Ersten sind, werden zu den Letzten gehören, wieder vor, aber in einem ganz andern Sinne. Die Letzten sind dort die von dem Reiche Gottes ganz Ausgeschlossenen und die Worte beziehen sich darauf, dass aus den von dem Reiche Gottes entfremdeten Heidenvölkern viele zur Theilnahme an demselben werden berufen, hingegen viele in dem alten theokratischen Volke Obenanstehenden von dem Reiche Gottes werden ausgeschlossen werden. In diesem Sinne erscheinen die Worte hier durchaus fremdartig. Was die zweiten Worte betrifft: Viele sind berufen, Wenige aber auserwählt, so bedeuten diese nach Matth. 22, 14: Viele sind äusserlich berufen, gehören zur Zahl der äusserlichen Bekenner, der Mitglieder des Reiches Gottes in seiner äusserlichen Erscheinung, welche doch nicht durch ihre Gesinnung wirklich dem Reiche Gottes angehören; aber auch diese Worte passen nicht zu dem Inhalte dieser Parabel, in welcher von einem Gegensatze zwischen Vielen und Wenigen, zwischen Berufenen und Auserwählten in jenem Sinne gar nicht die Rede ist, in welcher Solche, die ausgeschlossen werden vom Reiche Gottes, gar nicht vorkommen. Wir müssen also sicher annehmen, dass diese treu aufbewahrte Parabel, welche in sich selbst das Gepräge ihrer Abstammung von Christus trägt, mit nicht dazu gehörigen Worten, welche in dem Formellen dieser Parabel nur einen zufälligen Anschliessungspunkt fanden, verbunden worden. In dieser Annahme, die mir schon seit längerer Zeit zur Gewissheit geworden, stimme ich mit Strauss und de Wette überein.“ Ich habe absichtlich Neander ausreden lassen, weil leider seine Ansicht, wie sie schon Vorgänger hatte – unter diesen selbst den grossen Calvin'), viele Nachgänger gefunden hat. Meyer, Bleek und andere mehr versichern uns fast einmüthig, dass die Sentenzen ganz ungehörig von dem Redactor dieses Evangeliums hier eingefügt worden sind, und dass diese Sentenzen einen ganz eigenthümlichen Sinn annehmen müssen, wenn man sie hier stehen lassen will. Die Ehrfurcht vor dem Schriftwort hätte wohl vor solchen gewagten Behauptungen abhalten sollen. Wenn Tholuck richtig ein Mal gesagt hat, dass die dunkeln Stellen, welche Einer in der heil. Schrift findet, auf dunkle Stellen in dem Herzen schliessen lassen, so kann man wohl auch getrost behaupten, dass eine Auslegung, welche nicht umhin kann zu erklären, der Schriftsteller hat Ungehöriges zusammengeordnet, sich selbst das Zeugniss ausstellt, dass sie noch nicht in das Heiligthum des Textes eingedrungen ist, sondern draussen vor den Thüren im Finstern herumtappt. Bin ich auch nicht Willens, mit Rupprecht den Schlüssel der Auslegung aus diesen Sentenzen zu entnehmen – denn da offenbar die Sentenz der Lehrsatz, die Parabel aber der anschauliche Beweis der Wahrheit ist, wird es gerathener und sicherer sein, von der Parabel selbst auszugehen: so scheint mir doch der Canon unzweifelhaft festzustehen, dass jede Auslegung, welche nicht nachweist, wie diese Sprüche und diese Parabel einander decken, unbedingt falsch ist. Die Probe der Wahrheit ist der Zusammenklang der beiden Oxymoren vorn und hinten und des Gleichnisses.

Ομοία γάρ έστιν η βασιλεία των ουρανών. Rupprecht möchte aus diesen Worten schon die Irrigkeit einer uralten Auffassung dieser Parabel erweisen: er sagt, die Baochela tõv ovqavõv werde im N. T. nie und nirgends anders als mit der Erscheinung Christi auf Erden beginnend gedacht – allein dem ist nicht so. Matth. 8, 12 werden die Kinder Israel als die úloi tñs Baolheias bezeichnet, und Matth. 21, 43 sagt der Herr zu den Juden, die Parabel von den bösen Weingärtnern praktisch auslegend, das Reich Gottes wird von euch genommen werden. Das Himmelreich soll nun gleich sein avgórą oixodeonóry. Luther übersetzt, der Vulgata folgend: Hausvater; es liegt aber kein Grund vor, hier von der eigentlichen Bedeutung Hausherr abzugehen, denn es soll nicht Gottes väterliches Verhältniss zu den Menschen charakterisirt, sondern vielmehr seine Oberherrlichkeit angedeutet werden. Wer ist nun dieser άνθρωπος οικοδεσπότης, eine Bezeichnung, welche uns 21, 33 wieder begegnet? Gregor der Grosse sagt conditor noster, der autor op. imp. dagegen: paterfamilias est Christus. dem autor Recht geben, so kommt man bei der Ausdeutung des šnitpontos V. 8 in einiges Gedränge. Man könnte wohl dort sagen, nicht jeder Zug des Gleichnisses ist zu pressen, allein da der oinodeonórns dort als der xúglos auftritt, müsste man doch zwischen der Person des Schaffners und des Herrn Jesus dann unterscheiden. Wir bleiben ganz in dem Anschauungskreise der Parabeln, wenn wir in dem Hausherrn Gott und in dem Schaffner den erkennen, welcher auch sonst in ähnlicher Weise wie Luk. 13, 7 als der aurtehovoyós auftritt. Dieser Hausherr hat einen αμπελών. Wir treten hiermit in einen heil. Bilderkreis, der sich schon im A. T. aufthut. Weinberg, Weinstock, Wein! Israel wird von dem Propheten Jesaja 5, 1 mit einem verglichen, Israel ist der Weinberg, in welchem Gott sein Werk treibt: etwas anders gedreht, erscheint Israel als der Weinstock,

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?) Jtaque minime quadrat, sagt er, quae a quibusdam inseritur sententia : multi vocati pauci electi.

welchen Gottes Hand pflegt: V. 80, 9ff., Hos. 10, 1 und öfters. Die Alten haben schon vielfach gesonnen, warum gerade dieses Bild vorzugsweise aufgenommen worden ist, und haben sehr Verschiedenes als das tertiuni comparationis aufgestellt. Die Einen machten darauf aufmerksam, dass Noah nach der Sündfluth Weinberge baute und erblicken in diesem Weinberg ein zweites Zeichen des Friedens, welchen der Herr mit dem Erzvater aufgerichtet hatte. Andre weisen darauf hin, dass der Weinberg ein an und für sich steriles Stück Land ist, welches nur durch eine Arbeit, welche keinen Schweiss scheut, fruchtbar gemacht werden kann, und bemerken weiter, dass der Weinbauer nie von seiner Arbeit ablassen dürfe, der Weinberg sei, wenn er Frucht schaffen solle, auf das treuste zu pflegen und zu bewahren. Andre fanden in dem Weinstocke ein Symbol der Alles erneuernden und verklärenden Kraft der Gnade. Wie der Weinstock den Saft, den die Erde ihm zuführt, in einen köstlichen Wein umsetzt, so wolle ja auch die Gnade so an dem Menschen arbeiten, dass aus ihm, dem Bruder „Unnütz“, nun ein Bruder „Nütze“ werde. Gut sagt Thiersch: ,,keine Art der Feldarbeit ist so mühsam wie die des Weingärtners, aber auch keine Frucht ist so köstlich wie die des Weinstocks. Darum hat der Herr die Arbeit seiner Diener mehr als ein Mal mit der Arbeit in dem Weinberge verglichen. Sie sollen sich auf unbeschreibliche Mühe und Sorge gefasst machen, aber am Ende wird der Erfolg und Lohn köstlich sein.“ Der Weinberg wird nun von Chrysostomus näher als das Gesetz Mosis bezeichnet: der autor op. imp. nahm an dieser Beschränkung nicht ungegründeten Anstoss: er selbst versteht nun unter der vinea iustitia, in qua diversae species iustitiarum positae sunt quasi vites, utputa mansuetudo, castitas, patientia , longanimitas ceteraque innumerabilia bona, quae omnia generaliter iustitiae appellantur. Beide alten Ausleger verfallen auf diese sonderbare Auslegung, weil sie unter den Arbeitern alle Menschen ohne Unterschied begreifen wollen; besser als Chrysostomus' Auffassung, welche den neutestamentlichen Standpunkt der Parabel ganz vergisst und sie ohne Weiteres auf die alttestamentliche Oekonomie beschränkt, ist jedenfalls die Ausdeutung des autor op. imp. Wir thun aber besser, den Weinberg nicht mit ihm als die Summa der christlichen Tugenden zu fassen, sondern unter ihm ganz einfach das Reich Gottes selbst zu verstehen.

Der Herr dieses Reiches, der oinodeonórns, dessen Machtvollkommenheit und absolute Herrschaft durch diese Bezeichnung sehr bestimmt angedeutet wird, waltet in diesem Reiche nicht als die absolut wirkende Kraft : er beweist darin sich als den oizodernótus, dass er Alles, was in seinem grossen oixos, in der Welt sich befindet, in seinen Dienst nimmt, für seines Reiches Zwecke nutzbar macht. Hierin zeigt sich die Ueberlegenheit dieses Herrn über Alles, das er nicht mit physischen Mitteln, sondern durch die Kraft seines Geistes sein Haus verwaltet. Gottes Ehre besteht nicht darin, dass er Alles allein thut, sondern im Gegentheile darin, dass er so wenig wie möglich allein thut, sondern andre Wesen sich und seinem Reiche dienen lässt. Arbeiter sucht der Hausherr in seinen Weinberg; wir denken gewiss zuerst mit Gregor dem Grossen an die Apostel, die Bischöfe, die Hirten: doch haben wir kein Recht, auf diese heilige Drei die Zahl der Arbeiter zu beschränken. Wer ist nicht ein Arbeiter in dem Reiche Gottes? Sind Vater und Mutter nicht berufene Arbeiter, sind ihre Kinder, ihre Hausgenossen nicht das ihnen zugewiesene Arbeitsfeld ? In quolibet modulo vel mensura quisque cum fide recta bonae actionis exsistit, huius vineae operarius. Der Hausherr ging aua novi aus: es wird in diesem Zusatze, dass mit dem Anbruche des Tages der Hausherr sich aufgemacht habe, der brennende Eifer desselben gezeichnet; er hat nichts Angelegeneres, als dass sein Weinstock, wie sich's gebührt, gepflegt werde und Früchte bringe; so überlässt er die Beschaffung der nöthigen Arbeiter nicht seinen dienstbaren Geistern, er unterzieht sich selbst der Mühewaltung und ist vom frühesten Morgen an beschäftigt, Arbeiter zu miethen in seinen Weinberg (μισθώσασθαι εργάτας εις τον αμπελώνα αυτού das eis ist wohl nicht mit Grotius, Fritzsche u. A. als Bezeichnung des Zweckes, sondern besser mit Beza, Elsner, Meyer u. A. als Bezeichnung des Ortes, wo diese Arbeiter hingesandt werden sollen, zu fassen). Wir stehen mit diesem cua ngoi aber vor einer cruc interpretum und wollen, ehe wir zu dem uiofchocolat, welches uns eine neue Frage vorlegt, übergehen, dieses eine Räthsel zu lösen suchen.

Das Gleichniss redet nicht von diesem einen Ausgange des Hausherren, es lässt denselben zur dritten, sechsten, neunten und elften Stunde noch ein Mal Arbeiter für seinen Weinberg suchen. Haben diese verschiedenen Tageszeiten nun eine selbstständige Bedeutung in der Parabel? Die Alten sind ausnahmslos der Ansicht, dass diese verschiedenen Stunden höchst bedeutsam sind, sie deuten dieselben im Grossen und Ganzen entweder reichsgeschichtlich oder persönlich aus.

Die erste, reichsgeschichtliche Auffassung ist in dem christlichen Alterthume die weitverbreitetste, sie findet sich schon bei Origenes, Hilarius, Chrysostomus, Hieronymus (angegeben, nicht als seine eigene aufgestellt), Augustinus Serm. 87, Gregor dem Grossen, dem autor op. imp., wir lassen den Augustinus reden: primi iusti, sicut Abel, sicut Noë, quasi prima hora vocati, felicitatem resurrectionis nobiscum accepturi sunt. alii iusti post illos, Abraham, Isaac, Jacob et quicunque erant saeculi ipsorum, quasi tertia hora vocati, felicitatem resurrectionis accepturi sunt nobiscum. Alii iusti, Moyses et Aaron et quicunque cum illis tamquam hora sexta vocati, felicitatem resurrectionis nobiscum accepturi sunt. Post ipsos prophetae sancti tamquam nona hora vocati, eandem felicitatem resurrectionis nobiscum accepturi sunt. In fine saeculi omnes Christiani, tamquam undecima hora vocati, felicitatem illius resurrectionis cum illis accepturi sunt. Unter den Reformatoren hat sich Zwingli sehr bestimmt für diese Auffassung erklärt: er sagt nämlich: prima haec vocatio ab Adam (urat ad Noam. tertia hora a Noa videtur fuisse ad Abrahamum usque. sexta hora ab Abrahamo incipit et durat ad Mosen. nona hora a Mose est ad Christum usque. Es ist bei dieser Auffassung der Stunden als Weltzeiten aber eine doppelte Auslegung möglich: entweder versteht man unter denen, welehe zuletzt in den Weinberg berufen werden, die Apostel, oder die Heiden: je nachdem man die eine oder die andere Absicht annimmt, lehrt der Herr in dieser Parabel, dass ein Heil für alle Menschengeschlechter bestimmt ist und dass dieses eine Heil erst an dem Ende der Welt kommt, oder dass die Heiden gleiches Recht mit den Kindern Israel an dem Reiche Gottes haben. Augustinus hat vorhin schon die erste Auffassung angedeutet, der letzte Kirchenvater der abendländischen Kirche, der grosse Gregor, sagt ausdrücklich: quanti patres ante legem, quanti sub lege fuerunt, et tamen hi, qui in domini adventu vocati sunt, ad regnum coelorum sine aliqua tarditate pervenerunt. Eundem ergo denarium accipiunt, qui laboraverunt ad undecimam, quem expectaverunt toto desiderio, qui laboraverunt ad primam: quia aequalem vitae aeternae retributionem sortiti sunt cum his, qui a mundi initio vocati fuerant, hi qui in mundi fine ad dominum venerunt. Unde et hi, qui in labore praecesserant, murmurantes dicunt: hi novissimi una hora fecerunt et pares illos nobis fecisti, qui portavimus pondus dici et aestus. sed quaeri potest, quomodo murmurasse dicti sunt, qui saltem sero ad regnum vocantur? Coelorum etenim regnum nullus murmurans accipit: nullus, qui accipit, murmurare potest, sed quia antiqui patres usque ad adrentum domini quantumlibet iuste vixerint, ducti ad regnum non sunt, nisi ille descenderet, qui paradisi claustra hominibus interpositione suae mortis aperiret: eorum hoc ipsum murmurasse est, quod et recte pro percipiendo regno vixerunt, et tamen diu ad percipiendum regnum dilati sunt. quos enim post peractam iustitiam inferni loca quamvis tranquilla susceperunt, eis profecto et laborasse fuit in vinea et murmurasse. quasi ergo post murmurationem denarium accipiunt, qui post longa inferni tempora ad gaudia regni pervenerunt. – Die andere Ansicht bricht bei den Kirchenvätern unwillkürlich durch ihre Auffassung hindurch, so bemerkt Hieronymus schon zu den Worten: đpov góv, Judaeus non gratia, sed opere salvatur, Chrysostomus und Hilarius deuten sie auch an: der autor op. imp. ist meines Wissens der Erste, der sie mit aller Entschiedenheit aufstelīt. Postquam superius de Judaeis et gentibus hanc ipsam dixisset sententiam, et qui erunt primi novissimi, et novissimi primi, videlicet quia Judaei et in primo loco vocati sunt ante gentes: in secundo autem salvati sunt post gentes, introduxit parabolam istam. et ut cognoscamus, quia ad manifestationem praecedentium verborum hanc parabolam introduxit, ideo in fine eius eam ipsam sententiam repetiit, quam supra dixerat. aut ideo primos dicit novissimos futuros et novissimos primos, non ut novissimi digniores sint quam primi, sed ut coaequentur. Dicit enim propheta Esaias, volens omnium sanctorum unam ostendere vocationem et nullam inter eos esse differentiam temporis causa, dicit omnium sanctorum numerum esse quasi coronam. sicut enim in corona, cum sit rotunda, mihil invenies, quod videatur esse initium aut finis: sic inter sanctos, quantum ad tempus in illo saeculo, nemo novissimus dicitur, nemo primus. Luther hat sich sehr energisch gegen alle solche Ausdeutungen der Parabel ausgesprochen: „,solch Geschwätz, sagt er, ist gut die Zeit zu vertreiben, weil man sonst nichts zu predigen hat.“ Sein scharfes Wort hat aber dieser Auffassung den Todesstoss nicht geben können. Die letzte Ansicht wird gleich von Zwingli wieder aufgenommen; derselbe sagt nämlich: hic omnes gratia sua donat et coelesti haereditate, utcunque sero in vineam venerint, utcunque brevi spatio temporis laborarint. per murmur vero invidi illius mercenarii philautia et sui ipsius operumque propriorum aestimatio indicatur , quod vitium peculiare fuit Judaeis: hi enim se solos sanctos et iustos putabant, gentes ut immundos et impuros abominati sunt. hoc ergo ista parabola dicit Christus: mihil est, ut gloriemini, o Judaei, omnia opera vestra vos servare non possunt, nisi de meritis et iustitiis vestris diffisi, totos vos in gratiam Dei per me vobis exhibitam coniiciatis per fidem. Grotius gehört auch hierher, findet er doch die Pointe der Parabel darin: ut gentiles, Judaeis federis secum initi antiquitate superbientibus, atque inter Judaeos hi, qui ob prioris vitae peccata erant contemtissimi, aliis poenitentiae remedium contemnentibus, aequissimo Dei iudicio praeferantur.

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