Ҿ˹˹ѧ
PDF
ePub

schlossen. Wenn Darstellungen des cristkatholischen Glau: bens, Lebens, Kultus und Verfassungswesens, wie sie die Handpostid gibt, in keiner Familie fehlen sollten, so können wir die Diez'i che Bearbeitung zur Anschaffung besonders empfehlen. Sie enthalt uebst dem sorgfältig durchgesebenen Goffine'den Hauptwerk eine kurze Nachricht von den les bensumständen des feligen Verfassers, den Kirchenkalender, deffen Zeittafel die beweglichen Feste biß zum Jabr 1871 fort. führt, und ist in der neuesten Auflage (der vierten) mit der leidensgeschichte Jesu nach den vier Evangelisten, mit den Episteld und Evangelien der heiligen Fastenzeit, mit einigen Festtagen und Anderem vermehrt.

Druď und Papier find lobenswerty.

Maď.

[ocr errors]
[ocr errors]
[merged small][ocr errors]

Die vier und zwanzig Bücher der heiligen Schrift.

Oder Bibel für Ifraeliten. Nach dem maforethis schen Texte. Unter der Redaktion von Dr. Zunz, übersetzt von H. Urnheim, Dr. Julius Fürst, Dr. M. Sach 8. Mit Lauchnißischen Stereotypen (Sechs Lieferungen). Berlin, 1837-1858.

Eine fohlechte deutsche Uebersegung des hebräisden Bibels tertes wäre nach den vielen, zum Zbeil sehr lobenswerthen, Leistungen, welche die neueste Beit i

in dieser Hinsicht aufzus weisen hat, eine Sache, die eher ignorirt, als getadelt zu worden verdiente. Obwohl nun zwar die vorliegende Uebers regung nach unserer Ansicht mitunter auch folche Mängel bat, die man wohl an alteren Bibelübersebungen gern zu überseben pflegt, an neu erscheinenden aber nicht wieder fina den zu müssen wünscht, so ideint fie uns doch in mander Hinsicht der Berücksichtigung und einer růbmenden Anerkens nung werth. Soon die Namen der adtbaren Gelehrten, die an derselben arbeiten und fich theilweise durch literarische Leistungen bereits rühmlich bekannt gemacht haben, berechtia gen zu der Erwartung, daß hier nichts Schlechtes dargebo: ten werde. Ueber die bei Abfassung und Herausgabe der Uebersegung eingeschlagene Verfahrungsweise und leitenden Grundsåte, erklårt sich das Vorwort selbst in möglichster Kürze also: „Die Arbeiten der Berren Ueberseker, welche bei strenger Anschließung an Masora und Accentsyftem, es fice

zur Aufgabe ftellten, den ermittelten ridrigen Sinn treu, klar und angemessen wiederzugeben, sind gegenseitig bera.then und biedurch wesentlich vervollfommaet worden. Herr Dr. 3 uuz, dem die Redaktion des Ganzen oblag, hat die fåmmtlichen Ueberfetzungen in der Handschrift durchgefeben, da wo Sinn oder Ausdruck es zu fordern schienen, geåndert, und durch das ganze Werl Gleichmäßigkeit und Einheit des Zons berzustellen fich bestrebt."

[ocr errors]

Das Anschließen an Mafora und Accentsystem wird ges bermann um so lobenswerther finden, als dasselbe aus gus ten Gründen bei den Eregeten überhaupt Observanz gewor's den ist, und man, einzelne Kri's abgerechnet, meistens nur ungern und nothgedrungen davon abgeht. Ist ja doch beo kannt, wie bäufig manche neuere Eregeten, um eine bes stimmte Erklärungsweise zu empfeblen und die gegenübers stebeude zu beseitigen, sich z. B. auf die verbindenden oder trennenden Accente berufen. Nur gilt wie überall, so auch bier, das bekannte omne nimium vertitur in vitium. A18 einen Beleg Hiefår glaubt Ref. die Behandlung der Stelle Ps. 42, 6. 7. bezeichnen zu dürfen, wo der masorethischen Versabtheilung zu lieb übersetzt wird: - ,, denn noch werd' ich ihm -danken das Syeil reines Untlikes! Mein Gott! e8 beugt sich in mir meine Seele." Denn abgesehen davon, daß diese Worte ziemlid unverständlich sind, ist es bier aus 9. 12 und Pr. 43, 5 fast uuwidersprechlid klar, daß :): ; : : , gelesen werden muß. niyiur kann doch bier so wenig als B. 12 und Pf. 43, 5 anders genommen werden, denn als

יְשׁוּעוֹת פָּנָיו: אֱלֹהֵי וגו :tatt יְשׁוּעוֹת פָּנַי וֵאלהֵי :

Apposition zum suff. 19:-; daß es aber so gefaßt, bei der jeßigen Accentuation oder Versabtheilung und durde sie bes dingten Leseart, gar keinen Sinn giebt, ist' sebr deutlid. Ref. würde übrigens selbst dieses fteife Festhalten an Mafora und Accentsystem nicht schlechthin tabelhaft finden, wimal da die Ueberfeßung von jüdischen Lebrern Herráhrt und zunächst für jüdische Lefer bestimmt ist, wenn es nur mit durchgrei: fender Consequenz beobachtet worden wäre. Allein dieß ist eben nicht der Fall. Bei Vol. 6, 117, 1. 3. B., wo ges wiß weit weniger als bei der besprochenen Stelle Grund gr: wesen wäre, von der, masorethischen Accentuation abzugehen, wird doch von derselben abgegangen durch die Ueberseßung: ,,Auch dir, Jehudab, ist die Ernte bestellt. — uís ich zu: růæführen (wollte) die Gefangenen meines Volkes. A16 ich beilen (wollte) Jisrael, da ward aufgedeđt 2c. Auf åbns liche Weise wird Habak. 2, 13 gegen die Accente überseßt: ,,Nicht ro? Siehe, vom Ewigen der Heerschaaren ist es, .“ denn xha bat ja den Accent Munach. Ebenso wird auch Ps. 34, 4. nicht die masorethische Leseart Wm2, sondern die Tertedleseart iwņa ausgedrůdt, während bei Pf. 59, 11 die Ueberseßung: „Mein Gott der Gnade" zwischen der Zertede

und der zu fdwanken scheint.

Während übrigens die , ftrenge Anschließung an Mafora und Accentsystem" keine besondere Sdwierigkeiten zu übers winden batte und bei gutem Borsake leicht gelingen mußte, ist dieß mit der weiteren Aufgabe, die sich die Herren Uebers reger stellten, und die überhaupt die Hauptaufgabe jedes les

אֱלֹהֵי חַסְדִּי unb ber maforetifdben אֶלהַי חַסְדּוֹ lefeart

[ocr errors]

bersetzers seyn muß, nicht ebenso der Fall. Es ist oft idon nicht ganz leidt, den bereits ridrig verstandenen Sinn einer Stelle mit buchstäblider Treue klar und angemessen wiederzugeben; noch weit ich werer aber, den richtigen Sinn selbst audzumitteln. In ersterer Hinsicht muß zum Lob der Ueber. feßung gesagt werden, daß im Allgemeinen wörtliche Treue einen ihrer Hauptvorzüge bildet. Zum Beweise dafür eriy. nern wir nur an Midha, Rap. 7, wo der bebr. Zert V. 1. 2. 4. 9. 10. 14. 18-20. mit ungewöhnlicher Wörtlichkeit und dabei doch auf verständliche Weise wiedergegeben ist. Freilido ließen sich auch manche Beispiele für das Gegentheil anfüh: ren. Wenn z. B. in demselben Rap. V. 3 137 uno-hu übersetzt wird: „Um der Hånde bores Werk wieder gut zu machen;" so muß es jedem, der bebräisch versteht, einleuchs ten, daß diese Ueberfeßung jedenfalls nicht wörtlich und ges nau fei, da ja ur den bestimmten Artikel bat, und das Wort bier offenbar nicht als inf. hiph. genommen werden kann. Jedoch solches gehört zu den unbedeutenderen Måns geln einer Ueberseßung, so lange der Sinn des Lertes nicht dabei leidet oder unverståndlich wiedergegeben wird.

1

Uuch Verständlichkeit und Klarheit muß an vorliegender Uebersetung gelobt werden, wiewohl in dieser Hiuficht mehr båtte geleistet werden sollen, als geschehen ist, und schon vor: bandene Uebersetzungen theilweise wirklich mehr geleistet has ben, welde hier nur zweckmäßig båtten benůßt werden důrs fen. Zwar verdienen die Ueberseker in diesem Punkte vielleicht Entschuldigung, weil sie bei manchen Stellen von der ges móbalichen Auffassungsweise abweichen zu müssen glaubten,

« ͹˹Թõ
 »