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und sofort den von ihnen in der Stelle gefundenen Sinn auf eine von dem Buchstaben des Zertes nicht zu sehr abweichen de Weise wiedergeben wollten. Aber tadelhaft ist es dodo ganz gewiß, wenn wiederholt, wo die Bedeutung eines Hebr. Ausdrude nicht mehr mit aller Sicherheit sich ausmittela läßt, bloß balbe Uebersetzungen gegeben werden, wie z. B. Pr. 60, 1: ,, dem Sangmeister auf Sculdan Edut. Ein Michtam, von David, e8 zu lebren," dergleichen gar båufig in den Pralmůbersdriften vorkommen. Die Ursache, aus der foldet gerdab, fann fido Ref. wohl vorstellen, aber fie scheint ihm nicht biureichend, um ein foldes Verfahren zu rechtfertigen. Consequent, scheint es, båtten die Ueber: Teßer bei gar vielen bibliscben Stellen das eine und andere Wort, deffen Bedeutung unsicher ist und wohl noch lange bleiben wird, unůberfekt geben sollen, um der Gefahr des unrichtigen Uebersekens zu entgeben. Aber mit so viel Zus verlässigkeit, als fich z. B. 99209.75 Pf. 38 u. 70. mit, ,,für das Duft - Opfer" überfeßen ließ, båtten fid nodo mance andere nicht überfekte Ausdrůde in den Psalmůbers rdriften übersetzen lassen.

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Aufferdem aber gebridt e$ manden Stellen auffallend an Verständlichkeit, besonders in den poetisden und prophe tischen Schriften. So wird z. B. Pl. 68, 5. der Ausdrud jou ma mit einer Wörtlichkeit, die an Uquila erinnert, ůberfekt durdo: „in Sab (erschallt) sein Name", wobei mancher' unkundige Lefer glauben mag, Jab sei irgend ein Ort der offentlichen Verehrung Gottes, wo unter Lobpreis sung sein Name genannt werde. Nicht weniger undeutlich

find in demselben Pf. die Worte Diş F. Du übersetzt mit: „Cauch die Abtrůnuigen kommen,) zu wohnen, Jab Gott." Do lich erwarten lasse, daß Jemand, der diese Stelle nur bier liegt, und weder den Uriert noch eine ans dere Uebersetzung zu Ratbe giebt, den richtigen Sinn damit

, verbinden könne, mögen die HH. Ueberseker selbst beurtheilen. Wenn Hol. 6, 5. 6. áberfekt wird: „Darum bieb ich die Propbeten nieder, erwürgte sie durch die Ausspråde meines Munded, daß deine Strafgerichte an das Licht loma men, daß ich liebe verlange und kein Dpfer, und Erkennt. niß Gottes mebr denn Ganzopfer."; To findet es gewiß man: der dwer, in diesem Saße, der åbrigens niadt des Ref. Ansicht volig falsch aufgefaßt ist, einen klaren vernünftigen Sinn und Zusammenhang zu finden. Senes ,,Daß“ foll doch wohl nicht die beabsichtigte Folge des Prophetamordes einführen; muß es aber etwa die Stelle don ,,Weil" vers treten, so war es Sade des Uebersekers, dieses zu gebrau: chen. Bei der Uebersetzung von Syos. 13, 15: „Denn er, zwischen den Wiesen fruchtbar konimt ein Ostwind, ein Sturm des Ewigen, von der Wüste steigt er herauf, und es versiegt sein Brunnen und vertrodnet fein Duell, er wird wegraffen den Schaß aller tøftlichen Geråtbe.", wäre Ref. wegen der Undeutlichkeit, womit fie ausgedrůdt ist, nicht im Stande, den Sinn ficher zu bestimmen, welchen der Ueberseker in der Stelle gefunden habe, geschweige denn, aus der Uebersetzung der Sinn des Urtertes zu erlernen, wenn ihm nicht dieser selbst nebeu anderen Ueberfikungen und Erklärungen vorlage. Daß nun aber eine solche Uns diutligkeit des Ucbersekous, welche nicht einmal sider er:

kennen läßt, welden Sinn der Ueberseker in einer SchriftStelle gefunden oder in fie gelegt habe, nicht viel weniger Label verdiene, als das offenbare Verfehlen des richtigen Sinneb, wird fchwerlich geleugnet werden können. Sndeffen auch solches Verfehlen muß der Uebersegung an manchen Stellen zur last gelegt werden.

Zwar haben die Ueberlegungen einiger biblijden Bücher, welche von den Mitarbeitern an diesem Werke foon früher einzeln, mit beigefügten Erklärungen, herausgegeben wurden, vielfache Verbesserungen erfahren, sei es durch die Hrn. Verff. felbst, oder durch die sorgfältige Redaction. Dieß gilt: namentlich von der Uebersetzung und Erläuterung der Pialmen von Dr. M. Sads, und noch mebr von Arnbein's Uebersegung und Erklärung des Budes Hiob, von welcher kürzlich ein angesebener Gelebrter nicht mit Unrecht bemerkt hat, daß durch dieselbe die Erklärung des Buches Hiob einen bedeutenden Růdschritt gemacht habe. Adein folớer Verbesserungen ungeachtet lommen doch noc manche Schiefs heiten und Unridtigkeiten in der Uebersetzung vor. Wir erinnern zum Belege hiefür nur beispielsweise an einzelne Stellen, die, auch abgeseben vom Zusammenhang, bei blos: ser Berůdsichtigung der Tertes: Worte als unrichtig aufges faßt erscheinen. Bei Amos 4, I 3. B. wird der Ausdrud ,,Kübe Bardaug“ als Bezeichnung der Frauen von Scom: ron gefaßt und unter 077 278 ihre Ehemånner verstanden. Dagegen spricht aber entscheidend, daß in diesem Falle der

nicht lauten müßte, und daß überdieß nicht einmal jouane, sondern statt deffen ihya? gebraudt worden wäre (vgl.

לַאֲדֹנֵיהֶן הָבִיאוּ fonberu לַאֲדֹנֵיהֶם הָבִיאָה Text midbt

Estb. 1., 17. 20.); die Hinweisung auf Genef. 18, 12 würde gegen Lebreres nichts beweisen. Offenbar unrichtig ist bei Zach. II, 3 das 131 790 abersetzt mit: ,,weil gesunken ist Jordans Fluthentroka. Ob das Wasser des Jordans ein wenig finte oder nicht, wird die jungen föwen wohl nicht viel fümmern. Aber eine den Gelehrten långst ausges machte und durch viele Bibelstellen erweislide Sache ist e8, daß 177277 Tin? das die Jordangufer deckende Sebüsch und Dididt ist, welches mitunter aud Lowen zum Aufenthalte diente, welche dann natürlid durch Verwöftung desselben beunruhigt wurden. Den Beweis dafür daß 774 vom Sinken des Wassers, etwa eines Stromeo, aud) uur ges braucht werden tonne (von wirklichem Gebrauch ist ohnes bin keine Rede), wollen wir gar nicht einmal berlangen. Habak. 3, 4. wird überfekt: „Und der Mond, der Sonne gleich, hatte Strahlen sich zur Seite, und dort war die Hülle seiner Macht.“ Hiebei kann sich nun Ref. nicht vorstellen, mit welchem Redte dem Worte M33 nur geradezu die Bedeus tung ,, Mond" gegeben werden könne; daß nix mit dem vergleichenden darauf folgt, wird dod dieses nicht rechts ferrigen rollen. Dhnehin wird aber der Mond als ein strahlender nie. erwähnt, wenn die Herrlichkeit einer Erscheinung Gottes beschrieben werden soll, und rowerlich wird fid bea weisen lassen, daß i5 1719 07277 beißen könne: er hatte Strahlen sich zur Seite. Ueberdieß enthält die Stelle bei dieser Auffassung, die auch sehr gekünstelt ist, einen abge: fumadten Gedanken; auch hat sie die bessern iúdilden Ausleger, wie Jarchi, Kimchi, Aben: (nicht Iben, wie Fürst, Delitsch!) Esra, insgesammt gegen fich, und chriftliche Eres geten sind unseres Wissens ebenfalls nie auf diesen Einfall gekommen. Die vielbesprochene Stelle Pf. 22, 17. wird übers rekt: mder Bösewichter Notte umkreiset mid, gleich Löwen, an håndrut und Füßen." : Daß diese Ueberseßung unpassend fet, hat felbft de Wette in der vierten Auflage feines Coms mentars åber die Psalmen anerkannt, wiewohl er sie in eben dieser Auflage allen andern Uebersegungsweisen vorzieht; und Hengstenberg bemerkt mit Recht, man sebe nicht ein, wie ein £ d xe Hånde und Füße u mringen könne.“

Beispiele anderer Urt, wo nach unserm Dafürhalten die Wechselbeziehung ganzer Abschnitte rohief oder falsch gefaßt und dadurch manche falsche Deutung im Einzelnen veranlaßt worden ift, longea wir bier nicht mehr berühren. Geringo fügigeres aber , 3. B. daß n10' 1797 „ein" Geist des Ewis gen (Ez. 11, 5.), dagegen prox 717 ,der" Seift Gottes fein muß (Ej. II, 24.); daß On von Gott gebraudt bald die Bedeutung „er bedenkt rich" (Spel 2, 13, Am. 7,3), bald die andere ,,es gereut ihn" (Genes. 6, 6.) haben soll, und Aehnliches, verdient hier keine weitere Besprechung.

Nur einen Mangel erlaubt fich Ref. noch zu berůbe ren, welchem leidyt abgebolfen und dadurd die Brauchbarkeit der Ueberreßung mertlich erböht werden könnte; er besteht darin, daß den einzelnen Kapiteln keine Inhaltsanzeigen vor: gefißt wurden, wodurch denjenigen, welche mit dem Jubalte der einzelnen biblifden Bücher noch weniger bekannt sind, dag etwaige fanelle Nachrclagen einzelner Stellen und Abs daitte båtte erleichtert werden sollen.

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