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Die typograpbische Ausstattung im Verhältniß zum Preise (2 Zhlr. Subscr.) ist lobenswerth.

Welte

1. Der Katedjet in der ersten Elementarklaffe, oder

praktischer Wegweiser für Religionslehrer bei Ertheilung des Religionsunterrichtes vor Schülern in den ersten Schuljahren. Von Thomas Burkart, Pfarrer in Seedorf. Spaichingen bei Uhl. 1839

VIII. u. 436. 8. 2. Populäres Religionshandbuch. Zum Ges

brauche für Katedjeten in Kirchen und Schulen, zumi Unterrichte und zur Erbauung für die heranwachsende Jugend und das duristkatholische Voll; eingerichtet nach des Verfassers Katechismus. Von demselben Verf. Drei Theile, 1. u. 2. Theil, die Glaubenss und die Sittenlehre. Rotweil bei Englerth, 1839,

XIV. u. 461. VII. u. 3176 8 3. Katechismus der christkatholisden Lehre.

Zum Gebrauche bei Schulz und Kirchenkatechefen. Von demselben Verf. ' Rotweit bei Englerth, 1837. 130. 12.

Neben den in nur allzu großer Anzahl jährlich erscheis nenden Gebete und Predigtbüchern u. s. w war die Zahl der katechetifen Werke bis in die allernepeste Zeit; auffallender, aber nicht unbegreiflicher Weise verhältnißmäßig rehr klein. Nun folgen aber auch Katechismen, katechetische Handbücher, Musterkatecheren, Ueberseßungen des römisden Katechismus, Bearbeitungen des Kanisius, katechetische Vorschläge, Wins rde, Hoffnungen u. d. gl. rasch auf einander. Diese Erscheis nung hat eine erfreuliche Seite. Die so große Wichtigkeit des katechetischen Umtes, insbesondere in unserer Zeit, wird mehr und mehr erkannt, der Eifer wådet, man wil nicht bloß auf der Kanzel, wo man allenfalls ein armseliges Menfchenlob einárndten kann, sondern auch in der den Augen der Welt entzogenen Sdule Lüchtigeres leisten, man will sich von ungenügend Erfundenem logreißen und hat die Leis stungen einiger ausgezeichneter Männer doch nicht ganz unge näßt gelassen. Sene Erscheinung beweist aber auch, daß die Forderungen einer tieferen und dristlicheren Katechetik nur nat und naco und gegenwärtig oft nur spårlich erfüllt werden, daß im Satechetischen, wie in einigen anderen Ses bieten der Seelsorge, der Willkühr der Einzelnen nod immer ein allzu großer Spielraum gelaffen ist, daß man die Hilfe ftatt bor oben dou unten erwarten zu wollen scheint, daß derjenige, welcher den Sudeu, dem Ergreifen und Bega werfen ein Ziel feßen und den Blid vom Budladen zur emis sigen Verarbeitung des Dargebotenen in Kirche und Scule zarůdlenken soll denn von der grånzenlosen Gleidgültigs teit oder Selbstgenügsamkeit einiger Weniger sprede ich nicht -, leider noch immer auf fic warten läßt. Doch gerade das gesteigerte Suchen und Streben låßt baldige Abhilfe erwars ten. Schon befindet fid Hitider's Leben Sefa, ein Theil feites katechetischen Gandbuches, unter der Pressea

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Indem ich nun zur Beurtheilung der voranstebenden Werke eines júugeren Geistlichen der Rottenburger Discere schreite, erkläre ich schon bier, daß ich des Verfaffers Fleiß und Eifer für Gottes Reich nur rühmen und auch seine Ars beiten in mehreren Beziehungen mit gutem Gewissen empfeblen kann. Nach dieser Erklärung kann ich mich desto mehr mit den Mångeln dieser Schriften beschäftigen und dadurch vielleicht Fingerzeige zu gesegneterem Gebrauche derselben ges ben. Hålt ja doch auch der Verfasser seine Leistung für eis neu schwachen Versuch auf schwierigem Gebiete, wil er doch bescheidene Vorstellungen berůdsichtigen.

I) In No. 1. will der Verf. ausgearbeitete, das den Schülern der ersten Jahre vorzutragende Religionsganze ums faffende Ratechesen in akroamatischer Form Peinen Amtsbrůs dern in die Hände geben. Im ersten Hauptstück des ersten, die Slaubenslehre enthaltenden, Theiled empfangen wir Rates defen über Gottes Eigenschaften. Ich vermiffe hier vor Adem eine wahrhaft dristlide Begründung. Die genannten Eigens schaften werden namlid zuerst aus der Vernunft und bers nach aus einzelnen Aussprüchen und nur spärlid aus der Ges fdichte der hr. Schrift bewiesen, indem der Verf. etwa ro von den Bernunft zu den Schriftbeweisen übergeht: „Wie schon ftimmt damit die bl. Sdrift åberein!“ oder: „wir wollen nun auch die bl. Schrift zu Rathe ziehen.“ Uuf gleis che Weise wird spåter, wie auch in No. 2., die Unsterblichs keit der Seele, nachdem sogar die ganze Offenbarung mit ihren unübersehbaren Beweisen für jene Wahrbeit vorgelegt worden ist, allererst aus der Vernunft und mit besonderer Sorgfalt begründet. Wir erhalten populär gemachte kantis

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sche Säte, die nidt einmal der Vernunft in allweg genügen können. Endlich wird dann auch noch dieses und jenes dhriftliche Argument beigebracht. Man sieht, der Verf. bat fich noch nicht ganz von der Weise jener Katecheten losges macht, welche bei den Schülern der ersten Klasse vornehm: lid auf Entwi&lung der natürlichen Religion drangen. Wird aber dadurch nidt Vernunft und offenbarung auseinanders geriffen, da sie dode in der Geschichte, im Leben der Rates chumenen und nach ihrem eigentlichsten Wesen in: und durch: einander find? Ja, wird so der natürlichen Offenbarung nicht der Vorrang vor der übernatürlicher eingeräumt? Er: scheinen die eigentlich christlichen Beweise nicht als eine Art Zugabe? Werden die Zöglinge nicht immer zuerst sorgfältig durd fich felbst belehrt? Sollte denn nicht vor Adem Gott seinen Mund öffnen dürfen? Diese Weise ist insbesondere für die Schulen der ersten Klaffe durchgreifend unangemessen. Diese. wollen ja glauben, auf Auktoritåt binnehmen, wie åberhaupt, fo vornehmlich im religiðsen Gebiete. Wird ibs nen nicht gleidosam mit Gemalt eine falide Seiftes, uud Gemåthsrichtung aufgedrungen? Werden sie nicht konsequent spåter aus dem schönen Buche, der heiligen Schrift“ bloß das binnehmen, wa6 ihrer Bernuuft zusagt? Zum Glück bleibt sich der Unterricht in dieser Weise selbst nicht treu, zum Glüd ist die kindliche Natur, das Wirken des bl. Geistes und das båusliche und kirdliche Leben måd tiger. Mit dies fem Uebelftande ift notwendig ein anderer gefeßt: dieses Ulter erhålt oft mehr oder weniger unverständlide, wenig ftens praktisch durchaus unfruchtbare Beweise. S. 127 beißt es 3. B.: ,, Qåtte Gott einen Anfang gehabt, so wäre ein

anderes Wesen da gewesen, das ihm den Anfang gegeben båtte. Über dann wäre ja Gott nicht der Schöpfer aller Wesen, dann båtte er nicht; allen Wesen den Anfang geges ben. Was nie angefangen hat, zu seyn, kann auch nie auf. hören, ist ewig.“ Man vergleiche S. 242 f. Ude diese Mångel wåren hinweggefallen, wenn der Verfasser, was wenigstens in dieser Klaffe durchaus nidt angeht, die Eis genschaften Gottes nicht losgetrennt von der Abfolge der biblis robeu Geschichte und nidt bor dieser Båtte entwiđeln wollen. Um Schlusse der Geschichte håtte er immerhin auch schon vor diesen Schülern das Mannigfaltige und an den verschiedensten Orten Dargelegte in eine vollständigere Entwiďlang der Eigenschaften Gottes zusammentragen mögen. In Bes treff der Geschichte, welche diese Eigenschaften, da fie in ihr wahrhaft konkret niedergelegt sind, allein anschaulich und das Herz und den ganzen Menschen ansprechend darthut, muß der Verfasser immer auf den spåtern Unterricht vertrösten, oder er leģt eine von Menschen ersonnene Geschichte vor, oder reißt aus dem Späteren irgend ein Faktum heraus und legt es vorläufig vor. Die Beweise aus einzelnen Schrifts stellen, welche der Verf. vorzugsweise gebraucht, leisten an sich nicht das, was die Geschichte leistet, besonders aber nicht in diesem Alter, und wenn man diefelben nur einfach aufs stellt, ohne sie durch eine tüchtige Erklärung und durch die Hervorhebung der Auktorität und des Wesens deffen, der da gesprochen hat, fruchtbar und verståndlich zu machen. Wie an sich, so sollen auch im Religionsunterricht die Bibelstellen vorzugsweise die Zusammenfassung und Bekräftigung des geo ichichtlichen Mannigfaltigen seyn. Besonders unzweckmåßig Theol. Quart. Schr. 1839. 48.

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