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Verherrlichung Marduks.

AD. VIII, 1

redete er,

Waffen anzunehmen haben. „Bogenstern“ und „Lanzenstern" sind die Namen des großen und kleinen Sirius.

Von der sechsten Tafel ist noch weniger erhalten. Es scheint von der Erschaffung des Menschen die Rede gewesen zu sein, was in der Weise, wie es bei Berossus geschieht, begründet gewesen zu sein scheint: die Erde war den Göttern zu leer und öde:

„, AIS Marduk das Wort der Götter bernahm,
war er bereitwillig, erjann kunstvolles.
Sprechend zu Ea
was er bei sich erdacht, gab er ihm kund:
Mein Blut will ich nehmen, Bein will ich bilden,
ich will hinstellen den Menschen, der Mensch soll
Ich will machen den Menschen, welcher wohnt .

Der Rest der Tafel ist noch nicht aufgefunden, von der siebenten und legten ist etwas mehr erhalten. Sie enthielt eine Aufzählung von Marduks „Namen“ oder „Eigenschaften“, welche ihm von den Göttern als Weltherrn beigelegt wurden. Darin tritt die Grundidee der babylonischen Gottvorstellung deutlich zutage: je nach der Stellung, die ein Gestirn einnimmt, nach der Wirksamkeit, die eine Gottheit ausübt, führen sie einen andern Namen und erscheinen damit als andre Persönlichkeit. So steht hinter der Vielheit der Göttererscheinungen doch der Gottheitsbegriff. Marduk ist der Gott der Götter, aber er hat viele Offenbarungsformen oder Wirksamkeiten. So werden ihm hier deren fünfzig beigelegt, für jede Woche des Jahres (Mondjahr von 350X4 Tagen) eine andre. Die legten sind:

,Nibiru sei sein Name der in der Mitte steht,
der Sterne, des Himmels Blade joll er festhalten 1 (bewachen),
wie Schafe weiden die Götter alle,
gefesselt halten Tiamat, im Gewahrjam sie einsperren und festhalten,

Weil er die Erde machte und die Feste? geschaffen,
hat „Herr der Länder“ seinen Namen genannt Vater Bel3.
Die Namen, womit die Götter ihn nannten alle,
hörte Ea, freute sich:
... Der dem seine Väter ruhmvoll machten die Namen,
er wie ich, Ea sei sein Name.
Den Knoten meiner Linien 4 soll er tragen.
Mit dem Namen „Fünfzig“, die großen Götter
nannten sie seine fünfzig Namen, machten groß sein Wirken.“

1) Als Nordpol.

2) Tierkreis. 3) Der ursprünglich Herr der Länder (der Tierkreis) ist. 4) d. h. er soll am Punkte sißen, wo alle die Linien zusammenlaufen, welche das Reich Eas abgrenzen und einteilen; man der an das Bi des Poles, in dem sich die Linien des Gradnezes schneiden. Abstrakt ausgedrüdt: er joll alle meine Befugnisse ausüben. 1) AO. III, 2/3 ? S. 65.

ND. VIII, 1

Der Weltenfampf und der Jahreskampf der Sonne.

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Ea ist der Ausgangspunkt jeder Entwicklung, Mardut ist der Sohn, die neue Daseinsform Ea's, wie der neue Mond eine solche des alten. Im Kreislauf kehrt er zu ihm zurück, und hat dann fünfzig Dajeinsformen durchgemacht. Ea ist – wie dann Marduk das Alpha und das Omega, der Anfang und das Ende jeder Entwidlung, der Schluß- und Anfangspunkt des Kreislaufs. Das Schriftzeichen für den Gott Ea ist das Zahlenzeichen für Eins, welches zugleich das der höheren Einheit des babylonischen Seragesimalsystemes ist, der 60.

Der Weltenfampf, der hier geschildert wird, hat seine Muster vom Jahresfampfe der Sonne entnommen. Diese führt im Winter den Kampf mit der Wassertiefe, deren Namen Tiamat trägt, und besiegt sie im Frühjahr. Das Gegenstück dazu wäre der Kampf mit dem Feuer, der Durchgang durch das Feuerreich, das am entgegengeseşten Punkte der Welt liegt, dort, wo die feurigen Schwärme der Sternschnuppen, welche jept, im August

, in der Zeit des Zwillings- und Stierzeitalters, um die Sonnenwende, fielen, das „Herabfallen“ des himmlischen Feuers zeigen. Berossus sagt, daß die Welt einmal im Wasser untergegangen sei und daß ihr nächster Untergang im Feuer stattfinden werde. Das sind Entwicklungsperioden der fertigen Welt, der von Marduk eingerichteten, die aber wieder sich als Parallelerscheinungen zeigen. Die Sintflut ist diese Zerstörung oder Verheerung unsrer Welt durch das Wasser, die der Bedrohung des alten Weltalls durch Tiamat entspricht. Auch aus ihr geht sie zu neuem Leben hervor, um dem Feuerbrand entgegenzutreten. Dieser spielt in den Mythologien ebenfalls seine Rolle, das germanische Ragnarök ist der Weltenbrand, der am Gegenpunkte der Sintflut stattfindet.

Dem Kampfe mit Tiamat müßte als Kampf der werdenden Welt auch ein Kampf mit dem Feuerdrachen, also mit Kingu, entsprechen. Die Fälle, wo dieser in der Mythologie und im Epos ausgeführt worden ist, wird jeder unschwer wiederkennen.

Denselben Kampf führen alle Wandelgestirne, vor allem der Mond, auf. Der Mythus vom Frühjahrsmond, der von den „bösen Sieben“ bedroht wird, ist uns ebenfalls babylonisch erhalten 4.

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Der Mythus vom Frühjahrsmond.

AD. VIII, 1

Die „bösen Sieben“ sind die Plejaden, derjenige Teil des Stiers, welcher der Sonne ,entspricht“ (S. 12). Deshalb haben diese Schamasch, den Sonnengott, als Bundesgenossen in dem Kampfe gegen den obersten der drei Regenten des Himmelsdammes. Auch in diesem Kampf mit der Sieben oder der Unterweltsmacht die auch als Drache oder Schlange mit sieben Köpfen erscheinen könnte! – ist Marduk der Helfer. Als Frühjahrsgott ist er die wiederaufsteigende Sonne, wie er der sich wieder aus der dunkeln Mondscheibe loslöjende Mond ist. Dieser erscheint als Sichel, und mit dem Sichelschwerte wird der Drachenkämpfer meist im Kampfe mit dem Ungeheuer dargestellt: die Sichel hat den Leib der finstern Macht gespalten, sie hebt sich von der dunkeln Mondscheibe ab.

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Abb. 1. Das ägyptische Alphabet. Unter den Lautwerten sind: 3 – Hauchlaut oder ;

h-hartes ch(wie in,,ach) k hintererGaumenlaut

h andere Art des ch k=pordererGaumenlaut Quetschlaut

su. Ś

versch. S-Laute etwa englisches th h hartes h

sch

d = dsch

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