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Hulton, Cruttenden, Wolff.

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die ihnen halfen.“ Und in allen Stätten der größeren Vergangenheit wittert ihr Aberglaube vergrabene Schäße von ungeheurem Werte, die von Dämonen bewacht sind. Und in jedem Fremden, der sich für diese Stätten interessiert, verdächtigen sie den gierigen Schaßgräber, der nur darauf ausgeht, ihre Reichtümer zu heben.

Auch die nächstfolgenden beiden Reisenden, die Engländer Hulton und Cruttenden, gehörten der mit Küstenmessungen beauftragten Kommission an. Sie hatten schon gemeinjam mit Wellstedt i. I. 1834 Hisn Ghurab besucht und unternahmen vom

Juli bis Anfang September 1836 eine gemeinsame Exkursion von Mocha aus auf dem Nordwege nach Beit el Fatih und nach San'a und z. T. auf demselben Wege zurück nach Mocha. Ihre Absicht, bis nach Marib vorzudringen, wurde durch die Erkrankung des Dr. Hulton in San'a vereitelt. Sie zogen also in der Hauptsache, aber mit einigen Abweichungen denselben Weg, den schon Niebuhr und Seeken gegangen waren und konnten deren Beobachtungen in allen wesentlichen Punkten vollauf bestätigen. In San'a, wo sie sich vom 26. Juli bis zum 20. August aufhielten, gelang es Cruttenden, 5 fleine jabäische Inschriftenfragmente zu entdecken. Er stieß auch im Garten des Imam auf einen aus Marmor gehauenen Kopf, von dem ihm gejagt wurde, daß er aus Marib stamme und einer Statue angehörte, die der Imam als einen Rest des alten Gößendienstes zertrümmern ließ.

Noch im selben Jahre zog ein deutscher Judenmissionar, Jojeph Wolff, fast die nämliche Straße wie seine unmittelbaren Vorgänger von Mocha nach San'a. Ihn trieben freilich weder sprachliche noch geographische Interessen und mit vier Kamelen, die er mit Bibeln, Neuen Testamenten, Pjalmen usw. beladen hatte, er jelbst auf einem Ejel nebenherreitend, zog er ins Land, um das Evangelium zu predigen. Wolff hat nun in seinen Reiseberichten namentlich zur Aufklärung der religiösen Eigentümlichkeiten des Volfes viel Material beigebracht. Bei den ungemein wechselvollen Schicfjalen, die die Bewohner des südlichen Arabiens gerade in religiöser Hinsicht gehabt haben, ist es gar nicht anders möglich, als daß sich ganz eigenartige religiöje Vorstellungen und Überlieferungen hier und da in zähem Leben erhalten haben. Leider aber entbehren nach dem Urteil landeskundiger Forscher Wolffs Angaben viel zu sehr der Zuverlässigkeit, als daß hier näher auf sie eingegangen werden könnte.

Die Reise des Botanifers Baul Emile Botta, im Auftrage

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Botta. v. Wrede.

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des naturhistorischen Museums in Paris i. I. 1837 unternommen, war von vornherein hauptsächlich naturwissenschaftlichen Studien gewidmet. Die Unruhen im Lande verboten zudem auch größere Erkursionen ins Innere. Doch ist es dem Forscher gelungen, den Berg Sabber, unweit Ta'izz, zu besteigen, der nach einem arabischen Spruch noch alle Kräuter der Welt auf seinem Rücken tragen sollte, und dort reiche botanische Ernte, namentlich eine noch unbekannte arabische Gipfelflora, zu sammeln.

Verdienst und öffentliche Anerkennung stehen in der Wissenschaft sehr oft in einem schreienden Mißverhältnis zu einander. Dafür ließe sich auch aus der Geschichte der Forschungsreisen in Arabien gar manches Beispiel anführen, keines aber mit größerem Rechte als das des hochverdienten deutschen Forschers Adolf von Wrede, der im Jahre 1843 Hadramaut bereist und ein großes Gebiet zum ersten Male erschlossen hat, in das auch nach ihm niemand mehr vorgedrungen ist. Wrede widerfuhr die grausamste Enttäuschung, die dem widerfahren fann, der darauf brennt, der Mitwelt Kunde zu geben von allem, was er unter unsäglichen Mühen, Entbehrungen und Gefahren für sie errungen hat: man hat ihn mit dürren Worten als einen „Schwindler“, seine ganze Reise für erdichtet, seine Berichte für das Fabrikat eines Phantasten erklärt. So war es Wrede ganz unmöglich, einen Verleger für seinen Reisebericht zu finden und als er versuchte, ihn in England in englischer Sprache erscheinen zu lassen, widerfuhr ihm das weitere Mißgeichick, daß der Überseker plößlich durch Selbstmord starb und in seinem Nachlaß die starten und sonstigen Zeichnungen Wredes nicht mehr gefunden wurden, weshalb auch die englische Ausgabe nicht mehr zustande kam. Verbittert und aller Existenzmittel entblößt mußte der Forscher sich zur Annahme eines kleinen Försterpostens im Dienst des Freiherrn von Harthausen in Westphalen entschließen, den er aber bald wieder verließ, um (etwa 1856) auszuwandern. Seitdem ist er völlig verschollen. Als der spätere Reisende Frhr. v. Malgan auf den schriftlichen Nachlaß des Forschers aufmerfjam gemacht wurde und Nachforschungen über Heimat und Lebensschicksale v. Wredes anstellte, vermochte er nichts zu erkunden. Die Spur des bedauernswerten Mannes war vollständig verloren gegangen. Wir haben nichts von ihm als die Aufzeichnungen über seine Reisen, und von diejen hat v. Malpan die Berichte über die Reise in Hadramaut im Jahre 1870 veröffentlicht und der Wissenschaft damit einen ungemein fesselnden und anschaulichen, durch reiche Details über Sitten

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V. Wrede.

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und Gebräuche der Beduinen instruktiven Beitrag zur Kenntnis des modernen Arabien geschenkt. Wrede danken wir auch die Kenntnis der Inschrift von Obne, einer der bisher sehr wenig zahlreichen alten Inschriften in hadramautischer Sprache.

Die Route v. Wredes ist in Kürze folgende:

Am 24. Juni 1843 ging er von Borum die Südküste Arabiens entlang nach Makalla, von dort nach dem Berge Tsahura (Malkan: Drora) (26.-30. Juni) und nach Choraibe in dem überaus fruchtbaren und landschaftlich reizvollen Wadi Duan (1.-4. Juli); dort hörte er von den Inschriften im Wadi Obne und Wadi Mefa't und beschloß alsbald, dorthin zu gehen. In Choraibe erzählte man ihm auch, daß vor 10 Jahren ein Mann mit „rotem Bart“ (Seeßen?) die Ruinen besucht habe, aber auf dem Wege nach Marib von Beduinen erschlagen worden sei. Am 8. Juli brach Wrede von Choraibe auf und kam am 13. Juli nach Hisn ben Dighal, wo er Inschriftenreste an Häusern fand, und von dort aus gelangte er am 16. Juli zu den Ruinen von Obne. Diese Kuinen seien nicht die einer Stadt, sondern einer quer durchs Tal gezogenen Mauer, von ca. 7 m Höhe und über 6 m Breite, die, wie er meint, bestimmt war, den Zugang zum Wadi Hagr und damit zum eigentlichen Hadramaut zu versperren. Reste anderer Bauten konnte Wrede dort nicht finden. Interessant sind auch die Legenden, die sich an den Ort knüpfen, wie die von dem Aditenkönige Schaddad und dem Propheten Hud. Von Obne aus zog Wrede jüdwärts und dann in der Küstenebene westlich nach Gul esch-Schaich, wo er am 19. Juli ankam. Den Abstecher nach den nahen Ruinen von Nafb el Hagr mußte er wegen der feindlichen Haltung der Beduinen aufgeben. Er zog nun durch das Wadi Hadena nach dem Wadi Hagar über Çodaire nach Hijn ben Dighal zurück, wo er am 23. Juli wieder ankam. Auf einem westlichen Wege durch die Wadis Mintat und Raide-Ardin ging er dann nach Choraibe im Wadi Duan zurück (31. Juli). Von dort aus führte ihn sein Weg nordwestlich zum Wadi Amd, wo er – in einem weltverlorenen Winkel dieses von „Halbwilden“ bewohnten Landes – einen ehrwürdigen Scheich traf, der infolge eines längeren Aufenthalts in Indien die englische Sprache vollkommen beherrschte, englische Bücher besaß und vor allem durch sein tiefgehendes Verständnis für die Zwecke von Wredes Reise in einem überaus auffallenden, für unseren Reisenden höchst erfreulichen und vorteilhaften Gegensaß zu seinen Volksgenossen stand. Von Amd aus ging Wrede nach Haura, einer ansehnlichen Stadt von ca.

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Guies

Wa Madi (Tal)

Muscata G.-Gebol(Berg)
Bay
Birali

Reisewege v. Wrede's .
Qubbet zi 'Aing

Reiseweg Wellstedt's nach Nako el Hagr 507

Ba ettet MinGhorão 5. Süd-Arabien mit den Reisewegen von Wellstedt und Wrede. Nach Malßan.

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v. Wrede. Arnaud.

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8000 Einwohnern im Wadi Rajr . (9. August). Am 11. August unternahm er einen Ausflug nach der Wüste El Ahqaf über Sawa durch das Wadi Rachije. In Sawa fand er alte Grabmäler und Spuren alter Inschriften. Der Rückweg führte ihn über «Amd wiederum nach Choraibe (21. August). Nun gedachte er das Wadi Hagaryn entlang zu ziehen, die Ruinen des Wadi Ghaibun, wo viele Ruinen mit Inschriften sein sollten, und dann Schibam und das Grab des Propheten Hud im Wadi Mesile zu besuchen, er jolte aber nur bis zur Stadt Saif kommen. Dort waren damals wegen der Wallfahrt zum Grabe des Propheten Hud, die in diese Zeit fiel, die auch für Wrede der immer wieder zu seiner Rechtfertigung betonte vorgebliche Zweck seiner ganzen Reise war, große Scharen von Beduinen aus verschiedenen Stämmen zusammengeströmt. Er wurde als „Spion der Ferenghy“ verdächtigt und nur wie durch ein Wunder entging er dem Tode durch die Hand der phanatisierten Massen. Er wurde gefangen genommen, aller seiner Barmittel beraubt und nur unter der Bedingung freigelassen, daß er alle seine Aufzeich nungen herausgebe und auf dem direktesten Wege nach Makalla zurückkehre. Glüdlicherweise hatte er seine Notizen vorher alle reingeschrieben, sodaß es ihm gelang, wenigstens diese Duplikate zu retten. Dagegen war es ganz unmöglich, das Reisegebot des Sultans zu umgehen. Wrede mußte sich darein fügen, von dem Beduinen, den ihm der Sultan mitgab, geleitet, direkt nach Mafalla zu wandern, wo er am 8. September ankam. Von da aus kehrte er zu Schiffe nach Aden zurück.

Die für die altjemenische Inschriftenkunde bedeutjamste Epoche beginnt in deinselben Jahre (1843), in dem v. Wrede gereist ist, mit den fühnen und überaus erfolgreichen Reisen des französischen Apothefers Jojeph Arnaud.

Bisher war es keinem Reijenden – wenn nicht etwa Seetzen, aber darüber fehlen uns sichere Nachrichten – gelungen, weit über San'a hinauszukommen. Namentlich die alte Metropole des Sabäerreiches, Marib, war, obwohl nur wenige Tagereisen weit östlich von San'a gelegen, noch von keinem Reisenden erreicht worden. Alle bisher ausgeführten Exkursionen beschränkten sich auf das von den Verbindungslinien der Pläße Aden, San'a, Loheja, Mocha, Aden umspannte Gebiet und auf die Hadramautischen Gegenden. Die Mehrzahl der alten Kuinenstätten, die eine große epigraphische Ausbeute versprechen, liegen außerhalb dieser Grenzen. So ist es

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