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Neuere Werke über phönizische Inschriftenkunde:

Corpus inscriptionum Semiticorum. Vgl. vorn S. 8.
Lidzbarski, Handbuch der nordsemitischen Epigraphik. Weimar 1898.

Mit vollständigem Literaturverzeichnis.
G. A. Coofe, A Text-book of North-Semitic Inscriptions. Dyford

1903. Zur Einführung in den Gegenstand besonders geeignet.

Die phönizischen Inschriften sind zusammengestellt von: v. Landau, Beiträge zur Altertumsfunde des Orients. II. III.

Leipzig 1899. 1903.

Druck von Hartmann & Wolf in Leipzig.

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Der Alte Orient.
Gemeinverständliche Darstellungen

herausgegeben von der
Qorderasiatischen Gesellschaft.

8. Jahrgang, Theft 4.

Wegen der vielfach erweiterten Neudrude empfiehlt es sich, stets nach Jahrgang, Heft und Seitenzahl zu zitieren, ev. noch mit hochstehender Ziffer die Auflage andeutend, also z. B.: AD. V, 2 S. 15 bez. AD. V, 22 S. 15.

Der erste Europäer, der in Süd-Arabien gereist ist und uns Kunde von dem, was er gejehen und erlebt, hinterlassen hat, war der Staliener Lodovicho di Barthema aus Bologna. Er war i. I. 1508 in Aden gelandet, wurde dort, als Christ, gefangen genommen und von dem Beherrscher des Landes nach seiner Residenz Kida', etwa 8 Tagereisen weit von der Küste in jemenischen Bergland gelegen, geschleppt. Drei Monate lang ichmachtete er in der Gefangenichaft. Nach jeiner Befreiung streifte er im Lande umher, besuchte u. a. San'a, die Hauptstadt Jemens, wandte sich südlich nach Ta'izz (nördl. von Aden), berührte Zebid, nahe der Küste des Roten Meeres, und stieg dann nochmals in nw. Richtung in das Gebirgsland hinauf bis nach Dhamar. Von dort aus fehrte er nach Aden zurück, um Arabien zu verlassen und nach Indien weiter zu fahren. Seine Berichte sind nach Ritters Urteil „für die Zeit immer merkwürdig, aber nur Flüchtige Mitteilungen, weniger geographisch Brauchbares, mehr die Geschichte eigener Schickjale enthaltend“.

Wesentlich angenehmer für die Beteiligten verlief die Reise de la Grelaudiere's i. J. 1712. Dieser befand sich als Pajjagier auf dem Schiffe einer französischen Handelskompagnie, die sich um die Erschließung neuer Absaßgebiete in Arabien bemühte. Auf die Nachricht von der Landung von Europäern in Mocha ließ der damalige Beherrscher von Jemen, ein 87 jähriger Greis, die Fremdlinge um Abordnung eines Arztes ersuchen. Die Franzosen beschlossen die Gelegenheit zu benüşen und durch eine förmliche Ambassade das Anjehen ihrer Nation im Land zu fördern. De la Grelaudiere, französischer Major in Pondichery, wurde mit einem Schiffsarzt abgeordnet und nahm den Weg auf der sog. Südstraße – Mocha, Ta'izz, Jerim, Dhamar — nach der nur 4. Stunde von legterem Orte gelegenen Residenz Mawahheb, einem kleinen Ort am Südabhange eines kleinen Berges gelegen. Nahe dabei besaß der Herrscher noch ein Bergschloß, das seinen kleinen Harem (für 30 Weiber) umschloß, unfern davon eine stark befestigte Citadelle, die u. a. seinen großen,

allter Orient. VIII, 4.

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600—700 Weiber aller Farben aufweisenden Harem barg. Auch die Nachrichten dieses Reisenden sind faum von irgendwelchem wissenschaftlichen Interesse.

Die erste mit wirklich wissenschaftlich brauchbaren Ergebnissen gekrönte Forschungsreise in Südarabien war ein Dänisches Unternehmen. Die Erpedition bestand aus fünf Mitgliedern, Prof. v. Hagen, einem Orientalisten, Prof. Forskal, einem Naturhistorifer, dem nachmals so hochberühmt gewordenen Leutnant Carsten Niebuhr, Chr. Carl Cramer und dem Maler Georg W. Bauernfeind. Die Erpedition brach Anjang Januar 1761 von Kopenhagen auf. Erst im adrian

Februar 1763 betrat

sie in Loheja an der Tamilasy Randah Marib

Nüste des Roten Badjil

Meeres den Boden Seradja

Südarabiens. Nach einigen Erkursionen in

den Küstengegenden Yerim

unternahm C. Niebuhr Zafar ocl Mekadder mit Forskal Ende März o 166

eine 12 tägige OrienIvo Taizi

tierungstour von Beit

el Fatih ins Gebirgsdj land bis nach Ta'izz,

dann gegen NW. nach Zebid zurück. Eine

weitere Tour in der b el Mandeb Str als 807 Tohomo führte die 1. Übersichtsskizze von Südwest-Arabien. Reijenden jüdlich bis nach Mocha, wo v. Hagen dem mörderischen Klima erlag. Die nächste Tour führte von Mocha aus über Muza nach Ta‘izz auf dem sog. Tarik el-Jemen, dem Südwege. Ende Juli brachen sie von Ta‘izz auf gegen Norden auf die Hochterasse Jemens, über Jerim, wo Forskal starb, an Dhamar und Mawahheb vorüber nach San'a, wo sie am 16. Juli eintrafen. 10 Tage hielten sich die Reisenden dort auf und kehrten dann auf dem Tarik ejch-Scham, dem Nordweg, nach Beit el Falih und von da in die Tehama nach Mocha zurück. Am 23. August langten sie dort an.

Volle 7 Monate hat diese Reije gedauert und überreich ist ihr Ergebnis für die Kenntnis des Landes geworden. Ritter nennt fie „die vollständigste und besonnenste“, die bis zu seiner Zeit von

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